Als der DDR-Fußball in Leutzsch seinen Niedergang zelebrierte
Dienstag, 9. November 2010, 11:47 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 9. November 2010, 11:54 Uhr
Abgelegt unter: Abseits des Platzes, BSG Chemie Leipzig, Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Gewalt & Rassismus, Medienschau

Unmittelbar nach der deutschen Wiedervereinigung erreichte die Gewaltwelle des (Post-)DDR-Fußballs ihren Höhepunkt. Eine Polizeikugel forderte während des Spiels des FC Sachsen Leipzig gegen den FC Berlin ein Todesopfer. Ein Blick zurück und in die Medien

Vor 20 Jahren, am 3. November 1990, starb Mike Polley in Leipzig-Leutzsch. Der 18-Jährige Berliner war das erste und einzige Todesopfer des DDR-Fußballs – zu einem Zeitpunkt, als der SED-Staat längst aufgehört hatte zu existieren. Auf selbigen waren in Leutzsch traditionell nur wenige gut zu sprechen, mit Erich Mielkes BFC Dynamo verbanden die Fans der BSG Chemie eine langjährige Feindschaft. Nonkonformisten gegen Stasi-Funktionäre, die Unerwünschten gegen die Elite eines autoritären Staates, könnte es verkürzt heißen. Für die berüchtigten Hooligans des BFC Dynamo blieb das ebenso berüchtigte Leutzsch uneinnehmbar.

Vom Hüter der „real-sozialistischen Wahrheit“ zur „Karnevalsfigur“

Der Zusammenbruch der DDR bedeutete ein grundsätzliches Infragestellen alter Gewissheiten der Erlebniswelt Fußball. Der BFC Dynamo hieß fortan FC Berlin, die BSG Chemie modisch FC Sachsen Leipzig. War der Staat in den Vorwendejahren der im Kern von einem diffusen oppositionellen Moment gekennzeichneten „Rowdy“-Szene (Stasi-Sprech) im Fußball mit äußerster Repression begegnet, entlud sich nach 1989 eine Welle der Gewalt. Überfordert, schlecht ausgerüstet, demoralisiert und führungslos – die Volkspolizei war plötzlich nicht mehr in der Lage, für „Ruhe und Ordnung“ zu sorgen, sondern musste angesichts des entstandenen Machtvakuums kapitulieren.

Frank Willmann ist ein ausgewiesener Kenner der Fußballfankultur in der DDR. In der
Jungen Welt schreibt er:

Als 1989 die DDR aufhörte zu existieren, waren viele der jungen Fußballfans mit auf der Straße. Sie waren beseelt vom Traum einer unbestimmten Freiheit. Doch schnell bemerkten die Fans, daß ihre kleine DDR-Welt langsam aus den Fugen geriet. Der Vopo, gestern noch Respektsperson und Hüter der real-sozialistischen Wahrheit, war heute schon eine Karnevalsfigur, mit dessen Mütze man prima kicken konnte. […] Richteten sich die Proteste in den Oberliga-Stadien anfangs noch teilweise gegen die DDR-Staatsführung, ging es sehr schnell nur noch um die pure Lust an Gewalt und Randale. […]

Es entstanden Hooliganbanden, die nahezu gewerbsmäßig Plünderungen durchführten. »1991 war Anarchie in Germany. Politik war uns scheiß­egal. Erst haben wir noch Vopos und gegnerische Fans gejagt. Später ging es uns hauptsächlich darum, Läden auszuräumen, an teure Elektronik und Markenklamotten zu kommen«, sagt der Rot-Weiß-Erfurt-Fan Rotten. Unterstützung erhielten die jungen Hooligans aus den alten Bundesländern. Alles, was noch irgendwie kriechen konnte, fuhr am Wochenende in den Osten, mit der Aussicht auf eine fette Schlägerei, Bullenprovo und eine nette kleine Plünderung.

Berliner Hooligans wollten „Rache“ an den Leutzscher Fans

In einem Beitrag für 11 FREUNDE begibt sich Jens Fuge auf Spurensuche nach den Umständen des tödlichen Schusses auf Polley:

Augenzeugen der Szenerie schwören noch heute, die Polizei sei restlos überfordert gewesen und vom Geschehen überrascht. […] In Leipzig waren schon 14 Tage vor dem Spiel die wildesten Gerüchte im Umlauf. Die Berliner wollten sich angeblich mit Leipziger Hools zusammentun und »Leutzsch anbrennen«. Man wolle sich rächen an den Sachsen-Fans, hieß es, denn in den Jahren zuvor, wenn Chemie Leipzig in der Oberliga spielte, hatte sich die gesamte »Schläger-Welt von Leipzig rund ums Stadion versammelt, um den Berlinern Saures zu geben«, so ein Insider. Starker Polizeischutz musste dann für die Unversehrtheit der BFC-Fans sorgen. Nun aber war alles anders, denn die Autorität der uniformierten Staatsmacht war vollkommen verloren gegangen.

„Fünf Jugendliche wälzten sich in ihrem Blut“

Fuge zeichnet eine angespannte Atmosphäre nach, in der die Volkspolizei gegen die Fans des FC Berlin auf deren Weg vom Leutzscher Bahnhof zum Stadion scheinbar grundlos Schlagstöcke und Tränengas einsetzte und den Mob somit provozierte.

Kurz vor den Kassen standen sie sich gegenüber: 25 völlig verängstigte, nervöse und ungeübte ehemalige Volkspolizisten auf der einen, etwa 400 gewaltbereite, selbstsichere und erfahrene Schläger auf der anderen Seite. Als ein Polizist seinen Schlagstock einsetzte, war das das Signal für seine Kollegen. Die Ordnungsmacht prügelte die Berliner zurück Richtung Bahnhof Leutzsch. Dort rasteten die enttäuschten Hooligans aus: Ein zertrümmerter Bahnhof, drei brennende Polizeifahrzeuge und jede Menge zersplitterter Fahrzeugscheiben waren das Resultat.

Als die Berliner in ihrer rasenden Wut auf den Gleisen des Bahnhofsvorfeldes ausschwärmten und mit Schottersteinen die wartenden Polizisten an der Pettenkofer Straße attackierten, gab der befehlshabende Offizier in seiner Not den Befehl, von der Schusswaffe Gebrauch zu machen. Das Feuer wurde eröffnet, die Wirkung war verheerend. Fünf Jugendliche wälzten sich mit schwersten Verletzungen in ihrem Blut, für den 18-jährigen Mike Polley kam jede Hilfe zu spät. Er starb auf den Schienen des Leutzscher Bahnhofes.

In der Folge begab sich der angestachelte Mob in die Innenstadt, schlug Schaufenster ein, plünderte Geschäfte. Die Leipziger Volkszeitung berichtete damals ausführlich und stellt heute diese Zeitungsseiten im Original neben ein paar interessanten O-Tönen eines Augenzeugens („Doch plötzlich begannen die uns niederzuknüppeln“) online zur Verfügung. Dort ist zu erfahren, dass der Polizei lediglich 219 Einsatzkräfte zur Verfügung gestanden haben, wie die Verantwortlichen die Situation vor dem Stadion („Aber sie wollten den Krieg“) einschätzten , warum die Händler „künftig alle bewaffnet sein [sollten]“ und dass die LVZ ein „ausgeprägtes Solidargefühl“ festgestellt hat, auf das man „schon ein bisschen stolz sein [kann]“.

Zweifelsohne zählt der 3. November 1990 zu den schwärzesten Tagen des Fußballs im Allgemeinen. Im Besonderen markiert der Tod von Mike Polley jedoch vor allem den Niedergang des DDR-Fußballs. In der Folge der Ereignisse von Leutzsch wurde das letzte Länderspiel in der Geschichte der DDR abgesagt. Die geplante fußballerische „Wiedervereinigung“, die in einem Freundschaftsspiel gegen das bundesdeutsche Team vollzogen werden sollte, fiel ersatzlos aus.




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28 Kommentare bisher
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  1. Gravatar of Als der DDR-Fußball in Leutzsch seinen Niedergang zelebrierte …
    1

    [...] hier den Beitrag weiterlesen: Als der DDR-Fußball in Leutzsch seinen Niedergang zelebrierte … [...]


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    09.11.2010 um 19:01
    2

    Eigentlich sollte man meinen dass aus solchen Geschichten gelernt wird. Wie die Gegenwart zeigt ist das aber nicht so. Alteingesessene Fans wie hier predigen immer noch Gewalt und stehen auch noch dazu.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    09.11.2010 um 19:21
    3

    @dröhn: Damit wäre ich jetzt doch etwas vorsichtiger. Hier predigt niemand Gewalt. Falls du das anders siehst, würde ich gerne um einen Beleg bitten.


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    09.11.2010 um 19:40
    4

    Für dich ist das Thema doch unausweichlich! Sich klar davon distanzieren zudem sinnlos!

    Also?


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    09.11.2010 um 19:49
    5

    So etwas Unhaltbares lasse ich mir nicht unterstellen. Es besteht sehr wohl ein Unterschied zwischen der Suche und dem Fragen nach Ursachen und Verantwortung von Gewalt und einem Aufruf zu selbiger, den du mir und allen anderen, denen du das hier so pauschal attestierst, bitte noch nachweisen möchtest. Statt meiner Fäuste bediene ich mich an dieser Stelle ja immerhin Worten, um meinen Unmut auszudrücken.

    Btw: 1990 hat reichlich wenig mit heute zu tun. Es ist sehr fragwürdig, da irgendwelche Zusammenhänge zu konstruieren.


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    09.11.2010 um 19:57
    6

    An dieser Stelle ist ja auch nichts anderes als deine Worte möglich, Gott sei dank für mich, ansonsten hätten mich vielleicht auch schon ein paar vermummte Gestalten besucht und ein Video zum Wohle von Grün-Weiß gedreht.

    Und wenn du schon so empört reagierst dann solltest du deine bisherigen Beiträge zu dem Thema vielleicht noch einmal gründlich lesen, verstehen und überarbeiten!


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    09.11.2010 um 20:05
    7

    Arbeite mit konkreten Beispielen, dann bringt uns das hier auch weiter. Ansonsten kann ich dir allgemein mit auf den Weg geben: du hast mich falsch verstanden, an jeder einzelnen Stelle. Aber man liest ja immer genau das raus, was man rauslesen will, oder wie kann ich dich jetzt verstehen?


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    09.11.2010 um 20:09
    8

    Na dann schreib doch einfach mal:

    „Ich lehne Gewalt ab! Im und um den Fußball! Egal von und gegen wen!“

    Und laß das Ganze dann einfach mal ohne ein einschränkendes „aber“ stehen!!!

    Ansonsten kann ich dir nur sagen, wenn du falsch verstanden wirst und zwar nicht nur von mir alleine, dann stimmt doch irgendetwas nicht mit deinen Beiträgen!


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    09.11.2010 um 20:24
    9

    Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Ich bin nicht der Papst oder irgendeine andere Autorität, deren Urteil (‚Ja/Nein zu Gewalt‘) auch nur irgendetwas ändern würde. Ja, du verstehst mich falsch. Was ich dazu sage, ist irrelevant.

    Wir haben einen gänzlich unterschiedlichen Wahrnehmungsfokus. Du reduzierst das Problem auf Gewalt. Das verhindert eine Auseinandersetzungen mit den Ursachen dieses Phänomens. Eine solche Perspektive ist unterkomplex, nicht zielführend und in letzter Konsequenz zynisch: Wenn es dich befriedigt, dich und andere mit (der Forderung nach) der Ächtung von Gewalt moralisch reinzuwaschen, sage ich, dass das nicht ausreicht, sondern den Problemfokus verstellt.

    In dieser Diskussion dient ‚Gewalt‘ als Totschlagargument, auch das habe ich schon gesagt. Ich verwehre mich ausdrücklich dagegen, Kritik an RB zu kriminalisieren und somit aus der Diskussion als vermeintlich illegitime Position auszugrenzen.


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    09.11.2010 um 20:45
    10

    Warum habe ich nur genau das erwartet?


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    09.11.2010 um 20:55
    11

    Ganz einfach: Du hast das alles schon mal gelesen. Nochmals: Solange du hier moralisierend und kriminalisierend mit der Gewaltkeule umherirrst, also überhaupt nicht auf die Kritik als solche eingehst, möchte ich mich nicht genötigt fühlen, auf dieses „Sag es, sag es doch endlich“ einzugehen, um dich in deinen Denkstrukturen auch noch zu bestätigen.


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    09.11.2010 um 21:47
    12

    Ja, traurig nicht dass du immer wieder dein tun und schreiben bestätigst, richtiger macht es das deswegen noch lange nicht. Genausowenig wie es falsche Argumente richtiger macht wenn man sie immer wieder herunterbetet.

    Deine gewaltverherrlichende Denke ist nicht meine und wird auch nie meine werden. Aber vielleicht fühlst du dich genau deswegen so wohl in der grün-weißen Haut. Bleib also ruhig in deinem Denken verhaftet, ich will dich nicht ändern, bestätigen muß ich dich in deiner traurigen Gestalt aber auch nicht.


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    09.11.2010 um 22:02
    13

    Kurze Anmerkung noch,

    solange du nicht bereit bist tatsächlich und eindeutig Stellung zu beziehen und zwar gegen Gewalt, bist du kein Gesprächspartner mehr.

    Lassen wir es also ab jetzt dabei bewenden!


  1. Gravatar of Szenebeobachter 08/15
    Kommentar von
    Szenebeobachter 08/15
    10.11.2010 um 12:25
    14

    Lieber dröhn,

    dein Freund Chemieblogger äußert sich hier nicht wie von dir gewünscht, weil es in der Tat unsinnig wäre, auf deine Aufrufe zu einer öffentlichen Erklärung von Gewaltverzicht einzugehen. Zunächst einmal hat er ja bereits in seinem Ausgangsstatement klar Stellung gegen die Gewalt bezogen, indem er diese, wie von ihm auch in einer Kommentarspalte erneut erwähnt, als Zitat „dumpfe, dümmliche und rechtsmotivierte Gewalt“ deklarierte. Jetzt noch mal das von dir geforderte Anti-Gewalt-Statement nachzuschieben, wäre aus zwei Gründen völlig unverhältnismäßig:

    1.) Der Chemieblogger ist Student durch und durch und zwar mit allem was so ein Studentendasein beinhaltet. Er ist nonkonform (oder was er dafür hält), gebildet (und bildet sich darauf was ein), schläft lange, kauft gerne im Naturkostladen ein, trägt Kleidung, die man als alternativ bezeichnen könnte, findet den Roten Stern chic, weil er antirassistisch ist und das aktuell modern ist und ist aber eben auch ein Mensch, der völlig gewaltfrei lebt. Das brutalste, was er in seinem Leben selbst an gewalttätigem Verhalten an den Tag gelegt hat, ist vermutlich, dass er sich vielleicht einmal unter Zeitdruck in der Uni-Mensa vorgedrängelt hat und dabei einen Kommilitonen anrempelte. Glücklicherweise war dieser, falls sich eine solche Situation mal zugetragen haben sollte, aber auch studentisch genug um in völligem Gewaltverzicht maximal kurz zu murren.

    2.) Der Chemieblogger sieht sich selbst als Beobachter des Leipziger Fußballs. Selbstverständlich, und das ist keine Kritik, es liegt in der Natur eines jeden Menschen, ist er dabei nicht wertneutral. Er hat eine gefestigte Meinung, eindeutig positiv gegenüber der BSG, dem Roten Stern und mit Abstrichen dem FC Sachsen eingestellt. Hier liegt in gewissem Maße das Problem, er agitiert und lässt Gewaltkritik an den L.E. Bulls für manchen Leser, , also dich und deine Freunde, vermissen, während er bei Angriffen auf Fans des RSL oder der BSG u.a. von Gewaltfanalen spricht, die klar zu verurteilen seien. Ihm zugute halten muss man dabei, dass die Angriffe auf die Fans der BSG und des RSL eine andere „Qualität“ bzw. Härte hatten. Ihm vorzuwerfen ist allerdings, dass er hier keine konsequente Linie fährt. Er erkennt, dass die L.E. Bulls sich durch ihr provozierendes Anti-Ultrá-Verhalten als Ziel noch zusätzlich für Schläger attraktiv machen. Attraktiver, als sie ohnehin für diejenigen wären, die Eingriffe durch Wirtschaftsunternehmen im Fußball per se verurteilen und auch gewalttätig bekämpfen. Er lässt aber aus, dass auch die Fans des RSL und der BSG immer wieder Wasser auf die Mühlen von Nazi- und Fußballschlägern gegeben haben, die auch (nicht nur!) Grund dafür waren, dass es zu den angesprochenen Angriffen kam. Es ist schließlich fatal zu denken und, dass RB-Fans mit ihrem Verhalten die gewaltbereiten Teile der Ultraszene noch mehr provozieren, bis diese irgendwann ihren Zorn in gewalttätigen Ausbrüchen entladen, gleichzeitig aber zu glauben, dass sich prügelgeile Nazis durch Anti-Rassismus-Aktionen auf ihren Dörfern oder Lok-Hools durch Überfälle auf einzelne Szenemitglieder (auch der aktuellen „Schließung“ des Chemie-Fanprojekts scheint mal wieder eine typische 5 gegen 1 Situation vorauszugehen) nicht zu ähnlichen Gewalttaten motiviert fühlen könnten. Auch dort geht es nicht nur nach Schema F. Auch Nazis und Hools haben neben ihrer politischen oder allgemein gewaltaffinen Einstellung weitere Motivationen, um letztendlich zum Mittel der Gewalt zu greifen.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Der Chemieblogger selbst ist – soweit ich ihn einschätzen kann und ich behaupte dies gut zu können – eine Person, die Gewalt ablehnt und sich eben als nicht neutralen Beobachter sieht. Die Fans von RBL sind Opfer von abzulehnender Gewalt, aber sie haben, wenngleich unbewusst (aber auch das sei mal dahingestellt, ich denke schon, dass ihr einschätzen könnt, was eure Aktionen für Reaktionen provozieren) ihren Teil dazu beigetragen. Und: Gewalt ist ein Teil des Fußballs, sie gehört leider dazu. Und auch Chemiker, Sterne und Lokisten sind nicht immer nur Opfer, wenn sie angegriffen oder überfallen werden. Denn Gewalt erzeugt meist nur eins: Noch mehr Gewalt. Wo die Spirale letzten Endes anfing sich zu drehen, ist vor allem bei dem Konflikt BSG-LOK kaum noch nachvollziehbar.


  1. Gravatar of Sündenbock03
    Kommentar von
    10.11.2010 um 14:30
    15

    @Szenebeobachter 08/15: Du magst größtenteils richtig liegen, jedoch würde ich dir in einigen Punkten widersprechen wollen.

    Auch wenn es heutzutage tatsächlich „chic“ ist, als „links“ zu gelten, soll es wahrhaftig Menschen geben, die aus tiefstem Herzen antirassistisch denken, unabhängig von aktuellen Modetrends.

    Ich glaube desweiteren, und dem widersprichst du in deinem Beitrag ja auch gar nicht, es wäre naiv, Gewalt als Mittel zur Durchsetzung von Zielen gänzlich abzulehnen. Diesem Gewalteinsatz muss selbstverständlich eine moralische Rechtfertigung (auch wenn es „die Moral“ nicht immer intersubjektiv ist, im Falle von Angriffen auf Frauen, Alte und Kinder sind wir uns jedoch sicher einig), aber auch eine nüchtern-sachliche Abwägung des Nutzens zugrunde liegen. Gewalt per se als „schlecht“ darzustellen ist nicht nur naiv, sondern auch heuchlerisch.
    Ich würde zudem kühn behaupten, dass antirassistische Aktionen (RSL, BSG) in ihrem Wert nicht mit Anti-Ultrà-Provokationen (RBL) gleichsetzbar sind. Ich stimme dir zu, sicherlich überrascht es nicht, wenn den Jungs und Mädels vom RSL auf den sächsischen Dörfern ein heftiger Wind entgegenweht. Menschen mit einem emanzipatorischen Leitbild, wie es der Autor, dessen bin ich mir sicher, pflegt, legen aber eine andere Gewichtung als z.B. der User „dröhn“ an den Tag.

    Volle Übereinstimmung mit deinem letzten Absatz. Überhaupt ein sehr gehaltvolles Posting.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    10.11.2010 um 14:35
    16

    Voller inhaltlicher Anschluss an @Sündenbock03. @Szenebeobachter 08/15 beweist, dass massive Kritik auch auf einer Sachebene vorgetragen werden kann. Allerdings hat er in seinem doch recht scharfsinnigem Porträt meiner Person (man beachte seine implizite Ansprache in der dritten Person) etwas vergessen: meine zukünftigen Perspektiven. Schließlich betreibe ich dieses Blog nur, um irgendwann mal durch die Red-Bull-PR-Abteilung vom Markt genommen zu werden.


  1. Gravatar of Sündenbock03
    Kommentar von
    10.11.2010 um 19:49
    17

    Sorry für ein wenig Offtopic, aber ist es nicht köstlich, wie die LE Bulls zum Derbymarsch unter dem Deckmantel einer „Mahnwache gegen Gewalt“ aufrufen?

    „Deswegen der Aufruf an alle RB Leipzig Fans:
    Macht mit beim ersten Fanmarsch unserer jungen Vereinsgeschichte!
    Gemeinsam wollen wir unsere Mannschaft unterstützen und zum Sieg schreien!
    Denn nur gemeinsam sind wir stark!
    Denn nur gemeinsam sind wir eine große, friedliche und bunte Fußballfamilie!“

    Marsch mit nur 30 Leuten ist natürlich auch ein bisschen doof…


  1. Gravatar of Alex
    Kommentar von
    Alex
    10.11.2010 um 21:34
    18

    Es ist doch echt schade, dass der 17. November kein Feiertag in meinem Bundesland ist. Diesen Marsch hätte ich doch ganz gern vor Ort ausgelacht.


  1. Gravatar of Sündenbock03
    Kommentar von
    10.11.2010 um 22:06
    19

    Und wenn die FCS-Fans keine Lust haben mitzu“demonstrieren“, kann man sich anschließend hinstellen und dem FC Sachsen fehlende Distanzierung von Gewalt unterstellen. Grandios.


  1. Gravatar of rotebrauseblogger
    Kommentar von
    10.11.2010 um 22:29
    20

    Schade, dass dieser Beitrag wieder mal in RB-Geplänkel untergeht, garniert mit ‚Wir sind gegen Gewalt, außer sie richtet sich ausschließlich gegen erwachsene Männer und ist instrumentell zu rechtfertigen‘-Beiträgen (bewertest Du dann, welche Gewalt moralisch zu rechtfertigen ist, lieber Sündebock o3? Im Namen der bzw. Deiner Moral gegen das antizipierte Böse/ Ungerechte?).

    Nun ja, bei allem Schütteln danke ich trotzdem für die Zusammenstellung im Blogbeitrag.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    10.11.2010 um 22:55
    21

    @rotebrauseblogger: Danke fürs Feedback. Hatte gleich zu Beginn der Diskussion @dröhn schon einmal darauf hingewiesen, dass es hier eigentlich um 1990 geht. Leider kann ich die Diskussion aus technischen Gründen nicht so einfach zu einem anderen Blogeintrag verschieben.

    Trotzdem: @Sündenbock03 @Alex: Ich fand den Aufruf auch etwas lächerlich, aber ich will hier auch nicht alles zerkauen. Mein persönliches Fazit: Die „L. E. Bulls“ reiten sich immer weiter rein.


  1. Gravatar of Horst K.
    Kommentar von
    Horst K.
    11.11.2010 um 11:59
    22

    erschreckend…
    hatte bisher nie von dem zwischenfall gehört.

    das problem ist, das hinter der staatsmacht auch nur menschen stecken, die in extremsituationen eben nicht wie programmierte roboter agieren und reagieren – was manche gern auch mal ausblenden wollen, um sich dann zu wundern das es eskaliert und dann noch hämisch mit dem finger drauf zeigen ‚’siehste, ich hab’s doch gewusst, scheiss bullen…'‘ – nein, es sind menschen die allzuoft intuitiv reagieren und somit schnell selber zur gefahr für leib und seele werden können.

    wie es reinschallt schallt es auch raus, und leider ist niemand vor einem solchen kurzschluss-ausraster geschützt, das muss allen immer wieder klar sein. im fussball, auf einer demo und sogar im normalen straßenverkehr.

    bleibt zu hoffen das es nicht wieder zu ähnlichen vorfällen kommt, da sich die lage mittlerweile ja ganz schön aufgeheizt hat und die gewalt anscheinend bald eine neue qualität erreichen wird (roter stern, usw.).

    –> lasst mich raten, der schütze wurde entweder nicht ermittelt oder wurde mit dem ermahnenden zeigefinger beurlaubt…


  1. Gravatar of Sündenbock03
    Kommentar von
    11.11.2010 um 13:17
    23

    @rotebrauseblogger: Hast recht, passt hier nicht rein. Ich verurteile den Angriff auf die RB-Busbesatzung als ganzes. Dennoch ist es für mich nochmal ein Unterschied, ob sich Gewalt nun gegen (teilweise) wehrhafte oder gegen wirklich wehrlose Menschen richtet. Soll aber wie gesagt nicht bedeuten, dass ich den Angriff gutheiße. Die Frage nach der Moral ist schwer zu beantworten. Im Fußballkontext noch schwerer als beispielsweise in der Politik. Nur die wenigsten würden wohl die versuchten Attentate auf Hitler als moralisch nicht vertretbar erachten.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    11.11.2010 um 13:57
    24

    @Horst K.: Dazu ist etwas bei LVZ Online zu lesen:

    Es sei eine verrückte Zeit des gesellschaftlichen Zusammenbruchs gewesen, meint Heinisch. Trotzdem ist er bis heute darüber enttäuscht, dass niemand für die Todesschüsse zur Verantwortung gezogen wurde. „Es ist überhaupt nichts aufgeklärt worden. Ich wurde zwar als Zeuge befragt, aber es gab damals offenbar auch einen Schulterschluss zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft“, sagte Heinisch gegenüber LVZ-Online.


  1. Gravatar of Bango
    Kommentar von
    Bango
    12.11.2010 um 9:40
    25

    Irgendwie werden mir hier die Dinge zu sehr vermischt. Einerseits die Spaß/Anarcho – Nacwendegewalt welche ihren Höhepunkt mit den tödlichen Schüssen in Leutzsch hatte, und die Gewaltauswüchse der „Neuzeit“. Die Gemengenlage der Nachwendezeit beförderte geradezu solche brutalen Gewaltausbrüche, welche in Personenzahl und „Qualität“ heute so gut wie gar nicht mehr möglich sind. Die Zeit zwischen 90 – 94 war die Hochzeit der Hooliganrandale deutschlandweit, dann griff langsam aber sicher der Repressionsapperat.
    Die neuzeitliche Motivation für Krawall ist eher eine gefährliche Mischung aus bedingungslosen Fußballfanatismus, politischer Motivation, Revier/Machtkampf und eben dem „Spaß“ an der Schlägerei, sei es aus persönlichem Frust oder Langeweile.

    Ein weiterer gewaltsamer Übergriff auf Anhänger von RB halte ich in naher Zukunft für sehr wahrscheinlich, hat sich gerade deren „Gruppierung“ L.E. Bulls fußballszeneübergreifend zum Feindbild gemausert.
    Es zeigt vielmehr, das Viele aus besagter RB – Gruppierung keine Ahnung von der Fußballmachtverteilung in Leipzig haben, bzw. was diese für seltsamme Blüten treiben kann. Grün – Weiß gegen Blau – Gelb, wobei in Sachen Gewaltpotenzial das Spektrum um den FC Lok wohl etwas „besser“ aufgestellt ist.
    Was die eigentlich verfeindeten Lager eint, ist der Hass auf RB. Was für Letztere wohl das Hauptproblem werden wird. RB ist und bleibt der Eindringling im Leipziger Fußball, was eine schlagkräftige Minderheit wohl immer wieder zum Anlass nehmen wird um RB zu terrorisieren.
    Die Leipziger Fußballszene ist nicht umsonst eine der wohl gewaltbereitesten in ganz Deutschland.
    Dazu kommt die deutschlandweit einzigartige Gemengenlage an Vereinen. Bis hin zu fanszeneninternen Zerwürfnissen.
    Leipzig ist Anders!


  1. Gravatar of J.M.
    Kommentar von
    J.M.
    20.11.2010 um 17:50
    26

    Wenn man Unwichtigem permanent eine Plattform gibt, dann wird es irgendwann wichtig. So ist das auch mit RB. Spannende Marketingstrategie.

    Man darf es niemandem übel nehmen, wenn -nach der Lächerlichkeit preissgegebenen Freikartenaktionen an Leipziger Schulen- endlich Aufmerksamkeit auch in Form von Polizeiberichten als Weg erkannt wird, um ein Produkt zu powern. Zugegeben: Zynisch (=typisch Leipzig im Umgang mit Gewalt). Aber undenkbar ?

    Wer über Jahre mit Hilfe von Dilletanten (Eventuell waren sie garnicht so inkompetent wie wir sie sehen, sondern einfach nur gerissen und clever an der Jahn-Allee ?) einen Verein in die Insolvenz manipuliert, um billig an Nachwuchs aus der Insolvenzmasse zu gelangen, dem muss man leider alles zutrauen. Ich sehe das krass ? Ja, klar, denn das was mit Mike Polley geschah, hat in keiner Form das Niveau der Nachdenklichkeit hervorgebracht was es braucht, um Fußball zu verstehen. Polley+Fantreffüberfall in Leutzsch+Busüberfall auf RB-Kindergartenfans = Herzlich willkommen in Leipzig, so wie wir es in Bezug auf Fußball kennen ! Kaum einer ist in der Lage, auch nur ein trauerndes oder nachdenkliches Wort für Mike Polley zu finden. „Das BFC-Schwein ist doch selbst schuld !“ Klar, Spießers Logik greift und gut ist. Aber das sich ein „roter Faden“ durch Leipzig zieht, und das bis heute, will keiner sagen oder diskutieren. Gott sei Dank gab`s noch keine weiteren Toten. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden….. Dann waren`s natürlich wieder „Dresdner“ und „Berliner“; oder böse und aussschließlich linke (was garnicht geht, wenn man auch nur bissel Ahnung von Ultrakultur hat) Ultras.
    Mir ist der Tag (und ich war im Stadion)Anlass genug, über den „Leipziger“ Fußball (nicht neu, aber) intensiver nachzudenken. Mein Fazit: Dieser Standort, mit seinen Fußballbeschlüssen irregeleiteter SED-Bezirksfürsten, seinem Gießner-Club mit Spielverboten für die Ferls und Vereinsverboten für die Leitzkes, seinem seltsamen Edelpelz, dem „VfB“, Hannoveraner Stadtdirektoren mit Chemieschal und dem Slogen „SPD=Mit uns steigt Chemie wieder auf“, seinem „Nachwuchsleistungszentrum“, dem „Hauch von Chamionsleague“ und der „Hoffnung Mitteldeutschlands“ zugereister Möchtegernleutzscher Schnellbootkapitäne, und jetzt mit seinem RB Leipzig, ist das Lächerlichste und Unprofessionellste, das Charakterloseste und Unseriöseste in Bezug auf Fußball, was die begrenzte Welt eines Fußballfans, der nichts als seinen Traditionsverein siegen sehen will, vertragen kann.

    Zum Kotzen ! Und die Dröhnung, sorry, ähm, die Krönung (nicht von Jacobs sondern eher von „Jakob dem lügenden Spießer“) ist, sich dann in respektlosen Plattheiten zu ergießen.
    Nur gut, dass ich Leutzsche und nicht Leipziger bin, in Bezug auf Fußball. Das ist manchmal auch nur schwer zu ertragen, aber doch hilfreich.

    @Basti
    Lass Dich nicht „zudröhnen“. Das schadet den Ohren und ruft irgendwann Tinitus hervor !

    Frage: Was macht ein Fußballfan heute abend ?
    Er schaltet nicht MDR ein und er ist nicht in der Nähe vom Waldplatz ! „Fußballfans“ schon….


  1. Gravatar of J.M.
    Kommentar von
    J.M.
    11.12.2010 um 11:49
    27

    Na so unwichtig ist RB nun auch wieder nicht, dass ich unkommentiert Eingriffe in meinen geliebten Auewald mit Rathausunterstützung einfach so hinnehme. Der heutige LVZ-Artikel stellt bloß, wie korrupt das System in der Stadt der Leuchttürme wirklich ist. Da ist ein bissel „Wassergeld“ doch Pillepalle dagegen, was jetzt angeleiert wird. Jawohl: Weg mit dem Scheißauewald und der halben Kleinmesse ! Her mit den Arbeitsplätzen und Ruhm, Glanz, Gloria durch Championsleaguegefasel !

    Na, Meister @Dröhn, immer noch schön, ohne Charakter und innere Werte Fußballkonsument zu sein ? Na klar, denn eventuell kann man ja was mitverdienen und dafür schmeißt man alles über Bord, auch die Moral.

    Schade, schade, dass wir keine Stuttgarter sind… Da würde nach dem Artikel (LVZ) schon die Zeltstadt zum Schutz der Bäume stehen. Was sagt eigentlich der SV Schönau dazu ? Auch nichts ? Wie hoch war/ist das Schweigegeld diesmal ?

    P.S.:
    (Zynismus an!)
    Da muss nun der Auewald an anderer Stelle drunter leiden. Stück weiter westlich ist er ja schon insolvenztechnisch konterminiert worden. Nur blöd, dass die „1 € – Nummer“ in Leutzsch nicht geklappt hat und dort immernoch dieser seltsame FC Sachsen sein Fußballunwesen treibt und das Gelände investorenunfreundlich besetzt hält. Man stelle sich nur vor, wenn neben den PSR-Anteilen auch noch das Gelände des AKS mit diesem raffinierten Trick in die „richtigen“ Hände gelangt wäre……. Und jetzt denken diese Penner von mündigen Fans und Mitgliedern auch noch darüber nach, sich noch mündiger zu machen und den letzten Rest verfehlter Vereinspolitik über Bord zu schmeißen, um möglicherweise mit der BSG Chemie zusammen noch stärker zu werden. So was aber auch ! Na, da sei aber „Gott“ vor ! Noch hat „man“ ja die „richtigen“ Leute an den entscheidenden Stellen, um über Versammlungtricks die „richtigen“ Entscheidungen herbeiführen zu können.
    (Zynismus aus !)
    Aber es klappt halt nicht alles so im Leben, wie man es sich hinter verschlossenen Türen in kranken Hirnen ausdenkt.
    In allen hier im Blog verankerten Themen sollte sich jeder Leser die Frage stellen: WEM NUTZT ES ? Die Antworten sind leicht zu finden und sprechen für sich. Die Geländeüberführung des AKS hätte z.B. einer „Nachwuchsstiftung“ „genutzt“; dem ehemaligen s.g. Nachwuchsleistungszentrum; geführt von Leuten, von denen ihr ehemaliger Verein in Süd-Ost sagt, dass sie dort „verbrannte Erde“ hinterlassen haben…… Ob man mit Dosenbrause hätte löschen können ? Selbst bei Lok unternimmt man ja z.Z. diesen untauglichen Versuch. Problem nur: Wo das Zeuchs draufgeschüttet wird, scheinen immer neue Brandherde zu entstehen, weil es selbst in Süd-Ost mündige Fans gibt, die ihren Verein und ihre Ehre nicht für Peanuts verscherbeln lassen.


  1. Gravatar of J.M.
    Kommentar von
    J.M.
    11.12.2010 um 11:51
    28

    @Dröhn
    Wie ist das eigentlich mit (finanzieller und politischer) Gewalt gegen Traditionen und wider die Natur, wie man sieht ? Lehnst Du die auch ab ? Jeden Cent, den Du an der Kasse des ZSL für die Eintrittskarte hinblätterst, spricht dagegen und entlarvt die doppelte Moral die dahinter steckt.
    Wie war das: Jeder ist käuflich ! Aber mancher ist nun mal nicht „jeder“…..




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