„Zurück zum Fußball“
Montag, 25. August 2008, 18:06 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18. November 2009, 18:17 Uhr
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Die BSG Chemie Leipzig hat ihr erstes Pflichtspiel absolviert. Das 1:1 bei Lipsia Eutritzsch II sahen 500 Zuschauer. Eindrücke vom Neustart in der Kreisklasse

„Hurra, Chemie ist wieder da …“ - ob’s was wird, mit der alljährlichen Leutzscher Legende, muss sich zeigen. Neuanfang in der letzten Liga, der Weg ist steinig. Zumindest steiniger, als die guten Vorbereitungsspiele hatten erahnen lassen. Bei der „Zweiten“ von Lipsia Eutritzsch gab es jedenfalls zum Auftakt ein 1:1. Leistungsgerecht, dem Spielverlauf entsprechend. Und der sah so aus: Marco Blanc brachte die Leutzscher per Kopf in Führung - obwohl die um sechs Spieler aus dem Bezirksklasse-Team verstärkten Eutritzscher die erste Halbzeit größtenteils bestimmten. Unglücklich: der Ausgleich fiel quasi mit dem Pausenpfiff. Unsäglich: der Eutritzscher Torschütze entblödete sich vorm Leutzscher Anhang, provozierte mit überflüssigen Jubelgesten in Richtung der Gäste.

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Aufbegehren der Fans
Mittwoch, 30. Juli 2008, 19:32 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 4. August 2010, 12:28 Uhr
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Vereine als Spielball von Konzernen und Mäzenen, steigende Eintrittspreise, Event- statt Fankultur – der Moderne Fußball ist auf dem globalen Vormarsch, doch eine Minderheit kritischer Fans rebelliert. Auf Spurensuche nach Vorbildern der BSG Chemie Leipzig

FALL I. AFC WIMBLEDON

Wimbledon, 4. Mai 1991. Im Stadion Plough Lane im Londoner Südwesten treffen zwei Stadtrivalen aufeinander. Der Wimbledon FC schlägt Crystal Palace vor 10 000 Fans mit 3:0. Ein Pyrrhussieg für die „Dons“, wie der Wimbledon FC genannt wird. Die Plough Lane ist marode, nach der Katastrophe von Hillsborough genügt das Stadion nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen des englischen Fußballverbandes. Der Wimbledon FC muss umziehen – ausgerechnet in den Selhurst Park, die Heimstätte von Crystal Palace. Der Anfang vom Ende für den 1889 gegründeten Verein.

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Liebe Medien, feiert diesen bunten Verein!
Donnerstag, 19. Juni 2008, 18:31 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 25. August 2008, 22:54 Uhr
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Fans des FC Sachsen rufen die Medien dazu auf, den Verein kritiklos zu unterstützen. Bei MDR info zeigt das bereits Wirkung

Guido Schäfer polarisiert. Er ist ein ebenso scharfzüngiger wie auch wohlwollender Kritiker des Leipziger Fußballs – eine Funktion, in welcher der Mann von der Leipziger Volkszeitung wegen seiner ironischen und polemischen Schreibe im Übrigen häufig missverstanden wird. Einerseits steigt er den Verantwortlichen des FC Sachsen seit Jahren aufs Dach, war eingedenk seiner Kölmel-kritischen Stories zwischenzeitlich kein gern gesehener Gast am Spielfeldrand und auf Pressekonferenzen. Andererseits träumt Guido Schäfer genauso wie Kölmel, Lonzen und die bis vor kurzem noch einstimmige Fanszene von der Champions League. So schrieb er zuletzt in seiner LVZ-Online-Kolumne im Rahmen der EURO 2008:

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BSG Chemie lädt zum Probetraining
Mittwoch, 18. Juni 2008, 14:10 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 25. August 2008, 22:54 Uhr
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Auf Spielersuche: Während sich beim FC Sachsen höherklassige Vereine bedienen, stellt die BSG Chemie ihren Kader zusammen

Der FC Sachsen steht mit anderthalb Beinen in der Regionalliga, kann aber eigentlich gleich wieder einpacken: Tino Semmer wechselt nach Erfurt, die Bild munkelt, dass Jens Möckel es ihm gleich tut. Zwei Aufstiegshelden gehen – entsprechende Folgewirkungen auf andere Talente nicht ausgeschlossen.

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FC Sachsen vs. BSG Chemie
Montag, 2. Juni 2008, 9:36 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 27. November 2009, 13:49 Uhr
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Der FC Sachsen hat Platz vier doch noch erreicht. Aber der sportliche Erfolg wird von einer richtungweisenden Abspaltung innerhalb der Leutzscher Fanszene überschattet

Es ist die Stunde des Erfolges, in der Diablos und Ultrà Youth Tschüss sagen: Das war’s, FC Sachsen, nur die BSG! Die Leutzscher Ultràs werden in der neuen Saison in der zwölften Liga singen und mitleiden für die frisch aus der Taufe gehobene Fußballabteilung der BSG Chemie Leipzig. In der Ausgabe der Orange Times zum Spiel gegen Carl Zeiss Jena II hieß es:
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Verrückte Liga, bittere Wahrheiten
Sonntag, 18. Mai 2008, 18:35 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Sonntag, 18. Mai 2008, 18:43 Uhr
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Drei Spieltage vor Saisonende hat der FC Sachsen noch immer Chancen auf die Regionalliga, sieben weitere Mannschaften kämpfen um Platz vier. Und über allen thront ausgerechnet der Hallesche FC

Während sich die Leutzscher selbst zerfleischen, hin- und hergerissen sind zwischen Kreisklasse-Romantik und FC Lonzen, wird weiter Fußball gespielt. Die NOFV-Oberliga Süd der Spielzeit 2007/08, sie ist ein Mysterium. Der Hallesche FC ist durch, der Chemnitzer FC so gut wie, und auch für den VFC Plauen sieht es gut aus – auf den ersten Blick keine Überraschungen. Wohl aber auf den zweiten.

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Fragwürdige Entlassung
Donnerstag, 8. Mai 2008, 17:35 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 25. August 2008, 22:56 Uhr
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Er galt als Integrationsfigur, jetzt muss er gehen. Hansi Leitzke wurde von seinem Traineramt beurlaubt – und keiner weiß warum

Der Verein steht am Scheideweg, die Fanszene ist gespalten. Dieser Tage formulieren einige FCS-Mitglieder an ihrer Austrittserklärung, auf der Gegenseite erfreut sich die BSG Chemie Leipzig zahlreicher Neumitgliedschaften. Dort ist man für alle Eventualitäten gerüstet, jüngst wurde eine Satzungsänderung durchgewunken, die formell ermöglicht, dass die BSG Chemie im nächsten Jahr eine Kreisklasse-Mannschaft anmelden kann. Droht jetzt die endgültige Spaltung? Für die Diablos zumindest gibt es wohl keinen Weg mehr zurück ins Zentralstadion.

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Kampf der Kulturen
Sonntag, 20. April 2008, 12:40 Uhr
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Spieltag eins des Diablos-Boykotts: Der Sektor B ist nicht mehr wiederzuerkennen. Gedanken und Eindrücke

„Ihr seid doch vom Boykott, oder!?“ Heimspiel gegen den VfB 09 Pößneck, irgendwo zwischen Festwiese und Zentralstadion. Zwei „Normalos“, mittleren Alters und Typs Ur-Chemiker, kommen auf uns zu. Boykott? Nein, eigentlich nicht, denke ich. Und greife trotzdem zu. Die beiden sind vom Fanclub „Pfeffi 07“ und verteilen Zettelchen. Darauf steht in Großbuchtstaben: „Boykotteure sind Verräter. Pfeffi 07 – immer Chemie“. Ein Diablo und ein Pfeffi fangen sofort an zu diskutieren.

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Favoriten-Sturz und Diablos-Boykott
Donnerstag, 17. April 2008, 11:32 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 25. August 2008, 22:56 Uhr
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Ärgerlich, wenn der vorliegende Text schon seit Tagen in Arbeit ist, mangels Südvorstädter DSL-Verfügbarkeit aber erst Ende der Woche veröffentlicht werden kann. Immerhin brauchten auch die konventionellen Medien vier Tage, um das Top-Thema unter Fankreisen aufzugreifen: Guido Schäfer widmet sich in der Leipziger Volkszeitung mit „Aufruf zum Boykott“ den Leutzscher Ultràs und ihrem Vorhaben, Spielen im Zentralstadion bis Saisonende fernzubleiben. Ein Thema, das somit verspätet jene Öffentlichkeit bekommt, die es verdient.

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Wie gewonnen, so zeronnen
Freitag, 11. April 2008, 12:42 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 11. April 2008, 13:22 Uhr
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NOFV-Sportgericht: Drei-Punkte-Abzug wegen rassistischer Ausschreitungen für Wiederholungstäter Hallescher FC

Zuerst gejubelt und dann doch abgewatscht: Der HFC gewinnt glücklich beim FC Sachsen, um vier Tage später vorm NOFV-Sportgericht zu verlieren. Drei Punkte Abzug wegen wiederholt rassistischer Anfeindungen im Fanblock, adé Tabellenführung. Völlig zurecht, im Übrigen. Mit welcher Penetranz sich Fans (die Nicht-Täter) und Verantwortliche des HFC vor der Wirklichkeit verschlossen hatten, war schlichtweg peinlich.

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