Didis Direktiven
Sonntag, 17. Januar 2010, 23:53 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 18. Januar 2010, 0:00 Uhr
Abgelegt unter: Vereinspolitik

Während RasenBallsport Leipzig die Oberliga sportlich dominiert, lassen die Personalentscheidungen des neuen Red-Bull-Fußballchefs Dietmar Beiersdorf Langeweile gar nicht erst aufkommen

Markranstädt. Dort, wo die Welt noch in Ordnung ist. Idylle. Fußballsportliche Unschuldigkeit. Genau der richtige Ort, um die Fußballweltherrschaft auf dem Reißbrett zu planen. Doch, wie wir seit Freitag wissen, in der beschaulichen Leipziger Salzburg-Außenstelle kann man auch anders. Oder besser: In der Mozartstadt will man anders, als es in der Bachstadt ist. Provinzialismus war gestern, ab heute laufen alle Fäden der Red-Bull-Fußballclubs bei Dietmar Beiersdorfer im Mateschitz-Hauptquartier zusammen.

Als Vorgeschmack auf den Oberliga-Rückrundenauftakt wartete der Energieriese um seinen Neu-Fußballchef Beiersdorfer mit einem Paukenschlag auf. Der brave Präsident Andreas Sadlo, Akteur der ersten Stunde beim Dosen-Franchise, konntewolltemusste, wie wir dank LVZ-Rechercheur Guido Schäfer wissen, gehen, verabschiedete sich am Freitag zurück nach Österreich zur Spieleragentur Stars & Friends.

Sadlo stand für Nüchternheit und die Strategie von Red Bull, möglichst nirgendwo anzuecken. Wo auch immer Chefdiplomat Sadlo auftauchte, prophezeite er für den Rest von Leipzig blühende Landschaften statt verbrannter Erde. Das wurde Didi & Co. offensichtlich zu langweilig. RB Leipzig auf dem Weg zum FC Hollywood!, fühle ich mich geneigt, boulevardesk zu konstatieren. Und: Steffen Kubald, du bist ein weiser Mann. Der Lok-Vorsitzende sprach schon vor den ersten Herzschlägen des RB-Projektes weitsichtig vom „FC Bayern der Oberliga“. Nun denn, wir wollen mehr davon!




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4 Kommentare bisher
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  1. Gravatar of Alex
    Kommentar von
    Alex
    19.01.2010 um 19:15
    1

    Rasenball Markranstädt ist eben in allen Belangen bundesligareif. Und auch im Aufbau von (Skandal-)Tradition lernen die Rasenballer schnell von den Nachbarn in der Metropole.


  1. Gravatar of Jan
    Kommentar von
    Jan
    24.01.2010 um 13:57
    2

    …..UND DAS IST AUCH GUT SO !
    Wäre ja schlimm, wenn diese miese Truppe nun plötzlich die Seriösität als Mittel zum Zweck nutzen würde.
    Wie an anderer Stelle schon gesagt:
    Wer über unfähige „Unternehmer“ und willfährige Stadt- und Verbandspolitiker den Wettbewerb erst ruinieren lässt, um ihm dann sein Tafelsilber per wirtschaftlicher Erpressung in einer Notlage zu rauben, dem ist sowieso jede Seriösität abzusprechen. Nun haben die Blubberbrause-“Profis“ auch noch die Menschlichkeitsmaske in ihrer ganzen „Professionalität“ fallen lassen.
    Darüber aufregen ? Niemals ! Die unwichtigen Dinge dieses Lebens haben keine Emotionen verdient; ebeso keinerlei Aufregung. Und „Red Bull Markranstädt“ ist nun nicht wirklich „aufregend“. Bissel tuts mir um das Lebenswerk der Nussbaums leid. Aber wer sich mit dem Teufel an einen Tisch setzt, muss mit dem Höllenfeuer rechnen.

    Hier die wichtige Nachricht des Tages:
    DIE BSG CHEMIE IST MEISTER (HALLENKREISMEISTER) VOR ÜBER 200 BEGEISTERTEN FANS, DIE DIE GRUBE-HALLE IN EIN TOLLHAUS DER POSITVEN FUASSBALLKULTUR VERWANDELT HABEN, UM IHRE JUNGS ANZUFEUERN UND GEBÜHREND ZU FEIERN !
    Fußballherz, was willst Du mehr ?


  1. Gravatar of Stühlerücken bei Red Bull: Beiersdorfer lässt keinen Stein auf dem anderen | chemieblogger.de – Das Blog rund um FC Sachsen & BSG Chemie
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    [...] 2010) I will follow (8. Februar 2010) Red Bull: Kontert jetzt Dynamo? (1. Februar 2010) Didis Direktiven (17. Januar 2010) Einhundertelf (7. Januar 2010) Letzte [...]


  1. Gravatar of Das Red-Bull-Dossier | chemieblogger.de – Das Blog rund um FC Sachsen & BSG Chemie
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    [...] finden. Dazu gehören Kurzschlüsse und Anfälle von Selbstironie in der RB-Fankultur, Salzburger Muskelspiele und diskussionswürdige Personalentscheidungen, eine bisher kaum ernsthaft verfolgte [...]




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