Jamal Engel, die SG Leipzig-Leutzsch und „die Ultras“
Dienstag, 31. Mai 2011, 18:25 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 31. Mai 2011, 18:24 Uhr
Abgelegt unter: Abseits des Platzes, BSG Chemie Leipzig, Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Vereinspolitik

Die neu ins Leben gerufene SG Leipzig-Leutzsch gibt nur wenig über sich preis. Gründungsmitglied Jamal Engel spricht lieber über andere. So etwas wie „Ultras“ soll es in seinem Verein nicht geben.

Showdown im Leutzscher Erbfolgestreit: Die BSG Chemie wird zukünftig mit Landesligist Blau-Weiß Leipzig kooperieren und das Spielrecht der ersten Mannschaft übernehmen. Die SG Leipzig-Leutzsch, die voraussichtlich die Nachwuchsmannschaften des FC Sachsen aufnimmt, sieht sich gut aufgestellt und will nun sogar die Oberliga im Alfred-Kunze-Sportpark stemmen. Am Freitag kam die Nachricht aus dem Hause Red Bull, doch kein Interesse am Fünftliga-Spielrecht des FC Sachsen zu haben. Damit stellte sich zugleich die Frage, wer davon profitieren könnte. Jetzt ist klar: Jamal Engel & Co. wollen einspringen. In welcher Spielstätte und Liga die beiden Vereine anteten, ist noch offen. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Verbänden und der Stadt Leipzig, die den Alfred-Kunze-Sportpark verpachtet (die Leipziger Volkszeitung berichtet). Unterdessen rätselt nicht nur Fußball-Leipzig, warum die SG Leipzig-Leutzsch überhaupt ins Leben gerufen wurde. Die Maske fällt zusehends – zuletzt sorgte Engel auf Facebook mit einer vielsagenden Äußerung für Irritationen im grün-weißen Lager:

Jamal Engel will keinen 'Ultrà-Verein'

Diese Worte bieten keinen Platz für Missverständnisse. Guido Schäfer und Eberhard Schmiedel (Leipziger Volkszeitung) wissen:

Nach dem Geschmack der SGL-Protagonisten tummeln sich bei der BSG ein paar nicht immer fröhliche Ultra-Fans zu viel.

In diesen Tagen ist sie wieder zu verspüren, diese mal manifeste, überwiegend jedoch latente Abneigung in weiten Kreisen des FC Sachsen gegenüber den Diablos und „ihrer BallSG“. Seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs 2008 war die BSG Chemie die Projektionsfläche für die Kompensation des eigenen Scheiterns. Der FC Sachsen, egal ob Fans oder Vorstand, verfing sich wiederholt in einer schizophrenen Rhetorik zwischen Verlustbewältigung („Verräter“) und Abgrenzung („Euch braucht hier eh keiner“).

Affekte gegen Ultras und BSG Chemie überleben den FC Sachsen

Zumindest Letzteres war ein Irrtum. Der Verein, zahlreicher kreativer und kritischer Köpfe beraubt, ging zu Grunde. Auch nach der zweiten Insolvenz Anfang 2009 blieb es beim Mantra des unverbesserlichen Weiter-so. Und so riss das Schnellboot, das längst Leck geschlagen hatte, nicht nur Kapitän und Besatzung, sondern auch seine blinden Passagiere mit in die Tiefe. Verbliebene Kritiker und Querköpfe, oder einfach nur Mitglieder und Fans, die etwas verändern wollten, wurden gemobbt, entfernten sich vom Verein, ja vom Leutzscher Fußball insgesamt.

Das Perfide an der ganzen Geschichte: Selbst nach dem endgültigen Aus des FC Sachsen scheint dieser Ungeist weiterzuleben. Im Mai 2011 präsentierte sich der Verein in seinen Strukturen als träges Gebilde. Die Fanszene war ausgezehrt, die Stimmung in Geschäftsstelle und Kurve am Boden. Auf genau diesem Fundament wird die SG Leipzig-Leutzsch eine eigene, gar nicht so unbekannte Vereinskultur errichten. Geld sei auf einmal in Unmengen da, so die omnipräsente Botschaft. Wer es geben soll, bleibt weiter unklar. Wer diesen Verein im Stadion unterstützen soll, auch. Nur eines scheint festzustehen: „Ultras“ sollen es bitte nicht sein. Das ist eine Absage nicht nur an eine spezifische Fankultur, sondern einen ganzen Verein – die BSG Chemie nämlich.

Vereine brauchen engagierte Fans – BSG-Fanszene ist heterogen

Die oberflächliche Ultrà-Kritik à la Engel ist ebenso populistisch wie kurzsichtig. Jeder Verein bedarf engagierter Fans, die ihn auch und gerade in Krisenzeiten begleiten. Was passiert, wenn diese laute und bunte, aber auch kritische und unbequeme Unterstützung ausbleibt, musste jüngst der FC Sachsen erfahren. Die BSG Chemie auf Ultras zu reduzieren, greift darüber hinaus zu kurz. Zwar leistet eine überdurchschnittliche Zahl an Fans Dauersupport. Dem gegenüber stehen aber auch jene Fans, die 90 Minuten lang ihr Bier schlürfen, vom Seitenrand pöbelnd die Leistung des Schiedsrichters dokumentieren oder einfach nur Fußball konsumieren.

Die BSG Chemie ist weit mehr als ein Verein vermeintlicher ‚Selbstdarsteller‘, ‚Gewalttäter‘ und ‚Linksextremisten‘. Sie ist untrennbar verknüpft mit 1964 und Alfred Kunze, mit der Erzählung vom „Rest von Leipzig“. Die Leutzscher Legende kann zumindest im Osten jeder Fußballfan rückwärts vorbeten. Der Mythos BSG Chemie steht für mehr als nur Fußball, erzählt er doch die Geschichte eines reüssierenden Underdogs, von den Anderen in einem System, das keine Alternativen vorsah. In diesem Grundkonsens müssten sich die Akteure der SG Leipzig-Leutzsch unweigerlich wiederfinden können, ginge es ihnen um den Leutzscher Fußball und seinen Nachwuchs.

„Koko“ Kaubitzsch: „Pro BSG Chemie“

Nun verdichten sich jedoch die Anzeichen, dass es nicht so ist. Die Verhandlungen zwischen beiden Vereinen lägen laut LVZ-Online seit Tagen auf Eis. Hans-Christian „Koko“ Kaubitzsch, der letzte Trainer in der Geschichte des FC Sachsen, begegnet der SG Leipzig-Leutzsch mit Skepsis: Er kenne die Leute und halte die Lösung nicht für ideal. „Ich bin pro BSG Chemie“, sagte er gegenüber LVZ-Online.




«
»




26 Kommentare bisher
Hinterlasse deinen Kommentar!

  1. Gravatar of Chaosblogger
    Kommentar von
    31.05.2011 um 18:32
    1

    Schon arg erstaunlich, wie unprofessionell Herr Engel zu Werke geht und sich die Maske immer weiter vom Gesicht reisst.
     
    Dennoch ist es für den Leutzscher Fußball insgesamt eine traurige Geschichte. Die Gründung der SGLL tut nicht not und das sich beide Vereine jetzt auch noch bis aufs Messer bekriegen, wohlmöglich ab nächste Saison auch noch in einer Liga, ist einfach nur ein Trauerspiel.

    Ich hätte nie gedacht, dass es mal zu einer Fußabstimmung der Leutzscher Fans, zwischen zwei grün-weissen Vereinen in einer LIga kommen könnte. Das ist für mich das eigentlich perfide an der Sache!


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    31.05.2011 um 18:41
    2

    Da muss ich dir recht geben – aber vielleicht schafft es die SGLL ja wirklich sogar in die Oberliga…

    Ich habe große Hoffnungen, dass die Stadt das autoritäre Machtwort spricht, das sie seit Tagen auch immer mal in Person von Frau Kirmes kolportieren lässt.

    Sollte es zu dem von dir beschriebenen Szenario kommen, wäre das wirklich perfide, es wäre absurd, es würde eine ohnehin schon krasse Story noch viel krasser machen. Ohne Worte. Oder ein Wort: Unnötig!


  1. Gravatar of René
    Kommentar von
    31.05.2011 um 23:03
    3

    Ich nenne es „absurd“. Da bietet sich die Chance zur Annäherung, doch stattdessen werden die Risse noch vertieft.
    Ich „freu“ mich schon wie wahnsinnig aufs Leutzscher Derby in Liga 5 oder 6. Vielleicht sieht man dann auch noch Leutzscher, die auf Leutzscher einprügeln. Das wäre der krönende Abschluss dieser Geschichte.


  1. Gravatar of Christian
    Kommentar von
    Christian
    01.06.2011 um 1:24
    4

    Um es kurz zu machen, die Gründung der SGLL ist der vorläufige Höhepunkt im Leutzscher Fussball-Chaos. Das zu toppen wird schwer… Niemand begreift das mehr.

    Für mich fehlt da jeglicher gesunder Menschenverstand. Ich habe große Zweifel daran, dass die SGLL in der Lage ist, den Spielbetrieb und die Bewirtschaftung des AKS dauerhaft sicherzustellen. Die Ernüchterung wird wohl nicht lange auf sich warten lassen. Spätestens dann, wenn im Spätsommer mit „potentiellen Sponsoren“ Verträge abzuschließen sind, könnten sich erste Risse zeigen.

    Wenn uns die Jahre eines lehren, dann dass die Finanzen im Leipziger Fussball mit dem „Worst-Case“-Szenario zu kalkulieren sind. Es bricht immer die Hälfte der Sponsoren weg, es kommen immer halb so viele Fans wie erwartet und es zahlt immer nur die Hälfte der Mitglieder die Beiträge. Wenn das Projekt dennoch läuft, dann funktionierts. Sonst droht die nächste Pleite.

    Insoweit hoffe ich, dass die BSG ihre Unabhängigkeit bewahrt und gründlich prüft, ob und inwieweit kooperiert wird.

    Das Kapitel SGLL wird sich meiner Meinung nach in spätestens 2-3 Jahren schließen. Ich fürchte früher…

    Haltet die BSG in Ehren.


  1. Gravatar of Almir
    Kommentar von
    Almir
    01.06.2011 um 9:06
    5

    Dem Artikel kann ich nur zustimmen, meiner Meinung nach kann man machen was man will, bei der SGLL ist ein Zusammengehen einfach nicht erwünscht, sieht man ja schon an der Beliebigkeit der vorgetragenen Argumente dagegen, die alle paar Tage wechseln.
    Was ich allerdings vermisse ist mal eine kritische Auseinandersetzung mit dem Kooperationsthema BSG – BW Leipzig. Solange einerseits Schnellbootmentalitäten angeprangert werden (zurecht!), sollte man auch die gleichen Maßstäbe an die BSG anlegen. Die Argumente gegen FCS und nun SGLL waren meist berechtigt und nachvollziehbar, aber subjektiv mangelt es mir gerade etwas an Selbstkritik von BSG-Seite.


  1. Gravatar of obi
    Kommentar von
    obi
    01.06.2011 um 9:26
    6

    Es geht doch nur darum ,den grün weißen Fussball klein zu halten .Chemie im AKS die Vorstellung alleine bringt manche an der Jahnallee schwer ins schwitzen.Nun hat man also einen dahergelaufenen (J.Engel)gefunden ,der sich mit seinen Aussagen völlig entblödet und bewußt die Gräben zwischen den Fans vertieft.Auf wessen Gehaltsliste sein Name wohl steht?Diese SGL oder wie auch immer hat keine Zukunft ,aber Sie hat jetzt schon ihren Zweck erfüllt.    sorglose grüsse !


  1. Gravatar of NORTHEND
    Kommentar von
    01.06.2011 um 10:20
    7

    Sehr wahrscheinlich kann der Stadt Leipzig und ihrer Vision vom großen Fußball nichts besseres passieren, als dass sich Grün-Weiß selber ausradiert. So kommt man nicht in Gewissenskonflikte mit dem Leutzscher Bürger. Selbst Probstheida – einst auch relativ gut „relauncht“ und durch die LVZ gehypt, verliert mehr und mehr an Substanz. An diesem Dilemma stemmt sich dann RBL unschuldig (tatsächlich!) nach oben.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    01.06.2011 um 15:43
    8

    @Almir:

    Zu der Frage habe ich in der Tat nichts geschrieben. Womöglich würde dich meine persönliche Meinung aber auch enttäuschen. Gegen Spielgemeinschaften, Fusionen und was auch immer habe ich prinzipiell nichts, sofern sich die Partner untereinander einig sind und ein Zusammengehen als einzig gangbaren Weg erachten. Seit der Wiederbelebung der BSG 2008 gab es ja immer wieder Bestrebungen, kurch Kooperationen schnell höherklassigen Fußball zu ermöglichen. Im Gespräch war Nordwest, geklappt hat das nie. Jetzt also Blau-Weiß – ich finde das ok.

    Kurios sind die Hintergründe: Noch vor zwei Jahren bot sich Blau-Weiß als möglicher Steigbügel für Red Bull an. Damals schrieb ich:

    (…)

    - An seiner Seite der Typ „Aufsteiger“, personifiziert durch einen ambitionierten Oliver Krause, Unternehmer und Strippenzieher bei Leipzigs dritter Fußballkraft VfK Blau-Weiß. Red Bull ist wohl dran an dem Sechstligisten.

    (…)

    Red Bull entschied sich anders, jetzt klopft die BSG an. Wenn ich zum Fußball gehe, möchte ich auch gerne erfolgreichen und ansehnlichen Sport sehen. Damit nehme ich aber schon eine bestimmte Position ein. Das sieht nicht jeder so (Stichwort „ehrlicher“ Weg, step by step durch die Niederungen des Amateurfußballs). Ich stehe dazu.

    Wenn bei der SG Leipzig-Leutzsch alles so klar geht, wie es sich die Macher vorstellen, braucht die BSG Chemie neben dem Alfred-Kunze-Sportpark unbedingt auch sportlichen Erfolg, also ein hochklassiges Spielrecht, um für Spieler, Fans und Sponsoren attraktiv zu sein. Insofern ist der Deal mit Blau-Weiß ein großer Coup.


  1. Gravatar of Almir
    Kommentar von
    Almir
    01.06.2011 um 16:02
    9

    @chemieblogger
    Ich würde gar nicht sagen, dass wir da so groß anderer Meinung sind, auch wenn ich nichts gegen die „Tippel-tappel-Tour“ gehabt hätte und es prinzipiell schon fraglich ist, wieviel diese ganzen Spielrechtsdeals und Fusionen noch mit Sport zu tun haben.
    Was mich stört ist die Tatsache, dass von vielen, und auch von dir, eines der Hauptschlagwörter gegen den FCS das sogenannte Schnellboot war (auch in diesem Artikel zu finden). Die Kritik fand ich berechtigt, umso mehr finde ich es aber irritierend, wie „unkritisch“ und mit scheinbar anderen Maßstäben an die Fusion BW + BSG nun herangegangen wird (wobei meine Quellen überwiegend Äußerungen im Netz sind). Die Fundamentalkritik hat den FCS die letzten drei Jahre begleitet und nun wird von den Ex-Kritikern einfach mit der SGLL mitgerüstet nach dem Motto „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“.
    Finde ich irgendwie enttäuschend.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    01.06.2011 um 16:29
    10

    @Almir: Ja, da ist sicherlich etwas dran, ich muss mal länger darüber nachdenken. Es kommt erschwerend hinzu, dass wir alle nicht mit am Verhandlungstisch sitzen und dementsprechend keine Einblicke in den Blau-Weiß-Deal haben. Sicherlich sitzt man aber nicht gleich im Schnellboot, wenn man über Kooperationen nachdenkt. Die Frage ist ja immer, ob das auch seriös durchgeplant und finanziert werden kann. Interessante Aspekte: Während die SG Leipzig-Leutzsch mit einem Etat von 300 000 Euro rechnet, gibt sich die BSG Chemie mit 230 000 deutlich bescheidener. Und: Nach dem letzten Heimspiel gab es eine unmissverständliche Ansage des Vorstandes: Wenn wir nächstes Jahr Landesliga spielen sollten, dann spielen wir dort definitiv gegen den Abstieg. Klingt nicht nach Luftschlössern, sondern harter Realität.


  1. Gravatar of Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! « Lipsia
    11

    [...] Chemieblogger hatte kürzlich eine schöne Unterscheidung von Zuschauern in Supportern, biertrinkenden Pöblern [...]


  1. Gravatar of Alex
    Kommentar von
    Alex
    02.06.2011 um 1:39
    12

    Ich bin soweit, hier kommt mein ultimativer Vorschlag für die Rettung der Leutzscher Ehre: Ein paar Leipziger Gewässer dauerhaft in Richtung Alfred-Kunze-Sportpark umleiten – dann können endlich die älteren Leipziger wieder Ruderwettkämpfe von der Holztribüne aus verfolgen.


  1. Gravatar of Sündenbock03
    Kommentar von
    03.06.2011 um 11:08
    13

    Tja, ich bin ehrlich gesagt auch etwas enttäuscht, dass wir uns das Spielrecht einer bis auf Einzelpersonen wenig mit dem Leutzscher Fußball tangierenden Mannschaft – bestehend aus bezahlten Spielern – zulegen. Wäre es die FCS-U23 gewesen, hätte es mich nicht gestört. Können wir nur hoffen, dass sich die Spieler als sympathisch und bodenständig entpuppen, sonst könnte es schwer werden mit der emotionalen Bindung, der es bedarf, damit ich als Fan mich auch als solcher fühlen kann.
    Andererseits muss man auch in aller Deutlichkeit sagen: Diese Entscheidungen und scheinbare Vergaloppierung in Widersprüche haben einzig und allein Engel, Bauchspieß und (dankbare!) Vasallen – erfahren die T-Shirts von neulich eigentlich ’ne zweite Auflage? – zu verantworten. Die BSG ist nun einmal mit der klaren Absicht angetreten, in den Alfred-Kunze-Sportpark zurückzukehren. Dies ohne ein höherklassiges Spielrecht zu erreichen, grenzt an Unmöglichkeit. Hätte diese Lummerländer Lachnummer sich nicht gegründet, womöglich sogar Expertise und Kontakte/Sponsoren in die BSG eingebracht (anstatt ihnen ins Ohr zu flüstern, es handele sich um eine gewaltaffine Meute), dann sähe die Zukunft in Leutzsch gar nicht mal so übel aus. Die Ironie ob der Äußerungen Jamal Engels in den sozialen Onlinenetzwerken besteht übrigens darin, dass ein Teil der FCS-Anhängerschaft in den vergangenen drei Jahren ungleich mehr Negativschlagzeilen produziert hat. Ausgerechnet von dieser wird sich jedoch keineswegs distanziert – stattdessen werden völlig falsche Berichterstattungen über Ultra-Wüterei zur Grundlage der Agitation gegen Diablos und co. Wie schon desöfteren dieser Tage zu lesen und zu hören: totale Demaskierung.
    @René: Auf Leutzscher einprügelnde Leutzscher gab es doch schon. Gar nicht mal so lange her.
    @Bastian: Starker Blogeintrag, mach weiter so.


  1. Gravatar of grün weißer
    Kommentar von
    grün weißer
    04.06.2011 um 0:30
    14

    ich weiß gar nicht mehr wo ich hin gehen soll zur Bsg oder doch zur Sgll mir fehlt einfach nur der FCS:-(


  1. Gravatar of Arnd1975
    Kommentar von
    04.06.2011 um 0:49
    15

    Ich bin seit 1983 Chemiker mit Leib und Seele. Nun suche ich meine grün-weiße Fußballheimat. Das ist unglaublich. Ich komme mir vor, wie in einem schlechten Traum. Ich kann mir eigentlich nur die BSG Chemie als Heimatverein vorstellen. In der Vergangenheit war ich beim FCS und bei einige Spielen der BSG Chemie auf dem NW-Platz. Früher haben sich sicherlich auch nicht alle gemocht, aber der Fussball hat uns geeint. An alle Spalter von SGLL und BSG Chemie: Ihr macht unsere grün-weiße Heimat kaputt!!!


  1. Gravatar of hoka
    Kommentar von
    08.06.2011 um 1:04
    16

    Hier eine Gesprächszusammenfassung von gestern im Fantreff des FCS.
    GWG


  1. Gravatar of hoka
    Kommentar von
    08.06.2011 um 1:09
    17

    Dienstag, 7. Juni 2011

    Chemie Leipzig: SG Führung im Gespräch mit den Fans

    Am heutigen Abend fand in den Räumen des Fanprojekts im AKS eine kleine Diskussions- & Informationsrunde mit Jens Barthelmes als Vorstandsvorsitzenden und Jamal Engel als Pressesprecher der -vor einigen Wochen neu gegründeten und als Nachfolger des FC Sachsen Leipzig zu betrachtende- SG Leipzig-Leutzsch statt!

    Rund 25 interessierte Fußballfans wollten den kurzfristigen Termin beiwohnen und somit gings 19:15 Uhr bei gefühlten Saunatemperaturen los. Anwesend waren Mitglieder der Boys Chemie, vom Fanclub DLE und von der Sektion Norddamm sowie einer von den Metas.

    Zuerst schnitt Engel die Problematik Medien/Internet an und legte ganz klar dar, dass man sich „nicht provozieren“ lasse und die SG Leipzig-Leutzsch natürlich „keinen Verzicht auf Fans“ im Auge hat. Vielmehr ist der Etat von 300 000 Euro ohne Faneinnahmen berechnet, da diese „nicht einschätzbar“ sind aktuell da man ja auch „noch keinen AKS“ hat und daher alles noch nicht in Sack und Tüchern ist.

    Eine Entscheidung der Stadt liege noch nicht vor, man warte -ebenso wie alle Fans- auf eine Presseerklärung bzw. Entscheidung der Stadt! Laut Medien, so warf ein Fan ein, habe auch RattenBall weiterhin Interesse am AKS, solange Ihr neues Trainingszentrum noch nicht fertig sei! Dies sieht man aber auf Seitens der SG gelassen und Engel legte den Zuhörern nahe, „nicht immer der Presse [alles zu] glauben!“ und diese ganzen Berichte eher differenziert zu betrachten. Völlig zurecht, sagte Engel weiter, dass man „nicht alle auf die Straße setzen“ kann.

    Dann wurde noch einmal deutlich klar gelegt, dass „kein Fan ausgeschlossen“ wird bei der SG! Fans können „eigene Projekte vorlegen“ und wenn diese gut durchdacht und -wenn nötig- auch „durchkalkuliert“ sind, wird dann natürlich im Verein positiv darüber entschieden. Genauer gesagt geht es der SG um eine „aktive Fankultur abgestimmt mit [dem] Verein“! Besonders wäre wünschenswert, wenn „jung und alt miteinander“ endlich wieder im AKS lachen, weinen und ihre Mannschaft anfeuern würden.


    Auf die Frage wie weit die Sachstände in der Vereinsentwicklung vorangeschritten sind inzwischen, wurde von Engel dargelegt, dass das Vereinskonto bereits eröffnet sei und es -höchstwahrscheinlich- ab Morgen dann auch die Mitgliedsanträge verfügbar seien. Die Beitragshöhe für die Mitglieder orientiert sich am mittleren Durchschnitt in der Messestadt  und alles im Verein sei so ausgelegt, dass Fans „aktiv mitwirken“ können. Beispielsweise wurde angeführt, dass es möglich sein sollte, dass man beispielsweise bei Herbeibrinung eines neuen Sponsors, man dafür sozusagen als Dankeschön eine Jahreskarte bekommen könne. Sozusagen als Motivation für den aktiven Einsatz für den Verein. Die „grün-weisse Familie“ solle wieder zusammengeführt werden.

    Nun wurde aus den Reihen der Fans die Frage nach einer -ebenfalls in der Presse forcierte- Abgabe oder Spielgemeinschaft von 2 Nachwuchsteams mit der Ball SG erfragt! Engel sagte dazu, dass es dazu „keine Entscheidung gebe“ und dies sowieso nicht vom Vorstand, sondern vielmehr dies die „Kinder & Eltern …entscheiden“ müssten! Dazu soll es allerdings noch diese Woche Gespräche geben, da man nicht Wisse, ob bei der Ball SG überhaupt die finanziellen und vereinsrechtlichen Vorraussetzungen zu einer solchen Sache geschaffen wurden. Das Finanzkonzept der Ball SG sei bei der SG unbekannt und man könne deshalb dazu nix sagen.
    Auf die Frage, wo man den nun mit der 1. Mannschaft der SG nächste Saison spielen wolle, wurde gesagt, dass man in der „Landesliga bleiben“ wolle. Dazu gab und gibt es Gespräche mit der Mannschaft! Zudem wurde von Engel gesagt, dass auch Anfragen von anderen Spielern kommen, welche Interesse haben, bei der SG zu spielen. Wobei er aktuell natürlich keine Namen nennen könne (verständlicherweise). Deutlich wurde auch gesagt, dass Barthels beispielsweise „wenig erfreut“ sei, dass sich Spieler aktuell „krank melden“.
    Aus den Reihen der Fans wurde nun -natürlich weniger diplomatisch als es ein Vorstand muss- gesagt, dass dieses Verhalten einzelner Spieler aktuell eine „gezielte Provokation“ und „hohntriefende Scheinheiligkeit“ sei, wenn man verfolgt, was da abgehe. Es wurde daher ans Ehrgefühl der Spieler appeliert, noch bis Saisonende alles zu geben..

    Zur Gesamtsituation führte Engel nun aus, dass „nix aus dem Hut gezaubert“ wurde bei der SG Leipzig Leutzsch! Das Finanzkonzept liege dem Insolvenzverwalter seit 1 Jahr (!!!) vor bereits! Die „Sponsorengruppe“ wollte demnach bereits vor einem Jahr den FC Sachsen retten, einzige Bedingung war von dieser Gruppe nur, dass Jamal Engel als Geschäftsführer eingesetzt werden solle! Leider erzielte dies im damals noch 3 köpfigen Vorstand keine Mehrheit und somit ergab es „eine Pattsituation“ (sprich 1 Fürsprecher – 1 Enthalter – 1 Gegner). Nach der Ablehnung verschwand das Konzept dann wohl in der Schublade und die Sponsoren zogen sich zurück vom FC Sachsen. Das Konzept war da aber bereits „fix und fertig“ geprüft gewesen. Namen (der Sponsoren) und Zahlen werde man allerdings erst dann eröffnen, wenn alle Rahmenbedingungen klar sind! Die „Fehlern der letzten 20 Jahre net erneuern“ sei das Ziel!

    Nun melde sich Jens Barthelmes als Vorsitzender auch zu Wort und sagte, dass die Sponsoren aus kleinen und mittelständigen Unternehmen beständen. Man brauche auf keinen Großsponsor zu warten. Das Thema „Kölmel & RB“ sei „völlig sinnlos“! Zudem sei das Kleinsponsoring die bessere Variante, da man beim Wegbruch von 1-2 Sponsoren diese leichter ersetzen könne als einen Großsponsor! Diese Verluste sind damit „besser kompensierbar“.
    Engel fügte nun offen und ehrlich hinzu, dass der Vorstand die „Interessen der Sponsoren zuerst vertrete[n]„, da diese die „Ernährer des Vereins“ seien. … allerdings soll dies „sehr sehr gerne im Einklang mit den Fans“ gebracht werden! „Demokratie und Mehrheiten“ sollen den Verein und seine Geschicke bestimmen, denn es gibt „keine passiven Mitglieder“ bei der SG! „Jeder hat Stimmrecht“ und dadurch soll ein „ordentliches Fundament [ge]schaffen“ werden.

    Zum Thema Ultras, wurde von Engel ausgeführt, dass der Verein absolut nicht sage: „…wir wollen keine Ultras oder keine Diablos“, die Sponsoren wollten allerdings eben keine Bilder Ihrer Bandenwerbung mit Polizisten und Zusammenstößen mit Fans sehen! Der Vereinsvorsitzende Barthelmes fügte hinzu, dass er nicht verstehe, dass ein „Ultraverein“ wie die Ball SG mit Mitbestimmungsprinzipien eine Fussion mit Blau-Weiss Leipzig tätige. Dies passe im Grunde doch irgendwie nicht zu ihrem Leitbild, da Krause (B-W) als Initiator sich beispielsweise Lok, RattenBall und auch Naunhof  anbot zuerst. Dies stößt auf gewisses Unverständnis!

    Nun fügte ein älterer Fan des Fanclubs DLE aus, dass der Verein Sachsen Leipzig „gezielt gegen den Baum gefahren“ wurde und die SG wohl die einzige Chance gewesen sei, die Mannschaften und Fans abzufangen.

    Engel griff diese Ausführung auf und erklärte, dass „beide Parteien [die Ball SG und die SG Leipzig Leutzsch] von Herrn Scheibe eingeladen wurden“ zur Elternversammlung vor einigen Wochen, wo es dann darum ging, was aus den Nachwuchsteams wird! Es stimme demnach ganz einfach schlicht und einfach nicht, dass die Ball SG zu kurzfristig von dem Termin erfuhr oder erst gar nicht offiziell eingeladen wurde [wie in einigen Foren und Blogeinträgen kolpotiert wurde]! Beide Vereine hatten demnach die selbe Zeit der Vorbereitung für das Treffen.

    Nun wurde die Frage von einem Mitglied der „Boys Chemie“ aufgeworfen, wo die SG plane so genannte Sicherheitsspiele (wie gegen Lok beispielsweise) auszutragen! Hier kam umgehend die deutliche und klare Aussage: „Wir wollen ALLE Spiele in Leutzsch spielen“… deshalb seien beispielsweise im Finanzkonzept auch 20% des Gesamtetats für die AKS Erneuerung geplant! Hier gab es deutlichen Applaus der Fans!

    Die Tribüne solle beispielsweise erneuert werden und dazu gäbe es wohl auch bereits ein Angebot einer Firma, die dies durchführen wolle. Das Stadion solle „irgendwann wieder für 10-15 000 Zuschauer offen sein“ sagte Engel, wenngleich das natürlich in weiter ferne liegt!

    Die Finanzmittel sind alle durchgeplant und es gäbe aus dem Verein keinerlei waage Vorraussagen. Die Sponsorengelder übrigens seien größtenteils bereits auf einem Anwaltskonto und dies sei auch einer der Gründe, warum der Insolvenzverwalter Kratz der SG den Vorzug gab, als es um die Nachwuchsteams ging!

    Immer wieder wurde von Engel übrigens emotionell klar gestellt, dass hier alles auf einem  „Mitteinander bassier[en]t“ soll! „Wir sind alle eine Familie“ sagte er beispielsweise mehrfach! Er habe das letzte Mal mit Breitkopf an der Linie stehend ein wirkliches „Chemie-Gefühl- gehabt und so soll es auch wieder werden, wenn wir alle es „sukzessiv angehen“!

    Das Thema Oberliga wurde natürlich auch auf den Tisch gebracht! Engel führte aus, dass der IV Kratz ihn anrief und mitteilte, dass RattenBall die 1. Mannschaft nicht übernehme und ob die SG Interesse hätte. Engel konnte dies aber natürlich nicht sofort zusagen und musste sich mit den Sponsoren kurzschliessen. Die Ball SG und Krause (B-W) winkten gleich ab, da es hier wohl nicht zu stemmen gewesen wäre. Matthias Weiss sagte demnach direkt nach dem Angebot zu Engel, dass dies ein „faires Angebot“ gewesen sei.

    Zudem -sagte Engel weiter- gab es auch ein Angebot an die Ball SG, wonach man auch die Spieler von B-W Leipzig ins Landesliga-Team eingebaut hätte (wenn man Zusammen gegangen wäre bzw enger kooperiert hätten).

    Die Frage kam nun auf, warum Kratz nicht schon eher mit dem negativen Abschluss des Insolvenzverfahrens herausgekommen sei. Hierzu führte Engel aus, dass die Spieler bereits vorm 2. Derby die klare Ansage bekommen haben, dass nur ein Sieg drin sei! Ein Abstieg in die Landesklasse würde automatisch den Daumen senken bei Kratz! Ausserdem habe der Vorstand auch nicht aufs Angebot reagiert, dass Breitkreuz und Engel bereit stehen würden um zu helfen (auch Trainermässig). Kratz war es dann im Grunde auch, welcher den Trainer Heyne entlies. Der Vorstand habe in dieser Frage komplett versagt offensichtlich.

    Allgemein sei es seit dem Mißtrauensvotum gegen Jens Fuge und der Absage der FC Sachsen Fans zu einer Fussion mit der Ball SG bei einer der letzten Mitgliederversammlungen stetig bergab gegangen….

    Dieses Thema wurde aber nun abgeschlossen mit dem deutlichen Hinweis, dass man „Keine alte Wäsche waschen [wolle], aber man muss die Chronologie der Ereignisse erläutern“ um zu verstehen, wieso es zur Gründung der SG Leipzig Leutzsch kam.

    Die Nachfrage der Fans um die 2. Mannschaft folgte nun. Engel und Barthelmes sagte natürlich, dass alle Anstrengungen unternommen werden den Klassenerhalt zu schaffen! Es wurde aufgerufen das Spiel der zweiten Mannschaft in Radebeul zu begleiten und die Mannschaft zu unterstützen. Engel sagte, dass „viele Fans wünschenswert“ wären und Barthelmes fügte hinzu: „Kommt alle!“

    Das Thema Vereinigung kam nun auf die Agenda! Hier wurde klar und deutlich gesagt: Es würde uns wirklich sehr freuen“, wenn es dazu kommt! „Wir tragen den Weg der Vereinigung mit, aber das braucht Fundament“ sagte Engel wörtlich. Allerdings wurde auch gesagt, dass dazu das Oberligaspielrecht „sehr hilfreich gewesen wäre“. Man hätte sich so nämlich die kommende Saison an Doppelspieltagen den AKS teilen können und so auch die Kosten verteilen. Beispielhaft wurde hier ausgeführt, dass es hätte gemeinsame Stadionhefte hätte geben können…

    Einer Nachfrage, dass doch aber nun das Schaffen neuer Vereinsstrukturen eine Trennung eher vertiefen anstatt lösen würde, folgten die beiden Vorständler nicht! Engel sagte hierzu: „Im besten Falle kann nach einer Saison die Vereinigung kommen“ , wenn den alle Bedingungen rundrum passen würden. „Eine Vereinigung jetzt, wäre erneut ein unsauberer Anfang und das wollen die Sponsoren nicht!“ wurde hinzugefügt!

    Engel warf nun kurz ein, dass ihm ja immer unterstellt wird, dass er versuche Gewinn aus der Sache zu ziehen, man aber übersehe, dass auch er Gläubiger beim Insolvenzverfahren des FC Sachsen sei. Er also Geld hineingepumpt habe, anstatt irgendetwas abzuziehen…

    Im Grunde war das Oberligakonzept bereits vom NOFV abgesegnet, gefehlt haben eben nur zwei Unterschriften von Spielern der 1. Mannschaft! Zweifelsohne gäbe es „Enttäuschung über Spieler“, da es keinen Nachteil für die betreffenden Spieler gegeben hätte, da man hätte später immerhin problemlos wechseln hätte können. Nur die reine Unterschrift war also für einige nicht machbar! Man wollte hier aber nicht weiter darüber diskutieren und wiegelte ab: „Wir werden definitiv nicht in andere Richtungen feuern!“

    Neutrale Moderatoren und der IV Kratz waren bei den Gesprächen mit der Ball SG dabei und man habe in diese Richtung „beide Hände gereicht!“ Mehr könne man aktuell nicht machen.

    Die Fans wollten nun wissen, wie man sich ein Zusammentreffen in der Landesliga vorstelle. Dies „müsse geklärt werden“ sagte Engel. „Ich will an sich keine Fans im Gästeblock sehen“. „Alle auf dem Norddamm wäre geil“, allerdings würde man wohl „Alle Blöcke öffnen und niemand würde zu etwas gezwungen“ waren die Aussagen zu dieser Thematik oder besser drohenden Problematik.

    Nun gab es eine Frage der jüngeren Fans, die wissen wollten, wie es mit dem Fanprojekt weitergehe. Dieses sei ja zum 24.06. gekündigt! Engel sagte dazu, dass, wenn man den AKS zugesprochen bekäme, man alles übernehmen würde. Auch das Fanprojekt also! Wo und wie müsse dann geklärt werden, aber daran könnten sich die Fans dann auch aktiv beteiligen. „Der Verein [sei] offen für Absprachen“ diesbezüglich. Auch Zuschüsse vom Verein seien möglich, müssten dann aber Fallweise geklärt und besprochen werden. Eine „Geschlossene Fanszene“ sei in jedem Falle „wünschenswert“ und angestrebt! Dazu sollen die Fans natürlich nach Möglichkeit Mitglied werden um sich dann aktiv in die Vereinsgeschicke einbringen zu können.

    „Der Vorstand ist Dienstleister und Dienstleister kommt von dienen und wir wollen dem Verein dienen!“ sagte Engel dazu. Denkbar in Sachen aktives Fanleben sei zum Beispiel:

    – Benefizsachen
    – Fanturniere
    – regelmässiger Fanstammtisch (alle 2-3 Monate wurde da angeregt)

    Man müsse ganz klar das „Innenverhältnis“ des Vereins gerade rücken und sauber gestalten, danach kann man sich dann auch nach außen wenden, wurde von den beiden Vorständlern noch gesagt dazu! Immer wieder wurde auch das Thema „Jung und Alt zusammen“ aufgeworfen und angesprochen.

    Nach rund 75 Minuten endete damit das erste Gespräch zwischen Vorstand und Fans und auch wenn es im Nachhinein natürlich immer Fragen gibt, die einen einfallen, die man hätte stellen können, so war dieses Gespräch dennoch ein Gutes. Barthelmes war während des Gespräches eher zurückhaltend, allerdings ist es ja auch die Aufgabe des Pressesprechers die Hauptworte zu führen! Jamal Engel machte in jedem Falle einen sehr guten Eindruck! Auf Fragen und auch Nachfragen antwortete er stehts schlüssig und ohne ins Stocken zu geraten! Hier spührte man, dass das Konzept durchdacht und kein Schnellschuss ist!

    Nun bleibt es abzuwarten, wie die Stadt in Sachen AKS entscheidet!

    Es bleibt also weiterhin spannend im Leutzscher Holz!


  1. Gravatar of Zitat des Tages (17): Von Brücken und Panzern | chemieblogger.de – Das Blog rund um FC Sachsen & BSG Chemie
    18

    [...] Metastasen Letzte Beiträge Zitat des Tages (17): Von Brücken und Panzern (8. Juni 2011) Jamal Engel, die SG Leipzig-Leutzsch und „die Ultras“ (31. Mai 2011) SG Leipzig-Leutzsch als große Unbekannte (27. Mai 2011) Auferstanden aus [...]


  1. Gravatar of LeipzigerFussballFan
    Kommentar von
    LeipzigerFussballFan
    08.06.2011 um 11:59
    19

    Hätte Sachsen Leipzig das Angebot von Red Bull angenomen wären sie jetzt schon in der 2. Liga und keiner müste rumheulen .


  1. Gravatar of Sündenbock03
    Kommentar von
    09.06.2011 um 16:03
    20

    Hier ein Kommentar meinerseits auf den Blogeintrag von Thomas Gerlach (Lucka Supporters) – ob er eine Freischaltung erfährt, ist fraglich, daher poste ich ihn auch hier, weil hier viele mitlesen:
    „Leute, macht doch bitte die Augen auf.

    Was ist denn wohl das Problem mit den bösen Ultras bei der „Ball SG“? Ganz einfach: Sie haben aus der Pleite beim FC Sachsen vor 3 Jahren gelernt und sind fast in Gänze in den Verein, den sie begleiten (BSG Chemie), eingetreten, haben also die Mitgliedschaft erworben. Somit können sie die Vereinsgeschicke maßgeblich mitbestimmen und eingreifen, wenn die Sponsoren- und Privatinteressen wie in der Vergangenheit beim FC Sachsen den Verein gefährden.
    Jamal Engel gibt ja sogar unumwunden zu, welche Interessen bei der SGLL im Vordergrund stehen – die der Geldgeber und nichts anderes. Das „aktive Mitgestalten“ im Vereinsleben stellt man sich denn so vor:
    „Beispielsweise wurde angeführt, dass es möglich sein sollte, dass man beispielsweise bei Herbeibringung eines neuen Sponsors, man dafür sozusagen als Dankeschön eine Jahreskarte bekommen könne. Sozusagen als Motivation für den aktiven Einsatz für den Verein.“
    Großartig. Die Fans/Mitglieder dürfen also beim Geldscheffeln mithelfen, wie großzügig!

    Ich kann nur an alle Chemiker appellieren: HINTERFRAGT, was da vor sich geht! HINTERFRAGT, warum die SGLL-Verantwortlichen ihre Fachkompetenz nach der FCS-Pleite nicht bei der BSG einbrachte, sondern einen neuen Verein aus dem Boden stampften!
    HINTERFRAGT, was eine SG Leipzig-Leutzsch von einem Red Bull Leipzig unterscheidet, wenn die Anliegen der Fans nur dann beachtet werden sollen, wenn sie mit denen der Geldgeber in Einklang gebracht werden können!
    HINTERFRAGT vor allem, worin die Interessen der Sponsorengruppe bestehen könnten, wenn der damalige FCS-Vorstand eine Installation Jamal Engels als Entscheidungsträger verhinderte und dafür sogar den Untergang des FC Sachsen in Kauf nahm!

    Es ist nicht immer leicht, das Durcheinander in Leutzsch zu durchschauen, aber man muss es versuchen. Des grün-weißen Fußballs willen.

    In der Hoffnung, dass dieser Kommentar nicht gelöscht wird:
    NUR NOCH CHEMIE!“


  1. Gravatar of DeSiRe2
    Kommentar von
    09.06.2011 um 20:38
    21

    in einem punkt stimme ich zu, man sollte hinterfragen,was man so ließt…jedoch,wie man an dem eintrag von  „suendenbock03″ ganz gut merkt,nicht nur die äusserungen der SGLL…mir selbst ist die SGLL bisher auch sehr suspekt gewesen,aber DAS ist schon fast ne frechheit,ich war selbst nicht bei dem gespräch,aber ich habe den bericht von den luckaern gelesen,und was „sundenbock03″ hier so zitiert ist schon fast reif für die bildzeitung…jeder,der also diesen kommentar liest,sollte sich auch die paar minuten nehmen,um den text der luckaer zu lesen,zu finden hier:  http://bit.ly/l0l2u4auch ich hoffe das der beitrag bestehen bleibt,wenn ich auch nicht wirklich daran zweifleGWG


  1. Gravatar of Sündenbock03
    Kommentar von
    10.06.2011 um 3:25
    22

    @DeSiRe2: Was genau an meinen Ausführungen ist denn nun kritikabel?
    Hätte ich etwa erwähnen sollen, dass Jamal Engel gleichermaßen nicht müde wurde zu betonen, dass die Fans natürlich ganz, ganz dolle wichtig sind?
    Ich bemühe mich, eine argumentative Auseinandersetzung zu führen. Wenn du mir also Bildzeitungsniveau attestierst, würde ich schon ganz gern erfahren, warum.
    Sich immer nur über Frechheiten ereifern („schon fast ne frechheit“), könnte einen am Ende nämlich ziemlich „BLÖD“ dastehen lassen:
    http://www.bild.de/news/leserr......bild.html
    http://www.bild.de/sport/fussb......bild.html
    http://www.bild.de/sport/fussb......bild.html


  1. Gravatar of JM
    Kommentar von
    JM
    14.06.2011 um 18:56
    23

    Wie üblich muss ich dem Pressesprecher DER SORGLOSEN voll und ganz zustimmen: Dumm, dümmer, am dümmsten = SGLL GEHT GAR NICHT !
    Die Krönung ist, was ein (in des Wortes tatsächlichem Sinn, denn sowas gehört aus der Mannschaftsliste gestrichen) ehemaliger Spieler der Meistermannschaft für demente Gülle ablässt.
    Gott sei Dank wurde danach auch noch bei Chemie Fußball gespielt und die Helden unserer Jugend (Koko, Hansi, Mattscher Weiß, Muskel oder Kössi z.B.) habe sich ja eineindeutig geäußert. So reißt der „gute Onkel“ keine Lücke ins Vorbildgefüge.
    Am Ekelhaftesten ist, dass der Nachwuchsfußball so langsam aber sicher zum „Viehtrieb“ verkommt: Erst verscherbelt der IV Talente an RB, dann gibt`s hinten drauf auch noch eine Runde Kolaborationsvertrag (zur „Rettung“ der Portokasse, die nach 2 Monaten schon wieder ein schwarzes Loch ist) und am Ende -wenn DU denkst es geht nix mehr, kommt von irgendwo `ne Investorengruppe her- schleicht sich einer an die Kinder ran, wie Weiland der Rattenfänger von Hameln.

    Man kann der BSG viel vorwerfen, aber auf keinen Fall, dass sie nicht ein fundiertes Angebot für ein Zusammengehen gemacht hat (was eigenartigerweise von denen „abgelehnt“ und diffamiert -da ist er wieder, der ehemalige Meisterspieler- wurde, die sich jetzt in Lummerlands Nachwuchsleistungszentrum einfinden), um am Ende von Spaltern hintergangen zu werden, die den „Ultraverein“ nicht für „sponsorenfreundlich“ genug halten.

    Gut, ist erledigt, und ich gehe mal davon aus, dass die BSG genug Stolz und Ehre im Leib hat, sich mit diesen Leuten aber auch nicht eine Sekunde einzulassen!

    NUR DIE BSG!


  1. Gravatar of JM
    Kommentar von
    JM
    14.06.2011 um 19:01
    24

    @LeipzigsFußballFan
    Hier heult keiner sondern, und genau das ist es, was Leuten wie Dir und den Lummerländern Angst macht, es entsteht gerade genau DAS, wofür viele einfach nur leben: EINE STARKE BSG CHEMIE !
    Hat nicht ganz geklappt, gemeinsam mit dem FC Sachsen auch gleich noch die BSG Chemie von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Und genau so wird es auch nicht klappen, einen Spalterverein gegen unseren Stolz ins Rennen zu schicken.
    Liga 2 ? Wayne (John) interessiert`s ? Wir sind doch sowieso alles Ultras und BSGayer. Was wollen wir denn da in Liga 2 ? Dein Geplapper ist Sack mit Reis in China, der im Umfallen begriffen ist. Ergo: NO GO!


  1. Gravatar of Wenig Fußball, viele Unterschiede | chemieblogger.de – Das Blog rund um die BSG Chemie Leipzig
    25

    [...] V. Die gescheiterten Bemühungen, den FC Sachsen und die BSG Chemie wiederzuvereinigen, VI. Die Neugründung der SGLL und Jamal Engels Anti-Ultrà-Affekte, [...]


  1. Gravatar of Red Bull Leipzig, BASF Ludwigshafen und Aldi Essen | chemieblogger.de – Das Blog rund um die BSG Chemie Leipzig
    26

    […] gab es nichts dazwischen. Heute gibt es Lok und Chemie, Red Bull und den FC International, wo der ewige grün-weiße Besserwisser Jamal Engel angeheuert hat. Großspurigkeit, die hat in Leipzig ihre Tradition. Darauf verstand man […]




Einen Kommentar hinterlassen