Insolvenz des FC Sachsen als Chance für Leutzscher Neuanfang
Dienstag, 10. März 2009, 19:44 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 10. März 2009, 20:30 Uhr
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Die Pleite eines Fußballvereins hat auch ihre guten Seiten. Die Leutzscher Frage könnte vor ihre Lösung stehen – so es die Verantwortlichen wollen

Die letzten Tage waren turbulent für den FC Sachsen. Wir haben gelernt: es kann verdammt schnell gehen. Jahrelang hatte der Verein einen Millionenschuldenberg vor sich hergeschoben. Zwar schwebte das Drohwort der Insolvenz wie ein Damoklesschwert über dem Lonzen-Klub, Ernst schien es trotzdem nie zu werden. Wie labil der FC Sachsen vor sich hin lavierte, wurde erst offenbar, als es dem Fiskus zu bunt wurde – und andere öffentliche Gläubiger in einer Kettenreaktion nachzogen. Die vergleichsweise läppischen Außenstände von 100 000 Euro gegenüber dem Finanzamt könnten nun zum Totengräber des FC Sachsen werden.

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Zum Wohl: Lars Schauer stößt auf drohende Insolvenz an
Freitag, 27. Februar 2009, 19:12 Uhr
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Während dem FC Sachsen die Pleite droht, feiert sein Geschäftsführer in einem Studentenklub

Pünktlich zum Rückrundenstart sorgt der FC Sachsen Leipzig für erneute Skandal-Schlagzeilen. Das Finanzamt Leipzig hat gegen den Verein einen Insolvenzantrag gestellt. Laut der Onlineausgabe der Leipziger Volkszeitung stehen noch 100 000 Euro an Steuergeldern aus der Vorsaison aus. Unter Umständen droht der Zwangsabstieg. Ob der Verein eine zweite Insolvenz nach 2001 überleben würde, ist fraglich.

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Von Fusionisten und Besitzstandswahrern
Mittwoch, 4. Februar 2009, 15:59 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 13. Februar 2009, 22:00 Uhr
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Die Podiumsdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Zukunft des Leipziger Fußball offenbarte, was in der geteilten Stadt machbar ist – und was nicht. Ein Rückblick

„Leipzig und die fehlende Bundesliga – eine unendliche Geschichte?“ Eine Frage, die provoziert, Gemüter erhitzt, Diskussionen anregt. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hatte zu diesem Thema in das hoffnungslos überfüllte Studio 3 von Leipzig Fernsehen geladen. Viert- beziehungsweise fünftklassiger Fußball – beim puren Gedanken daran sehnt sich der geneigte FC-Sachsen- respektive Lok-Fan schnellstmöglich das berühmte Grab herbei, indem er sich öffentlichkeitswirksam umdrehen könnte. Allein, so einfach ist es nicht, und so geht die Debatte weiter. Fusionisten gegen Selbstbestimmte, Visionäre gegen Besitzstandswahrer, Pragmatiker gegen Irrationalisten – die Fronten stehen fest. Allein als Anhänger der BSG Chemie kann man sich ein bisschen zurücklehnen. Dass der Alfred-Kunze-Gedächtnis-Weg nicht morgen und auch nicht übermorgen in die Bundesliga führt, ist ein ebenso evidenter wie auch immanenter Bestandteil der Neuinterpretation der Leutzscher Legende.

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Expertendiskussion zur Zukunft des Leipziger Fußballs
Donnerstag, 29. Januar 2009, 18:07 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 2. Februar 2009, 10:38 Uhr
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„Leipzig und die fehlende Bundesliga“ – die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt am Dienstag, dem 3. Februar, 18 Uhr, im Studio 3 von Leipzig Fernsehen zur Podiumsdiskussion. Ein Veranstaltungstipp

Quo vadis, Fußball-Leipzig? Mit den Köpfen in der Bundesliga steht der Leipziger Fußball mit beiden Beinen in den Amateurligen, und daran wird sich so schnell nichts ändern. Gibt es einen Master-Plan? Und wenn ja, wie sieht der aus? Zentralstadionbesitzer Michael Kölmel hat die leerstehende WM-Arena kurzerhand zur Chefsache erklärt, hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass Red Bull nach wie vor Interesse am Leipziger Fußball hat. Wird hinter den Kulissen geflirtet, eine potentielle Ehe angebahnt, von einem vollen Zentralstadion geschwärmt? Eine Stadt mit diesen Voraussetzungen, denkt sich mancher Couch-Fußballer, hat die Aussicht auf die Champions-League-Qualifikation! Mindestens. Irgendwann vielleicht?

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Der FC Sachsen und Thor Steinar
Dienstag, 16. Dezember 2008, 20:26 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 26. November 2010, 16:23 Uhr
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Leutzscher Tore in Magdeburg / Ordner lassen Nazi-Marke ins Stadion

Pünktlich zur Winterpause kommt der FC Sachsen endlich in Fahrt. Christian Reimann, Mehmet Dragusha, Catalin Racanel und Benjamin Boltze waren am 17. Spieltag mit Toren erfolgreich, wenn auch im Exil: Die Ansetzung lautete 1. FC Magdeburg gegen den Chemnitzer FC. Der einzige Torschütze, der bei dem Magdeburger 4:1-Erfolg nicht in die Reihe passte, war Radovan Vujanovic.

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Bild kritisiert Fanarbeit des FC Sachsen
Donnerstag, 27. November 2008, 16:03 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 27. November 2008, 16:05 Uhr
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Der überraschende Pokalerfolg gegen Aue kann die prekäre Lage in der Liga nicht vertuschen. Der FC Sachsen Leipzig steht vor dem Abstieg. Die öffentliche Kritik an der Vereinsführung wird lauter

Nachdem zuletzt Guido Schäfer in der Leipziger Volkszeitung umfassend mit dem FC Sachsen Leipzig anno 2008 abgerechnet hat, zieht nun die Bild nach. Johannes Proft konstatiert eine „mangelhafte Vereinspolitik“, die ihren Ausdruck in „Abstiegsplatz, Zuschauerschwund und rund zwei Millionen Schulden“ findet.

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„Gott, lass’ schnell Hirn herab!“
Montag, 17. November 2008, 11:00 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 17. November 2008, 14:29 Uhr
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Guido Schäfer ledert über den FC Sachsen ab – endlich. Über Auflösungserscheinungen, schlechte Musik und systematisches Schönreden

Er hatte sich lange in vornehmer Zurückhaltung geübt, doch das, was Guido Schäfer (Leipziger Volkszeitung) gestern beim 0:3-Offenbarungseid gegen den FC Oberneuland auf die Augen bekam, war offensichtlich einfach zu viel des Schlechten. Richtig gut weg kommt kein Akteur des FC Sachsen. An dieser Stelle werden die besten Guido-Schäfer-Zitate des Tages dokumentiert. Viel Spaß!

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Selbstverschuldete sportliche Krise
Sonntag, 16. November 2008, 18:45 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 17. November 2008, 14:29 Uhr
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Der FC Sachsen verliert Spiel für Spiel und hat sich im Tabellenkeller eingenistet. Doch statt an die eigentlich Verantwortlichen richtet sich der Zorn der Fans an die Spieler. Eine kleine Problemanalyse

Es ist etwas für Zyniker, Spiele des FC Sachsen Leipzig zu besuchen. Oder für eingefleischte Chemiker, also „Leutzscher“ im ursprünglichsten Wortsinne, die mit dem Zentralstadion nicht so viel anfangen können und gerne Fußball im Alfred-Kunze-Sportpark sehen würden. Doch das geht aus verschiedenen Gründen nicht, der FC Sachsen spielt seit 2004 in einer Exil-Heimstätte, die BSG Chemie auf der Anlage von Nordwest.

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Herzensangelegenheit Chemie
Montag, 3. November 2008, 20:25 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 13. November 2008, 11:17 Uhr
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Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat in der Sendung „Sport im Osten“ die BSG Chemie Leipzig porträtiert – unmittelbar vor einem Spielbericht des FC Sachsen Leipzig. Über einen nicht alltäglichen Beitrag von Stefan Schönau

Ja, es gibt sie noch: Sportjournalisten, die nicht dem Hurra-Stil ihrer Kollegen verfallen und vernab vermeintlicher sportlicher Großtaten hinter den Kulissen investigieren. Und das beim MDR! Stefan Schönau hat sich am vorletzten Wochenende in die Niederungen der Kreisklasse hinab begeben und seine journalistischen Erkenntnisse für die Sport-im-Osten-Zuschauer aufbereitet. Ausgesprochen wohlwollend porträtierte Schönau für den MDR am gestrigen Sonntagnachmittag die BSG Chemie – standesgemäß umrahmt von Spielberichten des VFC Plauen und FC Sachsen Leipzig.

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„Zu politisch“: FC Sachsen lehnt Antirassismus-Arbeit ab
Montag, 6. Oktober 2008, 18:53 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 27. November 2009, 13:01 Uhr
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Was jahrelang klappte, darf nun nicht mehr sein. Über aufschlussreiche Korrespondenzen zwischen der Faninitiative „Bunte Kurve“ und dem FC Sachsen Leipzig

Ein typisches Bild in Fußball-Leipzig im Oktober: Fans des FC Sachsen Leipzig engagieren sich gegen Rassismus und Diskriminierung, hängen Spruchbänder auf, gestalten gemeinsame Choreografien mit Fans des FC St. Pauli, arrangieren Fotoaktionen, werben mit bunten Sprüchen auf grün-weißen Trikots. Das war (gefühlt) schon immer so. Seit 2000 hat der FC Sachsen durchgängig an der FARE-Aktionswoche teilgenommen, die jährlich im Oktober von der europäischen Fußballunion UEFA organisiert wird. Doch im Jahr 2008 ist vieles, wenn nicht sogar alles anders: Die Vereinsführung hat eine erneute Aktion anlässlich von FARE abgelehnt.

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