Didis Direktiven
Während RasenBallsport Leipzig die Oberliga sportlich dominiert, lassen die Personalentscheidungen des neuen Red-Bull-Fußballchefs Dietmar Beiersdorf Langeweile gar nicht erst aufkommen
Markranstädt. Dort, wo die Welt noch in Ordnung ist. Idylle. Fußballsportliche Unschuldigkeit. Genau der richtige Ort, um die Fußballweltherrschaft auf dem Reißbrett zu planen. Doch, wie wir seit Freitag wissen, in der beschaulichen Leipziger Salzburg-Außenstelle kann man auch anders. Oder besser: In der Mozartstadt will man anders, als es in der Bachstadt ist. Provinzialismus war gestern, ab heute laufen alle Fäden der Red-Bull-Fußballclubs bei Dietmar Beiersdorfer im Mateschitz-Hauptquartier zusammen.
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Redebeitrag der ag.doc zum 1. Mai 2009
Anlässlich der Demonstration „It works! …wie lange noch? Rassismus und Diskriminierung“ zum 1. Mai 2009 hat die ag.doc einen im Folgenden dokumentierten Redebeitrag geleistet, der die Zusammenhänge und personelle Schnittmengen zwischen der Leipziger Neonazi- und Fußballfanszene aufzeigt:
Leipzig, Jahnallee, 3. Januar 2009. Etwa 50 Vermummte attackieren eine Gruppe von Fans der BSG Chemie Leipzig. Die Angreifer gehen äußerst brutal vor, es gibt keine Zufälle. Einzelne Personen werden gezielt gejagt. Ein Chemie-Fan muss mit Verdacht auf Schädelbasisbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Täter tragen Totenkopfsturmhauben und schreien „Töten, töten“ und „Ihr Drecksjuden“. Es geht längst nicht mehr um Fußball. Der Angriff ist unübersehbar politisch motiviert.
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Von Fusionisten und Besitzstandswahrern
Die Podiumsdiskussion der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Zukunft des Leipziger Fußball offenbarte, was in der geteilten Stadt machbar ist – und was nicht. Ein Rückblick
„Leipzig und die fehlende Bundesliga – eine unendliche Geschichte?“ Eine Frage, die provoziert, Gemüter erhitzt, Diskussionen anregt. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hatte zu diesem Thema in das hoffnungslos überfüllte Studio 3 von Leipzig Fernsehen geladen. Viert- beziehungsweise fünftklassiger Fußball – beim puren Gedanken daran sehnt sich der geneigte FC-Sachsen- respektive Lok-Fan schnellstmöglich das berühmte Grab herbei, indem er sich öffentlichkeitswirksam umdrehen könnte. Allein, so einfach ist es nicht, und so geht die Debatte weiter. Fusionisten gegen Selbstbestimmte, Visionäre gegen Besitzstandswahrer, Pragmatiker gegen Irrationalisten – die Fronten stehen fest. Allein als Anhänger der BSG Chemie kann man sich ein bisschen zurücklehnen. Dass der Alfred-Kunze-Gedächtnis-Weg nicht morgen und auch nicht übermorgen in die Bundesliga führt, ist ein ebenso evidenter wie auch immanenter Bestandteil der Neuinterpretation der Leutzscher Legende.
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Expertendiskussion zur Zukunft des Leipziger Fußballs
„Leipzig und die fehlende Bundesliga“ – die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt am Dienstag, dem 3. Februar, 18 Uhr, im Studio 3 von Leipzig Fernsehen zur Podiumsdiskussion. Ein Veranstaltungstipp
Quo vadis, Fußball-Leipzig? Mit den Köpfen in der Bundesliga steht der Leipziger Fußball mit beiden Beinen in den Amateurligen, und daran wird sich so schnell nichts ändern. Gibt es einen Master-Plan? Und wenn ja, wie sieht der aus? Zentralstadionbesitzer Michael Kölmel hat die leerstehende WM-Arena kurzerhand zur Chefsache erklärt, hartnäckig halten sich die Gerüchte, dass Red Bull nach wie vor Interesse am Leipziger Fußball hat. Wird hinter den Kulissen geflirtet, eine potentielle Ehe angebahnt, von einem vollen Zentralstadion geschwärmt? Eine Stadt mit diesen Voraussetzungen, denkt sich mancher Couch-Fußballer, hat die Aussicht auf die Champions-League-Qualifikation! Mindestens. Irgendwann vielleicht?
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Ausgesperrte Fans zum Politderby
Fußball-Leipzig macht mal wieder bundesweite Negativschlagzeilen. Ausgerechnet während der diesjährigen FARE-Aktionswoche sperrt Lok Leipzig zu der politisch brisanten Partie seiner zweiten Mannschaft gegen Roter Stern Leipzig (Stadtliga Leipzig) die Öffentlichkeit aus. Steffen Kubald erklärte gestern gegenüber der Leipziger Volkszeitung, warum die Stadiontore geschlossen bleiben:
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