Aufbegehren der Fans
Mittwoch, 30. Juli 2008, 19:32 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 4. August 2010, 12:28 Uhr
Abgelegt unter: BSG Chemie Leipzig, Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Vereinspolitik

Vereine als Spielball von Konzernen und Mäzenen, steigende Eintrittspreise, Event- statt Fankultur – der Moderne Fußball ist auf dem globalen Vormarsch, doch eine Minderheit kritischer Fans rebelliert. Auf Spurensuche nach Vorbildern der BSG Chemie Leipzig

FALL I. AFC WIMBLEDON

Wimbledon, 4. Mai 1991. Im Stadion Plough Lane im Londoner Südwesten treffen zwei Stadtrivalen aufeinander. Der Wimbledon FC schlägt Crystal Palace vor 10 000 Fans mit 3:0. Ein Pyrrhussieg für die „Dons“, wie der Wimbledon FC genannt wird. Die Plough Lane ist marode, nach der Katastrophe von Hillsborough genügt das Stadion nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen des englischen Fußballverbandes. Der Wimbledon FC muss umziehen – ausgerechnet in den Selhurst Park, die Heimstätte von Crystal Palace. Der Anfang vom Ende für den 1889 gegründeten Verein.

Umzug in eine Retortenstadt

Was folgt, sind Jahre des Dahinsiechens. Die Entwurzelung der Dons bedeutete nachlassende Zuschauerzahlen, der Wimbledon FC erlag dem Konkurrenzkampf um Fans im mit Proficlubs übersättigten London. Das norwegische Konsortium, das den defizitären Verein zwischenzeitlich übernommen hatte, entwickelte fragwürdige Alternativkonzepte: mal sollte der Londoner Club ins irische Dublin umgesiedelt werden, mal ins nordirische Belfast. Den Zuschlag erhielt 2002 letztendlich jedoch Milton Keynes, 2003 wurde der Umzug realisiert.

Milton Keynes? Ja, Milton Keynes, eine Stadt vom Reißbrett, in den 1960er Jahren ungefähr 100 Kilometer nördlich von London von Stadtarchitekten aus dem Boden gestampft. Die gut 200 000 Einwohner haben alle denkbaren Errungenschaften der Konsum- und Spaßgesellschaft vor der Haustür: das weltweit längste Einkaufszentrum, Europas größte Skihalle mit echtem Schnee, das nationale Badminton-Zentrum sowie das nationale Hockey-Stadion. Allein eines Profi-Fußballclubs ermangelte es dem Freizeit- und Shopping-„Paradies“ lange Zeit. Da kam der bankrotte Wimbledon FC gerade recht.

Fangenossenschaft gründet AFC Wimbledon neu

Genau ein Jahr lang spielte der Wimbledon FC in Milton Keynes – bis er endgültig liquidiert wurde. 2004 erfolgte die Umbennung in „Milton Keynes Dons FC“. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die wahren Fans jedoch längst vom Verein abgewandt. Bereits am 28. Mai 2002, an jenem Tag, als der Umzug nach Milton Keynes beschlossen wurde, war der AFC Wimbledon gegründet worden. Ein Verein von Fans für Fans. Club-Eigentümer ist der „Dons Trust“, eine Fangenossenschaft. Für 25 Pfund pro Jahr kann jeder Fan Anteile erwerben.

Der AFC Wimbledon startete 2002 in der zehnten Liga und ist inzwischen sechstklassig, viel fehlt nicht mehr zum Comeback im Profifußball. Im Schnitt verfolgten in den vergangenen fünf Jahren zwischen 2500 und 3000 Zuschauer pro Saison die Heimspiele der Dons. Doch auch in Milton Keynes scheinen sich die Bewohner mit dem Retortenclub angfreundet haben: besuchten 2002/03 durchschnittlich nur 2800 Fans den Zweitligisten, waren es in der letzten Saison 9500.

Dennoch, die Gründung des AFC Wimbledon war ein Weckruf an alle engagierten und kritischen Fans – die Anhänger der Dons statuierten ein Exempel, das noch heute ganze Fanszenen spaltet und neu strukturiert. Zu den prominentesten Vereinsneugründungen von Fans zählen FC United of Manchester und SV Austria Salzburg.

FALL II. FC UNITED OF MANCHESTER

Am 12. Mai 2005 übernahm der US-Miliardär Malcolm Glazer für zum Teil aus Krediten finanzierte 1,2 Mrd. Euro Manchester United, den bis dato reichsten Fußballclub der Welt. Einen Großteil der Kaufsumme, 800 Mio. Euro, schuldete Glazer auf den Verein um – bis heute muss „ManU“ jährlich 25 Mio. Pfund zur Tilgung der Kredite aufwenden.

Glazer geht es nicht um Fußball, sondern um Rendite

Doch nicht nur deshalb war die Übernahme umstritten. Glazer geht es nicht um Fußball, sondern um Rendite. Den Preis müssen die Fans bezahlen, die Folge sind überteuerte Eintrittskarten und aggressives Merchandising. Die billigsten Tickets kosten 60 Euro, Ermäßigungsberechtigungen wurden gleich ganz abgeschafft. Glazers Geschäftsplan sieht vor, dass die Ticketpreise weiter steigen sollen, bis 2011 um jährlich neun Prozent. Nichts wird dem Zufall überlassen, was nicht in den Master-Plan passt, wird wegrationalisiert. Treue Fans sind da eher hinderlich. So werden jubelnde Zuschauer schon mal vom Stadionsprecher aufgefordert, sich wieder hinzusetzen. Den anderen Fans – oder besser: „Kunden“ – soll das Erlebnis „Fußball“ nicht genommen werden.

FC United als basisdemokratisches Gegenmodell zu ManU

Völlig anders sollte es beim FC United of Manchester werden. In der Stunde der Übernahme durch Glazer wurde der Verein aus der Taufe gehoben – in einem Pub im Süden von Manchester. Das Konzept: ein basisdemokratischer Verein mit transparenten Finanzen. Starthilfe gabs aus London. Die Rebellen vom AFC Wimbledon berieten die United-Fans bei der Neugründung. Bis Juli 2005 spendeten 4000 Fans, über 100 000 Pfund gingen auf das Vereinskonto ein. Auch sportlich wurde der FC United ein Erfolg: Nach Start in Liga zehn stieg der Club viermal in Folge auf und ist inzwischen siebentklassig, der jährliche Zuschauerschnitt variierte in den vergangenen drei Spielzeiten zwischen 2000 und 3000 Fans pro Heimspiel.

Bei Manchester United interessiert das niemanden. Old Trafford ist immer ausverkauft, 60 Euro hin oder her. Und die roten Trikots verkaufen sich prima. Vor allem in Fernost. Die offizielle Website gibt es auf Japanisch, Koreanisch und Chinesisch – schon da wird offensichtlich, auf welche Märkte es der amerikanische Investor abgesehen hat.

FALL III. SV AUSTRIA SALZBURG

Während Glazer mit Manchester United Fußball verkaufen will, geht es einem Anderen um Blechdosen. Der Österreicher Dietrich Mateschitz, Inhaber des Red-Bull-Imperiums und zwischenzeitlich als potentieller Retter des Leipziger Fußballs hofiert, weiß, wie sich sein Energy-Drink verkaufen lässt. Red Bull ist ein multinational operierender Konzern, der eine aggressive globale Marketing-Strategie verfolgt und dabei vor allem auf Sportsponsoring setzt. Prominentestes Opfer: der SV Austria Salzburg, österreichischer Traditionsverein in Violett-Weiß.

Red-Bull-Konzern mit aggressivem Sportsponsoring

Zudem besitzt das Unternehmen einen Eishockeyclub und zwei Formel-1-Rennställe, sponsort zahlreiche Extremsportveranstaltungen. Potential nach oben gibt es bei Red Bull immer: Unlängst kamen während der diesjährigen Tour de France Gerüchte auf, der Energy-Drink-Hersteller werde demnächst dem Team Gerolsteiner Flügel verleihen.

Zurück zur Fußball. Die österreichischen Fans sind Extrem-Sponsoring gewöhnt, in der „tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile“ messen sich unter anderem der SK Puntigamer Sturm Graz (Bier), der Kapfenberger SV Superfund (Investmentgruppe) oder der SV Josko Fenster Ried (Fenster und Türen). Beinahe jährlich wechseln die Vereine mit einer Selbstverständlichkeit den Namenssponsor – so zunächst auch der SV Austria Salzburg, zwischenzeitlich bekannt als Sparkasse Austria, Casino Austria, Casino Salzburg, Wüstenrot Salzburg oder SV Gerngross Austria Salzburg. Nun also Red Bull, glaubten viele Anhänger im Frühjahr 2005.

Red Bull nahm den Fans ihre Farben – und somit ihrem Verein die Identität

Doch Red Bull wollte nicht nur den Namen, sondern auch die Farben. Und alles, was dazu gehört.

Keine Kompromisse. Das ist ein neuer Klub. Es gibt keine Tradition, es gibt keine Geschichte, es gibt kein Archiv,

torpedierten die Clubverantwortlichen während der Neukonstituierung als FC Red Bull Salzburg unmissverständlich jeden Funken Rest-Hoffnung auf Erhalt der Austria. Praktisch sah das so aus: die Trikots waren in den Firmenfarben Rot-Weiß beziehungsweise Blau-Weiß gehalten, als Gründungsjahr des Vereins wurde zunächst 2005 angegeben. Die Vereinsfarben Violett-Weiß, die angesichts wechselnder Vereinsnamen das eigentlich Identitätsstiftende waren, wurden negiert. Das einzige Gesprächsangebot: Red Bull erklärte sich bereit, das Adidas-Logo auf den Trikots violett zu machen. Oder die Stutzen des Torhüters. Oder sogar die Kapitänsbinde.

Fan-Initiative belebte SV Austria wieder

Der endgültige Bruch war vollzogen, die inzwischen gegründete „Initiative Violett-Weiß“ brach alle Gespräche mit der Vereinsführung ab und gründete den SV Austria Salzburg am 7. Oktober 2005 neu. Die Fanszene spaltete sich – auf der einen Seite diejenigen, die weiter zun FC Red Bull gingen, und auf der anderen Seite die kritischen, traditionsbewussten Austria-Fans.

Heute, drei Jahre später, hat der FC Red Bull nichts mehr mit der einstigen Austria zu tun. Der Stadionbesuch erinnert an Animationen in mallorquinischen Club-Hotels: der Stadionsprecher glänzt durch Stimmungsmache, der Lichttechniker durch eine discoreife Show. Während den Spielen des Konzernclubs kann man sich eine Dose Red Bull an den Platz bestellen – per SMS. Alles ist abgestimmt auf ein Event-Publikum. Das kommt aber nur, wenn es wirklich läuft. Als die Bullen in der letzten Saison die Meisterschaft verpassten, sank der Zuschauerschnitt auf 13 306. In der Spielzeit 2006/07, als der FC Red Bull österreichischer Meister wurde, kamen durchschnittlich noch 15 250 zu den Heimspielen. Wen wundert es da, dass man auf der offiziellen Website der Bullen Zuschauerstatistiken vergeblich sucht.

Möglich, dass in den letzten Jahren der ein oder andere Fan zur Salzburger Austria zurückgefunden hat. Die Violett-Weißen starteten 2006 in der siebten Liga, es gelangen zwei Aufstiege in Folge. 1000 bis 2000 Zuschauer sind immer da – für österreichische Verhältnisse beeindruckende Zahlen.

FALL IV. BSG CHEMIE LEIPZIG?

Der Fußball gehört den Fans

Der Weg, den Fans in Wimbledon, Manchester und Salzburg seit mehreren Jahren erfolgreich bestreiten, haben nun auch einige Leutzscher Anhänger eingeschlagen. Eines ist klar: mit der Popularität ihrer Vorreiter wird sich die BSG Chemie Leipzig nur schwer messen lassen können. Auch ist bis jetzt unabsehbar, wohin das Leutzscher Experiment führt, auf welchem Fundament es steht. Doch abgesehen davon, wie sich der Verein sportlich entwickelt und wieviele Fans er anziehen kann – die Leutzscher Neugründung ist eine Kritik an mangelndem Traditionsbewusstsein und zunehmender Kommerzialisierung. Und setzt somit genauso wie in Wimbledon, Manchester oder Salzburg ein Signal an alle kritischen Fans: Lasst euch euren Sport nicht nehmen!




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5 Kommentare bisher
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  1. Gravatar of Christoph
    Kommentar von
    Christoph
    30.07.2008 um 21:42
    1

    Danke, guter Text.
    Für mich stellt sich das Projekt BSG als ein riskantes und sympathisches Unternehmen dar, nachvollziehbar ist es allemal – es mußte vielleicht sogar sein.
    Hoffe sehr, daß alles gut geht – in einem Jahr wissen wir mehr…


  1. Gravatar of sitzender Drache
    Kommentar von
    01.08.2008 um 16:47
    2

    Auch wenn ich den Schritt zur BSG nur konsequent finde, vergisst Du in Deiner Zusammenstellung einen Verein. Und ich unterstelle mal auch ganz frank und frei: völlig absichtlich. Klar, es ist der pöße Stadtrivale. Was hat der auch in einem Chemieblog zu suchen, könnte man meinen.
    Andererseits: ohne die Erfolgsgeschichte des 1. FC Lok Leipzig (dazu meine euphorischen Ergüsse an anderer Stelle: http://forum.lvz-online.de/showthread.php?t=1609 ) würde die BSG jetzt wahrscheinlich nicht Fußball spielen. Man darf annehmen, dass das Probstheidaer Modell nicht nur psychologisch die Zuversicht zu einem Neustart gegeben hat. Wer um die guten Kontakte des neuen Vorstandsvorsitzenden (der BSG wohlgemerkt!) nach Probstheida weiss, den wundert das letztlich natürlich nicht.
    Wie auch immer: Insofern hätten ein paar Worte zum Stadtrivalen schon in diesen Artikel gehört! Ob unserer Geschichte seit der Neugründung und nicht zuletzt auch deswegen: Am Freitag, den 12.05.2006 trennten sich der 1. FC Lokomotive Leipzig und der erwähnte FC United of Manchester vor 7.462 Zuschauern 4:4. Es war ein Spiel zweier Mannschaften, die wieder unten anfangen mussten beziehungsweise wollten.
    Obwohl ich schon viele geile Fußballspiele gesehen habe, gehört das mit zu meinen All-Time-Favorites…
    Im Übrigen: Was ist Erfolg? Es gibt keinen Weg zum Glück. Das Glück selbst ist der Weg.
    Erfolg hat die BSG doch letztlich schon, wenn sie das leben kann, was sich ihre Anhänger auf die Fahnen und T-Shirts geschrieben haben: Unabhängigkeit.


  1. Gravatar of Bastian (Chemieblogger)
    Kommentar von
    01.08.2008 um 18:00
    3

    Danke, sitzender Drache, für deinen kritischen und konstruktiven Kommentar.
    Du hast Recht: Ich habe das Beispiel des 1. FC Lok absichtlich weggelassen. Das hat aber weniger mit eventuellen Abneigungen gegenüber dem Stadtrivalen zu tun. Zweifelsohne das Projekt 1. FC Lok ist unglaublich erfolgreich. Sicherlich war es auch ein entscheidendes Vorbild für die Bestrebungen innerhalb der BSG Chemie. Aber es gibt in meinen Augen einen entscheidenden Unterschied: Der 1. FC Lok ist zwar eine Fan-Neugründung, aber letztendlich war es einfach, alle ehemaligen VfB-Fans zu integrieren, da es keinen „Konkurrenz“-Verein mehr gab. Der VfB war liquidiert. Bei allen anderen Beispielen gibt es den Mutterverein noch. Ich finde, dass es sich deshalb nur schwer vergleichen lässt. Aber den Kritikpunk erkenne ich als ansatzweise berechtigt an.
    Aber: es ist natürlich keine vollständige Auflistung. Zum Beispiel gibt es auch in Liverpool eine Neugründung. Die heißt AFC Liverpool und kommt von enttäuschten Fans des FC Liverpool. Hab ich auch nicht erwähnt. Im Übrigen glaube ich, dass es weltweit noch viel mehr Beispiele gibt – allein, sie sind mir nicht bekannt. Wenn jemand mehr weiß, bin ich für Hinweise dankbar!


  1. Gravatar of sitzender Drache
    Kommentar von
    01.08.2008 um 23:42
    4

    Da lag ich mit meiner (nicht artikulierten) Vermutung also richtig. Den Punkt habe ich durchaus in Erwägung gezogen. Hielt in dann aber doch für etwas zu fernliegend.

    Allerdings: Natürlich gab es jetzt bös´ betriebswirtschaftlich gesprochen kein Konkurrenzprodukt. Zumindest zu dem Zeitpunkt als der Spielbetrieb aufgenommen wurde. Zuvor wurden die neuen Lokisten von denen, die am VfB festhielten, auch als Separisten isoliert.

    Vergleichbar ist die Lage gleichwohl.
    Denn: auch in den anderen Fällen war der Verein aus der Sicht der Fans quasi tot. Jedenfalls bei der Austria gilt das. Name, Farben, Kommerz… Ganz ehrlich. Das ist ein anderer Verein.
    Beim AFC hat sich Name und Spielstätte geändert.

    Anders sieht es da eher beim FCUM aus, die nun wirklich einzig und ausschließlich wegen der ich nenne es jetzt mal „rein innere, wertbezogenen Elemente des Vereins“ neu starteten. Der ursprüngliche Club änderte weder Farben noch Sitz oder andere „sichtbare“ Dinge. Nein, den Jungs ging und geht es um die Haltung. Sie wollen ihren Punkrock-Football leben. Dafür Respekt.

    Nun könnte man die Neugründung der BSG sicher auch leicht darauf auf diese inneren Werte reduzieren. Das greift meines Erachtens aber dann doch etwas zu kurz.
    Denn auch wenn gerade die Stellungnahmen der Diablos reichlich solcher „rein inneren, wertbezogenen“ Gründe anführen, die eine Trennung rechtfertigen, so müssen sie redlicherweise auch zugeben, dass es auch noch andere Punkte gibt, die einen erheblichen Mehrwert durch die Gründung schaffen.
    Punkt 1: Die Anhänger (jedenfalls der weit überwiegende Teil) des Vereins FC Sachsen Leipzig sehen sich als Chemiker. Nicht umsonst feuern sie den Verein so an. Wer ehrlich ist gibt zu, dass die FCS-Hülle wohl doch eher ungeliebt ist.
    Der Charme, einen Verein in exakt das zurückzuverwandeln, als das er gesehen wird, ist schon immens. Schon dadurch wird deutlich, dass es wahrscheinlich in nicht geringen Maße auch um solche Äußerlichkeiten geht.
    Punkt 2: Das gilt ebenso für den Spielort. Hier gibt es nicht viel zu erläutern.
    Punkt 3: Als die Bestrebungen bekannt wurden, war die Zukunft des FCS äußerst düster. Die Regionalliga war in weiter Ferne und alle Zeichen standen auf Insolvenz beziehungsweise Dichtmachen des Ladens in der Form. Alles natürlich auch mit der Brausesache im Hinterkopf.

    Insofern: Jeder Verein hat seine eigene Geschichte und seine Besonderheiten.

    Mich überzeugt die Außerachtlassung also weiterhin nicht. Aber es ist ja Dein gutes Recht, das gleichwohl so zu machen.


  1. Gravatar of maik
    Kommentar von
    maik
    20.08.2008 um 7:00
    5

    Weitere interessante Beispiele:

    Wiener SK
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Sportklub

    Bohemians 1905 Prag
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bohemians_1905
    ist grad in die 2. liga abgestiegen

    während „Bohemians Prag“ in die 1. Liga durchmarschiert ist…
    sehr spannend…mal sehn wanns das erste
    Bohemians Derby gibt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bohemians_Prag




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