Es folgt ein satirischer Beitrag zur bevorstehenden Kommunalwahl
Freitag, 15. Mai 2009, 20:11 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 15. Mai 2009, 20:35 Uhr
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Der FC Sachsen Leipzig hat mich gebeten, eine Gegendarstellung zu der Stellungnahme der Fan-Gruppierung „Spass hamm“ zu veröffentlichen. Da lasse ich mich natürlich nicht lange bitten. Eine Glosse

Liebe Fans, sehr geehrte Gläubiger und Medienschaffende,

Der FC Sachsen Leipzig 1990 e. V. weist die Vorwürfe der militanten Ultrà-Gruppierung „Spass hamm“ entschieden zurück, wonach es in der Regionalliga-Partie am 29. April 2009 gegen den VFC Plauen im Zentralstadion zu rassistischen und diskriminierenden Vorfällen gekommen sein soll. Der Verein möchte sich ausdrücklich von derartiger kommunistischer, rotfaschistischer und linksextremer Agitation distanzieren. Der FC Sachsen Leipzig 1990 e. V. ist ein gänzlich unpolitischer Verein. Aus diesem Grund können wir der Kritik an Rassismus und Diskriminierung im Stadion keine Bühne geben.

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ARD-Themenwoche „Ehrenamt“: MDR bloggt über die „Bunte Kurve“
Samstag, 9. Mai 2009, 11:06 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 9. Mai 2009, 11:09 Uhr
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„Ehrenamt – Wie Menschen sich für die Gesellschaft engagieren“ heißt es in einer morgen anlaufenden Themenwoche von der ARD und ihren Landesrundfunkanstalten. Die Themen, mit denen sich Blogger der ARD über die gesamte Woche hinweg auseinandersetzen werden, reichen von „Mehr Demokratie“ in Thüringen über den „Club junger Rinderzüchter“ bis hin zu Naturschutz im Wattenmeer. In dieser Reihe darf die Leipziger Faninitiative „Bunte Kurve“ natürlich nicht fehlen – für den MDR wird Sven Kups über die vom DFB mit dem Julius-Hirsch-Preis 2008 ausgezeichneten engagierten Fußballfans bloggen. Ein bisschen Selbstreferenz tut auch mal gut: Wir freuen uns.





Die PR-Maschinerie der Leipziger Polizei
Mittwoch, 6. Mai 2009, 18:57 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 6. Mai 2009, 19:09 Uhr
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Ob „Discokrieg“ oder Mordfall Michelle, die Polizeidirektion Leipzig steht seit Monaten in der Kritik. Da passt politisch motivierte Gewalt im Umfeld des Leipziger Fußballs nicht ins Konzept. Eine Analyse polizeilicher Öffentlichkeitsarbeit

Die Polizei Leipzig hat offensichtlich eine Diffamierungskampagne gegen die Fans der BSG Chemie Leipzig initiiert. Auslöser waren die Vorfälle vom 19. April 2009 in Miltitz, als eine Gruppe Rechtsradikaler bei dem Versuch, einen friedlichen Fußballnachmittag zu stören, gewalttätig aus dem Stadion befördert wurde. In dieser Folge kam es am vergangenen Sonntag, dem 3. Mai 2009, zu einer erneuten Eskalation der Gewalt – diesmal von den Neonazis ausgehend. Die Ereignisse wurden umfassend von der ag.doc dokumentiert.

Vor dem Hintergrund der Politisierung der Fußballrivalität in Leipzig hat sich die Polizei nun offenbar zum Ziel gesetzt, die Fans der BSG Chemie pauschal als vermeintliche „Chaoten“ zu diskreditieren. … weiterlesen





Redebeitrag der ag.doc zum 1. Mai 2009
Freitag, 1. Mai 2009, 16:04 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 27. November 2009, 13:58 Uhr
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Anlässlich der Demonstration „It works! …wie lange noch? Rassismus und Diskriminierung“ zum 1. Mai 2009 hat die ag.doc einen im Folgenden dokumentierten Redebeitrag geleistet, der die Zusammenhänge und personelle Schnittmengen zwischen der Leipziger Neonazi- und Fußballfanszene aufzeigt:

Leipzig, Jahnallee, 3. Januar 2009. Etwa 50 Vermummte attackieren eine Gruppe von Fans der BSG Chemie Leipzig. Die Angreifer gehen äußerst brutal vor, es gibt keine Zufälle. Einzelne Personen werden gezielt gejagt. Ein Chemie-Fan muss mit Verdacht auf Schädelbasisbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Täter tragen Totenkopfsturmhauben und schreien „Töten, töten“ und „Ihr Drecksjuden“. Es geht längst nicht mehr um Fußball. Der Angriff ist unübersehbar politisch motiviert.

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Den Nazis nicht das Stadion überlassen
Donnerstag, 30. April 2009, 17:24 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 30. April 2009, 17:25 Uhr
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Morgen ist der 1. Mai. Vor dem Hintergrund der rechtsextremen Instrumentalisierung des Leipziger Fußballs organisieren der Red Star Supporters Club und die neugegründete ag.doc eine Demonstration gegen Rassismus und Diskriminierung. Ein Aufruf

Fußball in Leipzig bedeutet Liebe, Leidenschaft – und Rivalität. Die historischen Gräben zwischen Leutzsch und Probstheida haben sich in den Nachwendejahren weiter vertieft. Längst wird die ursprünglich sportliche Rivalität von politischen Auseinandersetzungen überlagert. Seit etwa einem Jahrzehnt setzen sich engagierte Anhänger beim FC Sachsen und später bei der BSG Chemie gegen Rassismus und Diskriminierung ein – ein Betätigungsfeld, durch das die Fans von Teilen der Medien und Öffentlichkeit allzu häufig fälschlicherweise in die linksextreme Ecke gestellt werden. Verschärft wird diese Wahrnehmung durch die wiederholten Übergriffe auf Leutzscher Fans aus dem zum Teil rechtsextremen Umfeld des 1. FC Lok. Eine Auswahl:

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Chemie-Fans widersprechen Berichterstattung von „LVZ Online“
Montag, 20. April 2009, 21:21 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 21. April 2009, 17:59 Uhr
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In ihrem Online-Auftritt hatte die Leipziger Volkszeitung fälschlicherweise behauptet, Chemie-Fans hätten während des gestrigen Auswärtsspiels in Miltitz Anhänger des FC Sachsen angegriffen. Eine Richtigstellung

Fans der BSG Chemie Leipzig widersprechen einem Bericht von LVZ Online, wonach während der Kreisklasse-Partie zwischen Grün-Weiß Miltitz II und der BSG Chemie am gestrigen Sonntag eine Gruppe von etwa 20 Fans des FC Sachsen Leipzig vom Platz gejagt worden sei. Die Aggressionen richteten sich nicht etwa gegen Fans des Regionalligisten, sondern gegen bekannte Kader der „Freien Kräfte Leipzig“. Der Auftritt der gewaltaffinen Neonazis stellte für die Fans der BSG Chemie eine gezielte Provokation und Bedrohung dar. Wiederholte Hinweise seitens der Chemie-Fans, das Sportgelände zu verlassen, ignorierten die Provokateure.

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Frei von Kräften
Sonntag, 19. April 2009, 19:34 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Sonntag, 19. April 2009, 19:46 Uhr
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Gelebter Antifaschismus: Fans der BSG Chemie wollen nazifreie Kurven und greifen zum letzten Mittel

Am Rande des heutigen Spitzenspiels zwischen dem SV Grün-Weiß Miltitz II und der BSG Chemie Leipzig (0:5) ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Kurz vor Anpfiff der Partie provozierte eine Gruppe von etwa 15 Personen, darunter führende Köpfe der „Freien Kräfte Leipzig“ sowie Metastasen, mit ihrer Präsenz und mit unter Rechtsextremen beliebter Kleidung. In Anbetracht der zahlenmäßigen Überlegenheit der Chemie-Fans war die Kontroverse schnell beendet. Die Miltitzer Gastgeber erhielten aus Fankreisen für eventuell entstandene Sachschäden eine finanzielle Zuwendung.

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Liechtenstein statt Olympia
Samstag, 28. März 2009, 14:07 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 8. April 2009, 13:26 Uhr
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Vor dem Länderspiel Deutschland gegen Liechtenstein im Zentralstadion blicken die Medien auf die Sportstadt Leipzig. Drei Leseempfehlungen

Leipzig lechzst nach Spitzenfußball – und bekommt ihn heute, Liechtenstein gastiert im sonst brach liegenden Zentralstadion. Bezeichnend: Die drittklassigen Alpenkicker werden für ein ausverkauftes Haus sorgen. Für die Leitmedien Anlass genug, den Themenkomplex Leipzig, Sport und Fußball aufzugreifen. Drei Insolvenzen Leipziger Sportvereine binnen weniger Wochen – eine groteske Situation, die nach medialer Verwertung schreit. Es folgen drei Leseempfehlungen, Texte, die die zum Teil peinliche Außenwirkung sowie die feingliedrigen inneren Verwerfungen einer gescheiterten Sportstadt nachzeichnen.

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Von Fusionisten und Besitzstandswahrern
Mittwoch, 4. Februar 2009, 15:59 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 13. Februar 2009, 22:00 Uhr
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Die Podiumsdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Zukunft des Leipziger Fußball offenbarte, was in der geteilten Stadt machbar ist – und was nicht. Ein Rückblick

„Leipzig und die fehlende Bundesliga – eine unendliche Geschichte?“ Eine Frage, die provoziert, Gemüter erhitzt, Diskussionen anregt. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hatte zu diesem Thema in das hoffnungslos überfüllte Studio 3 von Leipzig Fernsehen geladen. Viert- beziehungsweise fünftklassiger Fußball – beim puren Gedanken daran sehnt sich der geneigte FC-Sachsen- respektive Lok-Fan schnellstmöglich das berühmte Grab herbei, indem er sich öffentlichkeitswirksam umdrehen könnte. Allein, so einfach ist es nicht, und so geht die Debatte weiter. Fusionisten gegen Selbstbestimmte, Visionäre gegen Besitzstandswahrer, Pragmatiker gegen Irrationalisten – die Fronten stehen fest. Allein als Anhänger der BSG Chemie kann man sich ein bisschen zurücklehnen. Dass der Alfred-Kunze-Gedächtnis-Weg nicht morgen und auch nicht übermorgen in die Bundesliga führt, ist ein ebenso evidenter wie auch immanenter Bestandteil der Neuinterpretation der Leutzscher Legende.

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Wiederholtes Gewaltfanal gegen antifaschistische Diablos
Mittwoch, 7. Januar 2009, 12:50 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 16. Januar 2009, 9:52 Uhr
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Die Diablos sind erneut brutal angegriffen worden. Die Indizien sprechen auch für einen rechtsextremen Hintergrund

Der 3. Januar 2009, Leipzig, Ernst-Grube-Halle: Frohes Neues, Diablos! Gut ein Jahr hat Leipzig gebraucht, um nach dem brutalen Überfall auf die Weihnachtsfeier der Leutzscher Ultràs Ende 2007 einen neuen Skandal hervorzubringen. „Unbekannte“, wie es so schön heißt, griffen die Diablos vor den Hallenkreismeisterschaften, an denen die BSG Chemie teilnahm, an. Ein engagierter Fan wurde krankenhausreif geschlagen, ein weiterer musste ambulant behandelt werden.

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