FC-Sachsen-Fans drohen Red-Bull-PR-Show mit Boykott
Mittwoch, 2. September 2009, 14:57 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 2. September 2009, 15:03 Uhr
Abgelegt unter: Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Kommerz- & Medienfußball, Medienschau, Vereinspolitik

Red-Bull-RasenBallsport Leipzig geht auf Schmusekurs mit Leipzigs Fußballfans, will gegen den FC Sachsen Leipzig im Zentralstadion die Fanherzen erobern und Michael Kölmel glücklich machen. Doch die Sachsen-Fans sind skeptisch

Bei RasenBallsport ist man vorbereitet. Am Sonntag steigt der erste große Auftritt der Leipziger Fußball-Dependance des Red-Bull-Konzerns im Zentralstadion. Für RB Leipzig ist die Sachsenpokal-Partie gegen den FC Sachsen Leipzig die erste Chance, sich vor einer großen Öffentlichkeit in der designierten Red-Bull-Arena zu präsentieren. Auf viele Zuschauer hoffen wohl alle Beteiligten. Während sich RBL-Chef Andreas Sadlo anscheinend ein Maximum an positiver Publicity ausrechnet, kann Stadioneigner Michael Kölmel schon einmal davon träumen, wie es wäre, wenn sein WM-Stadion mal dauerhaft zumindest ansatzweise ausgelastet ist. Und schließlich könnte auch der FC Sachsen Leipzig profitieren, der scheinbar gar keine andere Wahl hatte, als auf sein Heimrecht zu verzichten.

… weiterlesen





Neonazis im Stadion? Wo denn?
Donnerstag, 27. August 2009, 9:06 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 27. August 2009, 21:02 Uhr
Abgelegt unter: Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus, Medienschau, Vereinspolitik

Lars Ziegenhorn echauffiert sich in der Leipziger Volkszeitung darüber, dass Teile der Fans des FC Sachsen Leipzig in die rechtsradikale Ecke gestellt werden. Eine Widerrede

Wie kann man so etwas in die Welt setzen? Es ist allgemein bekannt, dass es bei uns keinerlei rechtsradikale Strömungen gibt.

Das hat gesessen! Lars Ziegenhorn, Neu-Vorstandsmitglied des FC Sachsen Leipzig und offensichtlich ein veritabler Kenner der Szene, geht in der Leipziger Volkszeitung mit dem MDR ins Gericht. Der hatte berichtet, die Angreifer auf drei Libanesen am Rande des Tauchaer Stadtfests seien aus dem Umfeld des FC Sachsen Leipzig gekommen. … weiterlesen





RB Leipzig ist Deutschlands „erster Marketingclub“
Dienstag, 28. Juli 2009, 0:46 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 28. Juli 2009, 9:52 Uhr
Abgelegt unter: Fanszene, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus, Kommerz- & Medienfußball, Medienschau, Vereinspolitik

Red Bull ist und bleibt ein Thema, das den Leipziger Fußball in den nächsten Wochen dominieren wird. Eine kritische Medienschau

Es sind die letzten Züge einer denkwürdigen Sommerpause. Seit zwei Monaten ist Leipzig der Schauplatz einer Fußball-Revolution – zumindest was deutsche Maßstäbe betrifft. Wem ich mit dem Thema „Fußballambitionen eines Herstellers koffeinhaltiger Brause“ auf die Nerven gehe, der hat jetzt die Möglichkeit, zur Webseite seines Lieblingskleingartenvereins weitersurfen. Für alle anderen habe ich noch einmal eine kleine alternative Medienschau zusammengestellt. In den letzten zwei Monaten habe ich Beiträge gesammelt, deren Autoren sich noch nicht jegliches Reflexionsvermögen mit einem überteuerten Pseudo-Kult-Drink weggeballert haben.

… weiterlesen





Red Bull verleiht manchmal auch kurze Beine
Dienstag, 23. Juni 2009, 18:15 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 4. August 2010, 12:27 Uhr
Abgelegt unter: Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Gewalt & Rassismus, Kommerz- & Medienfußball, Vereinspolitik

Vor drei Jahren wollte Red Bull schon einmal den Leipziger Fußball beflügeln. Das avisierte Opfer: der FC Sachsen Leipzig. Damals interviewte die Redaktion des legendären Chemie-Fanzines Culthoch64 Moritz Grobovschek, den Vorstandsvorsitzenden des SV Austria Salzburg. Wie der Violett-Weiße heute den Red-Bull-Einstieg in Markranstädt bewertet, zeigt ein Gastbeitrag von Culthoch64-Redakteur A. Raithel

Nun ist es also passiert. Red Bull hat in Leipzig den Weg des geringsten Widerstands gewählt. Eine widerspenstige Fanszene gibt es in Markranstädt nicht. Nennenswerte Proteste sind nicht zu erwarten.

Aber was eigentlich erwartet den Fan, wenn in acht Jahren die Bundesliga erreicht ist? Welchen Kommunikationsstil pflegt eigentlich dieser Konzern, der nun Fußballfilialen in Salzburg, New York und Markranstädt besitzt? Warum eigentlich investiert Red Bull gerade in Markranstädt und nicht Cottbus, Aue oder Rostock?

… weiterlesen





Red Bull in Leipzig: The fan base’s hopes and fears
Montag, 22. Juni 2009, 23:58 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 23. Juni 2009, 0:13 Uhr
Abgelegt unter: BSG Chemie Leipzig, Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus, Kommerz- & Medienfußball, Vereinspolitik

Red Bull has taken over the small football club SSV Markranstädt on the outskirts of Leipzig. The new club RasenBallsport is expected to lead Leipzig to the German Bundesliga. Although the city is yearning for prime class football, the resistance among the local fan side is raising

Leipzig on a Saturday night. Red Bull wants to capture the trendy and alternative southern district Connewitz. A completely branded car is supposed to campaign for Red Bull in front of a popular disco but it doesn’t help. A group of Members of the “Diablos”, the Ultras of BSG Chemie Leipzig, attacks the car. Its driver is forced to escape. This scene gives a foretaste of how hard the first season of the new founded Club, ruled by Red Bull, RasenBallsport Leipzig is going to be.

… weiterlesen





Hopp, VW und Red Bull: Über ungleiche Fußball-Wohltäter
Donnerstag, 11. Juni 2009, 15:46 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 2. Dezember 2010, 11:03 Uhr
Abgelegt unter: Fanszene, Fußball & Politik, Kommerz- & Medienfußball, Vereinspolitik

Der Red-Bull-Einstieg in der Fußballbrache Leipzig wird in den Fanszenen häufig mit den Projekten „Hoppenheim“ und „VW Golfsburg“ auf eine Stufe gestellt. Doch das ist falsch. Eine Hintergrundanalyse

Sie ist mal wieder am kochen, die Fanseele. Das geplante Engagement von Getränkegigant Red Bull beim SSV Markranstädt erregt die Gemüter, wird nicht nur in Leipzig kontrovers diskutiert. Es soll doch um ehrlichen Fußball gehen, der die Fahne der Tradition hochhält – so oder ähnlich ist es aus Fankreisen vor allem der Bundesligisten zu hören. Doch für alle gilt: Profifußball ist eine Industrie mit kommerziellen Interessen. Der Fußball ist zum Produkt verkommen, der Fan zum Kunden. Und nicht selten sitzen diejenigen, die Red Bull am vehementesten kritisieren, in demselben Kommerzschnellboot.

… weiterlesen





„… ganz oben feiert Mateschitz den Meistertitel“
Donnerstag, 4. Juni 2009, 20:43 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 2. Dezember 2010, 11:01 Uhr
Abgelegt unter: BSG Chemie Leipzig, Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Kommerz- & Medienfußball, Medienschau, Vereinspolitik

Red Bull verleiht dem SSV Markranstädt und damit Fußball-Leipzig Flügel. Nichts Genaues weiß man (noch) nicht, aber die Blätter rauschen schon einmal. Eine internationale Presseschau

Warum der österreichische Red-Bull-Konzern in Deutschland eine dreistellige Millionensumme investieren will, beantwortet Rolf Heßbrügge (oe24.at / Österreich):

Insgesamt macht Red-Bull-Boss Didi Mateschitz (65) über 100 Millionen locker für seinen 10-Jahres-Plan. Am Ende dieses Zeitraums will man auf Augenhöhe mit Branchenriesen wie Bayern oder Schalke sein – und die Champions League anpeilen. Mateschitz weiß genau: In Deutschland kassieren die Klubs bis zu 30 Millionen Euro TV-Gelder pro Saison (in Österreich maximal eine Million). Mit einem deutschen Klub ist das Traumziel „Königsklasse“ also viel leichter erreichbar für Red Bull.

… weiterlesen





Rasenball Leipzig: Red Bull, jetzt aber wirklich
Donnerstag, 28. Mai 2009, 14:59 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 6. Juni 2009, 13:38 Uhr
Abgelegt unter: BSG Chemie Leipzig, Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Kommerz- & Medienfußball, Medienschau, Vereinspolitik

Der milliardenschwere Red-Bull-Konzern um Dietrich Mateschitz soll beim SSV Markranstädt einsteigen, die Namensrechte an Michael Kölmels Sportforum erwerben und den Fußballstandort Leipzig retten. Die Folgen für den Leipziger Fußball und seine Fanszenen sind noch nicht absehbar. Heute: Mehr Fragen als Antworten

Leipzig ist ein Klein-Wolfsburg. Zumindest möchte es das sein. Und wenn es nur für ein Klein-Hoffenheim reichte, würde auch keiner traurig sein. Es wurde und wird viel gesprochen und geschrieben von großartigen Voraussetzungen, einer leeren WM-Schüssel, einem schlafenden Riesen und festgefahrenen (politisierten) Fanfeindschaften. Und vom milliardenschweren Red-Bull-Konzern und seinem Interesse am Leipziger Fußball, was an dieser Stelle wiederholt thematisiert wurde. Entsprechend abgestumpft ist der geneigte Beobachter des Leipziger Fußballs, das Thema steht seit beinahe drei Jahren mehr oder weniger auf der medialen Tagesordnung. Doch das, was in den letzten zwei Tagen von Guido Schäfer via Leipziger Volkszeitung kolportiert wurde, liest sich irgendwie anders als sonst:

… weiterlesen





„Herr, lass’ Hirn herab“
Freitag, 15. Mai 2009, 1:03 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 15. Mai 2009, 8:16 Uhr
Abgelegt unter: BSG Chemie Leipzig, FC Sachsen Leipzig, Medienschau, Vereinspolitik

Vor der heutigen Mitgliederversammlung sieht der FC Sachsen Leipzig seinen vielleicht letzten Wochen entgegen. Guido Schäfer seziert ihn schon einmal. Eine Bestandsaufnahme

Aufmerksame Lesende wissen: das gab es doch schon mal. Richtig. Vor ziemlich genau einem halben Jahr hieß es an gleicher Stelle „Gott, lass’ schnell Hirn herab!“ Beide Verweise auf eine zu erhoffende transzendente Erlösung sind Zitate von Guido Schäfer. Der für die Leipziger Volkszeitung tätige Journalist ist der gefühlt größte Fan des FC Sachsen in der Leipziger Medienlandschaft – und gleichsam sein schärfster Kritiker. Damals ging es um den FC Sachsen im November 2008: Auflösungserscheinungen, eine phantasielose Auswahl der Stadionmusik und Durchhalteparolen. Aus heutiger Perspektive wissen wir: das war Jammern auf hohem Niveau! Im Mai 2009 übertrifft der FC Sachsen locker die belustigenden Probstheidaer Schlagzeilen rund um schlecht getimte Trainerentlassungen und Torschusspaniken in entscheidenden Sechs-Punkte-Spielen.

… weiterlesen





Redebeitrag der ag.doc zum 1. Mai 2009
Freitag, 1. Mai 2009, 16:04 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 27. November 2009, 13:58 Uhr
Abgelegt unter: BSG Chemie Leipzig, Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus, Vereinspolitik

Anlässlich der Demonstration „It works! …wie lange noch? Rassismus und Diskriminierung“ zum 1. Mai 2009 hat die ag.doc einen im Folgenden dokumentierten Redebeitrag geleistet, der die Zusammenhänge und personelle Schnittmengen zwischen der Leipziger Neonazi- und Fußballfanszene aufzeigt:

Leipzig, Jahnallee, 3. Januar 2009. Etwa 50 Vermummte attackieren eine Gruppe von Fans der BSG Chemie Leipzig. Die Angreifer gehen äußerst brutal vor, es gibt keine Zufälle. Einzelne Personen werden gezielt gejagt. Ein Chemie-Fan muss mit Verdacht auf Schädelbasisbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Täter tragen Totenkopfsturmhauben und schreien „Töten, töten“ und „Ihr Drecksjuden“. Es geht längst nicht mehr um Fußball. Der Angriff ist unübersehbar politisch motiviert.

… weiterlesen