Marko, Willi, Winfried, Eberhard und ein Fünfeck
Montag, 1. September 2008, 11:41 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18. November 2009, 18:27 Uhr
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Chemie gewinnt, der FC Sachsen verliert. Und was ist sonst noch passiert? Die Splitter vom Sonntag

+++ Erster Sieg: Babick brilliert gegen Kulkwitz II +++

Zweites Spiel, erster Sieg. Das 7:2 (4:0) gegen SSV Kulkwitz II war doppelt wichtig – zuvor war bekannt geworden, dass die BSG Chemie ihren Punkt vom 1:1 bei Lipsia Eutritzsch II verliert, da für zwei minderjährige Spieler keine expliziten Genehmigungen eingeholt wurden. Lehrgeld, das gezahlt werden muss. Auffälligster Spieler gegen Kulkwitz: Marko Babick war zweifacher Torschütze und oft nur durch Fouls zu stoppen. Ärgerlich die Unkonzentriertheiten bei den Gegentoren und die zu lockere Einstellung nach dem Wechsel, da ist noch Potential nach oben.

+++ Stadionfrage: Willi-Kühn- statt Alfred-Kunze-Sportpark +++

Offiziell 438 Zuschauer kamen zur Heimpremiere – eine ordentliche Zahl. Trotzdem drängte sich der Eindruck auf, dass sich nur wenig Laufpublikum in den Willi-Kühn-Sportpark vom SV Nordwest verirrte. Die unsägliche Stadionproblematik kostet Zuschauer. Wie stark das ins Gewicht fällt, zeigt, dass zum Saisonstart in Eutritzsch mehr Zuschauer kamen – trotz des parallelen Heimspiels des FC Sachsen gegen HSV II.

+++ Über den Tellerrand: FC Sachsen verliert bei Hertha II +++

Genau, Stichwort FC Sachsen. Der steht momentan auf einem Abstiegsrang. Wenig verwunderlich, die Auftaktgegner waren (zu) stark, zwei Punkte aus drei Spielen sind fast schon ein Erfolg. Mit einer Niederlage bei Hertha II mussten Winfried Lonzen und sein Klub rechnen. Gegen die Reserveteams von Bundesligamannschaften macht es ohnehin keinen Spaß. Technische Begabung und Ehrgeiz auf der einen und die Unberechenbarkeit (wer spielt aus der Ersten mit?) auf der anderen Seite machen HSV II, Hertha II & Co. zur Wundertüte. Zum umjubelten Flutlichtspiel übernächsten Freitag wird’s nicht einfacher: da kommt die Regionalliga-Vertretung vom VfL Wolfsburg ins Zentralstadion. Und die ist Tabellenführer.

+++ Öffentlichkeitsarbeit I: Leipziger Volkszeitung +++

Die Leipziger Volkszeitung hat Eberhard Schmiedel ins Rennen geschickt, um vom ersten Heimspiel der BSG Chemie zu berichten. Das Ergebnis ist beachtlich: Schmiedel liefert unter der Überschrift „BSG Chemie sendet kräftige Lebenszeichen“ einen versöhnlichen Artikel, in dem die Chemie-Kritik am FC Sachsen zumindest angedeutet wird, satte 100 Zeilen lang und mit aussagekräftigem Foto – es zeigt vorm Chemie-Mob feiernde Spieler. Amüsant: Guido Schäfers „Saftlos, kraftlos, chancenlos“ über den FC Sachsen kommt nur auf 85 Zeilen.

+++ Öffentlichkeitsarbeit II: Das Fünfeck +++

Zum Heimdebüt der BSG Chemie erschien erstmals das neue Stadionheft. „Das Fünfeck“, ausgestanzt in der Form des traditionellen Chemie-Logos, gab’s am Premierentag kostenlos zusammen mit der Eintrittskarte. Die erste Ausgabe blieb nicht ohne Fehler – Verbesserungsmöglichkeiten gibt es immer, mit jeder Ausgabe darf eine Steigerung versprochen werden. Der gesamte Verein befindet sich eben noch im Lernprozess.




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