Neonazis im Stadion? Wo denn?
Donnerstag, 27. August 2009, 9:06 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 27. August 2009, 21:02 Uhr
Abgelegt unter: Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus, Medienschau, Vereinspolitik

Lars Ziegenhorn echauffiert sich in der Leipziger Volkszeitung darüber, dass Teile der Fans des FC Sachsen Leipzig in die rechtsradikale Ecke gestellt werden. Eine Widerrede

Wie kann man so etwas in die Welt setzen? Es ist allgemein bekannt, dass es bei uns keinerlei rechtsradikale Strömungen gibt.

Das hat gesessen! Lars Ziegenhorn, Neu-Vorstandsmitglied des FC Sachsen Leipzig und offensichtlich ein veritabler Kenner der Szene, geht in der Leipziger Volkszeitung mit dem MDR ins Gericht. Der hatte berichtet, die Angreifer auf drei Libanesen am Rande des Tauchaer Stadtfests seien aus dem Umfeld des FC Sachsen Leipzig gekommen. Ganz davon abgesehen, dass Polizei und Staatsanwalt Ricardo Schulz sich nicht auf eine Story einigen können (zuerst seien die Täter „Hooligans“ der BSG Chemie gewesen, nun laut LVZ „keinem Verein zuzuordnen“), stellt sich die Frage, ob Ziegenhorn a) naiv ist oder b) auf Winfried Lonzens Spuren wandelt. Letzterer hatte nach dem Weggang der Diablos zur BSG Chemie Leipzig im Sommer 2008 allen Ernstes wiederholt postuliert, damit seien alle Gewaltprobleme beim FCS gelöst. Wie auch immer, wer hier, hier, hier, hier, hier oder hier schon das ein oder andere Mal mitgelesen hat, dem ist allgemein bekannt, dass es beim FC Sachsen Leipzig genauso wie in fast jedem Fußballstadion rechtsradikale Strömungen gibt.




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2 Kommentare bisher
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  1. Gravatar of Jens Fuge
    Kommentar von
    Jens Fuge
    29.12.2009 um 16:55
    1

    Richtig ist, dass der MDR inzwischen die Behauptung dementierte, dass FCS-Fans an diesem feigen Überfall beteiligt waren.
    http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/5869234.html

    Richtig ist aber auch, dass es sehr wohl rechte Strömungen gibt im Verein, die wir sehr entschieden bekämpfen und unterbinden werden.
    Die Auseinandersetzung darüber ist nicht leicht, das dürfte allen Beteiligten und Interessierten klar sein. Das darf jedoch kein Grund sein, es NICHT zu tun und Dinge einfach so laufen zu lassen, weil sie, Zitat eines Sachsen-Fans, „schon immer so gelaufen sind“. Das betrifft U-Bahn-, Führer- und andere Lieder mit völlig hirnlosem Inhalt.
    Viele Anhänger wollen jedenfalls nicht Mitglied eines Vereines sein, in dem derartige Dinge einfach hingenommen und weitgehend widerspruchslos akzeptiert werden. Deshalb werden wir auch dagegen angehen. Grün-weiße Grüße, Jens Fuge


  1. Gravatar of MikaM
    Kommentar von
    MikaM
    15.06.2011 um 15:49
    2

    „… jedenfalls nicht Mitglied eines Vereines sein …“, aber auch nicht, wenn Stasispitzel wie Fuge meinen uns heute sagen zu müssen, was rechtens ist oder wäre. Einfach erbärmlich dieser Mensch. Grün-Weiße Grüsse
     




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