Von Freizeit-Jamaikanern und Holocaust-Leugnern
Montag, 15. Oktober 2007, 21:40 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 14. Oktober 2008, 22:11 Uhr
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Sie hatten sich bewaffnet, die beste Lauerposition gesucht und gewartet. Und gewartet: Die Medien. Die bundesweite Skandal-Journaille hatte Zettel, Stift, Micro und Kamera gezückt, um exclusiv über den Untergang von Fußball-Leipzig zu berichten. Allein, das Derby hielt in dieser Hinsicht nicht, was es versprach. Für ein Duell Leutzsch gegen Probstheida blieb es nicht nur im Hochsicherheitstrakt Zentralstadion, sondern auch außerhalb der Schüssel erstaunlich ruhig. Fußball gespielt wurde auch: Chemie II unterlag den Lokisten mit 1:3 (0:0).

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Fünf Tage vor dem Derby: Strenge Sicherheitsmaßnahmen und verhaltener Kartenvorverkauf
Dienstag, 9. Oktober 2007, 16:12 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 14:41 Uhr
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Ein Ereignis, auf das nicht nur Leipzig schaut: Am Sonntag kommt es in der Landesliga zum Lokalderby zwischen der Zweiten Mannschaft des FC Sachsen und dem 1. FC Lok Leipzig. Gerechnet wird mit einem für Fünftligaverhältnisse enormen Fanandrang. Die Angst vor Randalen ist groß. Fußball-Leipzig spielt seit den Ausschreitungen in Probstheida im Februar 2007 auf Bewährung. DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte Zentralstadionbetreiber Winfried Lonzen, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des FCS, für das nächste Jahr ein Länderspiel zugesagt…

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Leutzscher Herbst. Eine Zwischenbilanz nach sechs Spieltagen
Mittwoch, 26. September 2007, 17:55 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:24 Uhr
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Drei Tage nach Halle, ein Tag vor der richtungsweisenden Mitgliederversammlung: Der FC Sachsen steht – mal wieder – am Abgrund, und das in jeder Hinsicht. Die Oberliga-Saison ist sechs Spieltage alt. Vor knapp drei Monaten gelang es die Insolvenz abzuwenden. Zeit um eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.

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Warnsignal vom Nordostdeutschen Fußballverband
Mittwoch, 19. September 2007, 14:07 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 14:46 Uhr
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So einfach kann Fußball sein! Das NOFV-Sportgerichtsurteil bezüglich des Abbruchs der Partie des FC Eilenburg gegen den VFC Plauen liest sich wie eine Handlungsanleitung für Fans, denen der Spielstand nicht in die persönliche Saisonplanung passt. Die gegenerische Mannschaft führt, das muss am Schiedsrichterkollektiv liegen. Rauf aufs Feld, gezielte Nahkampfaktion gegen einen unparteiischen Fähnchenträger – und das Spiel ist aus. Der Lohn der Mühen: Am Ende gewinnt nicht der Gegner! Aber auch nicht das eigene Team…

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Andreas Petersen und die Spielerfrauen
Montag, 10. September 2007, 14:15 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 14:47 Uhr
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Andreas Petersen wusste wohl, dass Schiri Tino Wenkel aus Mühlhausen gleich wieder abpfeifen würde. Nach dem späten Ausgleich stürmte der Trainer von Germania Halberstadt aufs Spielfeld, freute sich mit seinen Kickern über den Glückstreffer. Zum Unmut der Chemie-Fans, der germanische Freudentanz goss Öl auf die entflammten grün-weißen Herzen. Wenkel blieb resolut, schickte Petersen energisch zurück in Richtung Trainerbank – und pfiff Sekundenbruchteile später ab.

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Die Reimann-Show bringt Wiedergutmachung
Dienstag, 28. August 2007, 12:53 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 7. September 2007, 9:48 Uhr
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Vier zu eins gegen Budissa Bautzen – das hört sich gut an. Nach einem überlegenen Spiel, nach treffsicheren Kickern. Und vor allem nach einer Wiedergutmachung für die 1:5-Blamage in Auerbach. Tatsächlich, nach Schlusspfiff bewiesen sich die Leutzscher Fans als leicht versöhnlich und waren höchst zufrieden, feierten ihre Mannschaft, ließen sie hochleben. Vergessen waren die Demontage der Vorwoche im Vogtland und die daran anknüpfenden Bierbecher-Wurfattentate.

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Nur der Pöbel bleibt übrig: Armutszeugnis für Leutzscher „Fans“
Mittwoch, 16. Mai 2007, 15:19 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 27. August 2009, 8:47 Uhr
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Zugegeben, die Überschrift ist provokativ und wird man vor allem in Probstheida gerne lesen – aber sie ist nicht unberechtigt. Es sind die Momente, die richtig weh tun. Endlich gelingt mal wieder ein Sieg gegen VFC Plauen, der auch noch überzeugt. Ausgerechnet der von den Vogtländer Fans angefeindete Christian Reimann trifft zweimal (86./Foulelfmeter, 90.). Genug Stoff für ein Fußballfest. Aber nur 1952 Unentwegte trauten sich offiziell – inoffiziell vielleicht sogar nur knapp über 1000! - zur Partie der „Verfolger“ FC Sachsen Leipzig gegen VFC Plauen. Guido Schäfer (LVZ) weiß, wie die Zahl einzuordnen ist, wenn er sarkastisch anmerkt, dass vermutlich jene an den Radios mitgezählt wurden…

Zugegeben, für zu Hause Gebliebene kann man angesichts der Katastrophen-Saison der Leutzscher sogar noch verständnis aufbringen! Nicht aber für einige Vollidioten, die sich am Sonntag im Zentralstadion daneben benahmen und mit rassistischen Sprechchören negativ auffielen. Eins vorweg: Es kam sowohl im Plauener als auch im Leutzscher Fanblock zu verbalen Grenzübertritten. So wurde im Sektor B durch einige Chemie-„Fans“ unter anderem das U-Bahn-Lied angestimmt. Kreisen der Diablos ist es zu verdanken, dass diese unsäglichen Stimmen schnell wieder verstummten. Aus dem Plauener Block hingegen hallten „Juden-Leipzig“-Rufe – auch hier griffen couragierte, mitgereiste Fans ein.

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Schiri Zwayer beendet Leutzscher Aufstiegshoffnungen
Montag, 30. April 2007, 9:37 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:31 Uhr
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Es fällt immer leicht zu sagen: der Schiedsrichter war Schuld. An nahezu jedem Spieltag, egal ob in der Bundes- oder Oberliga, ist von „verschobenen Spielen“ die Rede, von Schiedsrichtern, die systematisch für oder gegen eine Mannschaft pfeifen. Einer hat mit diesen Vorwürfen schon unlängst Erfahrungen gemacht: Im Januar 2005 deckte Felix Zwayer mit drei Kollegen den Wettskandal um Robert Hoyer auf. Später geriet er selbst ins Fadenkreuz der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen. Und nun, zwei Jahre danach, ist wieder alles in Ordnung. Ein glaubwürdiger Schiedsrichter, noch dazu bundesligaerfahren, der ist genau der Richtige, den die brisante Spitzenpartie der NOFV-Oberliga Süd FC Sachsen Leipzig gegen FC Energie Cottbus II braucht, müssen sich die Verantwortlichen für die Schiedsrichteransetzung gedacht haben.

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