Lok und RasenBallsport kooperieren im Nachwuchsbereich
Mittwoch, 24. November 2010, 19:16 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 4. Dezember 2010, 16:39 Uhr
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Schizophrene Identitätsverleugnung oder strategische Sicherung der sportlichen Zukunft im Windschatten des Projekts Bundesliga? RB Leipzig darf sich zukünftig beim Nachwuchs des 1. FC Lok bedienen. Doch das gefällt nicht jedem blau-gelben Fan. Eine Hintergrundanalyse

In Probstheida kocht die Fanseele. Von „Ausverkauf“ und „Verrat“ ist die Rede. Von einem Vorstand, der gegen die Interessen des Vereins handelt. Die Forderung: eine außerordentliche Mitgliederversammlung, die den Ersten Vorsitzenden Steffen Kubald und Schatzmeisterin Katrin Pahlhorn per Beschluss in RB-Leipzig-Montur 90 Minuten lang im Kurt-Wabbel-Stadion einsperrt. Irgendwo in der Nähe der Saalefront-Ultras. Mindestens. So oder so ähnlich wünscht sich das gerade Mirko Linke, bis vor kurzem Stadionsprecher beim 1. FC Lokomotive Leipzig. Dass er das aus freiem Willen inzwischen nicht mehr ist, liegt an einer „sportpolitischen Bombe“ (rotebrauseblogger), die am vergangenen Freitag geplatzt ist. Da verkündete der 1. FC Lok eine strategische Zusammenarbeit mit RasenballSport Leipzig im Nachwuchsbereich. … weiterlesen





Wider die „Tradition“ in der Debatte über „Modernen Fußball“
Freitag, 12. November 2010, 12:30 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 4. Dezember 2010, 16:40 Uhr
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In der Diskussion über die Kommerzialisierung des Fußballs oszilliert das Wort „Tradition“ zwischen rhetorischem Kampfbegriff und sinnentleerter Worthülse. Ein Plädoyer für einen alternativen Problemfokus

Tradition ist eine mächtige Vokabel. Tradition ist das erste und letzte Argument, das angeführt wird, wenn es um die Abwehr neuer Modelle in der von Kommerz durchdrungenen real existierenden Fußballwelt geht. Was Tradition bedeutet und was davon zu halten ist, wird selten reflektiert. Geradezu inflationär ist von „Traditionsvereinen“ zu lesen oder zu hören, die als Antipoden zu tatsächlichen oder vermeintlichen „Plastikprodukten“ à la Bayer 04 Leverkusen, VfL Wolfsburg, TSG 1899 Hoffenheim oder neuerdings RasenBallsport Leipzig verklärt werden. So einfach ist es nicht. Der Moderne Fußball hat seine Probleme, die es zu thematisieren gilt. Aber der Frage nach dem „Wie“ müssen sich die Fans, die sich zur aktiven und kritischen Szene zählen, sehr wohl stellen.

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„… ganz oben feiert Mateschitz den Meistertitel“
Donnerstag, 4. Juni 2009, 20:43 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 2. Dezember 2010, 11:01 Uhr
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Red Bull verleiht dem SSV Markranstädt und damit Fußball-Leipzig Flügel. Nichts Genaues weiß man (noch) nicht, aber die Blätter rauschen schon einmal. Eine internationale Presseschau

Warum der österreichische Red-Bull-Konzern in Deutschland eine dreistellige Millionensumme investieren will, beantwortet Rolf Heßbrügge (oe24.at / Österreich):

Insgesamt macht Red-Bull-Boss Didi Mateschitz (65) über 100 Millionen locker für seinen 10-Jahres-Plan. Am Ende dieses Zeitraums will man auf Augenhöhe mit Branchenriesen wie Bayern oder Schalke sein – und die Champions League anpeilen. Mateschitz weiß genau: In Deutschland kassieren die Klubs bis zu 30 Millionen Euro TV-Gelder pro Saison (in Österreich maximal eine Million). Mit einem deutschen Klub ist das Traumziel „Königsklasse“ also viel leichter erreichbar für Red Bull.

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