„… ganz oben feiert Mateschitz den Meistertitel“
Donnerstag, 4. Juni 2009, 20:43 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 2. Dezember 2010, 11:01 Uhr
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Red Bull verleiht dem SSV Markranstädt und damit Fußball-Leipzig Flügel. Nichts Genaues weiß man (noch) nicht, aber die Blätter rauschen schon einmal. Eine internationale Presseschau

Warum der österreichische Red-Bull-Konzern in Deutschland eine dreistellige Millionensumme investieren will, beantwortet Rolf Heßbrügge (oe24.at / Österreich):

Insgesamt macht Red-Bull-Boss Didi Mateschitz (65) über 100 Millionen locker für seinen 10-Jahres-Plan. Am Ende dieses Zeitraums will man auf Augenhöhe mit Branchenriesen wie Bayern oder Schalke sein – und die Champions League anpeilen. Mateschitz weiß genau: In Deutschland kassieren die Klubs bis zu 30 Millionen Euro TV-Gelder pro Saison (in Österreich maximal eine Million). Mit einem deutschen Klub ist das Traumziel „Königsklasse“ also viel leichter erreichbar für Red Bull.

„Red Bull all over the world“

Zudem kommen wohl die nicht vorhandene Sprachbarriere sowie die Tatsache, dass der deutschsprachige Raum den EU-weit größten zusammenhängenden Werbemarkt darstellt. Und den gilt es zu erobern. „Red Bull all over the world“, bringt es Philipp Glanner (Vienna Online / Österreich) auf den Punkt und fasst die Umtriebe des Brauseherstellers – begrenzt auf die Fußballindustrie – zusammen:

Neben dem österreichischen Meister 2008/09 Red Bull Salzburg ist Didi Mateschitz auch in einigen ausländischen Ligen aktiv. In der us-amerikanischen Major League Soccer (MLS) kicken die New York Red Bulls, im brasilianischen Unterhaus die Red Bull Brasil und in Ghana betreibt der Getränkehersteller genau so wie in Salzburg und in New York eine Fußballakademie, mit dem Ziel gute Talente an die Salzach zu spülen.

50+1-Regel des DFB stellt Hindernis für Investoren dar

In Deutschland blieben Dietrich Mateschitz die Türen in die Fußballvereine auf Grund der strikten 50+1-Regel lange Zeit verschlossen, doch das scheinen die deutschen Funktionäre in jüngster Zeit nicht mehr allzu eng zu sehen, so Glanner:

In Deutschland verhindert der DFB durch Regulierungen, dass ein Investor zu große Besitzverhältnisse an einem Klub hält. Doch am Beispiel des Mäzenatentums des Millardärs Dietmar Hopp beim Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim […] sieht man, dass diese Regulierung erfolgreich umgangen werden kann.

Auch Claudio Catuogno (Süddeutsche Zeitung) fragt nach der Rechtslage:

Rainer Koch, der für Rechtsfragen zuständige DFB-Vizepräsident, verfolgt diese Geschichte gespannt. Abgesehen von historischen Ausnahmen wie Bayer oder Wacker sind Firmennamen im deutschen Profibetrieb nicht zulässig, man müsse „sich deshalb anschauen, ob es sich bei Rasen-Ball e. V. um eine Umgehung handelt“, sagt Koch. Für alles andere ist aber erst mal der sächsische Landesverband zuständig.

„Ziemlich viele verblühende Fußball-Landschaften“

Und Letzterer scheint, wenn man die Aussagen von SFV-Präsident Klaus Reichenbach verfolgt, zu den ersten Rasenball-Fanclubs zu gehören. Warum ist nicht schwer zu beantworten. Catuogno hat im Osten „[z]iemlich viele verblühende Fußball-Landschaften“ ausgemacht,

in der einst so stolzen Fußballstadt Leipzig ist das Dilemma des Ostfußballs besonders greifbar. Der FC Sachsen und der 1. FC Lok spielen ab Herbst ebenfalls in der Oberliga gegeneinander, große Aufmerksamkeit erregen sie dabei allenfalls durch Fankrawalle. Als Steigbügelhalter für den Einstieg des Bullen ins Deutschland-Geschäft wären beide ungeeignet gewesen. Markranstädt hingegen gilt als feine Adresse, ab der Regionalliga könnte der Klub in Kölmels defizitäre Arena umziehen.

„Kritische Stimmen sind kaum zu hören“

Rund ums Zentralstadion konstatiert Philipp Reich (20 Minuten / Schweiz) unterdessen eine große Euphorie:

In Leipzig scheint man sich nun auf die Red-Bull-Millionen zu freuen. Kritische Stimmen sind kaum zu hören. Kein Wunder: Der ostdeutsche Fussball steckt in einer grossen Krise. […] Klar, dass die Aussicht auf einen Spitzenklub da wieder Hoffnungen weckt – selbst wenn ein von Red Bull finanzierter Retortenklub dafür verantwortlich ist.

„Von Vorgänger Austria spricht längst niemand mehr“

Wie schnell und mit welchem Erfolg der Red-Bull-Konzern in Österreich seine Marke einem Fußballklub aufzwängen und Widerstände aus Fankreisen überwinden konnte, rekapituliert Reich:

[...] beim Kauf von Austria Salzburg und der Umbennenung in Red Bull Salzburg gab es Proteste aus Fankreisen.

Die Salzburger Fans konnten die Namensänderung und den Wechsel der Trikotfarbe aber nicht verhindern und riefen konsterniert den Sportverein Austria Salzburg, der momentan in der vierthöchsten Spielklasse Österreichs spielt, als Nachfolger ins Leben. Sportlich hat der Einstieg von Red Bull bei Austria Salzburg dank grosser Investitionen Früchte getragen. Die Rot-Weissen sind soeben zum zweiten Mal österreichischer Meister geworden. Von Vorgänger Austria spricht längst niemand mehr.

Zur koffeinhaltigen Spaltung des Salzburger Fußballs merkt Markus Völker (taz) lakonisch an:

Unterklassig feiert die Basis sich selbst und den reinen Fußball, ganz oben feiert Mateschitz den Meistertitel.

„Wenn die kommen, dann …“

Kann Mateschitz bald auch in Leipzig jubeln? Welche Konsequenzen hat der Red-Bull-Deal für Markranstädt? Völker hat an der Basis vorgefühlt:

Sie sind verunsichert beim SSV Markranstädt. „Wir tappen völlig im Dunkeln“, sagt der Platzwart. Vielleicht bringen die ja einen neuen Platzwart mit, einen besseren, einen echten Profi, fürchtet er. „Dabei ist unser Rasen eigentlich tipptopp.“ […] „Wir sind gespalten“, sagt der Platzwart, „wenn die kommen, dann wäre alles weg, was Kultur ist.“

Das, was zuvor in Salzburg nur gegen große Widerstände verwirklicht werden konnte, könnte nun in Markranstädt vor dem Hintergrund schwach gewachsener Fanstrukturen und des Leipziger Erfolgsdurstes zum Selbstläufer werden, weiß Völker:

Ganz bewusst haben die Manager von Red Bull die Traditionsvereine gemieden – und eine Tingeltour durch die Vorstädte unternommen. Sie haben beim Zipsendorfer Fußballclub Meuselwitz e. V. angeklopft, bei Blau-Weiß und Eilenburg. Dass es letztlich Markranstädt werden könnte, das entbehrt in der an Insolvenzen, Irrungen und Wirrungen reichen Leipziger Fußballgeschichte nicht einer gewissen Komik.

Doch aus dem Kleinklub am Rande der Messestadt soll ein Großklub werden, ein Verein, der das Zentralstadion füllt. Die Arena würde dann auch von den Getränkeleuten okkupiert […].

Falls es zum Kontrakt kommt, würde die Getränkedose mit dem Bullen überall zu sehen sein.

Fußball-Leipzig zwischen „Win-win-“ und „Lose-lose-Situation“

Das sei eine „Win-win-Situation“ für den gesamten Leipziger Fußball, frohlockt Ex-FC-Sachsen-Präsident und Zentralstadion-Betreiber Winfried Lonzen gegenüber Völker schon einmal – der aber bleibt skeptisch:

In den vergangenen Jahren hat sich Fußball-Leipzig mit vier Insolvenzen und einer Vereinsliquidierung (VfB) auf Lose-lose-Situationen spezialisiert. Die eingefleischten Fans wollen nicht daran glauben, dass dies in Zukunft anders sein sollte.

Ronny Blaschke (Neue Züricher Zeitung / Schweiz) führt sich die Dimensionen vor Augen, die die Red-Bull-Expansion auf den deutschen Markt mit sich bringen:

Jenseits der vierten Liga müssen sich Vereine nicht mit dem Lizenzierungsverfahren des DFB herumärgern. Red Bull hat freie Bahn für ein Fussballmarketingprojekt, das sogar die Abhängigkeit des VfL Wolfsburg von Volkswagen und der TSG Hoffenheim von Milliardär Dietmar Hopp in den Schatten stellen könnte. Das Salzburger Unternehmen wolle eine regionale Verankerung herstellen, Vertreter des Leipziger Amateursports glauben jedoch, dass Trainer, Manager, Spieler aus der Ferne kommen. „Der Einstieg kommt einem Quantensprung gleich, wo es vorher Millimeter voranging“, sagt Klaus Reichenbach, der Präsident des sächsischen Fussballverbandes. „Wir müssen aber aufpassen, dass es zu keiner Wettbewerbsverzerrung kommt.“

In Österreich ist Red Bull Salzburg eben zum zweitem Mal Meister geworden, gespielt wird in der Red-Bull-Arena, über den Vorgänger SV Austria spricht niemand mehr.

„Es ist nicht das erste Mal, dass solche Worte in Sachsen eine Revolution ankündigen“

Red Bull hat Fußball-Leipzig verführt, ist bei Blaschke zwischen den Zeilen zu lesen, der kritische Fragen vermisst und an Leipziger Schnellboote erinnert:

Wieder sind Lobeshymnen in einer Stadt zu hören, die seit der Wiedervereinigung viele Enttäuschungen im Fussball verarbeiten musste: Vertreter aus Medien, Politik und Wirtschaft wollen zu den Grossen gehören, so wie in Tourismus oder Kultur. Wird es Red Bull leicht haben, einen Spitzenklub aus dem Boden zu stampfen? In Leipzig, wo viele Zuschauer entweder zu Lok oder zum FC Sachsen halten und gegenüber Fremden eine skeptische Grundhaltung pflegen? Kritische Fragen werden kaum gestellt: Wie garantiert Red Bull eine nachhaltige Nachwuchsarbeit, wo sollen die Teams trainieren, ist Leipzig das Schaufenster für Salzburger Reservespieler, und was passiert, wenn das Unternehmen keine Lust mehr hat? […] Es ist nicht das erste Mal, dass solche Worte in Sachsen eine Revolution ankündigen. Am Ende blieb alles wie immer: enttäuschend.

„Rote Bullen“, „Schrottlokomotiven“ und „Chemieunfälle“

Chemie und Lok, Leutzsch und Probstheida, Legende und Mythos – zerstört Red Bull die Leipziger Fußballkultur? Eine kritisch-polemische, wenn auch interessante Haltung zum Traditions- und Geschichtsdiskurs im Leipziger Fußball nimmt ein außenstehender Blogger in seinen „Fußnoten zur Fußballgeschichte“ ein:

In Leipzig hatte die DDR diese Aufgabe [die Negierung der eigenen Vereinsgeschichte, Anm. d. Verf.] längst erledigt und durch willkürliche Hin- und Herdelegierungen sowie politisch motivierte Umbenennungen eine „Traditionswüste“ hinterlassen, die heute mit Ehrfurcht vor Biographien schöngeredet wird. Deutlich daran ablesbar, dass die Probstheidaer Fußballfans sich lange nach der Wende (sic!) enger an eine rostige Lokomotive ankoppeln konnten als an einen stolzen VfB oder daran, dass man in Leutzsch bis heute nicht an TuRa anknüpfen will, sondern sogar den gar nicht so schlecht gewählten Namen FC Sachsen noch immer mit Chemieschlachtrufen besudelt. Was einst Opposition in der DDR „ihrer Möglichkeiten“ war ist heute längst tiefste, destruktive Ostjammerei aus dem Ghetto. Harmlose Rote Bullen, die allenfalls wegen ihres nervigen Denglisch namensmäßig Ärger bereiten, können gar nicht soviel Brechreiz auslösen wie Schrottlokomotiven oder Chemieunfälle vom Schlage Bophal Leutzsch.

Warum Red Bull dem Leipziger Fußball gut tue, versucht der Blogger vor dem Hintergrund geographischer und demographischer Fakten statistisch zu begründen:

Nicht zuletzt spricht noch ein anderes ganz dickes Argument für den Einstieg von Red Bull: Die pure geografische Gerechtigkeit. Wie soll die innere Einheit auf Dauer gelingen, wenn alle Chancen der Umstrukturierung (natürlich mit allen ihren Nachteilen) auf Dauer in einem deutschen West-Ost-Mezzogiorno zementiert werden? Die Bundesliga 2009/10 steht (abgesehen von der Insel Berlin) ohne einen einzigen Nordostklub da, obwohl ihrem Bevölkerungsanteil – und mithin zu erwartenden Faninteresse gemäß – 3 ½ Vereine der Bundsliga Nordostklubs sein müssten. Die Vertretung des Nordostens in den Spielklassen darunter ist ebenfalls bescheiden, was neben den wirtschaftlichen Nachteilen der Ostklubs auch darauf zurückzuführen ist, dass man den Nordosten ligastrukturell massiv durch West-DFB-Seilschaften benachteiligt hat, die zur Begründung ihrer Besitzstandswahrung nicht einmal ihren an sich schon abwegigen eigenen Vorgaben von im Spielbetrieb stehenden Mannschaften folgen. Nach der Wiedervereinigung wurde ein Oberligaunterbau installiert, in dem Hessen mit 13.000 Mannschaften und 5 Millionen Einwohnern die gleichen Aufstiegschancen in den Regionalligafußball (und damit die Einstiegsebene zum Profifußball) genoss wie der Nordosten mit 22.000 Mannschaften und 17 Millionen Einwohnern. Diese Zeiten werden übrigens nach der nächsten Saison zurückkehren, wenn der Norden und Nordosten (derzeit vorübergehend mit vier Aufsteigern in die Regionalliga berücksichtigt) auf 3 Aufsteiger reduziert werden, während man erneut Hessen oder die ähnlich kleine Südwestoberliga, die man perfekt zusammenlegen könnte, umbeschadet lässt. Sind wir mal ehrlich: Im Nordosten gab es keinen wirtschaftlichen Erfolg eines Hopp, der seine Region hochhievte, im Nordosten gibt es keinen etablierten Konzern wie in Wolfsburg oder Leverkusen, der sportlich ähnliches erreichen könnte, der Nordosten hat in den Großstädten keine Basis für einen Sponsorenpool, der einem etablierten Verein für Spitzenfußball reichen könnte, der Nordosten wurde durch eine Ligareform nach der anderen sportlich immer weiter gesäubert. Jetzt ist die Stunde gekommen, im Bunde mit Geld von Außen mal die eigenen Zähne zu zeigen. Leipzig ist dafür der ideale Standort, da es hier nur noch verbrannte Erde gibt.

Wahrscheinlich weniger „verbrannte Erde“, als vielmehr böses Blut, das es auch und vor allem in der nahen Zukunft geben könnte. Die Bullen-Invasion wird die zerklüftete Leipziger Fußballfankultur gewiss nicht homogenisieren. Zumindest nicht in absehbarer Zeit.

Disclaimer: Alle Zitate mit Fehlern und der jeweiligen Schreibweise im Original




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28 Kommentare bisher
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  1. Gravatar of live
    Kommentar von
    live
    04.06.2009 um 22:51
    1

    Ein Hoch auf den „außenstehenden Blogger“. Besser kann man den – hoffentlich – Einstieg der Dosen in Leipzig nicht beschreiben.


  1. Gravatar of UC Bull’s Eyes LE
    Kommentar von
    UC Bull’s Eyes LE
    09.06.2009 um 16:40
    2

    Bald Ultra’ Red Bull mit zentausend Leuten, prugeln gegen LOK und Hale und chemie und Frankfort und groß Freundschaft mit Barcelonna und Millwall. Sterbt, Chemi und LOK.


  1. Gravatar of Grobi
    Kommentar von
    Grobi
    10.06.2009 um 17:57
    3

    Bei UC „Bull’s Eyes LE“ scheint ein Integrationsproblem vorzuliegen, bei diesen Rechtschreibfehlern…
    …abgesehen von der gähnenden Inhaltsleere des Beitrages.


  1. Gravatar of Wolfgang V.
    Kommentar von
    Wolfgang V.
    11.06.2009 um 22:51
    4

    Liebe Leibziger

    Bin ein fußballbegeisterter Salzburger, der seine Meinung zum geplanten Einstieg von Red Bull in Leibzig weitergeben möchte.

    Aus Austria Salzburg wurde Red Bull Salzburg:

    Austria Salzburg Präsident und Hauptsponser Quehenberger (Speditionsunternehmen)wollte für sich den Rückzug aus dem Profifussball. Zugleich wollte er seine entstandenden riesigen Verluste nach jahrelangem Engagement im Salzburger Spitzenfussball ausgleichen und trotzdem für die Zukunft Spitzenfussball in Salzburg ermöglichen.

    Quehenberger wollte Red Bull Besitzer Mateschitz schon Jahre zuvor von einem Einstieg überzeugen. Damals erstreckte sich aber das gesamte Sponsering von Red Bull auf Extremsportarten und auch das Marketing unterstrich dabei, dass den gesponserten Sportlern Red Bull Flügel verleiht.

    Fussball und die Formel 1 sind weltweite Werbeträger und wurden somit auch für RB interressant. Das neue EM Stadion in Klessheim als Bühne kam da gerade Recht. Wobei der Einstieg von Red Bull in Salzburgs Fussball sicher nur dem Umstand zu verdanken war, dass der Unternehmenssitz von Red Bull in Salzburg ist.

    Der Nutzen dieses Engagements übersteigt sicher nicht die Kosten des Investments (und auch nicht in der Zukunft).

    Der Traditionsclub Austria Salzburg hat sich dann neu gegründet, weil einige Fanclubs mit dem Wegfall der Vereinsfarbe (violett)und des Vereinsnamens nicht zurecht kamen. Mittlerweile steigt Austria Salzburg durch Fördermittel der eigenen Mitglieder und Kleinsponsoring Jahr für Jahr auf.

    Das ist natürlich auch für die Fans der Leipziger Traditionsclubs eine Möglichkeit finanziell Identität und Clubtreue zu zeigen. Was dabei möglich ist zeigt das Beispiel Austria Salzburg deutlich.

    In jeder größeren Region bzw. Stadt ist für mehr als nur einen Club Platz. Das ist keine Frage. Deshalb Ärmel hoch krempeln und keine Feindschaften.

    Außerdem:

    Allen Befürchtungen und Vorurteilen zum Trotz:
    In Salzburg ziehen auch die Salzburger Austria und zahlreiche andere Vereine, Nutzen von Red Bull Salzburg.

    Die Red Bull Fussballakademie bildet nämlich mithilfe Ihres Profibetreuerstabes zahlreiche Talente aus dem Umland bestens aus, die dann nicht selten bei den anderen Salzburger Vereinen Ihre Brötchen verdienen.

    Vielleicht gibt es ja schon in 2 bis 4 Jahren bereits ein Derby in der 1. Österreichischen Bundesliga. Doch Bundesligafussball kostet Geld, viel Geld. Ich kann mir nicht vorstellen dass langfristig genug Geld in die Hand genommen werden kann um nachhaltig den Verbleib der Austria Salzburg in der Bundesliga zu gewährleisten.

    Red Bull wird sich nicht mehr aus dem Spitzenfussball zurückziehen, da die Konzernumsätze Jahr für Jahr steigen. Der prozentuelle Anteil des Werbebudgets am Gewinn des Konzerns ist überdurchschnittlich hoch, und das wird auch weiterhin Bestandteil der Firmenphilosophie bleiben.

    Nach dem Ausstieg Quehenbergers bei der Salzburger Austria und ohne Einstieg von Red Bull gäbe es in Salzburg nur noch 2. und 3. klassigen Fussball und im Stadion wäre gähnende Leere. Denn: 1000 – 3000 eiserne violette Fans reichen nunmal nicht (Tradition hin oder her)ein Stadion zu füllen.

    Ich habe nun bereits sehr sehr viele Stellungnahmen zum Thema Red Bull Einstieg in Leibzig gelesen. Ich habe den Eindruck, dass die Probleme in Leibzig dahingehend ähnlich sind, dass die Angst vor der Löschung der Tradition umgeht.

    Aber Tradition lässt sich wie am Beispiel Salzburg zu sehen ist sowieso nicht löschen. Die Leipziger Traditionsvereine werden weiter bestehen. Wer Lust auf Bundesligafussball hat wird in Leibzig die Möglichkeit bekommen. Wer den Fussball seines Traditionsvereines sehen will, wird das ebenfalls können.

    Red Bull nimmt keine Sponsoren den Vereinen weg.
    Seit dem Red Bull Einstieg treten nur noch Großsponsoren wie Audi, T-Mobile, usw. in Erscheinung, die wir Salzburger ohne Red Bull gar nicht hätten. „Kleinsponsoren“ ziehen aus der Rivalitätspropaganda Nutzen, durch die Förderung der Traditionsvereine.

    Kleinere Sponsoren werden weiterhin die Traditionsvereine unterstützen, sofern Herzblut für sie fließt oder die Unternehmen finanzielle Vorteile für sich erkennen.

    Und wenn die wirklichen österreichischen Großklubs (wie zB Austria Wien oder Rapid Wien)zu uns ins Salzburger Stadion kommen, lassen sich das auch die meisten eisernen Fans der Salzburger Austria nicht entgehen. Bei internationalen Spielen ist das ebenso.

    Tradition muss wachsen. Red Bull hat den Willen und die finanziellen Mittel Leibzig die Zeit zu geben die es braucht, Tradition entstehen zu lassen. Die Region und die Stadt werden von Red Bull profitieren, ebenso wird Red Bull von diesem Engagement profitieren. Dies ist für Red Bull in Leibzig angepeiltes Ziel. Das darf es auch sein.

    Darum ein Aufruf an alle Fanaten:
    Lasst Sprays, Bomben und Granaten zu Hause, freut euch auf Bundesligafußball und vielleicht auch internationale Spiele, bleibt auch euren Traditionsvereinen treu und freut euch auf eine positive Identität Leibzigs als Sport- und Kulturstadt.

    Leibzig und Sachsen soll medial präsent werden als die Region der besten Fans Deutschland und nicht als Stadt und Region der Idioten, Chaoten und Schläger.

    In diesem Sinn alles Gute der Sport- und Kulturstadt Leibzig und der Region Sachsen.
    Red Bull tut Salzburg und Leibzig gut.
    Allen Unkenrufen zum Trotz, Ihr werdet es sehen.

    Ein herzliches Sport Heil,
    und liebe Grüße aus dem Salzburger Land

    Wolfgang V.


  1. Gravatar of Wolfgang V.
    Kommentar von
    Wolfgang V.
    11.06.2009 um 23:07
    5

    Nachtrag:

    Tut mir Leid habe Leipzig leider falsch geschrieben. Jetzt weiß ich es!
    LEIPZIG!
    Liebe Grüße Wolfgang V.


  1. Gravatar of Frank Neßmann
    Kommentar von
    Frank Neßmann
    12.06.2009 um 18:22
    6

    Einfach nur ein klasse Beitrag!!!!
    Wenn Du mit Deinem Beitrag auch nur einen traditionellen Fußballfan aus der Leipziger Region zum Umdenken gebracht hast, dann hat es sich schon gelohnt!
    Ich werde auf jeden Fall weiter zu Sachsen Leipzig gehen und freue mich schon sehr auf die Möglichkeit,in meiner Heimatstadt vieleicht mal wieder zu einem höherklassigen Spiel gehen zu können!


  1. Gravatar of DEFENS
    Kommentar von
    12.06.2009 um 20:54
    7

    @Wolfgang V
    Der Neuanfang in der untersten Liga für die Leipziger Fans welchen eigene Identität und Tradition heilig ist gab es bei beiden Fanlagern schon vor Red Bull in Leipzig. Wenn auch aus unterschiedlichen Gründen: Bei Lok war es die Auslöschung des „VFB“ durch Pleite, bei Chemie war es die Fremdbestimmung und Kommerzialisierung des ehemaligen Arbeitervereines (FC Sachsen) sowie die Austilgung jeglicher Tradition und Emotion durch „Heuschrecken“ des Fussballsportes.
    Lok hat innerhalb von 4 Jahren durch Fusion und einige Aufstiege inzwischen die 5.Liga erreicht- Chemie ist ein Jahr nach Aufnahme des Spielbetriebes durch sofortigen sportlichen Aufstieg inzwischen in der 11 Liga angekommen.
    Der FC Sachsen -von welchen sich die Chemiker halb abwanden halb rausgeekelt wurden-ist inzwischen Insolvent und spielt wenn überhaupt nächste Saison ebenfalls wie Lok und RB in der fünften Liga.
    Die aktive Leipziger Fanszene ist inzwischen also Dreigeteilt: Lok, FC Sachsen und Chemie Leipzig!
    Dazu kann man vielleicht noch Roter Stern Leipzig nennen. Aber eines ist allen bei aller Konkurenz gemeinsam (vielleicht bis auf Teile der FCS Fans) : einen „Retortenverein“ bei welchen die Show vor dem Erlebniss Fussball kommt, bei welchen Eventpublikum viel lieber als fanatische Fans gesehen wird, solch einen Verein würde man mit aller Abneigung begegnen.


  1. Gravatar of Wolfgang V.
    Kommentar von
    Wolfgang V.
    13.06.2009 um 1:06
    8

    Lieber Defens

    Glaubst du in Salzburg, Leipzig oder sonst wo geht ein Fußballfan wegen der Show ins Stadion. Jeder Fan geht nur ins Stadion um Fußball zu sehen, und wenn möglich Erfolge seiner Mannschaft. Guter erfolgreicher Fußball wäre ideal.

    Das Ausmaß an Show ist ohnehin nur sehr gering. Außerdem ist das was du dir vielleicht an Red Bull Show vorstellst, meiner Meinung nach ohnehin nur eine schwache Sache. Das lockt keinen Fußballfan vom Sofa ins Stadion.

    Eventpuplikum im Stadion ist kaum zu sehen, dafür aber viele Familien und Frauen die gerne guten Fußball in toller Athmosphäre erleben wollen.

    Leider ist Salzburg abgesehen von den Fanclubmitgliedern im Fansektor ein Volk der Langeweiler, Nörgler, Jammerer und Kritisierer (muss mich leider selber auch dazu zählen!).

    So ist leider viel zu selten totale Begeisterung in unserem Stadion zu spüren. Bei Rapid Wien ist das völlig anders. Die sind fanatisch, das sage ich dir! Einfach toll!

    Die Stimmung im Leipziger Stadion wird aufgrund der wesentlich zahlreicheren Fanclubs und auch aufgrund eurer Mentalität sicher wesentlich besser sein als hier in Salzburg.

    Red Bull bietet guten Fußball, für die gute Stimmung müsst Ihr selber sorgen. Und etwas Unterhaltung gibts gratis dazu und das ist ja nichts schlechtes.

    Außerdem gibt es seitens von Red Bull soweit ich weiß eine finanzielle Unterstützung der Auswärtsfahrten, um die Kosten für die Fans etwas niedriger zu halten. Und seiner Geldbörse ist nunmal keiner Feind!

    Jeder starke Hauptsponser drückt seinem Verein den Stempel auf. Und jedem Sponsor geht es um die Vermarktung seines Produktes. Red Bull macht alles halt um eine oder mehrere Nummern größer. Aber im Prinzip machen alle das gleiche. Was soll`s!

    Und solange ein Leipziger Traditionsteam in der selben Liga wie Red Bull spielt wird ein echter Fan sowieso seinem Team die Stange halten. Darum spielt Red Bull im ersten Jahr, wo es viele direkte Leipziger Duelle gibt, auch noch nicht in der Arena sondern im kleinen Clubeigenen Stadion.

    Ist Red Bull einmal eine oder mehrere Klassen über den Leipziger Traditionsclubs stellt sich die Frage „Wem schenke ich mein Fanherz?“ sowieso nicht mehr.

    Spielt dein Traditionsclub schlägt dein Fanherz natürlich für deinen Verein. Spielt Red Bull so lässt du dein Herz eben für Leipzig oder Sachsen schlagen. Das direkte Duell gibt es ja dann nicht mehr (außer vielleicht im Cup!)

    Und Red Bull in Salzburg verschließt für keinen echten Fan oder Fanaten die Stadiontüren. Ganz im Gegenteil. Jede lautstarke Unterstützung für die Roten Bullen ist willkommen.

    Nur idiotische Randalierer und gewaltbereite Chaoten will der Verein nicht haben. Aber welcher Verein will die schon! Und du gehörst denke ich nicht zu diesen verrückten selbsternannten Weltverbesserern.

    Abschließend kann ich nur sagen, spielt Red Bull erst einmal in einer höheren Liga wie alle anderen Leipziger bzw. Sachsener Vereine, dann…

    ja dann IHR fantastischen Leipziger und Sachsener Fanclubs und Fußballbegeisterte vereinigt EUCH und tretet für den neuen Leipziger Verein ein!

    Retorte oder nicht spielt dann keine Rolle mehr. Leipzig und Sachsen ist dann was zählt!

    Nicht die Dose die Flügel verleiht…

    In diesem Sinn

    liebe Grüße aus Salzburg

    Wolfgang V.


  1. Gravatar of DEFENS
    Kommentar von
    13.06.2009 um 11:13
    9

    „Die Stimmung im Leipziger Stadion wird aufgrund der wesentlich zahlreicheren Fanclubs und auch aufgrund eurer Mentalität sicher wesentlich besser sein als hier in Salzburg.“

    Das schätzt Du völlig falsch ein, den wie Du ja selber schreibst:
    „Und solange ein Leipziger Traditionsteam in der selben Liga wie Red Bull spielt wird ein echter Fan sowieso seinem Team die Stange halten.“

    „Ist Red Bull einmal eine oder mehrere Klassen über den Leipziger Traditionsclubs stellt sich die Frage “Wem schenke ich mein Fanherz?” sowieso nicht mehr.“
    Und das sich diese echten Fans auch von einem Ligaunterschied nicht von Ihren Traditionsteams abbringen lassen, musste der VFB Ende der 90er (trotz 1. bzw 2.Bundesliga kamen zu manchem Spiel mehr Zuschauer zum FCS 1 bzw 2 Ligen tiefer!) sowie der FC Sachsen in der letzten Zeit (trotz 2-3 Ligen Unterschied zu Lok konnte man keine neuen Zuschauer hinzugewinnen) erkennen!

    Du kannst Leipzig nicht mit anderen Städten vergleichen-hier gibt es eine ganz eigene Geschichte und Tradition sowie einen ganz eigenen
    Fanatismus! Aber ich gönne Red Bull den Millionenflop von ganzen Herzen, man wird sich Feinde in der Stadt machen und die Werbewirksamkeit wird sicher eher negativ als positiv ausfallen. Dazu einen unzuverlässigen und launigen Partner der keine Ahnung vom Fussball hat (Herr Kölmel mit seinem Adjudanten Lonzen) und eine gleichgeschaltete Presse (Springer hat mit LVZ und BILD das Leipziger Pressemonopol) welche im VIP Bereich für lau verwöhnt und umschmeichelt werden will (Guido Schäfer).
    Sportlich Leidtragender wird wohl der FC Lok sein, welchen evtl das professionelle Nachwuchszentrum des insolventen FC Sachsen entgeht-sowie der FC Sachsen welcher wohl oder übel als lästiger Konkurent um die Fans von RB über den Strohmann Kölmel über die Klinge springen gelassen wird: D.h Auflösung nach Pleite oder minimal Fussball in der Landesliga.
    So macht man sich Freunde in der Stadt.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    13.06.2009 um 13:36
    10

    Kurze Fußnote @ DEFENS: Springer ist nicht mehr an der Leipziger Volkszeitung beteiligt, das Blatt gehört jetzt zu 100 Prozent der Verlagsgruppe Madsack, Hannover.


  1. Gravatar of Wolfgang V.
    Kommentar von
    Wolfgang V.
    14.06.2009 um 19:01
    11

    Lieber Defens

    Jede Stadt ist anders und jede Stadt hat seine eigene Geschichte, Tradition und seinen Fanatismus!

    Ganz kurz 3 Dinge:

    1. RB Leibzig hat nur die Lizenz von SV Makranstätt gekauft. SV Makranstätt wird neu gegründet.

    2.RB Leibzig ist daher ein völlig neuer Verein und kein Traditionsverein. Und darum kann es kein moralisches Problem für einen Traditionsfan sein,(LOK, FC, VfB oder wie sie alle heißen)sich in Zukunft, wenn Red Bull in einer höheren Liga spielt bei Spielen mitzufiebern.

    3. Sich als offensichtlicher LOK Fan über die Insolvenz des FC Sachsen zu beschweren und sich aber gleichzeitig dessen Nachwuchsabteilung unter den Nagel reißen zu wollen ist erstens unwürdig zweitens unmoralisch drittens nicht clubtreu.
    Also höchstens selbstsüchtig und gierig.

    Denk darüber nach und sei nicht sauer!

    Liebe Grüße

    Wolfgang V.


  1. Gravatar of Randleipziger
    Kommentar von
    Randleipziger
    14.06.2009 um 19:13
    12

    Ich frage mich bei dieser Diskussion andauernd, auf welchen „Traditionen“ sich die Anhänger von Lok bzw. Sachsen/Chemie immer berufen. Beide Klubs sind doch von ihrer Entstehung her nichts anderes als Retortenvereine, wobei der Chefchemiker in dem Falle die SED war.
    Wären beide Vereine und ihre Anhängerschaft so traditionsbewußt, wie sie immer glauben machen wollen, dann hätte man in Leutzsch 1990 konsequenterweise TuRa wiedergegründet( nicht passiert)und die Lokfans den historischen Doppelsalto zurück zum “ Ersten Deutschen Meister VfB“ angenommen ( noch viel weniger passiert).
    „Tradition“ schießt ( guten Hunger, liebes Phrasenschwein)keine Tore, sonst wäre Schalke mit weitem Abstand Rekordmeister und würde sich Jahr für Jahr einen Dreikampf mit Westfalia Herne und Rot Weiß Essen liefern.
    Natürlich werden keine Lok-oder Chemie – Hardcorefans im RB – Fanblock stehen, es werden aber 100mal soviele Leute ins Stadion gehen, die entweder seit ewigen Zeiten nicht oder sogar noch nie beim Fußball waren.Und die werden das Fehlen von Pyrotechnik und Politkaspertheater im Fanblock oder von Polizeihunde-& Reiterstaffeln vermutlich nicht als störend empfinden.
    Im übrigen war das Stadion des „Traditionsvereins“ SVW Mannheim eine Halbserie lang ausverkauft ( zum ersten Mal seit ewigen Zeiten) – bei Spielen eines sogenannten “ Retortenvereines“.
    Wer so oft und so kläglich seine Chancen “ versemmelt“ hat wie die beiden einstigen Großen des Leipziger Fußballs,der sollte sich das Herumgejammere ( und das Unkrautexaufdenrasenschütten)über das nun unvermeidlich kommende bitte schenken.


  1. Gravatar of Wolfgang V.
    Kommentar von
    14.06.2009 um 19:37
    13

    Hallo Bastian

    Austria Salzburg hat seit der Neugründung und trotz der jährlichen Aufstiege immer an die 1500 bis 2000 großteils fanatische Fans egal ob bei Heimspielen oder Auswärsspielen.

    Aber die Wege für die Fans sind in den unteren Ligen ja sehr kurz. Früher in der Bundesliga fuhren zu manchen Auswärtsspielen gegen kleine Vereine vielleicht 50 eingefleischte Fans mit. Zu Topspielen gegen Austria Wien oder Rapid Wien vielleicht 250 bis 2000 Fans, je nachdem wie entscheidend das Spiel war.

    Ich denke aber mindestens zwei Drittel dieser 1500 bis 2000 Fans geht aber auch ins Red Bull Stadion um Bundesligafußball zu sehen.

    Und wahrscheinlich sind es „nur“ diese 50 bis 250 Fans die heute noch „aus Prinzip!“ noch immer nicht in die Arena gehen und sich nicht Spiele beider Mannschaften ansehen.

    Und so ähnlich wird es wahrscheinlich auch in Leipzig werden.

    Ein außenliegendes Feindbild ist doch die Basis für jeden Fanatismus, in Salzburg ist für die Austria und für Red Bull Platz und Leipzig ist sogar größer, und wenn in einer höheren Liga Mannschaften aus der Fremde kommen liegt einem das Vertraute sicher mehr am Herzen.

    Darum gehen auch soviele eigentliche Austria-Fans in die Red Bull Arena auch wenn sie auf die Frage „Wessen Fan einer Salzburger Mannschaft bist du im Herzen?“ „Austrianer!“ sagen würde.

    Liebe Grüße

    Wolfgang V.


  1. Gravatar of Wolfgang V.
    Kommentar von
    Wolfgang V.
    14.06.2009 um 19:42
    14

    Zusatzinfo:

    Übrigens im Stadion sind immer zirka 3000 Fans und 10000 bis 20000 Zuschauer extra.

    Wolfgang V.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    14.06.2009 um 19:07
    15

    Zugegeben, für einen auswärtigen Betrachter ist die Leipziger Fußballlandschaft schwer zu fassen, daher sei soviel gesagt: Wer den FC Sachsen kritisiert, ist nicht automatisch Lok-Fan, sondern in diesen Tagen sogar wahrscheinlicher Chemie-Fan. Die BSG Chemie Leipzig ist analog zur neugegründeten Austria ein Versuch, dem Modernen Fußball von Seiten der Fans etwas entgegenzusetzen.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    14.06.2009 um 19:54
    16

    @ Wolfgang V.: Unabhängig davon, ob das nun empirisch nachweisbar ist, wer sowohl zur Austria als auch zu Red Bull geht, mache ich meine Meinung nicht davon abhängig, wie sich Salzburger Fans, Zuschauer und Kunden verhalten. Die Politik, die Red Bull nach dem Einstieg im Verein verfolgt hat, ist für mich zutiefst fragwürdig. Wenn man mit der Mentalität herangeht, dass Spitzensport durchkommerzialisiert und von aggressiven Marketing geprägt sein muss, dann bitte. Ich sehe das nicht so. Das hat nichts mit Fanatismus, sondern eher etwas mit gesundem Reflexionsvermögen und der kritischen Sichtweise auf soziale Prozesse zu tun.

    Kurzum: Vor dem Hintergrund der Machenschaften in Salzburg („Keine Kompromisse. Das ist ein neuer Klub. Es gibt keine Tradition, es gibt keine Geschichte, es gibt kein Archiv.“) ist für mich Red Bull in Leipzig ein rotes Tuch – vor allem, weil es hier nicht um Fußball, sondern vor allem um Absatzmärkte geht. Red Bull ist nicht Dietmar Hopp.


  1. Gravatar of J.Meurer
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    J.Meurer
    15.06.2009 um 16:28
    17

    So so, da hat also RB als erstes mal einen „Freischaffenden“ aus der Marketingabteilung hier geparkt. Clever, die „Ostmärker“.
    Wolfgang V. macht Stimmung für den Bullen und sich eigentlich lustig über sich selbst.
    Bleib in deiem Dorf und halt dich aus dem Fußball hier lieber raus. Wenn uns schon deine Firma nicht erspart bleibt, könntest du uns wenigstens deine Kommentare und Berichte ersparen.
    Und = Austria Salzburd = lieber mit 500 guten Leuten ehrlichen Fußball, als mit 50.000 Spießern Woche für Woche einen GaGa-Event a la RB !
    Und tschüß !

    Ähm, lieber Wolfgang: Nimm deine Tabletten, dann wird das schon irgendwann……


  1. Gravatar of Wolfgang V.
    Kommentar von
    15.06.2009 um 22:45
    18

    Lieber j.Meurer

    Warst du der Idiot der die Banden besprüht und mit Unkrautex den Rasen ruiniert hat?


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    15.06.2009 um 22:48
    19

    Bitte auch bei kontrovers-emotionalen Themen versuchen, das Niveau zu wahren. Danke!


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    16.06.2009 um 9:05
    20

    1. bin ich nicht Dein „Lieber“ und
    2. entlarvst Du Dich mit der unterstellenden Frage selbst als Idiot.

    Also bleibts dabei: Nimm Deine Pillen und hör auf Deinen Arzt ! Ist besser, wie sich in unseren Fußball mit Lobhudeleien auf de Brausebullen einzumischen.

    @Bastian
    Na ist doch wohl selbstverständlich !


  1. Gravatar of Wolfgang V.
    Kommentar von
    Wolfgang V.
    16.06.2009 um 10:10
    21

    An j.Meurer

    merke schon, dass du es intellektuell noch nicht verstanden hasst. Ich erkläre es dir noch einmal und vorallem einfacher.

    Willst du in Zukunft in Leipzig höherklassigen Fussball sehen darfst du ins Stadion.

    Willst du in Zukunft in Leipzig keinen höherklassigen Fussball sehen brauchst du nicht ins Stadion gehen (das heißt: du bist nicht dazu verpflichtet.).

    Hoffe es war jetzt einfach genug für dich geschrieben, so dass du es auch verstanden hasst.

    Liebe Grüße

    Wolfgang V.


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    16.06.2009 um 13:15
    22

    Danke, dass ich nicht ins „Stadion“ muss. Ich will nämlich zum Fußball und nicht zu einer Kaffefahrt für Arme, wo man mich mit billigem Gesöff zuschüttet. Außerdem betrete ich dieses Stadion bereits länrer und auch künftig nicht mehr, so lange dieser Kölmel Eigentümer ist.
    Du bist so großzügig ! Billigst Du doch tatsächlich einer kleinen, zänkischen Randgruppe zu, dass sie eine andere Auffassung von ehrlichem Sport als die hat, die in Leipzig den Fußball ausgeblutet und sturmreif geschossen haben. Schön für Dich, dass Du es anders siehst, aber man muss schon fragen wer Dich dafür bezahlt, denn so einen Schrott abzulassen geht nur dann, wenn der Horizont nicht weiter als bis zur nächsten Getränkedose und dem gewissen Hauch von Championleague reicht, der manch einem von uns noch heute als Furz bitter in die Nase steigt. Fußball und Kommerz schließen sich nicht aus; sie bedingen sich gerade zu. Aber der moralische Aspekt und das „Problem“ mit der Identifikation spielen schon eine tragende Rolle. An beidem wird das „Projekt“ RB scheitern ! Man muss sie einfach sportlich schlagen, wo man sie trifft. Das geht nur mit witzigen, intelligenten und auf die Kraft von Vereinsmitgliedern und Fans bauenden Konzepten und Ideen. Der Leipziger, insbesondere der Leutzscher, war schon immer pfiffig was das betrifft. Und wenn ich höre wer RB alles „herzlich begrüßt“, wird es auch nicht schwer fallen. Da muss man sich um (sportliche !!!) Gegner keine Sorgen machen. Das Problem erledigt sich nämlich moralisch, ideell und emotional von selbst; wenn dem „Getränk“ nicht wieder was beigemischt wird, was die die Leute „besoffen“ macht.
    So lange ein Tiefensee oder ein Jung diese Sache „begrüßen“, habe ich immer die richtige Entscheidung getroffen ! (Sorry, Bastian, aber da kennst Du ja meine Meinung.)

    Geht alle hin zu diesem „Event“. Wenn ihr anschließend merkt, dass das weder mit Fußball noch mit Emotion und ehrlichem Sport was zu tun hat, dann passt auf, dass Ihr drei / vier Klassen tiefer noch was zu sehen bekommt……

    Alles das, was da in Richtung Nachwuchs tröpfchenweise an die Öffentlichkeit gelangt ist Argument genug, sich diesem Projekt ablehnend gegenüber zu positionieren.

    Warten wir mal ab, ob Geld Herzen begeistern kann. Ich denke mal, dass Herzen nicht käuflich sind und Überzeugungen auch nicht. Daran mache ich meine Hoffnung fest, dass diese Schande sich zügig von allein erledigt und der Makel der fußballerischen Prostitution ganz schnell von Leipzig wieder abfällt.

    Und tschüß !


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    16.06.2009 um 13:17
    23

    Und noch etwas:
    Allein diese Schreibweise entlarvt Dich
    „Liebe Leibziger“

    Chemische Grüße


  1. Gravatar of Randleipziger
    Kommentar von
    Randleipziger
    18.06.2009 um 10:30
    24

    Guten Morgen, Herr Meurer,

    hier was nettes zum Lesen für Sie ( und natürlich alle anderen Möchtegerntraditionalisten):

    http://www.11freunde.de/bundesligen/121005

    Vielleicht wiedermal ein Denkanstoß für einen Ihrer mittlerweile weltberühmten serversprengenden Ergüsse – dabei aber bitte die immergültige Grundformel „Lesen > Denken > Posten“ beachten …:)


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    19.06.2009 um 8:07
    25

    Schöner Beitrag, aber WAS habe ich mit Empor Lauter zu tun ? NIX ! Und was, bitteschön, interessiert mich die Zerstörung eines Traditionsvereins im Leipziger Umland eigentlich wirklich ? FAST NIX !
    Klar, liest sich nett.
    Ist auch i.O. so, denn schließlich wird der Kasperfußall aus der Retorte auch Kunden und sogar Abbonenten finden. Andere, sture und verlachte Traditionalisten halt, werden zu ihrem (wenn Sie wissen, was ich damit meine) Vrein gehen, diesen unterstützen und sich dort versuchen einzubringen; egal ob als Fan, Schlachtenbummler (wie ich als altodischer Traditionalist sie bezeichne) oder als engagiertes Vereinsmitglied oder beides. Wir leben in einer liberalen Gesellschaft und genau wie man seit über 100 Jahren PERSIL kaufen kann, muss man auch dem Chemiker das Festhalten an über 100jähriger Tradition zubilligen, genau wie man jedem anderen die Preissgabe sämtlicher Werte und Traditionen zubilligen muss. Darum bedeutet es eigentlich nicht, dass man seine Kraft gegeg RB verschwenden muss, sondern eher FÜR das, wofür man steht und womit man sich identifizieren kann.
    Dabei sollte man allerdings mal die Zusammenhänge (die sich nun selbst dem euphorischsten Blubberwasservertreter eröffnen) nicht so schnell unter den Tisch kehren, die zwischen dem Gewinner aus der RB-Landung in Leipzig und dem durch seine Atlanten in seinem Namen (dem eines vom „Mäzen“ zum Darlehensgeber – ergo vom Paulus zum Saulus, denn hier ist manches „verkehrt“ – Gewandelten) hinterlassene verbrannte Erde bei Traditionsvereinen schlussfolgernd erschlossen werden können. DARUM gehts !
    Also haben Sie absolut recht, wenn Sie nach dem Lesen sofort das Denken anmahnen und, wie wohl künftig bei den Juppi-Partys im ZSL die ganz früher mal emotionsgeladene Fußballspiele waren, ganz „nüchtern“ und ohne Emotionen zu antworten.
    Ist nur schwer seine Emotionen im Griff zu behalten, wenn ein Verein (an dem man ein Leben lang hängt) gezielt an die Wand gefahren wird, um so einem Fußballkabarett den erforderlichen Freiraum zu verschaffen und wenn die zu ganz geringem Teil auch von mir ehrenamtlich betreuten, erzogenen und zu Landesmeistern ausgebildeten Kinder und Jugendlichen mit einem Handstreich zum Verhandlungsgegenstand für ein „gebündeltes“ (das ganze Bündelungsgequatsche ist sportlich wie pädagogisch vollkommen substanzlos, weil Nachwuchssport Wettbewerb als Entwicklungsfaktor braucht und ich Kinder und Jugendliche im Sport nun mal eher über Werte, denn über Brausedosen, die für ihre Persönlichkeitsentwicklung notwendige Identifikation erwerben sollten) Retortenzentrum und die Auffüllung der Insolvenzmasse dienen sollen, die letztlich durch den verursacht wurde (durch die ebenfalls handstreichartige Umstellung der wirtschaftlichen Basis eines Vereins von Finanzierung im herkömmlichen Sinne auf reine Darlehnsfinanzierung), der nun mit Namensrechten für das ZSL, mit wohl bei ihm verbleibenden Vermarktungsrechten des eigentlich zertörten Vereins (denn so ganz will man ja das Hintertürchen Traditionsverein nicht zuschlagen) und dem wohl auch noch „abfallenden“ Schmäckerchen des ihm zur Sicherheit übertragenen Vereinsvermögens (PSR-Anteile) am ehesen partizipieren wird. Damit Sie mich nicht missverstehen: Unternehmer müssen Gewinne erzielen und Profit erwirtschaften und somit ist legitim, dass man dis auch einem Stadioneigentümer zubilligt. Aber um welchen Preis ?
    So, und nun gut, denn Sie werden wohl Leute wie mich weiter innerlich aulachen, denen nun mal solche Entwicklungen nichts sind, womit man sich identifizieren kann. Und für mich gehört es nun mal dazu, dass ich meine Kaufentscheidungen auf der Grundlage von Identifikation treffe, und also keine Eintrittskarte für den Eventstandort an der
    Jahnallee zu erwerben gedenke. Ich kann damit gut leben und Sie sicher auch. Da sehe ich mir doch lieber die Jungs an, die deratige Entwicklungen im Leipziger Fußball zum SV Werder Bremen, nach Dresden oder Chemnitz vergrault haben, ehe ich auch nur einen Fuß zu RB Leipzig setze.

    Und noch etwas: Es ist eine Katastrophe, wenn in der Wut Rasenplätze und Sportanlagen zerstört werden ! Ich verurteile das ! Aber genau DAS ist auch ein Ergebnis dessen, was mancher vollmundig Leipziger Fußball nennt; es ist das Ergebnis von Ignoranz und Arroganz gegenüber Fansozialarbeit.
    Aber jetzt wird ja alles besser und ich gönne es den Bundesligaträumern auch. Ich fahr halt, will ich Bundesliga sehen, nicht mit der Bimmel zu RB sondern liebe die paar Kilometer mit dem Auto oder mit der Bahn dorthin, wo ich für mein Geld nicht mit Blubberwasser zugedröhnt werde.

    Wie gesagt: Wir leben in einem liberalen Land. (Fast) Alles ist möglich. Also auch, dass ich bitte nicht das verraten muss, woran ich ein Leben lang hänge. Man muss nicht alles irgend einem Götzen opfern und sich seine Meinung mit Geld und Illusionen abkaufen lassen.

    In diesem Sinne: Viel Erfolg RB Leipzig und immer dran denken, dass man sich im Sport mindestens zweimal im Leben sieht – Hin- und Rückspiel so zu sagen. Also kann es für die verlachten Traditionalisten nur darum gehen, endlich die kreativen und intelligentern Lösungen zu suchen, um das zu tun, was nun mal sportlich ist: Gewinnen (was wohl zunächst erstmal mit dem Bestehen des Überlebenskampfes für die Traditionen ist) und damit den Nachweis führen, dass der Fußball eben nicht (nur) aus RB besteht.
    Das wären wir schon allein denen schuldig, die wegen unseres Versagens der letzten fast 20 Jahre die Bindung zu den Traditionsvereinen verloren haben und enfach nur schönen und erfolgreichen Fußball haben wollen.

    Das für mich der Aufstieg der BSG Chemie vergleichbar mit dem ist, was für andere der Hauch von Championsleague, mag an meinem traditionellen Altesstarrsinn liegen. Ich bezeichne die „Krankheit“ anders: Stolz, Treue und Werthaltigkeit !

    (Ironie an !)
    Übriges glaube ich nicht, dass der Server geprengt wird. Auch Technik ist sensibel und manchmal sprengt sie sich auch selbst vor Ekel.
    (Ironie aus !)


  1. Gravatar of willy
    Kommentar von
    willy
    29.06.2009 um 19:41
    26

    An J.Meurer
    Dein so hochtrabend klingendes nicht enden wollendes Gesülze nervt.
    Begreif endlich das der Leipziger Fußball nichts mit Deinem Verein zu tun hat. Geh dahin und lass andere in Ruhe mit dem sektiererischen Gelaber.
    Vor allem begreife endlich das gerade die Nachwuchsarbeit die finanziellen Mittel benötigt.
    Bei den jetzigen Verhältnissen ist auch das bald vorbei.Man kann nicht ewig von der Substanz leben.Das wäre die wahre Katastrophe!!!


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    01.07.2009 um 8:20
    27

    Tja, @willy, bevor Du einen substanzlosen, weil inhaltlich nicht tragfähigen Kommentar ablässt, solltest Du zunächst mal Gesicht zeigen. Aber die „Kräftebündler“ und RB-Fetichisten hatten schon immer ein Problem damit, sich einer sachbezogenen Debatte zu stellen.
    Was Du da an „begreifen“ forderst, gebe ich gern zurück. Nachwuchs benötig sehr wohl finanzielle Mittel. Diese sind aber nicht von der Zerstörung einer gewachsenen Vreinsstruktur abhängig, wie das von denen gepredigt wird, die sich auf Kosten der Traditionsvereine ihr eigenes Fußballkabarett an der Jahnallee aufbauen wollen.
    Klar, bei den jetzigen Verhältnissen ist manches bald vorbei. Aber zunächst mal sollen Ursachen und Verantwortlichkeiten für diese Verhältnisse benannt werden und die liegen zu 90 % bei denen, die jetzt als RB-Protagonisten wieder aus ihrer charakterlichen und moralischen Gosse ans Licht drängen. Die unseelige Allianz aus Kölmel-Clan und Rathaus-Stümpern hat doch nun eine einmalige Chance.

    Außerdem hast Du recht: Was interessiert mich eigentlich der „Leipziger“ Fußball ? Ich bin schließlich Leutzscher ! Aber so einfach mache ich es Dir und mir nicht, weil ders.g. Leipziger Fußball sehr wohl sehr viel mit „meinem“ Verein zu tun hat. Das habe schon ganz andere vor Dir versucht, die BSG Chemie und den Leutzscher Fußball aus dem s.g. Leipziger Fußball zu tilgen. Wird auch Dir nicht gelingen, denn was stört es den Wahlfisch, wenn ihm die Fliege beim Auftauchen zum Luft schnappen hinters Ohr pinkelt.

    Dich stört offenbar in der Kommerzfriedhofsruhe der im ZSL still sitzenden Blubberwasserkonsumenten und im Wahn, eine angeblich „Leipziger“ Mannscaft könne irgendwann den FC Bayern oder Schalke schlagen, das Leute auch noch andres denken und (von Dir zum Dahingehen und als Sektierer beschimpft) andere Lösungen für sich und vor allem für das sehen, was die ureigene Aufgabe eines Sporvereins sein sollte: Nachwuchsarbeit ! Dass man den FCS zuerst bewusst an die Insolvenzwand fährt, um sich anschließend aus der Masse in Form von „Kinderhandel“ zu bedienen, ist weder sektiererisch noch wird es „dahin gehen“. Das hätten einige Banditen wohl gern,dass man die FCS-Geshichte der letzten 18 Monate „dahin gehen“ (unter den Tisch fallen) lässt. Funktioniert aber nicht, weil nicht jeder Herz, Verstand, Charakter, Stolz und Ehre in Dosen mit fragwürdigem Gelumpe zu versenken bereit ist.

    Der Einstieg von RB ist die logische Konsequenz des Totalversagens der Traditionsvereine in den vergangenen 20 Jahren, wobei das Leutzcher Versagen die psxychologische Konsequenz jahrzehntelanger Benachteiligung und jahrzehntelangen Betrugs ist. Und dieser Einstieg ist die direkte Konsequenz einer langfristig geplanten und brutal auf Kosten der Vereine durchgezogenen Marktbereinigung durch Kölmel, Rathaus und Co. ! Aber er ist legitim, weil nichts kriminell ist dabei, Profit über Moral, Charakter und Werte zu stellen. Bleibt nur die Frage, ob – wie typisch für Leipzig – sich alle in die Dosse pressen lassen oder ein paar wenige Leute lieber Flaschenkinder bleiben und sich nicht korumpieren lassen von dem Wahn, das in Leipzig immer und stets und ständig der größte Leuchtturm stehen muss.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir ein Ausbleiben grassierender Charakterlosigkeit und etwas mehr Nachdenklichkeit, sowie einen schönen Platz im ZSL, der Dir, statt dem klaren Blick sehender Herzen, eine gute Sicht auf die Marktingveranstaltungen (früher, ja gaaaaaaanz früher nannte man es Fußball) fragwürdiger Getränkeproduzenten, und immer ein hübsches Give away vor und nach dem Auftritt des Kaspers im Mittelkreis………

    Wenn Sektierer Leute sind, denen Werte noch etwas bedeuten, dann bin ich gern Sektierer. Immer noch besser, als seine Haut jedem zu verkaufen.


  1. Gravatar of A. Zielke
    Kommentar von
    A. Zielke
    09.07.2009 um 17:11
    28

    Hallo unter sachlicher Diskusion stelle ich mir was anderes vor! Herr Meurer das hat nichts mit Fankultur zu tun, das ist einfach nur Mist und billige Polemik und bring weder deinem Verein noch irgend jemanden was!




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