Abgezockter Favoritensieg dank Minimalaufwand
Samstag, 14. Mai 2005, 18:00 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Spielberichte

NOFV-Oberliga Süd 2004/05 – 33. Spieltag
Sa., 14. Mai 2005: VfB Auerbach 1906 – FC Sachsen Leipzig 0:3 (0:2)

„Schwese“ und Fraunholz in der Schlussphase treffsicher

Eigentlich war alles so wie am letzten Wochenende auf dem Sondershäuser „Göldner“. Ein hochmotivierter Gegner, ein bescheiden engagierter FC Sachsen. Dafür aber eiskalt und treffsicher, genauso wie im Aufstiegsjahr 2003. Nach einer Stunde deutete wie schon in der Vorwoche auch in Auerbach alles auf ein torloses Unentschieden hin. Doch dann entschied die personifizierte Torkanone der Rückrunde die Partie…

Es regnete in Strömen, als sich 22 Kicker auf dem Auerbacher Geläuf um drei Punkte und eigentlich nicht mehr als die „goldene Ananas“ stritten. Spannung kam erstmals nach 19 Minuten auf, als eine Chancen-Kette die Zuschauer aus ihrer Langeweile riss. Zuerst scheiterte Sven Werner mit einer guten Kopfballgelegenheit. Nur eine Minute später war es auf der Gegenseite „Schotte“ Mathias Jack, der in letzter Instanz für den geschlagenen Jan Burmeister auf der Linie retten musste. Unmittelbar im Anschluss platzierte der Auerbacher Troche einen Freistoß an den Innenpfosten – bange Minuten für die Grün-Weißen.

Ähnlich aufregend wurde es tatsächlich erst wieder nach einer gespielten Stunde. Da schlug Andreas Schwesinger zweimal zu. Nach 61 Minuten blieb ein Schuss Ronny Kujats hängen – der Ex-Jenenser staubte ab. Kurz darauf kämpfte „Schwese“ den Ball nach vorausgegangenem Steilpass im Eins-gegen-eins-Duell gegen VfB-Keeper und Ex-Leutzscher Fröhlich zum vorentscheidenden 2:0 ins Netz (68.). Für den Endstand und somit für die gleiche Torschützenliste wie in Sondershausen sorgte der aufstrebende Einwechsler Benjamin Fraunholz (79.) mit seinem vielversprechenden dritten Jokertor der Saison. Ein Schönheitsfehler bleibt: Fraunholz hätte in den Schlussminuten nach einer Übersicht beweisenden Ablage Schwesingers auf 4:0 erhöhen müssen, verfehlte aber aus Nahdistanz das leere Tor.

Schwesinger unterdessen, unglücklich und schleppend in die Rückrunde bei seinem neuen Verein gestartet, mausert sich zur unverzichtbaren Größe in der Frank-Elf. Nicht nur, dass er seine Farben mit dem allesentscheidenden Tor kurz vor Ultimo im Oddset-Cup-Finale in den DFB-Pokal schoss. Im vogtländischen VfB-Stadion markierte „Schwese“ seine Saisontore sieben und acht. Allesamt erzielt in den letzten elf Punktspielen. Der Aufschwung des Neuen aus Jena bedeutete gleichwohl die Konsolidierung der Leutzscher. Endlich hat Chemie wieder einen kaltschnäuzigen Torjäger, endlich manifestieren die Frank-Kicker ihre Ambitionen durch Ergebnisse – und endlich reichen mittelmäßige Leistungen auch mal für die maximale Tor- und Punkteausbeute, ganz wie vor zwei Jahren…

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