Nachdenken – anlässlich der „Aktion Libero“
Mittwoch, 16. November 2011, 12:43 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 18. November 2011, 20:12 Uhr
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„Beim FC Sachsen ist der Fußball noch ‚homofrei‘“, hieß es hier vor wenigen Monaten. Der FC Sachsen ist längst Geschichte, Homophobie hingegen noch lange nicht. Heute ist die Aktion Libero gestartet. Weil es im Fußball Fans und Verantwortliche gibt, für die Schwule einfach nicht dazu gehören – wie auch alles andere, das anders ist.

Identifikation bedeutet Exklusion

Die Fankurve ist so ein enger Ort. Über allem steht der Erfolg. Der Erfolg des eigenen Teams. Das schweißt zusammen. Die Kurve, die letzte Bastion kollektiver Glaubensbekenntnisse? Das Fußballstadion als ein Ort, an dem nicht nur die Ekstase ihre Heimat findet, sondern auch der Verstand äußerst flüchtig ist? Rational, soviel ist sicher, ist das alles nicht mit dem Fansein. Die Identifikation mit dem Verein, die Anonymität der Masse, die permanente Rebellion, die in der Handlungsarena Fankurve angelegt ist – was die eigene Einheit stärkt, führt zwangsläufig zu Exklusion.

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