Sechs Neue und ein Versprechen
Montag, 28. Juli 2014, 23:11 Uhr
Abgelegt unter: BSG Chemie Leipzig, Transfers

Was ist für die BSG Chemie Leipzig als Aufsteiger drin in der sechsten Liga? Die Neuen in der Mannschaft wissen, was höherklassiger Fußball ist

Ein paar Jahre zurück muss man schon gehen, um auf eine Sommerpause zu treffen, in der die Namen und Viten der Neuzugänge so viel Lust auf die neue Saison machen wie in diesem Jahr. Die BSG Chemie ist zurück in der sechsten Liga – und gut genug für eine Überraschung.

Andy Müller und Mirko Jentzsch

66 Spiele, 49 Tore – Andy Müller weiß, wo in der Landesliga das Tor steht. Das hat er bewiesen, bei der SG Sachsen Leipzig-Leutzsch, aber die ist ja so gut wie Geschichte. Müller muss sich in der neuen Saison beim neuen Verein mit seinen 33 Jahren nicht groß umgewöhnen. Er bleibt den Farben und dem Alfred-Kunze-Sportpark treu. Der Torjäger hat im Dienst für den Nachbarn drei Jahre Zeit gehabt, um in Leutzsch jeden Grashalm zu vermessen. Fehlschüsse macht das noch unwahrscheinlicher. Prognose: Es müllert auch in der neuen Saison. Praktisches Extra: Fußballerlebenserfahrung. Wer mit dem 1. FC Magdeburg erst im Saisonfinale um den Zweitligaaufstieg gebracht werden kann, hilft Chemie auch in der Sechstklassigkeit.

Wenn dem Andy mit dem großen Fußballernachnamen kommende Saison die härtesten der Innenverteidiger Marke Spielverderber auf den Füßen stehen, wird das Mirko Jentzsch nur Recht sein. Der Stürmer, 25, spielte vergangene Saison noch Regionalliga. Für den ZFC Meuselwitz brachte er es auf 20 Spiele, zwei Tore und ein unversöhnliches Saisonfinale: Vier der letzten fünf Spiele stand er nicht mal im Kader. Jentzsch, der nur in sechs Partien von Anfang an ran durfte, kann mehr. Die Liga kennt er. Für seinen Wechsel nach Meuselwitz im vergangenen Sommer hatte er sich mit 17 Sachsenliga-Toren empfohlen – für die U23 von RB Leipzig. Da geht was.

Marko Trogrlic und Stefan Karau, Benjamin Schmidt und Tobias Haufe

Wo Marko Trogrlic zuletzt im Kader stand, zählte der Bosnier zum festen Stamm. Der Innenverteidiger aus Sarajevo, Jahrgang 1991, lief für Grün-Weiß Piesteritz und die Zweite des Halleschen FC in 48 Oberliga-Spielen auf. Wenn er das mal nicht tat, war er verletzt oder gesperrt. Ein Mann von 1,89 Metern von oben für hinten. Auch von Stefan Karau darf man sich einiges erhoffen. Ebenfalls ein Verteidiger, 28 Jahre, zuletzt Stammspieler in der Oberliga beim VfL Halle 1896, für den Karau in fünf Jahren 136 Spiele absolviert hat.

Fürs Mittelfeld kommen zwei, die sich in Leutzsch ganz gut auskennen. Benjamin Schmidt, 24, hat die FC-Sachsen-Jugend durchlaufen, hatte in der U23 von RB Leipzig in der Sachsenliga Probleme, sich durchzusetzen. Was die Theorie betrifft, fühlte sich der Student der Philosophie und Kommunikationswissenschaften zuletzt aber bestens ausgebildet. Noch etwas offensiver ausgerichtet wird Tobias Haufe, 22, erwartet. Für Grün-Weiß Piesteritz schoss der gebürtige Hallenser mit FCS-Jugendvergangenheit in der Vorsaison vier Tore in 16 Oberliga-Spielen.

Müller, der Leutzscher Bomber, und sein Lehrling Jentzsch vorne, Zweikämpfer Trogrlic und der erfahrene Karau hinten, fürs Zwischendrin Schmidt und Haufe – sechs Personalien, die gemeinsam mit anderen Neuzugängen demnächst sehr wahrscheinlich in der Aufstiegsmannschaft von sich reden lassen. Wenn das keine viel versprechende Perspektive auf die neue Saison ist.




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