Nur der Pöbel bleibt übrig: Armutszeugnis für Leutzscher „Fans“
Mittwoch, 16. Mai 2007, 15:19 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 27. August 2009, 8:47 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus, Spielberichte

Zugegeben, die Überschrift ist provokativ und wird man vor allem in Probstheida gerne lesen – aber sie ist nicht unberechtigt. Es sind die Momente, die richtig weh tun. Endlich gelingt mal wieder ein Sieg gegen VFC Plauen, der auch noch überzeugt. Ausgerechnet der von den Vogtländer Fans angefeindete Christian Reimann trifft zweimal (86./Foulelfmeter, 90.). Genug Stoff für ein Fußballfest. Aber nur 1952 Unentwegte trauten sich offiziell – inoffiziell vielleicht sogar nur knapp über 1000! - zur Partie der „Verfolger“ FC Sachsen Leipzig gegen VFC Plauen. Guido Schäfer (LVZ) weiß, wie die Zahl einzuordnen ist, wenn er sarkastisch anmerkt, dass vermutlich jene an den Radios mitgezählt wurden…

Zugegeben, für zu Hause Gebliebene kann man angesichts der Katastrophen-Saison der Leutzscher sogar noch verständnis aufbringen! Nicht aber für einige Vollidioten, die sich am Sonntag im Zentralstadion daneben benahmen und mit rassistischen Sprechchören negativ auffielen. Eins vorweg: Es kam sowohl im Plauener als auch im Leutzscher Fanblock zu verbalen Grenzübertritten. So wurde im Sektor B durch einige Chemie-„Fans“ unter anderem das U-Bahn-Lied angestimmt. Kreisen der Diablos ist es zu verdanken, dass diese unsäglichen Stimmen schnell wieder verstummten. Aus dem Plauener Block hingegen hallten „Juden-Leipzig“-Rufe – auch hier griffen couragierte, mitgereiste Fans ein.

Die Saison ist endgültig abgehakt, die 10 000, die zwei Wochen zuvor noch ins Zentralstadion pilgerten, kommen so schnell nicht wieder. Bleibt nur der Pöbel übrig? Wenn das so weiter geht, wäre es ein Armutszeugnis für die Leutzscher Fans. Es ist Aufgabe von uns, uns wahren Fans, weitere verbale Ausfälle – die es auch in den eigenen Reihen gibt - durch Courage und Geschlossenheit gar nicht erst laut werden zu lassen. Und notfalls niederzusingen. Und das ist das positive Fazit, das aus der Partie gegen Plauen zu ziehen ist: Der Block weiß sich zu wehren.




«
»




2 Kommentare bisher
Hinterlasse deinen Kommentar!

  1. Gravatar of philipp haering
    Kommentar von
    philipp haering
    17.05.2007 um 10:40
    1

    was war denn in zwickau los?hab gehört,dass außer ein gutes spiel noch ein paar schlagabtausche mit unsere knüppelcrew gab


  1. Gravatar of Neonazis im Stadion? Wo denn? | chemieblogger.de – Das Blog rund um FC Sachsen & BSG Chemie
    2

    [...] wiederholt postuliert, damit seien alle Gewaltprobleme beim FCS gelöst. Wie auch immer, wer hier, hier, hier, hier, hier oder hier schon das ein oder andere Mal mitgelesen hat, dem ist allgemein [...]




Einen Kommentar hinterlassen