„Angriff von rechts außen“: Blaschke über Neonazis bei Lok
Donnerstag, 3. September 2009, 18:01 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 10. September 2009, 10:31 Uhr
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DIE ZEIT widmet sich im Dossier ihrer heute erschienen Ausgabe der rechtsextremen Unterwanderung der Fanszene des 1. FC Lokomotive Leipzig. Eine Kaufempfehlung

Ronny Blaschke zählt zu den wenigen Sportjournalisten in Deutschland, die sich des Themas rechtsextreme Umtriebe im Fußball-Umfeld annehmen. In ihrer aktuellen Ausgabe hat die Wochenzeitung DIE ZEIT dem Autoren des Buches Im Schatten des Spiels drei Seiten im investigativen Dossier-Buch zur Verfügung gestellt. Als Ergebnis hat Blaschke mit „Angriff von rechts außen“ einen hervorragenden Artikel abgeliefert, der authentisch nachvollziehen lässt, inwieweit NPD und Neonazis den Leipziger Fußball im Allgemeinen und den 1. FC Lokomotive Leipzig im Besonderen für die Rekrutierung neuer Anhänger und Mitglieder instrumentalisieren.

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Das Derby ist nicht mehr das Derby
Montag, 24. August 2009, 11:37 Uhr
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Im Sommer 2008 stiegen die Diablos beim FC Sachsen aus. Beim Stadtderby gegen Lok fehlen nun diejenigen, die sich der Neonazi-Präsenz im Leipziger Fußball entgegenstellen. Eindrücke vom und Gedanken zum Derby

Wenn man Ende der 90er Jahre im Leipziger Fußball sozialisiert wurde, hat man einiges durch. Furiose Aufstiege, peinliche Abstiege, politisierte Fanszenen – und Derbys, die bürgerkriegsähnliche Szenen mit sich brachten. Die über Jahrzehnte gewachsene Rivalität zwischen Leutzsch und Probstheida, oder den heutigen FC Sachsen und 1. FC Lok, zählt zweifellos zu den Höhepunkten, was deutsche Fankultur zu bieten hat – trotz und gerade wegen all ihrer Schattenseiten.

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RB Leipzig ist Deutschlands „erster Marketingclub“
Dienstag, 28. Juli 2009, 0:46 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 28. Juli 2009, 9:52 Uhr
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Red Bull ist und bleibt ein Thema, das den Leipziger Fußball in den nächsten Wochen dominieren wird. Eine kritische Medienschau

Es sind die letzten Züge einer denkwürdigen Sommerpause. Seit zwei Monaten ist Leipzig der Schauplatz einer Fußball-Revolution – zumindest was deutsche Maßstäbe betrifft. Wem ich mit dem Thema „Fußballambitionen eines Herstellers koffeinhaltiger Brause“ auf die Nerven gehe, der hat jetzt die Möglichkeit, zur Webseite seines Lieblingskleingartenvereins weitersurfen. Für alle anderen habe ich noch einmal eine kleine alternative Medienschau zusammengestellt. In den letzten zwei Monaten habe ich Beiträge gesammelt, deren Autoren sich noch nicht jegliches Reflexionsvermögen mit einem überteuerten Pseudo-Kult-Drink weggeballert haben.

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Red Bull in Leipzig: The fan base’s hopes and fears
Montag, 22. Juni 2009, 23:58 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 23. Juni 2009, 0:13 Uhr
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Red Bull has taken over the small football club SSV Markranstädt on the outskirts of Leipzig. The new club RasenBallsport is expected to lead Leipzig to the German Bundesliga. Although the city is yearning for prime class football, the resistance among the local fan side is raising

Leipzig on a Saturday night. Red Bull wants to capture the trendy and alternative southern district Connewitz. A completely branded car is supposed to campaign for Red Bull in front of a popular disco but it doesn’t help. A group of Members of the “Diablos”, the Ultras of BSG Chemie Leipzig, attacks the car. Its driver is forced to escape. This scene gives a foretaste of how hard the first season of the new founded Club, ruled by Red Bull, RasenBallsport Leipzig is going to be.

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„… ganz oben feiert Mateschitz den Meistertitel“
Donnerstag, 4. Juni 2009, 20:43 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 2. Dezember 2010, 11:01 Uhr
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Red Bull verleiht dem SSV Markranstädt und damit Fußball-Leipzig Flügel. Nichts Genaues weiß man (noch) nicht, aber die Blätter rauschen schon einmal. Eine internationale Presseschau

Warum der österreichische Red-Bull-Konzern in Deutschland eine dreistellige Millionensumme investieren will, beantwortet Rolf Heßbrügge (oe24.at / Österreich):

Insgesamt macht Red-Bull-Boss Didi Mateschitz (65) über 100 Millionen locker für seinen 10-Jahres-Plan. Am Ende dieses Zeitraums will man auf Augenhöhe mit Branchenriesen wie Bayern oder Schalke sein – und die Champions League anpeilen. Mateschitz weiß genau: In Deutschland kassieren die Klubs bis zu 30 Millionen Euro TV-Gelder pro Saison (in Österreich maximal eine Million). Mit einem deutschen Klub ist das Traumziel „Königsklasse“ also viel leichter erreichbar für Red Bull.

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Rasenball Leipzig: Red Bull, jetzt aber wirklich
Donnerstag, 28. Mai 2009, 14:59 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 6. Juni 2009, 13:38 Uhr
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Der milliardenschwere Red-Bull-Konzern um Dietrich Mateschitz soll beim SSV Markranstädt einsteigen, die Namensrechte an Michael Kölmels Sportforum erwerben und den Fußballstandort Leipzig retten. Die Folgen für den Leipziger Fußball und seine Fanszenen sind noch nicht absehbar. Heute: Mehr Fragen als Antworten

Leipzig ist ein Klein-Wolfsburg. Zumindest möchte es das sein. Und wenn es nur für ein Klein-Hoffenheim reichte, würde auch keiner traurig sein. Es wurde und wird viel gesprochen und geschrieben von großartigen Voraussetzungen, einer leeren WM-Schüssel, einem schlafenden Riesen und festgefahrenen (politisierten) Fanfeindschaften. Und vom milliardenschweren Red-Bull-Konzern und seinem Interesse am Leipziger Fußball, was an dieser Stelle wiederholt thematisiert wurde. Entsprechend abgestumpft ist der geneigte Beobachter des Leipziger Fußballs, das Thema steht seit beinahe drei Jahren mehr oder weniger auf der medialen Tagesordnung. Doch das, was in den letzten zwei Tagen von Guido Schäfer via Leipziger Volkszeitung kolportiert wurde, liest sich irgendwie anders als sonst:

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Ein Hauch von Vierundsechzig
Mittwoch, 13. Mai 2009, 18:02 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18. November 2009, 18:29 Uhr
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Die BSG Chemie macht den Aufstieg an einem historischen Datum perfekt. Ein Spielbericht, der parallel im Fünfeck erschienen ist

„Am 10. Mai wir sind dabei – da legt Chemie das Meisterei!“ Ein Transparent, das sich wohl jedem Chemiker tief ins Gedächtnis eingebrannt hat. Es ist schon eine Weil her, dass der grün-weiße Anhang Anlass zu derartigen poetischen Höhenflügen hatte, um genau zu sein 45 Jahre. Damals, in Erfurt, strickte die BSG Chemie an der Leutzscher Legende, wurde nach einer ebenso fulminanten wie unerwarteten Saison mit dem „Rest von Leipzig“ DDR-Meister. Und das Beste daran: der Brückenschlag in die Gegenwart fällt nur bedingt schwer. „Am 10. Mai wir war’n dabei – da legt Chemie das Meisterei“, hieß es 45 Jahre später anno 2009.

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Redebeitrag der ag.doc zum 1. Mai 2009
Freitag, 1. Mai 2009, 16:04 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 27. November 2009, 13:58 Uhr
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Anlässlich der Demonstration „It works! …wie lange noch? Rassismus und Diskriminierung“ zum 1. Mai 2009 hat die ag.doc einen im Folgenden dokumentierten Redebeitrag geleistet, der die Zusammenhänge und personelle Schnittmengen zwischen der Leipziger Neonazi- und Fußballfanszene aufzeigt:

Leipzig, Jahnallee, 3. Januar 2009. Etwa 50 Vermummte attackieren eine Gruppe von Fans der BSG Chemie Leipzig. Die Angreifer gehen äußerst brutal vor, es gibt keine Zufälle. Einzelne Personen werden gezielt gejagt. Ein Chemie-Fan muss mit Verdacht auf Schädelbasisbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Täter tragen Totenkopfsturmhauben und schreien „Töten, töten“ und „Ihr Drecksjuden“. Es geht längst nicht mehr um Fußball. Der Angriff ist unübersehbar politisch motiviert.

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Frei von Kräften
Sonntag, 19. April 2009, 19:34 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Sonntag, 19. April 2009, 19:46 Uhr
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Gelebter Antifaschismus: Fans der BSG Chemie wollen nazifreie Kurven und greifen zum letzten Mittel

Am Rande des heutigen Spitzenspiels zwischen dem SV Grün-Weiß Miltitz II und der BSG Chemie Leipzig (0:5) ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Kurz vor Anpfiff der Partie provozierte eine Gruppe von etwa 15 Personen, darunter führende Köpfe der „Freien Kräfte Leipzig“ sowie Metastasen, mit ihrer Präsenz und mit unter Rechtsextremen beliebter Kleidung. In Anbetracht der zahlenmäßigen Überlegenheit der Chemie-Fans war die Kontroverse schnell beendet. Die Miltitzer Gastgeber erhielten aus Fankreisen für eventuell entstandene Sachschäden eine finanzielle Zuwendung.

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Liechtenstein statt Olympia
Samstag, 28. März 2009, 14:07 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 8. April 2009, 13:26 Uhr
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Vor dem Länderspiel Deutschland gegen Liechtenstein im Zentralstadion blicken die Medien auf die Sportstadt Leipzig. Drei Leseempfehlungen

Leipzig lechzst nach Spitzenfußball – und bekommt ihn heute, Liechtenstein gastiert im sonst brach liegenden Zentralstadion. Bezeichnend: Die drittklassigen Alpenkicker werden für ein ausverkauftes Haus sorgen. Für die Leitmedien Anlass genug, den Themenkomplex Leipzig, Sport und Fußball aufzugreifen. Drei Insolvenzen Leipziger Sportvereine binnen weniger Wochen – eine groteske Situation, die nach medialer Verwertung schreit. Es folgen drei Leseempfehlungen, Texte, die die zum Teil peinliche Außenwirkung sowie die feingliedrigen inneren Verwerfungen einer gescheiterten Sportstadt nachzeichnen.

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