Das Red-Bull-Dossier
Donnerstag, 5. August 2010, 1:52 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Sonntag, 26. September 2010, 17:50 Uhr
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Morgen startet das Red-Bull-Fußballprojekt RasenBallsport Leipzig in seine zweite Saison. Anlass genug für einen kleinen bloginternen Rückblick. Red Bull rettet Fußball-Leipzig – das Dossier

Red Bull war und ist im Leipziger Fußball ein Dauerbrenner, seit 2006 waberten Gerüchte um einen Einstieg zunächst beim FC Sachsen Leipzig, später auch beim VfK Blau-Weiß Leipzig umher. Ich habe versucht, an dieser Stelle die Entwicklung umfassend zu begleiten.

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Jens Fuge hinterlässt große Lücke
Montag, 26. Juli 2010, 11:02 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 2. Dezember 2010, 11:04 Uhr
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Aufbruchsstimmung adé: Jens Fuge kam, sah und ging. Das bedeutet das Aus nicht nur für das Projekt „geiler Stadtteilverein“, sondern vor allem auch für die Leutzscher Wiedervereinigung. Eine Bestandsaufnahme

Er ist schon eine Weile her, aber entfaltet seine Wirkung fein dosiert, nachhaltig und zukunftsträchtig: Der Rücktritt von Jens Fuge sorgt, nun ja, für Ernüchterung im grün-weißen Lager. Jens Fuge ging ebenso schnell wie er gekommen war. Im Oktober 2009 war dem Vorstand des FC Sachsen ein Coup gelungen, Ziegenhorn & Co. hatten Fuge als fünftes Vorstandsmitglied kooptiert. Im Nachgang wurde das durch ein Gros der Mitglieder goutiert – gleichwohl die Personalie Fuge von Beginn an für heftige Diskussionen in der Fanszene sorgte.

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Klares Votum für Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig
Donnerstag, 6. Mai 2010, 21:16 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 6. Mai 2010, 21:17 Uhr
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Ballsportgemeinschaft Chemie und FC Sachsen könnten sich schon zur neuen Saison als Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig wiedervereinigen. Die Mitglieder des FC Sachsen entscheiden morgen über die Zukunft des Leutzscher Fußballs

Die Mitglieder Ballsportgemeinschaft Chemie Leipzig haben ein deutliches Zeichen in Richtung Wiedervereinigung des Leutzscher Fußballs gesetzt. Am Donnerstagabend stimmten 45 der anwesenden 53 stimmberechtigten Mitglieder bei drei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen den Beschlussfassungen zu, wonach die Fußballabteilung der Ballsportgemeinschaft Chemie dem FC Sachsen beitritt. Damit verbunden ist die Übertragung der Wort-Bild-Markenrechte an der Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig auf den FC Sachsen, die momentan im Besitz der Ballsportgemeinschaft sind. Die Zukunft des Leutzscher Fußballs liegt somit in der Hand der Mitglieder des FC Sachsen, die mit einem entsprechenden Votum morgen Abend die Voraussetzungen für eine weitere außerordentliche Mitgliederversammlung schaffen können, auf der die Umbenennung in Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig beschlossen wird.

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Zitat des Tages (9): Projekt FC Sachsen ist gescheitert
Dienstag, 27. April 2010, 19:13 Uhr
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[D]er Hintersinn, sich 1990 den Namen FC Sachsen zu verpassen, [ist] faktisch gescheitert […]. Man wollte doch meines Erachtens durchstarten, in Deutschland – in höheren Ligen – ankommen. 1990 glaubte man doch noch an mindestens die zweite Liga, nach dem 7. Spieltag 1990/91 in Erfurt nach dem Auswärtssieg sogar kurzzeitig an die Bundesliga. … weiterlesen





Brandis. Die Nachwehen
Montag, 12. April 2010, 23:34 Uhr
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Der brutale Neonazi-Überfall auf den Verein Roter Stern Leipzig und seine Spieler und Fans im Oktober 2009 in Brandis war kein Zufall. Im Muldental gehört Neonazismus zur politischen Kultur. Vereine wie Roter Stern Leipzig wissen sich zu wehren. Eine Bestandsaufnahme

Dieser Name hat sich tief eingebrannt in das gesellschaftliche Bewusstsein: Brandis. Der 10 000-Einwohner-Ort, 20 Kilometer östlich von Leipzig gelegen, steht sinnbildlich für Hass und Gewalt, für Rassismus und Neonazistrukturen. Brandis ist die Wiederholung von Mügeln ist die Wiederholung von Rostock-Lichtenhagen. Die Reflexe sind immer die gleichen: Das waren wir nicht, das waren die Anderen. Nazis? Nicht bei uns. Die Linken provozieren das ja geradezu. … weiterlesen





Korrumpiert und kritisch, braun und bunt: Die Vielfalt des Leipziger Fußballs
Dienstag, 6. April 2010, 18:05 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 4. Dezember 2010, 16:35 Uhr
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In Leipzig konkurrieren mit RasenBallsport, 1. FC Lokomotive, FC Sachsen, BSG Chemie und Roter Stern fünf grundverschiedene Fußballklubs um die Gunst des Publikums. Die Fans haben die Wahl – für jeden erdenklichen Geschmack ist etwas dabei. Eine Vereinssoziologie

RasenBallsport Leipzig: Das austauschbare Franchise

Egal ob am Mitternachtsshop in der Tankstelle oder im Zentralstadion in der Red-Bull-Arena: Bei Red Bull geht es um Konsum, Events und Lifestyle. Wer sich mittwochabends 20:45 Uhr bei Sat.1 vorm Fernseher wiederfindet und von Johannes B. Kerner erklären lässt, dass Barcelona in blauen Hosen und Manchester in roten Shirts spielt, passt in die Zielgruppe. Hochklassiger, erfolgreicher Fußball ist garantiert, die Fernbedienung dirigiert die Perspektive auf Spielfeld und Kurve. Fußball, der nicht weh tut. Und am nächsten Morgen kann man im Büro trotzdem – oder gerade deswegen – mitreden.

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Über die Identität des Fußballs: Das Beispiel RB Leipzig
Dienstag, 16. März 2010, 15:13 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 4. Dezember 2010, 16:35 Uhr
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Die Debatte über Kommerz und Tradition bedarf einer neuen Diskussionskultur. Red-Bull-Kritiker sollten lernen, differenzierter zu argumentieren

Dem Projekt RasenBallsport Leipzig ist viel Kritik und Häme, mitunter auch Hass entgegengekommen – auch in diesem Blog. Die Gruppe der „Skeptiker“ gegenüber den Marketingstrategien von Red Bull im Profifußball ist in sich sehr heterogen, was zur Folge hat, dass ein reflektierter Umgang mit Dietrich, Dietmar & Co. auch schon mal als modernisierungsfeindlich, völkisch und in letzter Konsequenz antisemitisch marginalisiert wird. Für manche steht somit dieses Blog auf einer Stufe mit faschistoiden Entblödungen der Saalefront-Ultras à la „Tötet RB“ . Das größte Verdienst des Red-Bull-Einstieges in Leipzig ist, dass eine Debatte über Identität und Wertvorstellungen – nicht nur im Leipziger Fußball – ausgelöst wurde. Über intellektuell anspruchsvolle Beiträge aus dem Post-Markranstädt-Lager musste man lange warten. Doch jetzt bin ich in einem Trackback über ein interessantes Blog gestolpert.

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BSG Chemie beschließt antirassistische Vereinssatzung
Dienstag, 2. März 2010, 20:26 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 3. März 2010, 21:51 Uhr
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Die Mitglieder BSG Chemie Leipzig haben auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag Antidiskriminierungsparagraphen in der Vereinssatzung durchgesetzt. Eine Dokumentation

Angedacht war es eigentlich schon auf der Mitgliederversammlung im Sommer 2008, scheiterte damals aber an der kurzfristigen Organisation: Endlich kann die sich als antirassistisch definierende BSG Chemie Leipzig auf eine Vereinssatzung verweisen, die sich dezidiert gegen Ideologien der menschlichen Ungleichwertigkeit richtet und im Falle entsprechender Vorkommnisse auch Sanktionsmaßnahmen vorsieht. Im Einzelnen akzeptierten die Mitglieder diesbezüglich die folgenden zwei Änderungsanträge.

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Zitat des Tages (7): Fußball und Kapital, Fans und 50+1
Montag, 22. Februar 2010, 23:34 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 22. Februar 2010, 23:36 Uhr
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Wir hatten leider nie eine Situation wie in Deutschland. […] In England findet gerade ein Umdenkprozess statt. Früher hat sich keiner darum geschert, die letzten sechs Monate haben das geändert.

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Stühlerücken bei Red Bull: Beiersdorfer lässt keinen Stein auf dem anderen
Mittwoch, 10. Februar 2010, 20:43 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 10. Februar 2010, 20:48 Uhr
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Präsi Andreas Sadlo weg, Physio Nils Haacke weg – das Personalkarussell dreht sich immer schneller, und am Ende bleibt Dietmar Beiersdorfer als Einziger sitzen. Eine Bestandsaufnahme

Es ist Winterpause – und im beschaulichen Markranstädt kommt RasenBallsport Leipzig nicht zur Ruhe. Nachdem zunächst vor drei Wochen mit Andreas Sadlo der Vater des Projektes im Zuge eines Machtkampfes geräuschvoll entsorgt worden war, musste nun Chef-Physiotherapeut Nils Haacke dran glauben. Dessen Weggang hatte der Red-Bull-Klub am Montag über die Vereinshomepage kolportiert. … weiterlesen