Fünf Tage vor dem Derby: Strenge Sicherheitsmaßnahmen und verhaltener Kartenvorverkauf
Dienstag, 9. Oktober 2007, 16:12 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 14:41 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Gewalt & Rassismus

Ein Ereignis, auf das nicht nur Leipzig schaut: Am Sonntag kommt es in der Landesliga zum Lokalderby zwischen der Zweiten Mannschaft des FC Sachsen und dem 1. FC Lok Leipzig. Gerechnet wird mit einem für Fünftligaverhältnisse enormen Fanandrang. Die Angst vor Randalen ist groß. Fußball-Leipzig spielt seit den Ausschreitungen in Probstheida im Februar 2007 auf Bewährung. DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte Zentralstadionbetreiber Winfried Lonzen, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des FCS, für das nächste Jahr ein Länderspiel zugesagt…

Entsprechend streng sind die Sicherheitsmaßnahmen, die der Stadionbetreiber getroffen hat. Wie Lonzen am Dienstag auf einer Pressekonferenz mitteilte, würden am Sonntag 150 Löwen-Securities und außerdem noch 50 Ordner vom 1. FC Lok im Einsatz sein. Zwischen den Blocks mit gegenseitigen Fanlagern wird eine Pufferzone eingerichtet. Es werde eine „strikte Trennung“, so Lonzen, geben. Auch außerhalb des Stadions sollen Polizeieinsatzkräfte dafür sorgen, dass sich Leutzscher und Probstheidaer nicht in die Quere kommen. Um eventuellen Provokationen vorzubeugen, haben die Medien rund um das Stadion Foto- und Filmverbot.

Auf dem Spiel steht nicht nur die Länderspielkarriere der Schüssel, sondern auch die Zukunft des Vereins. Der FC Sachsen hat zum Derby 500 ehemalige, momentane und potentielle neue Sponsoren eingeladen. Es scheint fast, als hätten es die Fans selbst in der Hand: Friedliche, aber lautstarke Anfeuerungen, hochmotivierte Chemie-Bubis, ein Achtungserfolg gegen den großen Favouriten aus Probstheida – und Neusponsoren als positiver Nebeneffekt. So könnte es kommen. Bliebe es im Leutzscher Fanlager ruhig, würden die Anhänger somit selbst ihr in den letzten Monaten arg ramponiertes Image aufpolieren.

Die große Unbekannte des Derbys wird das tatsächliche Publikumsinteresse sein. Vor allem in Probstheida wird mit Zuschauerzahlen im höheren vierstelligen Bereich gerechnet. Verkauft wurden (Stand: Montag) dort allerdings erst 2800 Karten, auf Leutzscher Seite sind es 1400. Wer nicht will, dass am Sonntag Blau-Gelb dominiert, fährt nach Leutzsch, kauft sich ein Ticket und nimmt noch, zwei, drei, vier andere mit. Wir haben ein Heimspiel, weitersagen!




«
»




2 Kommentare bisher
Hinterlasse deinen Kommentar!

  1. Gravatar of ml
    Kommentar von
    10.10.2007 um 15:03
    1

    wollen wir uns dort treffen? ich war noch nie bei chemie, und warum nicht mit einem heimspiel der 2. mannschaft einsteigen 🙂 (mail an mich :))


  1. Gravatar of Vollkontakt
    Kommentar von
    Vollkontakt
    12.10.2007 um 6:33
    2

    Nicht nur ein Spiel, dass ist das Spiel des Jahres.Das wird der hammer würde dir aber erst nen aneres spie empfehlen, sei denn du liebst das Adrenalin 😉 gruß




Einen Kommentar hinterlassen