Nachdenken – anlässlich der „Aktion Libero“
Mittwoch, 16. November 2011, 12:43 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 18. November 2011, 20:12 Uhr
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„Beim FC Sachsen ist der Fußball noch ‚homofrei‘“, hieß es hier vor wenigen Monaten. Der FC Sachsen ist längst Geschichte, Homophobie hingegen noch lange nicht. Heute ist die Aktion Libero gestartet. Weil es im Fußball Fans und Verantwortliche gibt, für die Schwule einfach nicht dazu gehören – wie auch alles andere, das anders ist.

Identifikation bedeutet Exklusion

Die Fankurve ist so ein enger Ort. Über allem steht der Erfolg. Der Erfolg des eigenen Teams. Das schweißt zusammen. Die Kurve, die letzte Bastion kollektiver Glaubensbekenntnisse? Das Fußballstadion als ein Ort, an dem nicht nur die Ekstase ihre Heimat findet, sondern auch der Verstand äußerst flüchtig ist? Rational, soviel ist sicher, ist das alles nicht mit dem Fansein. Die Identifikation mit dem Verein, die Anonymität der Masse, die permanente Rebellion, die in der Handlungsarena Fankurve angelegt ist – was die eigene Einheit stärkt, führt zwangsläufig zu Exklusion.

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Ronny Blaschke ist Sportjournalist des Jahres 2009
Donnerstag, 25. Februar 2010, 12:42 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 26. Februar 2010, 11:18 Uhr
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Der freie Journalist und Autor Ronny Blaschke wurde für sein ZEIT-Dossier über die Neonazi-Unterwanderung des 1. FC Lok Leipzig ausgezeichnet. Am 25. März ist Blaschke in Leipzig auf dem Podium zu Gast

Zugegeben, es ist nicht mehr tagesaktuell, aber bedarf trotzdem der Erwähnung: Die Fachzeitschrift Medium Magazin hat Ronny Blaschke zum „Journalist des Jahres“ 2009 in der Kategorie Sport gekürt. In der Begründung der Jury heißt es:

… für seinen „ZEIT“-Beitrag über die Nazi-Unterwanderung des Fußballvereins Lokomotive Leipzig: „Angriff von rechts außen“ (3.9.2009) – mit dem er eindrucksvoll den Blick auf Tabuthemen im Profisport lenkte – mit außerordentlichem Mut und beharrlicher Recherche.

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Von Fusionisten und Besitzstandswahrern
Mittwoch, 4. Februar 2009, 15:59 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 13. Februar 2009, 22:00 Uhr
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Die Podiumsdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Zukunft des Leipziger Fußball offenbarte, was in der geteilten Stadt machbar ist – und was nicht. Ein Rückblick

„Leipzig und die fehlende Bundesliga – eine unendliche Geschichte?“ Eine Frage, die provoziert, Gemüter erhitzt, Diskussionen anregt. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hatte zu diesem Thema in das hoffnungslos überfüllte Studio 3 von Leipzig Fernsehen geladen. Viert- beziehungsweise fünftklassiger Fußball – beim puren Gedanken daran sehnt sich der geneigte FC-Sachsen- respektive Lok-Fan schnellstmöglich das berühmte Grab herbei, indem er sich öffentlichkeitswirksam umdrehen könnte. Allein, so einfach ist es nicht, und so geht die Debatte weiter. Fusionisten gegen Selbstbestimmte, Visionäre gegen Besitzstandswahrer, Pragmatiker gegen Irrationalisten – die Fronten stehen fest. Allein als Anhänger der BSG Chemie kann man sich ein bisschen zurücklehnen. Dass der Alfred-Kunze-Gedächtnis-Weg nicht morgen und auch nicht übermorgen in die Bundesliga führt, ist ein ebenso evidenter wie auch immanenter Bestandteil der Neuinterpretation der Leutzscher Legende.

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Expertendiskussion zur Zukunft des Leipziger Fußballs
Donnerstag, 29. Januar 2009, 18:07 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 2. Februar 2009, 10:38 Uhr
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„Leipzig und die fehlende Bundesliga“ – die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt am Dienstag, dem 3. Februar, 18 Uhr, im Studio 3 von Leipzig Fernsehen zur Podiumsdiskussion. Ein Veranstaltungstipp

Quo vadis, Fußball-Leipzig? Mit den Köpfen in der Bundesliga steht der Leipziger Fußball mit beiden Beinen in den Amateurligen, und daran wird sich so schnell nichts ändern. Gibt es einen Master-Plan? Und wenn ja, wie sieht der aus? Zentralstadionbesitzer Michael Kölmel hat die leerstehende WM-Arena kurzerhand zur Chefsache erklärt, hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass Red Bull nach wie vor Interesse am Leipziger Fußball hat. Wird hinter den Kulissen geflirtet, eine potentielle Ehe angebahnt, von einem vollen Zentralstadion geschwärmt? Eine Stadt mit diesen Voraussetzungen, denkt sich mancher Couch-Fußballer, hat die Aussicht auf die Champions-League-Qualifikation! Mindestens. Irgendwann vielleicht?

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„Fußball ist doch unpolitisch…“, oder?
Freitag, 1. Februar 2008, 0:48 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 6. November 2009, 13:22 Uhr
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Rechtsextremismus spielt vor allem im unterklassigen Fußball eine große Rolle. Aber warum ist das so? Und was kann man dagegen tun? Rückblick auf ein erkenntnisträchtiges Seminar

„Hooligans und Neonazis – Kommt da zusammen, was zusammen gehört?“ Es war eine reißerische Überschrift, unter der das Regionalbüro Leipzig der Friedrich-Ebert-Stiftung am Donnerstag zu einem Seminar zur Thematik Rechtsextremismus im Fußball eingeladen hatte. Vielleicht lag es auch daran, dass die eigentlichen Adressaten der Veranstaltung fern blieben. Vertreter kleinerer Leipziger Vereine hatten die Einladung ausgeschlagen – dafür aber war das Teilnehmerfeld umso gemischter: von Polizeibeamten über Sozialarbeiter und Anhänger aus Leutzsch und Probstheida bis hin zum Lok-Vorsitzenden Steffen Kubald.

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