Zitat des Tages (10): Wir nehmen mit, was geht
Freitag, 28. Mai 2010, 10:21 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 28. Mai 2010, 10:26 Uhr
Abgelegt unter: Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Kommerz- & Medienfußball, Medienschau, Zitat des Tages

Falls morgen die 20 000-Zuschauer-Marke geknackt wird, übernimmt der FC Sachsen am letzten Oberliga-Spieltag die Führung in der Besucher-Tabelle – vom heiß geliebten Nachbarn aus Probstheida. [...] Dass die kursierenden Derby-Freikarten (Tausende) an Kinderheime und andere Institutionen ein windschiefes Bild werden, ist Ziegenhorn und Co. klar, aber ausnahmsweise schnuppe. Motto: Wir nehmen mit, was geht. Kohle, Rekorde, Gefühle.

Guido Schäfer, Redakteur der Leipziger Volkszeitung, vor dem Hintergrund des morgigen Derbys zwischen FC Sachsen und RasenBallsport Leipzig über die letzten noch ausstehenden Positionskämpfe im Fußball-Leipzig anno 2010.




«
»




19 Kommentare bisher
Hinterlasse deinen Kommentar!

  1. Gravatar of Alex
    Kommentar von
    Alex
    28.05.2010 um 11:27
    1

    Der Fußballfan in mir sagt: „Spiel verkauft, Heimrecht aus der Hand gegeben und nicht die Chance genutzt, RB mal zu zeigen, wo der Hammer hängt.“

    Der Ökonom in mir sagt: „Ein Verein, bei dem die eigenen Mitglieder durch Nichtbezahlen der Mitgliedsbeiträge zur Etatunterdeckung beitragen, kann sich völlig ungeniert zeigen.“

    Und der Beobachter des Markranstädter Marketingsports in mir sagt: „Mit erkauften Zuschauern bleibt RB auf ewig der Verein der Konsumenten ohne Fankultur. Weiter so!“


  1. Gravatar of rotebrauseblogger
    Kommentar von
    28.05.2010 um 12:27
    2

    Der Fußballfan in mir sagt: „Was für ein unwichtiges Spiel. Hoffentlich wird trotzdem was draus. Schade, dass Ronny Kujat nicht auflaufen kann.“

    Der Ökonom in mir sagt: „Fnanziell großartig für den FC Sachsen, aber vermutlich ganz schön teuer für RasenBallsport.“

    Und der Anhänger des Markranstädter Marketingsports in mir sagt: „Warum muss man denn eigentlich versuchen, 20000 Zuschauer zu einem sportlich unwichtigen Spiel locken. Das kann doch marketing- und fantechnisch nicht sonderlich nachhaltig sein. Das hätte man lieber zum 1.Heimspiel der Regionalliga machen sollen.“

    Und hier noch als Reaktion auf den Borriss-Tweet an der Seite: Wenn wirklich die Werbung für das Lauf-Event wie hier suggeriert (in der Verlinkung findet sich das nicht) mit dem Satz „Sport ist mehr als rote Brause“ verknüpft ist, dann ist das schlicht peinlich.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    28.05.2010 um 12:49
    3

    @rotebrauseblogger: Richtig, das Zitat findet sich nicht in der Verlinkung, aber in einer Ankündigung der SPD Leipzig per Mail, die ich leider nicht online gefunden habe. Das komplette Zitat:

    [...] auch wenn man es in diesen Tagen in Leipzig kaum glauben mag: Sport ist mehr als der Vertrieb einer roten Brause, er kann sogar guten Zwecken dienen.


  1. Gravatar of rotebrauseblogger
    Kommentar von
    28.05.2010 um 13:02
    4

    Unglaublich. Da fällt mir nur ein: Politik ist mehr als das Verbreiten dumpfer Ressentiments. (die man dann wahrscheinlich auch noch für kritisch hält)


  1. Gravatar of Sündenbock
    Kommentar von
    Sündenbock
    28.05.2010 um 15:18
    5

    Warum 20.000 Zuschauer zu einem sportlich gesehen unwichtigen Spiel locken? Weil man zeigen will, wer die neue Nummer 1 in Leipzig ist. Jeder weiß doch, dass RB die Massen mit Freikarten versor… äh.. mobilisiert hat und nach dem Spiel, welches RB mit Leichtigkeit gewinnen wird, einer gewaltigen Zahl Leipziger Event- und Erfolgsfans vor Augen geführt haben wird, wem (leider) die Zukunft gehören wird.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    29.05.2010 um 0:09
    6

    @rotebrauseblogger: Es ist Off-Topic, aber ich muss trotzdem gegenhalten: Das hat einfach mal gar nichts mit dem Verbreiten dumpfer Ressentiments zu tun, sondern ist lediglich das Wiedergeben von Eindrücken und Gefühlen. Welches Spiel heute stattfindet, vor dieser Information konnte sich niemand, aber auch wirklich niemand in Leipzig verschließen.

    Heute nachmittag gibt es im Übrigen Live-Tweets vom Derby unter @Chemieblogger.


  1. Gravatar of rotebrauseblogger
    Kommentar von
    30.05.2010 um 0:00
    7

    Auch Off-Topic (schwer ’nen Tweet an Ort und Stelle zu diskutieren) eine Rückfrage: Wo besteht denn der Zusammenhang zwischen „Sport ist mehr als der Vertrieb einer roten Brause, er kann sogar guten Zwecken dienen.“ und „Welches Spiel heute stattfindet, vor dieser Information konnte sich niemand, aber auch wirklich niemand in Leipzig verschließen.“?
    Ersteres reproduziert Ressentiments zum Dosenhersteller, zweiteres dreht sich um übertriebene Werbemaßnahmen für ein FUßBALL-Spiel, bei dem niemand (auch nicht im Vorfeld) zum Kauf oder Leeren von Dosen gezwungen wurde. Und: selbst der Verkauf roter Brause kann guten Zwecken (nein, nicht wach machen oder Fußballverein gründen) dienen, soviel sollte man – auch wenn man alles was das Kürzel RB trägt nicht ausstehen kann – zumindest zur Kenntnis nehmen. Dann klappt es auch damit, eine Einladung für Veranstaltungen wie ‚Laufend gegen Krebs‘ nicht mit platten Parolen zu schmücken.


  1. Gravatar of Alex
    Kommentar von
    Alex
    30.05.2010 um 20:31
    8

    Jetzt der FC Sachsen auch noch einen Sieg mitgenommen. Gut gemacht!

    Und die Marketingsportler zeigen ihr häßlich-gewissenloses Gesicht und tauschen das Führungspersonal aus. Da können sie alle Plakatwände Leipzig mieten und jedem Haushalt eine Dauerkarte schenken – mit erfolglosem Fußball und haarsträubender Personalpolitik lockt man in Leipzig keine „Neutralen“ hinterm Ofen vor.


  1. Gravatar of Dröhn
    Kommentar von
    Dröhn
    31.05.2010 um 7:10
    9

    Interessant wie in Leipzig „erfolgreicher Fußball“ definiert wird.

    6. FC Sachsen Leipzig 48 Punkte

    vielleicht gehts ja auch noch ein bißchen erfolgreicher, ohja hier hab ich was

    12. 1.FC Lok Leipzig 33 Punkte

    Wenigstens ist man Erster FC und nicht fünfter oder sechster FC 😀 😀 😀

    Bei soviel Erfolg kann man natürlich das hier nicht ernst nehmen

    1. RB Leipzig 80 Punkte


  1. Gravatar of Alex
    Kommentar von
    Alex
    31.05.2010 um 13:59
    10

    80 Punkte! Wie konnte ich das nur vergessen?

    Nur, die Derbys ausgenommen, hat diese sportliche Erfolgsgeschichte regelmäßig nur eine dreistellige Anzahl an Markranstädter Fußballinteressierten ins Stadion am Bad gelockt.

    Der Anspruch der Marketingfußballer ist aber ein anderer, oder?

    Und die Leipziger, die nicht zu den Mannschaften mit den 48 und 33 Punkten auf dem Konto gehen, die sollten doch mit Freikarten und Derbysieg zu RB geködert werden, oder? Diese „Neutralen“ denken von Spiel zu Spiel. Auf emotionale Fankultur mit spielunabhängig treuen und traditionsverbundenen Fans wird beim Marketingprojekt ja bewusst verzichtet.


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    31.05.2010 um 15:55
    11

    Richtig, Stadion am Bad in Markrans!

    Anspruch ist auch ein anderer, nämlich in einigen Jahren erstklassig zu spielen. Mal sehen wieviele Zuschauer in Liga 3, 2 oder 1 in die Red Bull Arena wandern. Achja und wie war dass nochmal mit Erfolg? Welche Clubs haben in den vergangenen Jahren einige Milliönchen verbrannt und sind gescheitert, abgestiegen, insolvent etc. etc.?

    Also, sorry, man kann RB einiges vorwerfen, Erfolglosigkeit gehört sicherlich nicht dazu, zumindest nicht nach dieser ersten Saison. Auch dass der Fanzuspruch sicherlich nicht den hochgelobten grün-weißen oder blau-gelben Standards entspricht ist nach einem Jahr kaum verwunderlich. Dass man auf „emotionale Fankultur mit spielunabhängig treuen und traditionsbewußten Fans“ bewusst verzichtet ist

    a) Polemik

    und

    b) mir z.B. jederzeit recht wenn dafür rechte und linke Idioten fernbleiben

    Die dürfen gerne zu den „Traditionsvereinen“ gehen. Scheinen ja auch traditionell ganz hervorragend dorthin zu passen!


  1. Gravatar of Alex
    Kommentar von
    Alex
    31.05.2010 um 16:08
    12

    Und mir Polemik vorwerfen.

    Ein wenig mehr rhetorisches Geschick wirst du schon brauchen, um uns rechte und linke Idioten argumentativ in die Schranken zu weisen.


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    31.05.2010 um 16:19
    13

    Ne danke. Hab weder auf euch rechte noch euch linke Idioten Bock!


  1. Gravatar of Sündenbock
    Kommentar von
    Sündenbock
    31.05.2010 um 16:34
    14

    Dann zieh besser Leine, denn hier wimmelt es nur so von gewalttätigen Linksterroristen.


  1. Gravatar of dröhn
    Kommentar von
    dröhn
    31.05.2010 um 17:59
    15

    Wie Du immer wieder treffend bestätigst!


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    31.05.2010 um 21:50
    16

    Hier is noch einer!


  1. Gravatar of Grobi
    Kommentar von
    Grobi
    07.06.2010 um 22:41
    17

    Warum lasst ihr euch immer locken? Gebt doch diesem Projekt bitte hier keine Plattform. Sie werden ganz gewiss ihren Weg gehen…alleine…ohne UNS LEIPZIGER. Laßt sie in Ruhe.


  1. Gravatar of Julia
    Kommentar von
    Julia
    19.06.2010 um 12:27
    18

    Auch Off-Topic (schwer ‘nen Tweet an Ort und Stelle zu diskutieren) eine Rückfrage: Wo besteht denn der Zusammenhang zwischen “Sport ist mehr als der Vertrieb einer roten Brause, er kann sogar guten Zwecken dienen.” und “Welches Spiel heute stattfindet, vor dieser Information konnte sich niemand, aber auch wirklich niemand in Leipzig verschließen.”?Ersteres reproduziert Ressentiments zum Dosenhersteller, zweiteres dreht sich um übertriebene Werbemaßnahmen für ein FUßBALL-Spiel, bei dem niemand (auch nicht im Vorfeld) zum Kauf oder Leeren von Dosen gezwungen wurde. Und: selbst der Verkauf roter Brause kann guten Zwecken (nein, nicht wach machen oder Fußballverein gründen) dienen, soviel sollte man – auch wenn man alles was das Kürzel RB trägt nicht ausstehen kann – zumindest zur Kenntnis nehmen. Dann klappt es auch damit, eine Einladung für Veranstaltungen wie ‘Laufend gegen Krebs’ nicht mit platten Parolen zu schmücken.

    +1


  1. Gravatar of RB Leipzig und sein Trainingszentrum am Cottaweg | rotebrauseblogger
    19

    [...] war Gernot Borries, dem im Mai der Satz “Sport ist mehr als der Vertrieb einer roten Brause, er kann sogar guten Zwecken dienen.” zugeschrieben wurde, mit dem er und die SPD Leipzig für die Veranstaltung “Laufend [...]




Einen Kommentar hinterlassen