Rechte Fans: Schlagkräftige Unterstützung für „Legida“
Mittwoch, 31. Dezember 2014, 11:58 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 31. Dezember 2014, 12:01 Uhr
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Für den 12. Januar 2015 planen „Leipziger gegen die Islamisierung des Abendlandes“ („Legida“) den Aufstand der Unanständigen. Die Strippenzieher sind rassistische Fußballfans

„Pegida“ auf Leipzigerisch: Ein Bündnis aus rechten Denkern und Machern versucht sich an einem Leipziger Ableger der flüchtlingsfeindlichen Bewegung, die seit Oktober auf „Montagsdemonstrationen“ durch Dresden irrlichtert. An der Pleiße ist dann nicht mehr die Rede von „Patriotischen Europäern“, sondern „Leipzigern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ („Legida“). Die Volksseele kocht jedenfalls, da ist ein Sündenbock schnell gefunden. Leben nicht schon 10.000 Menschen mit muslimischen Hintergrund in Leipzig? Siehste! Und: Na klar, es werden immer mehr!

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Wenig Fußball, viele Unterschiede
Montag, 28. November 2011, 14:04 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 2. Dezember 2011, 11:36 Uhr
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Das Duell zwischen der BSG Chemie Leipzig und der SG Leipzig-Leutzsch hat bewiesen, warum es zwei grün-weiße Vereine gibt

Nein, mit Derbystimmung hatte das nichts zu tun. Seltsam ruhig war es über weite Strecken des Spiels auf den sehr gut gefüllten Rängen des Alfred-Kunze-Sportparks. 2690 Interessierte – Guido Schäfer mutmaßt in der Leipziger Volkszeitung, dass darunter 1800 Chemiker gewesen seien – wollten sich das Sechstliga-Spiel zwischen der BSG Chemie Leipzig und der SG Leipzig-Leutzsch (SGLL) nicht entgehen lassen. Ebenso wenig wie die journalistische Eliteliga der Republik. Die Süddeutsche Zeitung soll da gewesen sein (und hatte auch im Vorfeld berichtet). Eine Stunde vor Anpfiff schlenderten 11-Freunde-Chefredakteur Philipp Köster und Kollege Jens Kirschneck erwartungsfroh am Gästeblock vorbei.

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Braun statt Grün-Weiß: Nazis sind keine Engel
Montag, 5. September 2011, 20:14 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 5. September 2011, 22:07 Uhr
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Die Fanszene der SG Leipzig-Leutzsch ist rechtsoffen bis offen rechts – das hat das Sachsenpokal-Spiel gegen den Roten Stern Leipzig gezeigt

Das Ergebnis war nur Nebensache. Die Sterne gingen beim selbsternannten Nachfolger des FC Sachsen unter, die SG Leipzig-Leutzsch siegte mit 10:0. Der sportliche Wert: überschaubar. Umso aussagekräftiger war der politische Gehalt der Partie. Im Vorfeld hatten Fans der SGLL auf Flyern mit rechten Parolen keinen Zweifel an ihrer antiantirassistischen Einstellung gelassen – auf den Rängen wurde dieser Eindruck bestätigt. 1280 Zuschauer sollen offiziell in den Alfred-Kunze-Sportpark gekommen sein, darunter 500 Unterstützer des Roten Sterns – und zahlreiche offene oder verkappte Nazis auf der Gegenseite.

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