Rasenball Leipzig: Red Bull, jetzt aber wirklich
Donnerstag, 28. Mai 2009, 14:59 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 6. Juni 2009, 13:38 Uhr
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Der milliardenschwere Red-Bull-Konzern um Dietrich Mateschitz soll beim SSV Markranstädt einsteigen, die Namensrechte an Michael Kölmels Sportforum erwerben und den Fußballstandort Leipzig retten. Die Folgen für den Leipziger Fußball und seine Fanszenen sind noch nicht absehbar. Heute: Mehr Fragen als Antworten

Leipzig ist ein Klein-Wolfsburg. Zumindest möchte es das sein. Und wenn es nur für ein Klein-Hoffenheim reichte, würde auch keiner traurig sein. Es wurde und wird viel gesprochen und geschrieben von großartigen Voraussetzungen, einer leeren WM-Schüssel, einem schlafenden Riesen und festgefahrenen (politisierten) Fanfeindschaften. Und vom milliardenschweren Red-Bull-Konzern und seinem Interesse am Leipziger Fußball, was an dieser Stelle wiederholt thematisiert wurde. Entsprechend abgestumpft ist der geneigte Beobachter des Leipziger Fußballs, das Thema steht seit beinahe drei Jahren mehr oder weniger auf der medialen Tagesordnung. Doch das, was in den letzten zwei Tagen von Guido Schäfer via Leipziger Volkszeitung kolportiert wurde, liest sich irgendwie anders als sonst:

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Es folgt ein satirischer Beitrag zur bevorstehenden Kommunalwahl
Freitag, 15. Mai 2009, 20:11 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 15. Mai 2009, 20:35 Uhr
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Der FC Sachsen Leipzig hat mich gebeten, eine Gegendarstellung zu der Stellungnahme der Fan-Gruppierung „Spass hamm“ zu veröffentlichen. Da lasse ich mich natürlich nicht lange bitten. Eine Glosse

Liebe Fans, sehr geehrte Gläubiger und Medienschaffende,

Der FC Sachsen Leipzig 1990 e. V. weist die Vorwürfe der militanten Ultrà-Gruppierung „Spass hamm“ entschieden zurück, wonach es in der Regionalliga-Partie am 29. April 2009 gegen den VFC Plauen im Zentralstadion zu rassistischen und diskriminierenden Vorfällen gekommen sein soll. Der Verein möchte sich ausdrücklich von derartiger kommunistischer, rotfaschistischer und linksextremer Agitation distanzieren. Der FC Sachsen Leipzig 1990 e. V. ist ein gänzlich unpolitischer Verein. Aus diesem Grund können wir der Kritik an Rassismus und Diskriminierung im Stadion keine Bühne geben.

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„Herr, lass’ Hirn herab“
Freitag, 15. Mai 2009, 1:03 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 15. Mai 2009, 8:16 Uhr
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Vor der heutigen Mitgliederversammlung sieht der FC Sachsen Leipzig seinen vielleicht letzten Wochen entgegen. Guido Schäfer seziert ihn schon einmal. Eine Bestandsaufnahme

Aufmerksame Lesende wissen: das gab es doch schon mal. Richtig. Vor ziemlich genau einem halben Jahr hieß es an gleicher Stelle „Gott, lass’ schnell Hirn herab!“ Beide Verweise auf eine zu erhoffende transzendente Erlösung sind Zitate von Guido Schäfer. Der für die Leipziger Volkszeitung tätige Journalist ist der gefühlt größte Fan des FC Sachsen in der Leipziger Medienlandschaft – und gleichsam sein schärfster Kritiker. Damals ging es um den FC Sachsen im November 2008: Auflösungserscheinungen, eine phantasielose Auswahl der Stadionmusik und Durchhalteparolen. Aus heutiger Perspektive wissen wir: das war Jammern auf hohem Niveau! Im Mai 2009 übertrifft der FC Sachsen locker die belustigenden Probstheidaer Schlagzeilen rund um schlecht getimte Trainerentlassungen und Torschusspaniken in entscheidenden Sechs-Punkte-Spielen.

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ARD-Themenwoche „Ehrenamt“: MDR bloggt über die „Bunte Kurve“
Samstag, 9. Mai 2009, 11:06 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 9. Mai 2009, 11:09 Uhr
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„Ehrenamt – Wie Menschen sich für die Gesellschaft engagieren“ heißt es in einer morgen anlaufenden Themenwoche von der ARD und ihren Landesrundfunkanstalten. Die Themen, mit denen sich Blogger der ARD über die gesamte Woche hinweg auseinandersetzen werden, reichen von „Mehr Demokratie“ in Thüringen über den „Club junger Rinderzüchter“ bis hin zu Naturschutz im Wattenmeer. In dieser Reihe darf die Leipziger Faninitiative „Bunte Kurve“ natürlich nicht fehlen – für den MDR wird Sven Kups über die vom DFB mit dem Julius-Hirsch-Preis 2008 ausgezeichneten engagierten Fußballfans bloggen. Ein bisschen Selbstreferenz tut auch mal gut: Wir freuen uns.





Redebeitrag der ag.doc zum 1. Mai 2009
Freitag, 1. Mai 2009, 16:04 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 27. November 2009, 13:58 Uhr
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Anlässlich der Demonstration „It works! …wie lange noch? Rassismus und Diskriminierung“ zum 1. Mai 2009 hat die ag.doc einen im Folgenden dokumentierten Redebeitrag geleistet, der die Zusammenhänge und personelle Schnittmengen zwischen der Leipziger Neonazi- und Fußballfanszene aufzeigt:

Leipzig, Jahnallee, 3. Januar 2009. Etwa 50 Vermummte attackieren eine Gruppe von Fans der BSG Chemie Leipzig. Die Angreifer gehen äußerst brutal vor, es gibt keine Zufälle. Einzelne Personen werden gezielt gejagt. Ein Chemie-Fan muss mit Verdacht auf Schädelbasisbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Täter tragen Totenkopfsturmhauben und schreien „Töten, töten“ und „Ihr Drecksjuden“. Es geht längst nicht mehr um Fußball. Der Angriff ist unübersehbar politisch motiviert.

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Chemie-Fans widersprechen Berichterstattung von „LVZ Online“
Montag, 20. April 2009, 21:21 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 21. April 2009, 17:59 Uhr
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In ihrem Online-Auftritt hatte die Leipziger Volkszeitung fälschlicherweise behauptet, Chemie-Fans hätten während des gestrigen Auswärtsspiels in Miltitz Anhänger des FC Sachsen angegriffen. Eine Richtigstellung

Fans der BSG Chemie Leipzig widersprechen einem Bericht von LVZ Online, wonach während der Kreisklasse-Partie zwischen Grün-Weiß Miltitz II und der BSG Chemie am gestrigen Sonntag eine Gruppe von etwa 20 Fans des FC Sachsen Leipzig vom Platz gejagt worden sei. Die Aggressionen richteten sich nicht etwa gegen Fans des Regionalligisten, sondern gegen bekannte Kader der „Freien Kräfte Leipzig“. Der Auftritt der gewaltaffinen Neonazis stellte für die Fans der BSG Chemie eine gezielte Provokation und Bedrohung dar. Wiederholte Hinweise seitens der Chemie-Fans, das Sportgelände zu verlassen, ignorierten die Provokateure.

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Frei von Kräften
Sonntag, 19. April 2009, 19:34 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Sonntag, 19. April 2009, 19:46 Uhr
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Gelebter Antifaschismus: Fans der BSG Chemie wollen nazifreie Kurven und greifen zum letzten Mittel

Am Rande des heutigen Spitzenspiels zwischen dem SV Grün-Weiß Miltitz II und der BSG Chemie Leipzig (0:5) ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Kurz vor Anpfiff der Partie provozierte eine Gruppe von etwa 15 Personen, darunter führende Köpfe der „Freien Kräfte Leipzig“ sowie Metastasen, mit ihrer Präsenz und mit unter Rechtsextremen beliebter Kleidung. In Anbetracht der zahlenmäßigen Überlegenheit der Chemie-Fans war die Kontroverse schnell beendet. Die Miltitzer Gastgeber erhielten aus Fankreisen für eventuell entstandene Sachschäden eine finanzielle Zuwendung.

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Liechtenstein statt Olympia
Samstag, 28. März 2009, 14:07 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 8. April 2009, 13:26 Uhr
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Vor dem Länderspiel Deutschland gegen Liechtenstein im Zentralstadion blicken die Medien auf die Sportstadt Leipzig. Drei Leseempfehlungen

Leipzig lechzst nach Spitzenfußball – und bekommt ihn heute, Liechtenstein gastiert im sonst brach liegenden Zentralstadion. Bezeichnend: Die drittklassigen Alpenkicker werden für ein ausverkauftes Haus sorgen. Für die Leitmedien Anlass genug, den Themenkomplex Leipzig, Sport und Fußball aufzugreifen. Drei Insolvenzen Leipziger Sportvereine binnen weniger Wochen – eine groteske Situation, die nach medialer Verwertung schreit. Es folgen drei Leseempfehlungen, Texte, die die zum Teil peinliche Außenwirkung sowie die feingliedrigen inneren Verwerfungen einer gescheiterten Sportstadt nachzeichnen.

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Insolvenz des FC Sachsen als Chance für Leutzscher Neuanfang
Dienstag, 10. März 2009, 19:44 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 10. März 2009, 20:30 Uhr
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Die Pleite eines Fußballvereins hat auch ihre guten Seiten. Die Leutzscher Frage könnte vor ihre Lösung stehen – so es die Verantwortlichen wollen

Die letzten Tage waren turbulent für den FC Sachsen. Wir haben gelernt: es kann verdammt schnell gehen. Jahrelang hatte der Verein einen Millionenschuldenberg vor sich hergeschoben. Zwar schwebte das Drohwort der Insolvenz wie ein Damoklesschwert über dem Lonzen-Klub, Ernst schien es trotzdem nie zu werden. Wie labil der FC Sachsen vor sich hin lavierte, wurde erst offenbar, als es dem Fiskus zu bunt wurde – und andere öffentliche Gläubiger in einer Kettenreaktion nachzogen. Die vergleichsweise läppischen Außenstände von 100 000 Euro gegenüber dem Finanzamt könnten nun zum Totengräber des FC Sachsen werden.

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Zum Wohl: Lars Schauer stößt auf drohende Insolvenz an
Freitag, 27. Februar 2009, 19:12 Uhr
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Während dem FC Sachsen die Pleite droht, feiert sein Geschäftsführer in einem Studentenklub

Pünktlich zum Rückrundenstart sorgt der FC Sachsen Leipzig für erneute Skandal-Schlagzeilen. Das Finanzamt Leipzig hat gegen den Verein einen Insolvenzantrag gestellt. Laut der Onlineausgabe der Leipziger Volkszeitung stehen noch 100 000 Euro an Steuergeldern aus der Vorsaison aus. Unter Umständen droht der Zwangsabstieg. Ob der Verein eine zweite Insolvenz nach 2001 überleben würde, ist fraglich.

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