Wie gewonnen, so zeronnen
Freitag, 11. April 2008, 12:42 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 11. April 2008, 13:22 Uhr
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NOFV-Sportgericht: Drei-Punkte-Abzug wegen rassistischer Ausschreitungen für Wiederholungstäter Hallescher FC

Zuerst gejubelt und dann doch abgewatscht: Der HFC gewinnt glücklich beim FC Sachsen, um vier Tage später vorm NOFV-Sportgericht zu verlieren. Drei Punkte Abzug wegen wiederholt rassistischer Anfeindungen im Fanblock, adé Tabellenführung. Völlig zurecht, im Übrigen. Mit welcher Penetranz sich Fans (die Nicht-Täter) und Verantwortliche des HFC vor der Wirklichkeit verschlossen hatten, war schlichtweg peinlich.

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0:0-Derbysieg und Gewaltexzesse
Montag, 17. März 2008, 16:49 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 15:04 Uhr
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Das Leipziger Sachsenliga-Derby zwischen 1. FC Lokomotive und FC Sachsen II hielt, was es versprach: Vor allem neben dem Platz ging es zur Sache. Mit dem 0:0 kann man in Leutzsch ganz gut leben

Gewonnen, ohne ein Tor zu schießen. Und Lok im Aufstiegsrennen zurückgeworfen. Das sind die guten Nachrichten vom Landesliga-Derby zwischen Lok Leipzig und Chemie II. Die Probstheidaer sind nur noch Dritter, zwei Punkte hinter der Doppelspitze FV Dresden 06 Laubegast und FC Erzgebirge Aue II. Auch Chemie II nimmt dieser Wochen Einfluss auf das Aufstiegsrennen. Vor einer Woche ließ sich die Zweite von Aue mit 1:5 abschlachten. Gegen Lok sah das dann quasi über Nacht besser aus.

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Lonzen: Leutzscher als Spielball politischer Ränkespiele
Samstag, 15. März 2008, 14:26 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:02 Uhr
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Zuerst wird die Partie FC Sachsen Leipzig gegen SC Borea Dresden wegen einer Nazi-Demo abgesagt, dann fällt die Demo selbst flach. Die Leutzscher sind Leidtragende der Rivalität zwischen Dresden und Leipzig

Willkommen im sächsischen Provinzialismus! Die Hauptakteure: Leipzig und Dresden, die zwei um die Vormachtrolle in Sachsen rivalisierenden Städte, bei denen es selten ein Miteinander, öfter ein Nebeneinander, nein, eigentlich fast ausschließlich ein Gegeneinander gibt. Mittendrin: der Fußball, allen voran der FC Sachsen Leipzig, der seine ambivalente Stellung quasi schon in seinem Namen in sich trägt.

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Demo statt Fußball
Freitag, 14. März 2008, 9:25 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 15:04 Uhr
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Vorschnelle Absage: Sächsischer Fußballverband schickt Leutzscher lieber zur Demo als in die Kurve

Eigentlich sollte an dieser Stelle vom Duell der angeschlagenen Boxer zu lesen sein. Doch die Partie der mittelmäßig in die Rückrunde gestarteten Leutzscher und der schwächelnden Tabellenführer von SC Borea Dresden wurde abgesagt – die Sicherheit des Spiels könne nicht gewährleistet werden, heißt es beim Sächsischen Fußballverband. „Geboxt wird woanders“, könnte also die Botschaft heißen. Nein, nicht in Leipziger Discos, sondern auf der Straße. Guido Schäfer (Leipziger Volkszeitung) hat sich umgehört:

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„Fußball ist doch unpolitisch…“, oder?
Freitag, 1. Februar 2008, 0:48 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 6. November 2009, 13:22 Uhr
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Rechtsextremismus spielt vor allem im unterklassigen Fußball eine große Rolle. Aber warum ist das so? Und was kann man dagegen tun? Rückblick auf ein erkenntnisträchtiges Seminar

„Hooligans und Neonazis – Kommt da zusammen, was zusammen gehört?“ Es war eine reißerische Überschrift, unter der das Regionalbüro Leipzig der Friedrich-Ebert-Stiftung am Donnerstag zu einem Seminar zur Thematik Rechtsextremismus im Fußball eingeladen hatte. Vielleicht lag es auch daran, dass die eigentlichen Adressaten der Veranstaltung fern blieben. Vertreter kleinerer Leipziger Vereine hatten die Einladung ausgeschlagen – dafür aber war das Teilnehmerfeld umso gemischter: von Polizeibeamten über Sozialarbeiter und Anhänger aus Leutzsch und Probstheida bis hin zum Lok-Vorsitzenden Steffen Kubald.

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Einmal Rücktritt, bitte!
Dienstag, 11. Dezember 2007, 19:44 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 14:31 Uhr
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Heiko Rosenthal (Die Linke), Sportbürgermeister von Leipzig, sorgt derzeit mit disqualifizierenden Äußerungen in Bezug auf den Überfall in der Sachsenstube gegenüber der Freien Presse für Aufsehen:

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Gewalt im Fußball – Kein Konzept, kein Geld und kein Ende in Sicht
Montag, 10. Dezember 2007, 21:56 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:19 Uhr
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Der brutale Überfall auf die Weihnachtsfeier der Diablos stellt eine neue Qualität von Hooliganismus dar. Fans, Vereinen, Ordnungshütern und Politikern muss endlich klar werden, dass es so nicht weiter geht

Szenen wie im Krieg, Szenen, die man eigentlich nur aus dem Fernsehen kennt: in Italien ist der Fußball fest in Händen der Mafia, die Fangruppierungen sind durchpolitisiert, Bandenkriege stehen auf der Tagesordnung. Seit Samstag scheinen die italienischen Verhältnisse in Leutzsch angekommen zu sein. Für Augenzeugen war es „versuchter Totschlag in Tateinheit mit schwerem Raub“: Ungefähr 50 Vermummte – bewaffnet mit Baseballschlägern, Schlagringen, Leuchtraketen und Schreckschusspistolen – attackierten die Diablos auf ihrer Weihnachtsfeier, verwüsteten die Sachsenstube, richteten auf dem gesamten Vereinsgelände laut Sächsischer Zeitung rund 100 000 Euro Sachschaden an und stahlen die gesamten Tageseinnahmen. Laut bereinstimmenden Augenzeugenberichten und Bild-Informationen waren Mitglieder von „Blue Caps“ und „Scenario Lok“ unter den Angreifern.

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Es weihnachtet sehr
Sonntag, 9. Dezember 2007, 18:39 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 14:33 Uhr
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Weihnachten, das Fest der Liebe, etwas für die ganze Familie, Freunde. Irgendwie gemeinschaftsstiftend. Deshalb kommen auch Fußballfans nicht daran vorbei, eine Weihnachtsfeier zu veranstalten. Mit Baseballschlägern, Schlagringen, Rauchbomben, Leuchtspuren und Schreckschusspistolen (!) hat das eigentlich wenig zu tun. Doch das, was sich gestern in der Leutzscher Sachsenstube abspielte, offenbarte, dass Weihnachten für den ungeladenen Teil Fußball-Leipzigs ganz andere Assoziationen hervorzurufen scheint. Es ist Zeit zur Besinnung beim Familienverein.





Lonzens richtige Reaktion
Donnerstag, 15. November 2007, 10:41 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 6. November 2009, 13:23 Uhr
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Sportlich am Abgrund, geraten rechter und linker Flügel der chemischen Fanszene aneinander. Aufsichtsratsvorsitzender Lonzen behält den Überblick und sperrt die Aggressoren aus

Sportlich läuft es nicht, nur 1:1 beim Tabellenletzten in Sangerhausen. Reimann verschießt zum zweiten Mal einen Elfer, Kraft und Wille scheinen nur für 20 Minuten starken Fußball zu reichen. Die Regionalligaqualifikation ist nicht nur höchst gefährdet, sie ist unlängst in weite Ferne – ohne Aussicht auf Besserung – gerückt. Passend dazu: Die Fanszene befindet sich in einer Identitätskrise. „Rechts gegen Links“ heißt es jetzt auch in den eigenen Reihen. Umso erstaunlicher: Der Verein – allen voran Aufsichtsratschef und Stadionbetreiber Winfried Lonzen – reagiert schnell, unbürokratisch und außenwirksam. Für 15 namentlich bekannte Metastasen gilt ab sofort ein Stadionverbot im Zentralstadion.

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Ausgesperrte Fans zum Politderby
Freitag, 19. Oktober 2007, 10:14 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:23 Uhr
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Fußball-Leipzig macht mal wieder bundesweite Negativschlagzeilen. Ausgerechnet während der diesjährigen FARE-Aktionswoche sperrt Lok Leipzig zu der politisch brisanten Partie seiner zweiten Mannschaft gegen Roter Stern Leipzig (Stadtliga Leipzig) die Öffentlichkeit aus. Steffen Kubald erklärte gestern gegenüber der Leipziger Volkszeitung, warum die Stadiontore geschlossen bleiben:

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