Das verhinderte Derby
Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19:40 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19:50 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik

Das für kommenden Sonntag geplante Derby zwischen dem 1. FC Lok und dem FC Sachsen Leipzig wurde zum dritten Mal abgesagt. Schuld daran hat das Wetter – und die Politik. Die viel zu lange Geschichte des 86.* Derbys

Hochwasser, DFB-Länderpokal, Schnee- und Eischaos – die Gründe, warum der Oberliga-Terminplan die Partie des 1. FC Lok gegen den FC Sachsen seit mittlerweile vier Monaten vor sich her schiebt, sind ebenso vielfältig wie kurios. Am kommenden Sonntag sollte das Leipziger Ortsderby Probstheida gegen Leutzsch nach zwei Absagen endlich über die Bühne gehen. Doch Eisregen, Schneemassen und drohendes Tauwetter machen die Austragung der Partie an diesem Wochenende unmöglich.

Die ZSL hätte zwar den Rasen und die Stadionränge freibekommen, aber nicht zuletzt aufgrund der chaotischen Verkehrslage wäre allein die Anreise eine Farce und die Sicherheit der Zuschauer außerhalb des Stadions einfach nicht gewährleistet,

begründete Lok-Vorsitzender Steffen Kubald die erneute Absage. Ursprünglich hatten sich die Spielplangestalter etwas Besonderes ausgedacht. Die Oberliga-Saison 2010/2011 der NOFV-Südstaffel sollte mit dem Leipziger Ortsderby eröffnet werden. Am 8. August hätten sommerliche Temperaturen und eine Mischung aus Spannung und Vorfreude vermutlich deutlich über 10 000 Zuschauer in die Red-Bull-Arena gelockt. Ein Sieg in diesem wichtigen Spiel noch dazu am ersten Spieltag hätte bei beiden Teams ungeahnte Kräfte freisetzen, den Ausgangspunkt eines sportlichen Selbstläufer bedeuten können – oder aber genau das Gegenteil.

Wenn Spielabsagen zum Politikum werden

Doch soweit sollte es nicht kommen. Als Anfang August die Bäche vollliefen und sich in reißende Ströme verwandelten, als die Natur dem Leipziger Neuseenland in ganz Sachsen als Konkurrentin entgegentrat, wurden der Freistaat in Alarmzustand versetzt, Görlitz und Umkreis zum Katastrophengebiet erklärt. Statt Fußballspiele abzusichern sollten die Einsatzkräfte der Polizei Dämme befestigen und bewachen. Am Samstagabend 23.10 Uhr, gut 15 Stunden vor dem Anstoßtermin, beschlossen das sächsische Innenministerium und der Nordostdeutsche Fußballverband die Spielabsage.

Früh einigten sich beide Vereine auf einen ersten Nachholtermin am 10. Oktober. Der FC Sachsen schien dabei den DFB-Rahmenkalender aus dem Auge verloren zu haben. Da die Leutzscher zum parallel stattfindenden DFB-Länderpokal in Duisburg mehrere Spieler für die sächsische U21-Auswahl abstellen mussten, machte der Verein von seinem Recht Gebrauch und beantragte beim Sächsischen Fußballverband (SFV) eine erneute Verlegung. Diese wurde am 9. September bestätigt.

Für den 1. FC Lok bedeutete das den Auftakt zu einem unsäglichen Terminroulette. Sicherheitsbedenken, Wildschwein-Randale, Wintereinbrüche – von planmäßig 15 Spielen haben die Probstheidaer bisher lediglich zehn absolviert und stehen mit nur einem Sieg auf dem vorletzten Tabellenplatz. Was zunächst als schöne Idee der Spielplangestalter begann, hat sich unlängst zur Farce entwickelt. Denn die Terminprobleme, die den 1. FC Lok im Allgemeinen und das Derby im Besonderen betreffen, sind nur scheinbar ausschließlich auf Wetterkapriolen zurückzuführen.

Polizeilicher Personalnotstand als finales Argument gegen Großveranstaltungen

Was das sächsische Innenministerium unter „Strukturreform“ verschlagwortet, bedeutet für die sächsische Polizei Stellenabbau. Das Projekt „Polizei Sachsen 2020″ soll Kosten senken, setzt auf ein „[e]ngmaschiges Netz von Bürgerpolizisten“ und die „Reduzierung von Führung, Stab und Verwaltung“ bei einer gleichbleibenden Stärke von Streifendienst und Bereitschaftspolizei. Es geht ums Sparen. Von 2008 bis 2019 sollen mindestens 2441 Stellen gestrichen werden – das bedeutet einen Abbau von jeder vierten Stelle. Zukünftig wird es immer weniger Polizeikräfte geben, die sicherheitsrelevante Veranstaltungen absichern können. Ob politische Demonstrationen, Konzerte oder „Risiko“-Spiele: Der zunehmende Personalnotstand der sächsischen Polizei liefert die optimale Argumentationsgrundlage, um zukünftig Großveranstaltungen verschiedensten Charakters unter dem Verweis auf eine „nicht zu gewährleistende Sicherheit“ abzusagen. Welche verheerende Wirkungen das auf den Fußballspielbetrieb haben kann, erfahren jetzt alle, die gerne mal wieder den Klassiker Probstheida gegen Leutzsch besuchen würden.

So verständlich die dreifache Absage des Leipziger Ortsderbys im Einzelnen auch sein mag, zeigt sich im Allgemeinen eine peinliche Unfähigkeit zur Organisation eines Oberligaspiels, das in puncto Sicherheitsrelevanz und Größenordnung trotz der viel zitierten Feindschaft zwischen Leutzscher und Probstheidaer Fans nicht im Ansatz mit dem Ruhrpott-Derby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 zu vergleichen ist. Das Chaos, das mittlerweile nicht nur den Terminplan des 1. FC Lok durcheinander bringt, liegt in jenem politischen Unwillen begründet, das den ersten Anlaufversuch im August platzen ließ. Zwar war das Hochwasser in den frühen Augusttagen eine Ausnahmesituation. Der Personalnotstand der sächsischen Polizei und die fehlende Bereitschaft, ein ausreichendes Kontingent an Polizeikräften aus anderen Bundesländern heranzuziehen, sind Indizien dafür, das die Tragweite der Absage nicht abgesehen wurde.

Leidtragende sind die Fans und vor allem die Vereine. Am Sonntag wäre mit Sicherheit mindestens eine hohe vierstellige Zahl an Besuchern in die Red-Bull-Arena gekommen – im August jedoch hätte der Zuschauerzuspruch wahrscheinlich das Doppelte betragen. Zwar ist noch nicht absehbar, ob Katrin Pahlhorn den vierten Anlauf des Derbys noch als Lok-Schatzmeisterin erleben wird – eingedenk der zu erwartenden geringeren Zuschauereinnahmen wird sie dennoch unsäglichen Ärger verspüren.

Sportlich hingegen könnte dem 1. FC Lok die erneute Absage entgegen kommen. Die Tabellensituation ist prekär, die Fanseele kocht angesichts einer demokratiefernen Vereinsführung, Kubald und Pahlhorn stehen ihrer (freiwilligen) Entmachtung unmittelbar bevor, Trainer Achim Steffens scheint seine Spieler nicht zu erreichen. Der 1. FC Lok im Dezember 2010 wäre für Dirk Heyne und seine unbekümmerte junge Mannschaft wohl keine Hürde gewesen. Sportliche Misere, Führungschaos und dann auch noch eine Derbyniederlage – zuviel des Schlechten für den 1. FC Lok, die Absage ist somit Fluch (fehlende Einnahmen) und Segen (kein weiteres Debakel auf dem Platz) zugleich.

Terminchaos: Perspektiven einer Rückrunde

Was bleibt, sind die Terminprobleme. Das Nachholespiel vom ersten Spieltag soll am 6. Februar 2011 seinen nächsten Anlauf nehmen. Einen Tag zuvor hätte ursprünglich das Rückspiel steigen sollen. Nun kann sich der FC Sachsen wohl auf ein sommerliches Heimspiel gegen den 1. FC Lok einrichten. Falls die Leutzscher dann noch oben mitspielen solten, könnte das Derby wieder zum erhofften Zuschauermagneten werden. Kassieren würde dabei jedoch der FC Sachsen und nicht der 1. FC Lok. Am 29. Mai 2011 soll die laufende Spielzeit übrigens beendet sein. Im Moment spräche Vieles für eine Verlängerung der Saison. Etwas Spielraum gibt es noch, ehe am 26. Juni die Weltmeisterschaft der Frauen – da wäre es wieder, das sicherheitsrelevante Großereignis – angepfiffen wird.

Eine Verlängerung der Saison ist dennoch unrealistisch. Wahrscheinlicher scheint eine Rückrunde vollgestopft mit englischen Wochen. Die könnten sich zum Nachteil für den 1. FC Lok gestalten. Gelingt nicht bald der Befreiungsschlag aus dem Tabellenkeller, würde das Abstiegsgespenst zum spieltäglichen Begleiter. Müde und überspielte Beine wären da alles andere als förderlich. Und so könnte das Derby zum Rückrundenauftakt zu jenem richtungweisenden Spiel werden, als welches es die Spielplangestalter ursprünglich erdacht hatten.

* Eigene Berechnung, Angabe ohne Gewähr.




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29 Kommentare bisher
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  1. Gravatar of Grobi
    Kommentar von
    Grobi
    09.12.2010 um 21:16
    1

    Respekt…
    …wie lange brauchts deinerseitens für so einen Beitrag?
    PS: Achim ist da auf verlorenem Posten…seine Sprüche mit Hintergrund erreichen dort niemand, weder Mannschaft noch Fans.
    PISA


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    09.12.2010 um 21:21
    2

    @Grobi: Arg, deine Frage trifft einen neuralgischer Punkt. Viel zu lange 😀


  1. Gravatar of obi
    Kommentar von
    obi
    10.12.2010 um 10:12
    3

    7vs15 in Liga 5 noch Fragen


  1. Gravatar of gestrandet
    Kommentar von
    10.12.2010 um 16:11
    4

    ja, und zwar:
    was willst du damit sagen?
    Dass der Fußball in Leipzig generell uninteressant ist, weil kommerziell und sportlich in jüngerer Vergangenheit wenig Erfolgreich? Das andere Vereine schöneren, erfolgreicheren was-weiß-ich Fußball spielen?
    Dann troll dich weg und spam‘ nicht rum…


  1. Gravatar of rotebrauseblogger
    Kommentar von
    11.12.2010 um 9:45
    5

    Könnte u.U. heißen, dass ein Mittelfeldduell in Liga 5 nun nicht gerade das ist, wofür alle Beteiligten, schon gar nicht die beim Staat angestellten, alle zur Verfügung stehenden Ressourcen einsetzen wollen bzw. bei den beteiligten Vereinen oft auch gar nicht die notwendigen Ressourcen (finanziell, organisatorisch) zur Verfügung stehen. Gilt übrigens für den hiesigen Viertligisten genauso, der gerade bei Spielabsagen erfahren muss, dass er eben in einer Liga spielt, die Amateur- und Profisport verbindet.
    Im übrigen finde ich die aktuelle Absage des Derbys durchaus sinnig. Beim Versuch im August traf die kurzfristige Absage ja einige Fans, die unter erheblichem finanziellen Aufwand bereits extra nach Leipzig angereist waren. Die schon wieder vor die Möglichkeit (bei hoher Wahrscheinlichkeit) einer kurzfristigen Absage am Samstag zu stellen, hätte man ihnen wohl schwerlich verklickern können.


  1. Gravatar of obi
    Kommentar von
    obi
    11.12.2010 um 11:19
    6

    @gestrandet Du hast es schon richtig interpretiert!


  1. Gravatar of Bango
    Kommentar von
    Bango
    11.12.2010 um 13:38
    7

    @Roterbrauseblogger
    Mal so gefragt. Was kosten eigentlich die Polizeieinsätze im Rahmen eurer Spiele? Gerade ihr solltet mal schön still sein, muß sich doch der Polizeiapperat zu Genüge mit euren Ansetzungen beschäftigen, nur damit ihr sicher von A nach B gelangen könnt, ohne das euch Jemand auf die Birne haut. Und sei das anscheinend nicht genug, drehen eure „L.E.Bulls“ noch lächerlich provokante Filmchen um einige eh schon gereizte Personenkreise extra anzustacheln. Megadämlich! 
    Wenn man sich das mal überlegt. Alles nur weil ein eitler Mäzen den Fußball für sich und seine Werbezwecke instrumentalisiert.
    Aber das ist schon wieder ein ganz anderes Thema..


  1. Gravatar of J.M.
    Kommentar von
    J.M.
    11.12.2010 um 14:42
    8

    @bango volltreffer ! sehe ich genauso. die produzieren sich als die „intelligente elite“ und sind nichts weiter als konsumierende milchreisbubis, die nicht mal in ihrem eigenen verein was bewegen dürfen ! wieviel mitglieder haben eigentlich diese rasenkasper und wie hoch ist der durch schulkinderfang mittels freikarten für die kindergarten-und horttanten aufgepuschte zuschauerschnitt wirklich bei denen ? na ja, fragen über fragen und am ende kommt doch nur immer wieder eins raus: mit geld kann man in dieser stadt alles kaufen, auch das anrichten von schaden ! die sollen sich mit ihrer zentralbüchse vom acker machen und hier nicht anfangen so zu tun, als wenn sie über fußball mitreden können. träumt mal hübsch weiter von der championsleague. wir gehen inzwischen zum fußball ! die einen bei chemie, andere zum fcs und der auf grund der neuerlichen einkaufstour geringer werdende teil zu lok. allemal besser, als sich in lonzens sitzschalen zu zwängen und seinen charakter und seine überzeugungen auf den müll zu schmeißen !


  1. Gravatar of J.M.
    Kommentar von
    J.M.
    11.12.2010 um 14:44
    9

    außerdem: kann man was absagen, was eigentlich garnicht an diesem ort stattfindenswert ist ? fußball gehört auf keinen fall an die jahnallee ! dort ist der ort für kaschperltheater und geldverbrennerei, nicht für fußball.


  1. Gravatar of rotebrauseblogger
    Kommentar von
    11.12.2010 um 18:06
    10

    @Bango: keine Ahnung wie teuer die Polizeieinsätze sind, ähnlich teuer wie die Sachsenspiele in den Schüsseljahren würde ich sagen (mal abgesehen vom Derby). Es geht hier auch eher um Relevanz. Und selbst wenn grün-weiß und blau-gelb ihre Duelle für sehr wichtig halten und sie es historisch sogar sind, ist es für die Staatsbediensteten kein Highlight dort hin zu müssen und für die Polizeiführung steht ein Füntligaspiel sicher nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Ein Viertligaspiel, bei dem es um nichts geht im Übrigen vermutlich auch nicht.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    11.12.2010 um 19:29
    11

    @rotebrauseblogger: Beim Stichwort Relevanz muss ich dir dann doch deutlich widersprechen: Woran bemisst sich diese denn? Sportlich? Dann hättest du Recht. Aber das wäre eine sehr willkürliche Kategorie. Eingedenk der zu erwartenden Sicherheitslage kann Meppen gegen Wiesbaden in der ersten Liga für die Polizei doch nicht relevanter sein als Lok gegen FC Sachsen in der fünften Liga. Bei der Einschätzung der Sicherheits- und Gefährdungslage kann es doch gar nicht um das Sportliche gehen, sondern ausschließlich um das Drumherum: die Fans, die Zuschauer, die Massenwirksamkeit (und meinetwegen noch andere Kategorien, wie Rivalität etc.).

    Das ist jetzt gewiss kein Ruf nach mehr Polizeikräften dort, wo viele Zuschauer zu erwarten sind.

    Mir geht es eher darum, zu zeigen (wie auch oben expliziert), dass Schlagworte wie „Sicherheit“ zum finalen, also alles entscheidenden Argument werden, wenn es darum geht, Einfluss auf den Terminkalender von Großveranstaltungen zu nehmen. Ich denke, dass ich in meiner Rolle als Fußballfan durchaus meinen Unmut darüber zum Ausdruck bringen kann.

    Ob die Absage für morgen richtig war, darüber können wir uns streiten. Heute wäre es angesichts der Bedingungen sicherlich kurios gewesen, das Spiel anzupfeifen. Aber morgen wird ein Großteil der (wenn nicht sogar sämtliche) Glätte der Temperaturen über dem Gefrierpunkt erlegen sein.

    Whatever. Noch einmal: die Entscheidungen scheinen im Einzelnen nachvollziehbar zu sein, alles in allem ist es für mich aber peinlich, dass offensichtlich ein gehöriges Unvermögen besteht, ein derart <i>relevantes</i> gesellschaftliches Ereignis erfolgreich durchzuführen.


  1. Gravatar of rotebrauseblogger
    Kommentar von
    11.12.2010 um 21:49
    12

    Klar geht es bei der Einschätzung der Sicherheitslage um das Drumherum (Fans, Rivalität, bisherige Erfahrungen und Co), aber das Derby Chemie gegen Lok hätte als Bundesligaderby vermutlich sowohl im August als auch morgen stattgefunden. Als Füntligaderby tut es das eben nicht, weil es der Polizei im August (sportlich) nicht wichtig genug war, die eigenen Angestellten zu überlasten und für morgen vereinsseitig keine Wege gesehen wurden, das winterliche Stadionumfeld in den Griff zu kriegen (ob es bis morgen weitertaut oder wieder friert mal dahingestellt). Will nur sagen, ein (auch in Liga 5) subjektiv (den Fans und Spielern) wichtig erscheinendes/ relevantes Derby ist außerhalb von Leipzig doch nicht unbedingt ein relevantes Ereignis. Für einen Dresdener Polizisten ist ein Leipziger Fünftligaspiel (egal wer dran beteiligt ist) eventuell nicht unbedingt die wichtigste Veranstaltung, zumal wenn der restliche Dienst sowieso schon an den Kräften zehrt. Wobei ich gar nicht so drauf rumreiten will, denn selbst wenn die Derbys wohl ohne umfassende, polizeiliche Begleitung nicht durchführbar sind, kann man sie auch nicht nur unter dem Fokus Sicherheit betrachten. Letztlich begründete sich ja auch nur 1 der 3 Absagen auf polizeilichem Notstand.


  1. Gravatar of rotebrauseblogger
    Kommentar von
    11.12.2010 um 22:14
    13

    Kurzer Nachtrag: Ich finde im Übrigen, dass Du sowohl als Fußballfan als auch als Blogger Deinen Unmut über das Argument Sicherheit als entscheidendes Pro oder Contra Sportveranstaltung äußer kannst/ sollst/ musst. Ist doch ok und auch nachvollziehbar, nur gibt es eben gerade in den Mühen der Fußballebenen wohl auch immer kleinere oder größere Aber.


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    12.12.2010 um 11:53
    14

    Vielleicht sollten die, die über Spielabsagen aufgrund fehlender Sicherheitskräfte meckern sich bei den Pseudofans der jeweiligen Vereine bedanken weswegen der Einsatz der Polizei überhaupt nötig ist.


  1. Gravatar of Alex
    Kommentar von
    Alex
    12.12.2010 um 12:00
    15

    Liebe RB-Weltverbesserer,
    bitte eröffnet doch auch in Moskau, Paris und Catania ebenfalls Fußballfilialen. Dort wird euer friedliebendes Gutmenschentum, das Fußballfans offensichtlich zu Friedenstauben werden lässt, gerade am meisten gebraucht.
    Vielen Dank!


  1. Gravatar of Bango
    Kommentar von
    Bango
    12.12.2010 um 12:42
    16

    Was erlaubt ihr Brausefuzzis euch eigentlich? „Pseudofans“?
    Die größten Pseudofans seid doch einzig und allein ihr!
    Oberhalb der Regionalliga wetzen schon sämtliche Fangruppierungen die „Messer“ weil sie sich auf euch Weltverbesserer freuen. Solche Großfressen. Man. man, man.
    Die Großaufgebote der Polizei möchte ich dann gern sehen, wenn diese euern Arsch in schöner Regelmäßigkeit retten müssen. Und was die Einsätze kosten werden sprengt den Rahmen mancher Derbys. Also mal schön psssst, gelle.


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    13.12.2010 um 19:42
    17

    Und schon wieder Gewaltandrohungen vom Feinsten. Naja, wenigstens seit ihr da „Erstklassig“!


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    13.12.2010 um 20:21
    18

    @dröhn: Das war bestimmt keine Gewaltandrohung von @Bango. Sorry, aber wie du manchmal die Tatsachen verdrehst …


  1. Gravatar of Grobi
    Kommentar von
    Grobi
    13.12.2010 um 21:10
    19

    Dieses Thema beinhaltet DAS Leipziger Derby, richtig?
    Warum sind denn nun plötzlich allgemeinfussballinteressierte Leipziger Einwohner der Meinung sich hier äußern zu müssen???


  1. Gravatar of nwb
    Kommentar von
    nwb
    15.12.2010 um 1:56
    20

    @rotebrauseblogger
    teile deine meinung!
    @bango
    jajaja sämtliche fans wetzen die messer, hatten wir das nicht schon vor der oberliga saison, vor der regionalliga saison und so weiter und so fort… das ist so lächerlich!
    @grobi
    schonmal was von freie meinungsäußerung gehört?


  1. Gravatar of Alex
    Kommentar von
    Alex
    15.12.2010 um 3:13
    21

    „Ohne die DDR-Derbys miterlebt zu haben, für mich ist das erste Derby nach über sieben Jahren Abstinenz die Mutter aller Derbys. Diese unglaubliche Anspannung vor einem Spiel war mir völlig neu und das Stadion rappelvoll mit Fans, die lange nicht bei Chemie waren. Und diese ergreifende Stimmung wurde dann auch noch mit der sehr genialen Auswahl von Westernhagens „Ich bin wieder hier, in meinem Revier“ musikalisch untermalt. Das sportlich vermutlich spannendste Derby habe ich heute noch vor Augen: Lucic mit genialem Freistoß, danach Filipovic mit einem Treffer aus Nahdistanz und kurz vor Schluss köpft Aerdken an den Innenpfosten, Filipovic staubt den abprallenden Ball und rettet uns das Unentschieden. Klar erinnere ich mich auch gerne an den ersten Sieg nach 23 Jahren ein knappes Jahr später – Virag machte das 2:0 und sprang genau vor mir auf den Zaun, um mit den Fans zu feiern. Aber dieses leidenschaftliche Unentschieden im grauen Dezember 1998 hat tiefere Spuren hinterlassen und die knapp neben mit einschlagenden Sitzschalen den Hass auf Lok geschürt.“

    14.12.1998 im Alfred-Kunze-Sportpark, Tore: Boris Lucic (6.) und Almir Filipovic (19., 83.)
    Text aus der fünften Ausgabe von Culthoch64


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    15.12.2010 um 9:16
    22

    Hass, Hass, Hass, Gewalt, Hass , Tod, Gewalt und wenn ihr damit fertig seid gibts noch mehr Hass.

    Spitze, ihr seid die Größten! 


  1. Gravatar of obi
    Kommentar von
    obi
    15.12.2010 um 9:41
    23

    nein wenn wir damit fertig sind wird geplündert,gebrandschatzt und vergewaltigt wann und wo bist du denn falsch abgebogen?


  1. Gravatar of Sündenbock03
    Kommentar von
    15.12.2010 um 10:51
    24

    Aber nicht doch „dröhn“. In ein paar Jahren ist doch der Spuk vorbei, Chemie und Lok gibt es nicht mehr und der/die/das glorreiche RBL hat die Welt gerettet.
    Die Spielflächen sehen dann so aus:
    http://4.bp.blogspot.com/_jZqW.....100417.jpg


  1. Gravatar of Alex
    Kommentar von
    Alex
    15.12.2010 um 21:17
    25

    Derby ist immer?
    Nein, Freund von Culthoch64, Derby ist diese Saison nur noch am 19. Spieltag der Sachsenliga. Zwischen unserer „Zweiten“ und einer zunehmend schwerer schnaufenden Lokomotive. Nein, Freunde des Fußballs, Derby heißt nicht, Weihnachtsfeiern zu überfallen, Datenbanken mit Gesichtern verfeindeter Ultras zu erstellen, sich gegenseitig in der eigenen Stadt zu entführen oder schon als junger Mensch Zahnersatz zu benötigen. Ja, Freunde des gepflegten Umgangs, Derby kann auch bedeuten sehr emotional bei der Sache zu sein und trotzdem nicht an jeder Ecke befürchten zu müssen, seinen Schal gerupft zu bekommen. Unser Genua-Bericht erzählt davon. Und JA, Freunde der Leutzscher Religion, pilgert am Tag des Jüngsten Derbys zum Stadion, ignoriert die Ungläubigen, zeigt unsere Farben und brüllt sie zum Sieg!
    Editorial der fünften Ausgabe von Culthoch64


  1. Gravatar of Bango
    Kommentar von
    Bango
    16.12.2010 um 2:57
    26

    Werden wir eines Tages eine Wiederauferstehung der Cult erleben?
    Eines Tages. Ich hoffe es zumindest.
    Herzlichst. Ein Chemiker. :´(


  1. Gravatar of Grobi
    Kommentar von
    Grobi
    16.12.2010 um 9:11
    27

    Für die sich hierher verirrten RBL-…ähm?…aja…Zuschauer:
    http://www.sportal.de/sportal/.....00000.html
     


  1. Gravatar of rbltras
    Kommentar von
    rbltras
    17.12.2010 um 1:52
    28

    rbl heißt zukunft!
    fcs/lok fans können sich schon mal an den gedanken gewöhnen in 3-5 jahren auf dem level von lvb und sg rotation zu kicken…


  1. Gravatar of Alex
    Kommentar von
    Alex
    17.12.2010 um 7:48
    29

    Always look on the bright side of life
    Die Jungs von Monty Pyton sind großartige Komiker. 29 Jahre vor dem Zerwürfnis zwischen Leutzscher Fans, Vorstand und Investoren haben sie einen treffenden Dialog geschrieben:
    Überzeugter Widerstandskämpfer: „Seid ihr die Jüdäische Volksfront?“ Anderer überzeugter Widerstandskämpfer: „Verzieh Dich! Jüdäische Volksfront … Pah! Wir sind die Volksfront von Judäa!“ Was im „Leben des Brian“ zum Brüllen komisch ist, wirkt im Leutzscher Frühjahr 2008 nach Christus als ein unheiliger Kampf ohne Aussicht auf Sieger. Der Kampf mündet in zwei Leipziger Vereinen, die ihre Mannschaften mit einem inbrünstigen „Schäääääämieee“ anfeuern. Der Riss zieht sich durch Freundschaften, Fanclubs, Familien und Fanzine-Redaktionen. Und weil die Macher von Culthoch64 höchst verschiedener Meinung sind, das Fanzine 2004 für die Chemie im Gewande des FC Sachsen ins Leben gerufen wurde und wir überaus konsequente Menschen sind, nageln wir „Culthoch64“ mit dieser Ausgabe unwiderruflich ans Kreuz!
    Als Abschiedsausgabe haben wir einen Meinungs-Querschnitt unter Chemikern zusammengestellt. Ohne Anspruch auf Repräsentativität. Dafür aber mit einer eindeutigen Empfehlung: Hört auf euer Herz! Und nehmt es mit Humor, denn Chemiker schauen immer auf die glänzende Seite des Lebens.
    Editorial der sechsten und letzten Ausgabe von Culthoch64.

    Leider bleibt es dabei: Solange es zwei Leutzscher Vereine gibt, erscheint auch keine Ausgabe von „Culthoch64″ mehr.




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