Abschied
Freitag, 30. November 2007, 16:15 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:06 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Medienschau, Transfers, Vereinspolitik

Noch ein Spiel, dann ist Winterpause. Doch der FC Sachsen wird nicht zur Ruhe kommen. Das Geld ist knapp. Wen wundert es da, wenn das Personal mit anderen schönen Städten flirtet: Woanders gibt es entweder sportlichen Erfolg oder aber zumindest regelmäßig frisches Geld aufs Konto – und im äußersten Glücksfall sogar beides. Womit wir beim FC Rot-Weiß Erfurt wären. Die Blumenstädter spielen in der Regionalliga um den Zweitligaaufstieg mit, und weil das noch nicht reicht, schaut man sich bei darbenden Oberligisten um, die überqualifiziertes Personal beschäftigen.

Laut Bild wollen die Rot-Weißen Torjäger Christian Reimann (8 Oberligatreffer) und Regisseur Catalin Racanel (der einzige, der Elfmeter sicher reinmacht) verpflichten. Ihr Abgang wäre für die Leutzscher der Super-GAU. Beim fulminanten und überraschenden 4:3-(4:1)-Auswärtssieg bei Carl Zeiss Jena II glänzte das Offensivduo, Reimann holte zwei Elfmeter raus und traf zudem sehenswert per Volley, Racanel schließlich glänzte zweimal mit Nervenstärke vom Punkt. Zwei Mann, die nächste Saison garantiert nicht fünfte Liga spielen werden. Reimann vielsagend gegenüber BILD:

„Das Interesse der Erfurter freut mich. Und natürlich mache ich mir Gedanken, wie es weitergehen wird. Schließlich bin ich gerade Papa geworden, muss eine Familie ernähren. Rot-Weiß wäre auf jeden Fall eine Herausforderung.“

Bereits am Mittwoch wurde bekannt, dass Steffen Hammermüller – langjährige Chemielegende und seit August 2007 ehrenamtlicher, weil aus Geldgründen gekündigter A-Jugend-Coach – ab Dezember den Cheftrainerposten bei Budissa Bautzen antritt.

Während die Aasgeier also warten, hangelt sich der FC Sachsen von Ultimatum zu Ultimatum. Das, was 2007 in Leipzig, vor etwas über einem Jahr noch glänzender WM-Gastgeber, abläuft, ist einfach nur noch peinlich. Da muss der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Klingelbeutel durchs Rathaus rennen, und schafft es trotzdem nicht, 200 000 Euro locker zu machen, um den FC Sachsen zumindest kurzfristig zu retten. Andere Großstädte würden sich angsichts der sportlichen Infrastruktur und des Fanpotentials die Hände reiben. Messestadt, Musikstadt, Buchstadt, Universitätsstadt, Zoostadt, City-Tunnel-Stadt – und, achja, da war noch was: Sportstadt; klar, Handball, Volleyball, das sollte man nicht vergessen. Nein, Leipzig, du hast es nicht verdient, auch im Fußball in der Bundesliga zu spielen. Das kann man in Rostock, Cottbus, Aue, Jena, Erfurt, Dresden und Chemnitz besser.




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2 Kommentare bisher
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  1. Gravatar of bb
    Kommentar von
    07.12.2007 um 22:50
    1

    Was ist denn nun heute Abend bei der Vereinsversammlung rausgekommen? Hoffte ich lese es hier zuerst.

    Übrigens check mal dein Design, man kann kaum kommentieren, da die Fußzeile direkt über den Kommentarfeldern liegt.


  1. Gravatar of chemieblogger.de – Das Blog rund um den FC Sachsen Leipzig
    2

    [...] des FC Sachsen. Christian Reimann will laut BILD der halbe Osten, Catalin Racanel wird von Rot-Weiß Erfurt ins Visier genommen. Und jetzt wird um Defensivchef Karsten Oswald gebuhlt. Wie die Augsburger Allgmeine, wurde [...]




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