Das Red-Bull-Dossier
Donnerstag, 5. August 2010, 1:52 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Sonntag, 26. September 2010, 17:50 Uhr
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Morgen startet das Red-Bull-Fußballprojekt RasenBallsport Leipzig in seine zweite Saison. Anlass genug für einen kleinen bloginternen Rückblick. Red Bull rettet Fußball-Leipzig – das Dossier

Red Bull war und ist im Leipziger Fußball ein Dauerbrenner, seit 2006 waberten Gerüchte um einen Einstieg zunächst beim FC Sachsen Leipzig, später auch beim VfK Blau-Weiß Leipzig umher. Ich habe versucht, an dieser Stelle die Entwicklung umfassend zu begleiten.

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Klares Votum für Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig
Donnerstag, 6. Mai 2010, 21:16 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 6. Mai 2010, 21:17 Uhr
Abgelegt unter: Abseits des Platzes, BSG Chemie Leipzig, Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Vereinspolitik

Ballsportgemeinschaft Chemie und FC Sachsen könnten sich schon zur neuen Saison als Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig wiedervereinigen. Die Mitglieder des FC Sachsen entscheiden morgen über die Zukunft des Leutzscher Fußballs

Die Mitglieder Ballsportgemeinschaft Chemie Leipzig haben ein deutliches Zeichen in Richtung Wiedervereinigung des Leutzscher Fußballs gesetzt. Am Donnerstagabend stimmten 45 der anwesenden 53 stimmberechtigten Mitglieder bei drei Gegenstimmen und fünf Enthaltungen den Beschlussfassungen zu, wonach die Fußballabteilung der Ballsportgemeinschaft Chemie dem FC Sachsen beitritt. Damit verbunden ist die Übertragung der Wort-Bild-Markenrechte an der Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig auf den FC Sachsen, die momentan im Besitz der Ballsportgemeinschaft sind. Die Zukunft des Leutzscher Fußballs liegt somit in der Hand der Mitglieder des FC Sachsen, die mit einem entsprechenden Votum morgen Abend die Voraussetzungen für eine weitere außerordentliche Mitgliederversammlung schaffen können, auf der die Umbenennung in Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig beschlossen wird.

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Korrumpiert und kritisch, braun und bunt: Die Vielfalt des Leipziger Fußballs
Dienstag, 6. April 2010, 18:05 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 4. Dezember 2010, 16:35 Uhr
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In Leipzig konkurrieren mit RasenBallsport, 1. FC Lokomotive, FC Sachsen, BSG Chemie und Roter Stern fünf grundverschiedene Fußballklubs um die Gunst des Publikums. Die Fans haben die Wahl – für jeden erdenklichen Geschmack ist etwas dabei. Eine Vereinssoziologie

RasenBallsport Leipzig: Das austauschbare Franchise

Egal ob am Mitternachtsshop in der Tankstelle oder im Zentralstadion in der Red-Bull-Arena: Bei Red Bull geht es um Konsum, Events und Lifestyle. Wer sich mittwochabends 20:45 Uhr bei Sat.1 vorm Fernseher wiederfindet und von Johannes B. Kerner erklären lässt, dass Barcelona in blauen Hosen und Manchester in roten Shirts spielt, passt in die Zielgruppe. Hochklassiger, erfolgreicher Fußball ist garantiert, die Fernbedienung dirigiert die Perspektive auf Spielfeld und Kurve. Fußball, der nicht weh tut. Und am nächsten Morgen kann man im Büro trotzdem – oder gerade deswegen – mitreden.

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Vom Insolvenzklub zum Überraschungsteam
Montag, 2. November 2009, 16:27 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 5. November 2009, 14:09 Uhr
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Während Red Bull souverän, aber nicht berauschend die NOFV-Oberliga Süd dominiert, überrascht der insolvente FC Sachsen Leipzig mit kontinuierlicher Aufbauarbeit. Eine Analyse nach elf Spieltagen

Authentizität, Solidität und sportlicher Erfolg – der FC Sachsen Leipzig ist im Herbst 2009 das Überraschungsteam unter den Leipziger Oberligisten. Es scheint zu laufen bei den Leutzschern. Mit dem unerwarteten 4:2 (2:1) bei Spitzenteam Germania Halbstadt stieg die Zahl ungeschlagener Spiele in Folge auf zehn an, auswärts ist der FCS diese Saison noch ungeschlagen. Noch vor einem halben Jahr war diese Entwicklung undenkbar.

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Rasenball Leipzig: Red Bull, jetzt aber wirklich
Donnerstag, 28. Mai 2009, 14:59 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 6. Juni 2009, 13:38 Uhr
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Der milliardenschwere Red-Bull-Konzern um Dietrich Mateschitz soll beim SSV Markranstädt einsteigen, die Namensrechte an Michael Kölmels Sportforum erwerben und den Fußballstandort Leipzig retten. Die Folgen für den Leipziger Fußball und seine Fanszenen sind noch nicht absehbar. Heute: Mehr Fragen als Antworten

Leipzig ist ein Klein-Wolfsburg. Zumindest möchte es das sein. Und wenn es nur für ein Klein-Hoffenheim reichte, würde auch keiner traurig sein. Es wurde und wird viel gesprochen und geschrieben von großartigen Voraussetzungen, einer leeren WM-Schüssel, einem schlafenden Riesen und festgefahrenen (politisierten) Fanfeindschaften. Und vom milliardenschweren Red-Bull-Konzern und seinem Interesse am Leipziger Fußball, was an dieser Stelle wiederholt thematisiert wurde. Entsprechend abgestumpft ist der geneigte Beobachter des Leipziger Fußballs, das Thema steht seit beinahe drei Jahren mehr oder weniger auf der medialen Tagesordnung. Doch das, was in den letzten zwei Tagen von Guido Schäfer via Leipziger Volkszeitung kolportiert wurde, liest sich irgendwie anders als sonst:

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Insolvenz des FC Sachsen als Chance für Leutzscher Neuanfang
Dienstag, 10. März 2009, 19:44 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 10. März 2009, 20:30 Uhr
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Die Pleite eines Fußballvereins hat auch ihre guten Seiten. Die Leutzscher Frage könnte vor ihre Lösung stehen – so es die Verantwortlichen wollen

Die letzten Tage waren turbulent für den FC Sachsen. Wir haben gelernt: es kann verdammt schnell gehen. Jahrelang hatte der Verein einen Millionenschuldenberg vor sich hergeschoben. Zwar schwebte das Drohwort der Insolvenz wie ein Damoklesschwert über dem Lonzen-Klub, Ernst schien es trotzdem nie zu werden. Wie labil der FC Sachsen vor sich hin lavierte, wurde erst offenbar, als es dem Fiskus zu bunt wurde – und andere öffentliche Gläubiger in einer Kettenreaktion nachzogen. Die vergleichsweise läppischen Außenstände von 100 000 Euro gegenüber dem Finanzamt könnten nun zum Totengräber des FC Sachsen werden.

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BSG Chemie lädt zum Probetraining
Mittwoch, 18. Juni 2008, 14:10 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 25. August 2008, 22:54 Uhr
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Auf Spielersuche: Während sich beim FC Sachsen höherklassige Vereine bedienen, stellt die BSG Chemie ihren Kader zusammen

Der FC Sachsen steht mit anderthalb Beinen in der Regionalliga, kann aber eigentlich gleich wieder einpacken: Tino Semmer wechselt nach Erfurt, die Bild munkelt, dass Jens Möckel es ihm gleich tut. Zwei Aufstiegshelden gehen – entsprechende Folgewirkungen auf andere Talente nicht ausgeschlossen.

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Misslungenes AKS-Comeback
Mittwoch, 5. März 2008, 18:08 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:02 Uhr
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Anschluss verpasst. Trotz Rückkehr in den Alfred-Kunze-Sportpark gab es für die Leutzscher gegen den VfB Auerbach 1906 nichts zu holen 

Zugegeben, die Hoffnung – allen voran des Autors dieser Zeilen – war groß. Die Rückkehr in den altehrwürdigen Kunze-Sportpark versprach Wunder. Nicht drei, nein, gefühlte vier Punkte kann man hier pro Heimspiel holen. Die Aufholjagd, der Aufstieg – in Leutzsch eingedenk der bravorösen Leistung von Meuselwitz ein Selbstläufer. Doch Auerbach ist nicht Meuselwitz. Das ist seit Sonntag den Leutzschern unter den stattlichen 4386 Unentwegten, die Sturmtief „Emma“ trotzten, klar.

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Ungeklärte Stadionfrage verhindert Planungssicherheit
Dienstag, 5. Juni 2007, 23:58 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:15 Uhr
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Montag, Tag der Entscheidung. Der Aufsichtsrat des FC Sachsen Leipzig tagt, zieht Konsequenten aus der abgelaufenen Saison und legt innovative Konzepte für die Zukunft des Vereins vor. Hoffnungsvolle Erwartungen, die an die Mitglieder des Aufsichtsrats gestellt, aber von ihnen nicht erfüllt wurden. Es war tatsächlich ein „Schwarzer Montag für den FC Sachsen?“, wenn auch in ganz anderer Hinsicht, als Guido Schäfer am Samstag in der LVZ fragend prophezeihte: Entsprechend der Meldung auf der offiziellen Website des Vereins hat sich der Aufsichtsrat in Bezug auf die Stadionfrage festgelegt, sich nicht endgültig festzulegen - man hofft weiter auf Michael Kölmel.

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Kunze-Sportpark oder Zentralstadion?
Freitag, 4. Mai 2007, 13:17 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:30 Uhr
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Der FC Sachsen steht – mal wieder – am Scheideweg. Alles soll anders, der Etat deutlich gesenkt und der Kader gründlich durchgelüftet werden. So war es jedes Jahr seit dem Regionalliga-Abstieg 2004. Ebenfalls nicht neu ist auch die Diskussion, die die Leipziger Presselandschaft jetzt angestoßen hat: Folgt nach über drei Jahren des Dahindarbens in der WM-Schüssel die Rückkehr in den Alfred-Kunze-Sportpark? Darf der gemeine Leutzscher Fan sich in der nächsten Saison wieder auf „richtige“ Stehplatzen freuen, das 64er Meister-Flair genießen und phantasievolle, aufwendige Diablos-Choreografien bewundern?

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