„Gott, lass’ schnell Hirn herab!“
Montag, 17. November 2008, 11:00 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 17. November 2008, 14:29 Uhr
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Guido Schäfer ledert über den FC Sachsen ab – endlich. Über Auflösungserscheinungen, schlechte Musik und systematisches Schönreden

Er hatte sich lange in vornehmer Zurückhaltung geübt, doch das, was Guido Schäfer (Leipziger Volkszeitung) gestern beim 0:3-Offenbarungseid gegen den FC Oberneuland auf die Augen bekam, war offensichtlich einfach zu viel des Schlechten. Richtig gut weg kommt kein Akteur des FC Sachsen. An dieser Stelle werden die besten Guido-Schäfer-Zitate des Tages dokumentiert. Viel Spaß!

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Marko, Willi, Winfried, Eberhard und ein Fünfeck
Montag, 1. September 2008, 11:41 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18. November 2009, 18:27 Uhr
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Chemie gewinnt, der FC Sachsen verliert. Und was ist sonst noch passiert? Die Splitter vom Sonntag

+++ Erster Sieg: Babick brilliert gegen Kulkwitz II +++

Zweites Spiel, erster Sieg. Das 7:2 (4:0) gegen SSV Kulkwitz II war doppelt wichtig – zuvor war bekannt geworden, dass die BSG Chemie ihren Punkt vom 1:1 bei Lipsia Eutritzsch II verliert, da für zwei minderjährige Spieler keine expliziten Genehmigungen eingeholt wurden. Lehrgeld, das gezahlt werden muss. Auffälligster Spieler gegen Kulkwitz: Marko Babick war zweifacher Torschütze und oft nur durch Fouls zu stoppen. Ärgerlich die Unkonzentriertheiten bei den Gegentoren und die zu lockere Einstellung nach dem Wechsel, da ist noch Potential nach oben.

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Liebe Medien, feiert diesen bunten Verein!
Donnerstag, 19. Juni 2008, 18:31 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 25. August 2008, 22:54 Uhr
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Fans des FC Sachsen rufen die Medien dazu auf, den Verein kritiklos zu unterstützen. Bei MDR info zeigt das bereits Wirkung

Guido Schäfer polarisiert. Er ist ein ebenso scharfzüngiger wie auch wohlwollender Kritiker des Leipziger Fußballs – eine Funktion, in welcher der Mann von der Leipziger Volkszeitung wegen seiner ironischen und polemischen Schreibe im Übrigen häufig missverstanden wird. Einerseits steigt er den Verantwortlichen des FC Sachsen seit Jahren aufs Dach, war eingedenk seiner Kölmel-kritischen Stories zwischenzeitlich kein gern gesehener Gast am Spielfeldrand und auf Pressekonferenzen. Andererseits träumt Guido Schäfer genauso wie Kölmel, Lonzen und die bis vor kurzem noch einstimmige Fanszene von der Champions League. So schrieb er zuletzt in seiner LVZ-Online-Kolumne im Rahmen der EURO 2008:

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Fragwürdige Entlassung
Donnerstag, 8. Mai 2008, 17:35 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 25. August 2008, 22:56 Uhr
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Er galt als Integrationsfigur, jetzt muss er gehen. Hansi Leitzke wurde von seinem Traineramt beurlaubt – und keiner weiß warum

Der Verein steht am Scheideweg, die Fanszene ist gespalten. Dieser Tage formulieren einige FCS-Mitglieder an ihrer Austrittserklärung, auf der Gegenseite erfreut sich die BSG Chemie Leipzig zahlreicher Neumitgliedschaften. Dort ist man für alle Eventualitäten gerüstet, jüngst wurde eine Satzungsänderung durchgewunken, die formell ermöglicht, dass die BSG Chemie im nächsten Jahr eine Kreisklasse-Mannschaft anmelden kann. Droht jetzt die endgültige Spaltung? Für die Diablos zumindest gibt es wohl keinen Weg mehr zurück ins Zentralstadion.

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Favoriten-Sturz und Diablos-Boykott
Donnerstag, 17. April 2008, 11:32 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 25. August 2008, 22:56 Uhr
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Ärgerlich, wenn der vorliegende Text schon seit Tagen in Arbeit ist, mangels Südvorstädter DSL-Verfügbarkeit aber erst Ende der Woche veröffentlicht werden kann. Immerhin brauchten auch die konventionellen Medien vier Tage, um das Top-Thema unter Fankreisen aufzugreifen: Guido Schäfer widmet sich in der Leipziger Volkszeitung mit „Aufruf zum Boykott“ den Leutzscher Ultràs und ihrem Vorhaben, Spielen im Zentralstadion bis Saisonende fernzubleiben. Ein Thema, das somit verspätet jene Öffentlichkeit bekommt, die es verdient.

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Sturz in die Bedeutungslosigkeit
Donnerstag, 3. April 2008, 12:05 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 3. April 2008, 14:03 Uhr
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Fünfte Liga, wir kommen! Der Abstieg ist so gut wie sicher, künftig kicken Feierabendfußballer in Leutzsch. Ein Niedergang, der sich lange im Voraus angekündigt hat

Endlich, es ist vollbracht: Wir, der sympathische FC Sachsen und seine leidgeprüften Fans, sind angekommen in der fünften Liga. So gut wie, zumindest. 0:2 in Halberstadt, leistungsgerecht, auch standesgemäß. Keine Chance gegen Oberliga-Mittelmaß aus der Würstchenstadt, der FC Sachsen gehört in der Form nur ins untere Tabellendrittel. Doch es sind nicht nur die Lonzen, Leitzke und Chemie-Uwes, die leiden. Auch die Leipziger Journalisten.

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0:0-Derbysieg und Gewaltexzesse
Montag, 17. März 2008, 16:49 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 15:04 Uhr
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Das Leipziger Sachsenliga-Derby zwischen 1. FC Lokomotive und FC Sachsen II hielt, was es versprach: Vor allem neben dem Platz ging es zur Sache. Mit dem 0:0 kann man in Leutzsch ganz gut leben

Gewonnen, ohne ein Tor zu schießen. Und Lok im Aufstiegsrennen zurückgeworfen. Das sind die guten Nachrichten vom Landesliga-Derby zwischen Lok Leipzig und Chemie II. Die Probstheidaer sind nur noch Dritter, zwei Punkte hinter der Doppelspitze FV Dresden 06 Laubegast und FC Erzgebirge Aue II. Auch Chemie II nimmt dieser Wochen Einfluss auf das Aufstiegsrennen. Vor einer Woche ließ sich die Zweite von Aue mit 1:5 abschlachten. Gegen Lok sah das dann quasi über Nacht besser aus.

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Lonzen: Leutzscher als Spielball politischer Ränkespiele
Samstag, 15. März 2008, 14:26 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:02 Uhr
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Zuerst wird die Partie FC Sachsen Leipzig gegen SC Borea Dresden wegen einer Nazi-Demo abgesagt, dann fällt die Demo selbst flach. Die Leutzscher sind Leidtragende der Rivalität zwischen Dresden und Leipzig

Willkommen im sächsischen Provinzialismus! Die Hauptakteure: Leipzig und Dresden, die zwei um die Vormachtrolle in Sachsen rivalisierenden Städte, bei denen es selten ein Miteinander, öfter ein Nebeneinander, nein, eigentlich fast ausschließlich ein Gegeneinander gibt. Mittendrin: der Fußball, allen voran der FC Sachsen Leipzig, der seine ambivalente Stellung quasi schon in seinem Namen in sich trägt.

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Demo statt Fußball
Freitag, 14. März 2008, 9:25 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 15:04 Uhr
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Vorschnelle Absage: Sächsischer Fußballverband schickt Leutzscher lieber zur Demo als in die Kurve

Eigentlich sollte an dieser Stelle vom Duell der angeschlagenen Boxer zu lesen sein. Doch die Partie der mittelmäßig in die Rückrunde gestarteten Leutzscher und der schwächelnden Tabellenführer von SC Borea Dresden wurde abgesagt – die Sicherheit des Spiels könne nicht gewährleistet werden, heißt es beim Sächsischen Fußballverband. „Geboxt wird woanders“, könnte also die Botschaft heißen. Nein, nicht in Leipziger Discos, sondern auf der Straße. Guido Schäfer (Leipziger Volkszeitung) hat sich umgehört:

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Wiederholt vom Schiedsrichter betrogen
Montag, 10. März 2008, 10:04 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:02 Uhr
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Chemie kommt beim FSV Budissa Bautzen nicht über ein 1:1 hinaus. Schuld daran ist weniger eigenes Unvermögen, als vielmehr ein fehlgeleiteter Schiedsrichter – einmal zu oft in dieser Saison

Es heißt immer, sie würden sich im Laufe der Saison ausgleichen: Fehlentscheidungen des Schiedsrichters. In Leutzsch kann man nicht mehr so richtig daran glauben. Jüngstes Beispiel: das magere 1:1 bei Budissa Bautzen, ein Rückschlag, ein doppelter Punktverlust. Vor allem angesichts des Spielverlaufs. Die Partie war so gut wie entschieden, Chemie führte 1:0, noch dazu in Überzahl, und hatte das Spiel im Griff. Bis zum Galaauftritt von Schiri Marcel Böhmer, „der sich in der letzten halben Stunde gewissermaßen beim FSV Budissa Bautzen einwechselte“ (Guido Schäfer in der Leipziger Volkszeitung).

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