Einmal Rücktritt, bitte!
Dienstag, 11. Dezember 2007, 19:44 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 14:31 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus

Heiko Rosenthal (Die Linke), Sportbürgermeister von Leipzig, sorgt derzeit mit disqualifizierenden Äußerungen in Bezug auf den Überfall in der Sachsenstube gegenüber der Freien Presse für Aufsehen:

Können sich die Bürger in der Stadt nicht mehr sicher fühlen? Sportbürgermeister Heiko Rosenthal bestreitet dies: „Wir haben kein Problem mit der Gewaltbereitschaft im Leipziger Fußball.“ Nur mit der Berichterstattung in den Medien. Einzelne gewaltbereite Personen gebe es nicht nur in der Messestadt, meint Rosenthal. Abgesehen davon sei „auch anderswo bestimmt schon mal eine Fan-Kneipe überfallen“ worden. Seit Februar habe es in Leipzig keine großen Auseinandersetzungen gegeben. Damals hatten sich 800 blau-gelbe Schläger eine Straßenschlacht mit Polizisten geliefert.

Mit Verlaub, das sind Aussagen, die von Inkompetenz und Ignoranz geradezu strotzen. Der Linkspartei-Politiker wird in Rathauskreisen und der lokalen Politik nicht sonderlich geschätzt. In der Leipziger CDU lästert man sogar, man habe für den Posten des Sportbürgermeisters einen von der Linkspartei gesucht, der nicht in der Stasi gewesen ist. Mit diesen Äußerungen wird Rosenthal nun nicht nur im Rathaus weiter an Kredit eingebüßt haben.

Besonders paradox: Ausgerechnet an der Linkspartei, die sich traditionell stark im Bereich der Antirassismusarbeit engagiert, scheint vorüberzugehen, dass es in Leipzigs Fußball nicht nur ein Gewalt-, sondern auch ein Rassismusproblem gibt. Vor diesem Hintergrund sind Rosenthals Aussagen nicht tragbar. Und auch nicht seine Person. Grund genug, Heiko Rosenthal zum Rücktritt aufzufordern.




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1 Kommentar bisher
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  1. Gravatar of Torpedo Leipzig
    Kommentar von
    Torpedo Leipzig
    11.12.2007 um 20:03
    1

    Heiko hat wie immer Recht!!! Gewalt, Fußball und Leipzig passt nun wirklich nicht zusammen… Herr Kubald steht für diese Aussage bestimmt gern Pate…

    Realitätsbewusstsein ist anders




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