Bulli, Shrek und 20 Mille
Montag, 8. Oktober 2012, 23:44 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 9. Oktober 2012, 8:50 Uhr
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Für das Projekt Bundesliga kann man offenbar nicht nur sich selbst vergessen

Zwischen Professionalität und Peinlichkeit ist es nicht selten ein schmaler Grat.

Da schicken die Macher von Leipzigs letzter Profifußball-Hoffnung RasenBallsport ihr knuffiges, aber leider namenloses Maskottchen in Grundschulen, um es dort denkwürdigerweise auf „Bulli“ taufen zu lassen. So mancher der kleinen designierten Stadionbesucher mag genauso begeistert gewesen sein wie die Marketingstrategen, die so das Logo mit den zwei aufeinanderzustürmenden Stieren in öffentlichen Bildungseinrichtungen zu platzieren vermochten – Eltern und Bildungsagentur waren es weniger.

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Froschkönige im Moorreich
Freitag, 7. September 2012, 20:35 Uhr
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Immer wieder springen RB Leipzig in letzter Sekunde Testspielgegner ab. Die Fans wollen das ändern

Das ist aber auch an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Was will sich dieses Internet noch alles erlauben? Wenn das so weiter geht, können wir den Laden bald dicht machen. Das Problem: Diese sogenannten sozialen Netzwerke geben den Menschen hinter den Bildschirmen eine Stimme. Auf einmal können sie mitreden, obwohl sie eigentlich gar keiner hören will. Leidtragend: RasenBallsport Leipzig, dieses sympathische Projekt, das Fußball-Leipzig endlich Bundesliga-Leben einhauchen soll. Zumindest irgendwann mal. Ganz ohne Gewalt (Wenn’s sein muss, gibt es da schließlich subtilere Methoden).

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Mit Alexander Zorniger unterwegs auf Sachsens Straßen
Montag, 3. September 2012, 22:07 Uhr
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Der neue, hoffnungsbeladene Trainer von RB Leipzig zählt Hausnummern

Naivität ist ein charmebefreiter Vorwurf, und von Selbstüberhöhung möchte und darf nur gerne über sich selbst lesen, wer bei Helmut Schmidt eine Zigarette schlaucht und dabei einen Schatten auf Franz Beckenbauer wirft. Nach Informationen dieses Blogs ist Alexander Zorniger, der neue Star auf der Trainerbank von RB Leipzig, vielfach gefeiert als Jahrgangsprimus des vergangenen DFB-Trainerlehrgangs, noch ein paar Heldentaten entfernt von einer Bronzestatue am Werner-Seelenbinder-Glockenturm.

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Müssen wir jetzt ganz neu über Sportjournalismus nachdenken?
Mittwoch, 16. Mai 2012, 0:28 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 16. Mai 2012, 20:28 Uhr
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Von einem kuriosen Platzsturm, der von nichts als Emotionen zeugt, und der ARD, die damit nicht umzugehen weiß

Nur noch ein paar Sekunden, dann ist Schluss. Fortuna Düsseldorf steht vor der Rückkehr in die Bundesliga, zum ersten Mal seit Jahren. Fortuna-Stürmer Ranislav Jovanovic vergibt die Großchance zum alles entscheidenden Tor. Doch das 2:2 im Relegationsrückspiel gegen Hertha BSC reicht nach dem Sieg im Berliner Olympiastadion ohnehin. Für die Fans der Fortuna, zumindest für viele von ihnen, gibt es kein Halten mehr. Sie stürmen auf den Platz, obwohl der Schiedsrichter noch gar nicht abgepfiffen hat. Euphorie pur. Eines besseren Beweis bedarf es kaum, dass Fußball mit Emotionen ebenso untrennbar verbunden ist wie das Christentum mit der Bibel.

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Vom Fall einer Leutzscher Legende

Bernd Bauchspieß war ein ganz Großer. Zwischen 1959 und 1973 erzielte der ehemalige Stürmer für die BSG Chemie Zeitz, Dynamo Berlin und die BSG Chemie Leipzig in 264 Einsätzen in der DDR-Oberliga 120 Tore. Der „Spießer“, dem aus politischen Gründen eine Karriere in den Leistungszentren und der Nationalmannschaft der DDR versagt wurde, war maßgeblich beteiligt am sensationellen Gewinn der Meisterschaft der BSG Chemie 1964 und am FDGB-Pokalsieg zwei Jahre später. Bauchspieß ist eine Leutzscher Legende – und arbeitet an seiner eigenen Demontage.

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FC Sachsen Leipzig schreibt zum letzten Mal Geschichte
Mittwoch, 18. Mai 2011, 23:15 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 19. Mai 2011, 23:38 Uhr
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Schluss, aus und vorbei: Das Kapitel FC Sachsen Leipzig ist beendet. Der Leutzscher Traditionsverein soll abgewickelt und aus dem Vereinsregister gestrichen werden. Eine Bestandsaufnahme

Der 18. Mai 2011 ist ein historischer Tag. Er steht für das endgültige Aus des FC Sachsen. Insolvenzverwalter Heiko Kratz verkündete heute auf einer Pressekonferenz, dass der Spielbetrieb zum 30. Juni eingestellt wird. „Der Verein wird im Rahmen des Insolvenzverfahrens abgewickelt“, so Kratz. Aus Kostengründen könne der Spielbetrieb in der nächsten Saison nicht sichergestellt werden. Nach der Abwicklung soll der FC Sachsen aus dem Vereinsregister gelöscht werden. Damit würde der Rechtsnachfolger der Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig, die zu DDR-Zeiten zwei Mal Meister wurde und einmal den Pokal holte, endgültig von der Bildfläche verschwinden.

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Leipzig vor der nächsten Fußball-Revolution
Dienstag, 17. Mai 2011, 23:39 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18. Mai 2011, 10:02 Uhr
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Adé, FC Sachsen Leipzig – dem Verein, der in der Insolvenz dahinsiecht, soll endgültig das Licht ausgeknipst werden. Fakten, Fragen und keine Antworten

2008, 2009 und jetzt 2011? Der Leipziger Fußball steht vor einer weiteren Fußball-Revolution. Das legt zumindest die Leipziger Volkszeitung nahe, die von einer „sensationelle[n] Entwicklung“ schreibt und sich auf „exklusiv[e] Informationen“ beruft. Demnach soll Insolvenzverwalter Heiko Kratz den Laden FC Sachsen Leipzig endgültig zuschließen und den Schlüssel ins Elsterwehr werfen. Nach der Wiederbelebung der BSG Chemie 2008 und der Installation von RasenBallsport Leipzig 2009 würde sich damit ein Leipziger Fußball-Kreis schließen.

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Carsten Hänsel hier, Peter Pacult da
Dienstag, 3. Mai 2011, 20:40 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18. Mai 2011, 10:00 Uhr
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Neutrainer-Tage in Fußball-Leipzig: Mit Carsten Hänsel und Peter Pacult treffen ab der nächsten Saison zwei verschiedene Welten auf Leipzigs Trainerbänken aufeinander.

Im Gegensatz zu Achim Steffens oder Dirk Heyne muss man seinen Namen erst einmal googeln: Mit Carsten Hänsel (28) soll Heyne beim FC Sachsen Leipzig ein Vertreter jenes Typs Trainer nachfolgen, der stark im Trend liegt. Jung, dynamisch, kommunikativ, umfassende Erfahrungen in der Arbeit im Nachwuchsbereich – Hänsels Bewerbungsunterlagen decken sich mit jenen eines Jürgen Klopp, Thomas Tuchel oder Michael Oenning. Der moderne Trainer scheint sich nicht mehr über eine meritorische Spielerkarriere und eine entsprechend gefüllte Pokalvitrine legitimieren zu müssen. Für eine erfolgreiche Trainertätigkeit sind Respekt und Autorität zwar nach wie vor notwendige, längst aber keine hinreichenden Bausteine mehr. Es bedarf zunehmend der Ergänzung durch soziale Kompetenz, Offenheit und psychologische Expertise.

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Zitat des Tages (14): Red Bull und die innere Zerreißprobe
Samstag, 19. Februar 2011, 10:56 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 19. Februar 2011, 22:19 Uhr
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Der RB-Anhang benahm sich in der Folge, wie ihre Fußballer spielten: daneben. Die Oral-Raus-Rufe waren noch zu akzeptieren – normale Härte. Der Szenen-Applaus für die Kieler ging aber gar nicht. … weiterlesen





Widerstand von unten
Donnerstag, 17. Februar 2011, 21:46 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Sonntag, 20. Februar 2011, 8:38 Uhr
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Nach dem geräuschvollen Nein der Mitglieder des 1. FC Lok Leipzig gegen eine Nachwuchskooperation mit RB Leipzig bringt sich der FC Sachsen als möglicher Partner in Stellung. Doch auch dies bleibt nicht ohne Widerspruch in der Basis.

Gerüchte klingen anders: Gestern meldete die Bild weit fortgeschrittene Verhandlungen zwischen FC Sachsen und RasenBallsport Leipzig. Es geht um eine Kooperation im Nachwuchsbereich, für die Red Bull pro Saison 10 000 Euro zahlen will. Als Gegenleistung bieten die Leutzscher freien Zugriff auf ihre Nachwuchstalente. „Solche Kooperationen bieten für alle Beteiligten finanzielle Vorteile“, sagte Heiko Kratz gegenüber der Bild. Ohne den Insolvenzverwalter geht beim FC Sachsen nicht mehr viel. Nach dem Rücktritt von Vorstandsboss Lars Ziegenhorn herrscht ein Vakuum an der Vereinsspitze. Mit Uwe Seemann und Matthias Weiß ist der Vorstand bis auf zwei Personen ausgedünnt. Ziegenhorn, so Kratz weiter, soll ein „Verfechter einer unabhängigen Lösung“ gewesen sein. Doch mit der Personalie hat sich für Kratz wohl auch diese Baustelle erledigt. Der neue Interimsboss Seemann hebt jedenfalls heute in der Bild den Daumen: „Wir gehen bei der Kooperation kein Risiko ein. Von einer soliden Zusammenarbeit hätten beide Seiten etwas.“

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