Bild kritisiert Fanarbeit des FC Sachsen
Donnerstag, 27. November 2008, 16:03 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 27. November 2008, 16:05 Uhr
Abgelegt unter: Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Medienschau, Vereinspolitik

Der überraschende Pokalerfolg gegen Aue kann die prekäre Lage in der Liga nicht vertuschen. Der FC Sachsen Leipzig steht vor dem Abstieg. Die öffentliche Kritik an der Vereinsführung wird lauter

Nachdem zuletzt Guido Schäfer in der Leipziger Volkszeitung umfassend mit dem FC Sachsen Leipzig anno 2008 abgerechnet hat, zieht nun die Bild nach. Johannes Proft konstatiert eine „mangelhafte Vereinspolitik“, die ihren Ausdruck in „Abstiegsplatz, Zuschauerschwund und rund zwei Millionen Schulden“ findet.

Abgesehen von der Kritik, die Proft an Dirk Heyne (habe „bislang keine echte Stammformation gebildet“) und der Mannschaft (angesichts Nico Breitkopfs „Hüftgold“ stelle sich die Frage, „ob allen Kickern die Bedeutung ihres Tuns bewusst ist“) übt, ist sein Urteil über die Vereinsführung besonders bemerkenswert. Lonzen & Co. attestiert Proft Hilflosigkeit:

Nachwuchsleistungszentrum, Meisterstern, Scharmützel mit verschiedenen Fangruppierungen und selbstgefälliges Geschwafel von der Nummer eins in Leipzig vernebelten offenbar den Blick aufs Kerngeschäft.

Rums, das hat gesessen! Viele Baustellen und kein Bauleiter in Sicht. Beachtlich, dass erstmals auch ein Medium die Fanarbeit explizit kritisiert. Die besagten „Scharmützel mit verschiedenen Fangruppierungen“ werden der Vereinsführung als Schwäche vorgehalten. Gemeint sind offensichtlich das Wegekeln der Diablos und die jüngsten Irritationen mit der Bunten Kurve anlässlich der FARE-Aktionswoche. Es gibt zweifelsohne bessere Schlagzeilen, wenn der Verein am sportlichen, finanziellen und offensichtlich auch fankulturellen Tropf hängt …




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