Respekt vorm Tabellenführer: Chemie kann nur gewinnen
Samstag, 3. November 2007, 14:43 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:23 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Medienschau

Wenn es bei Chemie rund läuft, dann im Pokal. Mit 3:1 revanchierten sich die Leutzscher im Sachsenpokal beim VfB Auerbach für die herbe 1:5-Pleite in der Oberligapartie zweieinhalb Monate zuvor. Wieder eine Runde weiter, vielleicht winkt ein attraktiver Gegner, vielleicht ist auch noch mehr drin. In den letzten beiden Jahren war jeweils erst im Halbfinale Schluss, 2004/05 gewannen die Leutzscher den Sachsenpokal. Geschlagener Gegner war damals im Zentralstadion übrigens der Chemnitzer FC…

Auch die Himmelblauen sind inzwischen aus der Regionalliga in die Niederungen der Oberliga abgestürzt und geben sich am Sonntag 13:30 Uhr mal wieder die Ehre im Zentralstadion. Die Aufstiegsanwärter liegen sportlich im Soll, finanziell sieht es seit Jahren ähnlich gut aus wie bei Chemie. Was die Chemnitzer vor unliebsamen Diskussionen schützt, ist die Tabellenführung. Die Bilanz: Sieben Siege bei zwei Niederlagen und die Möglichkeit, der Konkurrenz mit einem Sieg im Nachholspiel beim FC Eilenburg weiter davon zu ziehen. Treffenderweise ist für LVZ-Mann Steffen Enigk der CFC „Fast zu gut für die Oberliga“.

Chemie ist krasser Außenseiter, ein Punkt wäre ein Erfolg. Angsichts der ernüchternden Tabellensituation – elfter Platz, sechs Punkte Rückstand auf Platz vier, neun auf den CFC – zählt allerdings nur ein Dreier. Ein Fünkchen Hoffnung können die Leutzscher in die Rückkehr von Karsten „Ossi“ Oswald (spielte 79 Minuten in Auerbach) aus dem Verletztenlazarett ins Abwehrzentrum setzen. Die zuletzt häufig in die Kritik geratene Abwehr des FCS müsste eigentlich vor Selbstvertrauen strotzen. Mit Jens Möckel und Marcel Rozgonyi gehörten zwei nominelle Defensivspieler zu den Torschützen in Auerbach.

Wie auch immer, der Chemnitzer FC spielt derzeit den besten Oberligafußball und hat definitiv das Potential, die Leutzscher Abwehr auseinanderzunehmen. Steffen Kellig (8 Saisontore) und Steven Sonnenberg (6/entschied sich in der Sommerpause gegen Chemie und für den CFC) bilden ein kongeniales und wohl kaum auszuschaltendes Offensivduo. Das Ding der Unmöglichkeit – einen Sieg gegen die Himmelblauen – schafften bisher erst Germania Halberstadt etwas glücklich am ersten Spieltag (2:1-Auswärtssieg) sowie der VFC Plauen (2:1-Heimsieg). Die Marschroute ist eigentlich klar: Chemie kann zwar nur gewinnen – aber eine Niederlage wäre fatal für den weiteren Saisonverlauf.




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