Zitat des Tages (1): Red Bull und das Ausstiegsszenario
Dienstag, 8. September 2009, 15:45 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 2. November 2009, 19:06 Uhr
Abgelegt unter: Fanszene, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus, Kommerz- & Medienfußball, Medienschau, Vereinspolitik, Zitat des Tages

Sicherlich wenn die Gewalt eskaliert. Leipzig ist ein ganz spezifisches Pflaster, was ja eben Fanproteste und auch gewaltbereite Hooligans dort anrichten. Und das ist sicherlich auch ein ernstes Problem, wo auch ein Red Bull große Sorgen hat, dass das eben eskaliert.

Stephan Schröder, Sponsoringexperte im Forschungsunternehmen SPORT+MARKT und Red-Bull-Berater, über ein bisher stets ausgeschlossenes Ausstiegsszenario von Red Bull bei RasenBallsport Leipzig (im Gespräch mit dem WDR-Fernsehmagazin sport inside, ausgestrahlt am 7. September 2009, 22.45 Uhr).




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8 Kommentare bisher
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  1. Gravatar of Randleipziger
    Kommentar von
    Randleipziger
    08.09.2009 um 17:35
    1

    Wirklich beeindruckend, wie der Widerstand rollt in Leipzig und Umgebung: Bierduschen,“Tod und Haß“ – Sprechchöre und selbstgemalte Spruchbänder. Da zittert der Brausekönig und feilt an Ausstiegsszenarien – so herzlich und ausdauernd hab ich selten gelacht.

    Der Autor dieser Zeilen stand dermaleinst auf dem altehrwürdigen Bökelberg zu Gladbach, als dem 1.FC Köln 90 min. „Cologne, Cologne – die Scheiße vom Dom“ entgegenschallte – verbunden mit der Drohung, selbiges Bauwerk inclusive darinsitzender Mannschaft abfackeln zu wollen. Nach meinen Informationen haben die Kölner weder auf die Dusche nach dem Spiel verzichtet noch ihre Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen.

    Auf das „spezifische Pflaster“ in Leipzig allerdings wird Herr Mateschitz sich verlassen können: Während die einen auf der Festwiese “ Hasch mich – ich bin der Frühling“ spielen“ oder die Weihnachtsfeier der Gegenfraktion kulturell bereichern, kämpft die wahre Elite über Dorfsportplätze hopsend gegen imaginäre Rassisten – keine Zeit zum Dosenwerfen, hier wie da.

    Doch als man sie dann wiederfand, da war´n auch beim Widerstand … ::))


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    10.09.2009 um 11:30
    2

    Sehr guter Kommentar !


  1. Gravatar of Sündenbock
    Kommentar von
    Sündenbock
    11.09.2009 um 14:26
    3

    „[…]kämpft die wahre Elite über Dorfsportplätze hopsend gegen imaginäre Rassisten – keine Zeit zum Dosenwerfen, hier wie da.“

    Stimmt, jedes Spiel der BallSG Chemie standen Aktionen gegen sogenannte imaginäre Rassisten im Vordergrund. Haben sicher alle so empfunden wie du.
    Überhaupt: In Sachsen gibt es doch gar keine Rassisten! Die Toleranz einiger Teile der sächsischen Bevölkerung zeigt sich doch in der phänomenalen Unterstützung „frischer“ Parteien wie der NPD!
    Dass J. Meurer mit seiner „Ich schreib in meine Satzung, dass ich gegen Politik bin oder noch besser, verweise darauf, dass ja der ilompysche Gedanke oder so bereits jeglichen Rassismus ausschließt und damit ist das Rassismus-Problem gelöst“-These hier zustimmt, ist nicht sonderlich verwunderlich.


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    13.09.2009 um 12:58
    4

    Tja, @Sündenbock, noch konnte keiner sachlich widerlegen, warum ein Sportverein sich, über das verbands- und vereinsrechtliche Festlegen in einer Satzung/Ordnung, hinaus zur 5.Kolonne irgend einer „antirassistischen“ oder „antilinken oder „antirechten“ Bewegung missbrauchen lassen sollte. Die, die immer „anti“ sind, sind eigentlich „pro“, denn sie sind pro Benutzung von Vereinen jeder Art für ihre miesen politischen Zwecke. Tja, was man will halt nur sehen, was man sehen will, sagt sich mancher. Und also haben wir gefälligst auf dem linken Auge blind zu sein, wobei das weder links noch humanistisch ist, was einige so unter Antirassismus verstehen wollen.
    Man kann es leben und man kann permanent drüber reden. Sportvereine in Deutschland leben es nun mal per Recht und Gesetz. Das passt genau denen nicht, denen Deutschland an sich schon mal nicht passt. Mir passt auch vieles in diesem Land nicht, so u.a. der dauernde Versuch politischer Vereinnahmung von Vereinen…..


  1. Gravatar of Sündenbock
    Kommentar von
    Sündenbock
    13.09.2009 um 23:04
    5

    Boah, diese ständige Gleichsetzung von „Antirassismus“ und „Links“ bzw. „Linksextremismus“ ödet einfach nur. Einige wollen einfach nicht verstehen.

    Und was verstehen denn „einige“ unter „Antirassismus“? Was gibt es bei Antirassismus denn für großartige Differenzierungen? Derjenige, der übrigens am meisten „Politik“ betreibt, sind übrigens sie mit ihren immergleichen Plattitüden. Bei allem Respekt…


  1. Gravatar of J.Meurer
    Kommentar von
    J.Meurer
    14.09.2009 um 12:59
    6

    Tja, wer sich nicht auf differenzierte Diskussion einlassen will, entblößt sich als einseitig. Und bitte Plattitüde nicht mit nachhaltigem Einfordern eben dieser nachhaltigen Diskussion (vor allem über Wertungen und Ursachen) verwechseln……. Antirassismus ist für mich (also bitte auch genau lesen und dann die Frontendisziplin einfordern) nicht nur „links“ und von „linksradikal“ ist keine Rede. Das Antirassismus durch Pseudo- und Radikallinke gern mal eben beansprucht und belegt wird stimmt genauso, wie das Belegen der desolaten Integrationspolitik in diesem Land durch den Konter „Arbeit für Deutsche“ und ähnlichen Schmarrn von rechts. Differenzierung heißt das Zauberwort.


  1. Gravatar of Henning Uhle » Blog Archiv » Neues vom Leipziger Fußball
    7

    [...] Jetzt kann man natürlich den Faden noch weiter spinnen. Red Bull-Marketingberater Stephan Schröder hat ja behauptet, dass sich Red Bull aus Leipzig zurückziehen würde, wenn die Gewalt anhalten würde. So genannte Fans finden das eine unglaublich intelligente Idee. [...]


  1. Gravatar of Das Red-Bull-Dossier | chemieblogger.de – Das Blog rund um FC Sachsen & BSG Chemie
    8

    [...] sind eine Möglichkeit. Und auch Red Bull hatte scheinbar – in weiter Ferne – für sich ein Ausstiegsszenario zurecht gelegt. Der Widerstand ist bisher dennoch vergleichsweise gering und erschöpft sich – zugegeben – [...]




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