„… ganz oben feiert Mateschitz den Meistertitel“
Donnerstag, 4. Juni 2009, 20:43 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 2. Dezember 2010, 11:01 Uhr
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Red Bull verleiht dem SSV Markranstädt und damit Fußball-Leipzig Flügel. Nichts Genaues weiß man (noch) nicht, aber die Blätter rauschen schon einmal. Eine internationale Presseschau

Warum der österreichische Red-Bull-Konzern in Deutschland eine dreistellige Millionensumme investieren will, beantwortet Rolf Heßbrügge (oe24.at / Österreich):

Insgesamt macht Red-Bull-Boss Didi Mateschitz (65) über 100 Millionen locker für seinen 10-Jahres-Plan. Am Ende dieses Zeitraums will man auf Augenhöhe mit Branchenriesen wie Bayern oder Schalke sein – und die Champions League anpeilen. Mateschitz weiß genau: In Deutschland kassieren die Klubs bis zu 30 Millionen Euro TV-Gelder pro Saison (in Österreich maximal eine Million). Mit einem deutschen Klub ist das Traumziel „Königsklasse“ also viel leichter erreichbar für Red Bull.

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Rasenball Leipzig: Red Bull, jetzt aber wirklich
Donnerstag, 28. Mai 2009, 14:59 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 6. Juni 2009, 13:38 Uhr
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Der milliardenschwere Red-Bull-Konzern um Dietrich Mateschitz soll beim SSV Markranstädt einsteigen, die Namensrechte an Michael Kölmels Sportforum erwerben und den Fußballstandort Leipzig retten. Die Folgen für den Leipziger Fußball und seine Fanszenen sind noch nicht absehbar. Heute: Mehr Fragen als Antworten

Leipzig ist ein Klein-Wolfsburg. Zumindest möchte es das sein. Und wenn es nur für ein Klein-Hoffenheim reichte, würde auch keiner traurig sein. Es wurde und wird viel gesprochen und geschrieben von großartigen Voraussetzungen, einer leeren WM-Schüssel, einem schlafenden Riesen und festgefahrenen (politisierten) Fanfeindschaften. Und vom milliardenschweren Red-Bull-Konzern und seinem Interesse am Leipziger Fußball, was an dieser Stelle wiederholt thematisiert wurde. Entsprechend abgestumpft ist der geneigte Beobachter des Leipziger Fußballs, das Thema steht seit beinahe drei Jahren mehr oder weniger auf der medialen Tagesordnung. Doch das, was in den letzten zwei Tagen von Guido Schäfer via Leipziger Volkszeitung kolportiert wurde, liest sich irgendwie anders als sonst:

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Es folgt ein satirischer Beitrag zur bevorstehenden Kommunalwahl
Freitag, 15. Mai 2009, 20:11 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 15. Mai 2009, 20:35 Uhr
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Der FC Sachsen Leipzig hat mich gebeten, eine Gegendarstellung zu der Stellungnahme der Fan-Gruppierung „Spass hamm“ zu veröffentlichen. Da lasse ich mich natürlich nicht lange bitten. Eine Glosse

Liebe Fans, sehr geehrte Gläubiger und Medienschaffende,

Der FC Sachsen Leipzig 1990 e. V. weist die Vorwürfe der militanten Ultrà-Gruppierung „Spass hamm“ entschieden zurück, wonach es in der Regionalliga-Partie am 29. April 2009 gegen den VFC Plauen im Zentralstadion zu rassistischen und diskriminierenden Vorfällen gekommen sein soll. Der Verein möchte sich ausdrücklich von derartiger kommunistischer, rotfaschistischer und linksextremer Agitation distanzieren. Der FC Sachsen Leipzig 1990 e. V. ist ein gänzlich unpolitischer Verein. Aus diesem Grund können wir der Kritik an Rassismus und Diskriminierung im Stadion keine Bühne geben.

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„Herr, lass’ Hirn herab“
Freitag, 15. Mai 2009, 1:03 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 15. Mai 2009, 8:16 Uhr
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Vor der heutigen Mitgliederversammlung sieht der FC Sachsen Leipzig seinen vielleicht letzten Wochen entgegen. Guido Schäfer seziert ihn schon einmal. Eine Bestandsaufnahme

Aufmerksame Lesende wissen: das gab es doch schon mal. Richtig. Vor ziemlich genau einem halben Jahr hieß es an gleicher Stelle „Gott, lass’ schnell Hirn herab!“ Beide Verweise auf eine zu erhoffende transzendente Erlösung sind Zitate von Guido Schäfer. Der für die Leipziger Volkszeitung tätige Journalist ist der gefühlt größte Fan des FC Sachsen in der Leipziger Medienlandschaft – und gleichsam sein schärfster Kritiker. Damals ging es um den FC Sachsen im November 2008: Auflösungserscheinungen, eine phantasielose Auswahl der Stadionmusik und Durchhalteparolen. Aus heutiger Perspektive wissen wir: das war Jammern auf hohem Niveau! Im Mai 2009 übertrifft der FC Sachsen locker die belustigenden Probstheidaer Schlagzeilen rund um schlecht getimte Trainerentlassungen und Torschusspaniken in entscheidenden Sechs-Punkte-Spielen.

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Ein Hauch von Vierundsechzig
Mittwoch, 13. Mai 2009, 18:02 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18. November 2009, 18:29 Uhr
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Die BSG Chemie macht den Aufstieg an einem historischen Datum perfekt. Ein Spielbericht, der parallel im Fünfeck erschienen ist

„Am 10. Mai wir sind dabei – da legt Chemie das Meisterei!“ Ein Transparent, das sich wohl jedem Chemiker tief ins Gedächtnis eingebrannt hat. Es ist schon eine Weil her, dass der grün-weiße Anhang Anlass zu derartigen poetischen Höhenflügen hatte, um genau zu sein 45 Jahre. Damals, in Erfurt, strickte die BSG Chemie an der Leutzscher Legende, wurde nach einer ebenso fulminanten wie unerwarteten Saison mit dem „Rest von Leipzig“ DDR-Meister. Und das Beste daran: der Brückenschlag in die Gegenwart fällt nur bedingt schwer. „Am 10. Mai wir war’n dabei – da legt Chemie das Meisterei“, hieß es 45 Jahre später anno 2009.

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ARD-Themenwoche „Ehrenamt“: MDR bloggt über die „Bunte Kurve“
Samstag, 9. Mai 2009, 11:06 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 9. Mai 2009, 11:09 Uhr
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„Ehrenamt – Wie Menschen sich für die Gesellschaft engagieren“ heißt es in einer morgen anlaufenden Themenwoche von der ARD und ihren Landesrundfunkanstalten. Die Themen, mit denen sich Blogger der ARD über die gesamte Woche hinweg auseinandersetzen werden, reichen von „Mehr Demokratie“ in Thüringen über den „Club junger Rinderzüchter“ bis hin zu Naturschutz im Wattenmeer. In dieser Reihe darf die Leipziger Faninitiative „Bunte Kurve“ natürlich nicht fehlen – für den MDR wird Sven Kups über die vom DFB mit dem Julius-Hirsch-Preis 2008 ausgezeichneten engagierten Fußballfans bloggen. Ein bisschen Selbstreferenz tut auch mal gut: Wir freuen uns.





Die PR-Maschinerie der Leipziger Polizei
Mittwoch, 6. Mai 2009, 18:57 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 6. Mai 2009, 19:09 Uhr
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Ob „Discokrieg“ oder Mordfall Michelle, die Polizeidirektion Leipzig steht seit Monaten in der Kritik. Da passt politisch motivierte Gewalt im Umfeld des Leipziger Fußballs nicht ins Konzept. Eine Analyse polizeilicher Öffentlichkeitsarbeit

Die Polizei Leipzig hat offensichtlich eine Diffamierungskampagne gegen die Fans der BSG Chemie Leipzig initiiert. Auslöser waren die Vorfälle vom 19. April 2009 in Miltitz, als eine Gruppe Rechtsradikaler bei dem Versuch, einen friedlichen Fußballnachmittag zu stören, gewalttätig aus dem Stadion befördert wurde. In dieser Folge kam es am vergangenen Sonntag, dem 3. Mai 2009, zu einer erneuten Eskalation der Gewalt – diesmal von den Neonazis ausgehend. Die Ereignisse wurden umfassend von der ag.doc dokumentiert.

Vor dem Hintergrund der Politisierung der Fußballrivalität in Leipzig hat sich die Polizei nun offenbar zum Ziel gesetzt, die Fans der BSG Chemie pauschal als vermeintliche „Chaoten“ zu diskreditieren. … weiterlesen





Redebeitrag der ag.doc zum 1. Mai 2009
Freitag, 1. Mai 2009, 16:04 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 27. November 2009, 13:58 Uhr
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Anlässlich der Demonstration „It works! …wie lange noch? Rassismus und Diskriminierung“ zum 1. Mai 2009 hat die ag.doc einen im Folgenden dokumentierten Redebeitrag geleistet, der die Zusammenhänge und personelle Schnittmengen zwischen der Leipziger Neonazi- und Fußballfanszene aufzeigt:

Leipzig, Jahnallee, 3. Januar 2009. Etwa 50 Vermummte attackieren eine Gruppe von Fans der BSG Chemie Leipzig. Die Angreifer gehen äußerst brutal vor, es gibt keine Zufälle. Einzelne Personen werden gezielt gejagt. Ein Chemie-Fan muss mit Verdacht auf Schädelbasisbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Täter tragen Totenkopfsturmhauben und schreien „Töten, töten“ und „Ihr Drecksjuden“. Es geht längst nicht mehr um Fußball. Der Angriff ist unübersehbar politisch motiviert.

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Den Nazis nicht das Stadion überlassen
Donnerstag, 30. April 2009, 17:24 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 30. April 2009, 17:25 Uhr
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Morgen ist der 1. Mai. Vor dem Hintergrund der rechtsextremen Instrumentalisierung des Leipziger Fußballs organisieren der Red Star Supporters Club und die neugegründete ag.doc eine Demonstration gegen Rassismus und Diskriminierung. Ein Aufruf

Fußball in Leipzig bedeutet Liebe, Leidenschaft – und Rivalität. Die historischen Gräben zwischen Leutzsch und Probstheida haben sich in den Nachwendejahren weiter vertieft. Längst wird die ursprünglich sportliche Rivalität von politischen Auseinandersetzungen überlagert. Seit etwa einem Jahrzehnt setzen sich engagierte Anhänger beim FC Sachsen und später bei der BSG Chemie gegen Rassismus und Diskriminierung ein – ein Betätigungsfeld, durch das die Fans von Teilen der Medien und Öffentlichkeit allzu häufig fälschlicherweise in die linksextreme Ecke gestellt werden. Verschärft wird diese Wahrnehmung durch die wiederholten Übergriffe auf Leutzscher Fans aus dem zum Teil rechtsextremen Umfeld des 1. FC Lok. Eine Auswahl:

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Tore, Bier und Sangeskunst
Donnerstag, 23. April 2009, 11:57 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18. November 2009, 18:26 Uhr
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Hauptsache, es ist genügend Brauwasser im Spiel. Ein Spielbericht, der parallel im Fünfeck erschienen ist

Mittwoch, 18:30 Uhr. Eine undankbare Zeit, um Fußball zu spielen. Irgendwo zwischen Feierabend und gefühltem Weltuntergang. Wie ein Damoklesschwert drohten dunkelste Wolken mit einem frühsommerlichen Bruch ihrer selbst, und trotzdem hatten sich zwei vollzählige Mannschaften und etwa 250 unentwegte Supporter zum Fußball im Willi-Kühn-Sportpark verabredet. Die BSG Chemie Leipzig empfing den LSV Brauwasser 06.

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