2:0-Arbeitssieg gegen ebenbürtigen Abstiegskandidaten
Samstag, 7. Mai 2005, 18:00 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Spielberichte

NOFV-Oberliga Süd 2004/05 – 32. Spieltag
Sa., 7. Mai 2005: BSV Eintracht Sondershausen – FC Sachsen Leipzig 0:2 (0:0)

Torebank „Schwese“ und Joker Fraunholz treffen

Dass die Leutzscher nach dem überwältigenden Pokaltriumpf noch Bäume ausreißen könnten, hätte keiner erwartet. Im thüringischen Sondershausen lag dementsprechend lange ein Punktverlust in der Luft. Erst in der Schlussphase ging den mit dem Rücken zur Wand stehenden Gastgebern die Puste aus – es bedankten sich Andreas Schwesinger und Benjamin Fraunholz. Deren späte Treffer zum 2:0-Endstand entführten drei Punkte aus dem Sportzentrum „Am Göldner“ und lassen nun wieder berechtigte Hoffnungen auf Platz drei aufkeimen.

Ein Dankeschön geht deshalb an die Jenenser. Mit einem beachtlichen 1:0-Auswärtssieg kurz vor Schluss beim HFC sicherten sich die Zeiss-Städter den Staffelsieg. Und den Leutzschern vier Punkte Vorsprung vor dem Erzfeind aus der Saalestadt, der allerdings noch eine Nachholepartie austragen muss. Liebe Jenenser: Bitte, bitte verschwindet aus der öden vierten Spielklasse und vergesst nicht, dass die Saison erst nach der Aufstiegsrelegation zu Ende ist. Trotz der beeindruckenden Saison – man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen, gerade, wenn sie aus Jena kamen…

Ein Mann aus dem Carl-Zeiss-Nachwuchs in Sondershäuser Diensten, Sebastian Caspar, hätte übrigens im Alleingang für ein grün-weißes Debakel beim Tabellensechzehnten sorgen können – und damit zurück zum Spiel. Der ansonsten treffsichere Torjäger scheiterte mutterseelenallein vorm Burmeister-Kasten (59.). Kurz darauf folgte Schwesingers 1:0 (67.) und der Anfang vom Ende aller Sondershäuser Punkteträume. Das Tor fiel symptomatisch für die ganze Saison nach einem Standard. Ronny Kujat hatte eine von Ballvirtuose Frank Gerster getretene Ecke auf den kopfballstarken Torjäger verlängert. Für Schwese bedeutete es nunmehr das sechste Oberligator seit seinem Wechsel im Winter, hinzu kommen zwei Pokaltore.

Im folgenden gaben die Gastgeber alles oder nichts. Zu verlieren hatten sie nichts mehr, und so blieben die drei Auswärtspunkte bis zur zweiten Minute der Nachspielzeit in Gefahr. Dann verwandelte der eingewechselte Nachwuchsmann Fraunholz einen der zahlreichen deutlichen Kontergelegeheiten zum vorentscheidenden 2:0.

So können die Leutzscher zum Saisonfinale wenigstens den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung von sich weisen. Schon in der Vorwoche wiesen die Grün-Weißen die tief im Abstiegskampf steckenden, aber formstarken Zwickauer mit einem 2:1-(0:0)-Heimsieg in die Schranken. Dank des zweiten Ligasieges in Folge haben die Leutzscher im prestigeträchtigen Duell gegen den HFC, die aus eigener Kraft nicht mehr vorbeiziehen können, den Vorteil wieder auf ihrer Seite.

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