Beim FC Sachsen ist der Fußball noch „homofrei“
Dienstag, 10. Mai 2011, 0:12 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18. Mai 2011, 10:01 Uhr
Abgelegt unter: Abseits des Platzes, Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus, Vereinspolitik


„Fußball bleibt homofrei!“, geben Fans des FC Sachsen Leipzig als Devise aus (zum Vergrößern anklicken – mit freundlichem Dank an den Inhaber des Bildrechts, der die Veröffentlichung hier im Blog genehmigt hat)

Leipzig-Leutzsch an einem sonnigen Maiwochenende. Im Alfred-Kunze-Sportpark spielt der FC Sachsen Leipzig gegen den FSV Zwickau. Direkt vor dem Stadioneingang wollen Anhänger der Heimmannschaft den einen oder anderen Fanartikel an den Mann bringen. Und vermutlich auch an die Frau. Wohl aber nicht an „Homos“. Auf einem zum Verkauf angebotenen T-Shirt prangt der Schriftzug: „Fußball bleibt homofrei!“ … weiterlesen





Leipzig – eine Stadt, sein Fußball und soziale Verwerfungen

Die linke Wochenzeitung Jungle World wartet mit einer Artikelserie auf, in der es um Leipzig, seine Ambitionen, seine Gesellschaft und nicht zuletzt auch seinen Fußball geht. Ein paar Leseempfehlungen

Zur Einstimmung provoziert, ja kokettiert Gero Hirschelmann mit Lokalprovinzialismus und sagt, dass Halle kleiner und proletarischer, kurzum liebenswerter ist als die „Pleiße-“, „Bach-“ oder wahlweise auch „Sportstadt“ Leipzig. Ganz ohne Größenwahn:

Es mag sein, dass Leipzig von seinen Bewohnern geliebt wird. Halle aber liebt umgekehrt auch seine Bewohner. Leipzig ist also eine gute Stadt, Halle, nun ja, ist eine Weltanschauung.

… weiterlesen





FC-Sachsen-Fans diskutieren über Neonazis in der Kurve
Freitag, 27. November 2009, 12:54 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Sonntag, 29. November 2009, 14:53 Uhr
Abgelegt unter: Abseits des Platzes, Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus, Vereinspolitik

Von 400 nach Zwickau gefahrenen Fans des FC Sachsen hat sich eine Gruppe von 50 Personen mit neonazistischer Provokation und Agitation hervorgetan. Im Internetforum des FC Sachsen Lepzig wird kontrovers diskutiert. Innenansichten eines Fußballvereins

In der Fanszene des FC Sachsen gibt es mal wieder – nunja – Irritationen. Es geht um das bekannte Motiv „Politik im Stadion“, im FCS-Forum Gegenstand einer intensiven Debatte. Zu meiner Verwunderung ist die Zahl derer, die den Vorfällen vom vergangenen Wochenende mit Verharmlosungen und Relativierungen begegnen, entschieden gering. Die Fans haben begriffen: Der FC Sachsen steht nach wie vor am Abgrund, und der entscheidende Schupser kann von allen Seiten kommen.

… weiterlesen





„Sport im Osten“: Expertenrat gegen Wettbetrug
Montag, 23. November 2009, 18:01 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 5. Dezember 2009, 15:18 Uhr
Abgelegt unter: Gewalt & Rassismus, Medienschau

Moderator Tom Scheunemann diskriminiert in der MDR-Sendung „Sport im Osten“ Chinesen und alle, die für solche gehalten werden. Eine Medienkritik

Man sieht ihm an, dass er seinen Fehler bemerkt. Noch während des Redens will er seine unangebrachte Formulierung korrigieren. Doch es ist zu spät. Tom Scheunemann moderierte am Sonntag die MDR-Sendung „Sport im Osten“ und leistete sich – um die richtigen Worte ringend – einen unverzeihlichen verbalen Fehltritt:

… weiterlesen





„Fußball ist doch unpolitisch…“, oder?
Freitag, 1. Februar 2008, 0:48 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 6. November 2009, 13:22 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus

Rechtsextremismus spielt vor allem im unterklassigen Fußball eine große Rolle. Aber warum ist das so? Und was kann man dagegen tun? Rückblick auf ein erkenntnisträchtiges Seminar

„Hooligans und Neonazis – Kommt da zusammen, was zusammen gehört?“ Es war eine reißerische Überschrift, unter der das Regionalbüro Leipzig der Friedrich-Ebert-Stiftung am Donnerstag zu einem Seminar zur Thematik Rechtsextremismus im Fußball eingeladen hatte. Vielleicht lag es auch daran, dass die eigentlichen Adressaten der Veranstaltung fern blieben. Vertreter kleinerer Leipziger Vereine hatten die Einladung ausgeschlagen – dafür aber war das Teilnehmerfeld umso gemischter: von Polizeibeamten über Sozialarbeiter und Anhänger aus Leutzsch und Probstheida bis hin zum Lok-Vorsitzenden Steffen Kubald.

… weiterlesen