Zitat des Tages (8): Geänderte Beweislage

Donnerstag, 11. März 2010, 10:55 Uhr
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Ich berichte schon fünf Jahre über Randale in europäischen Fußball-Stadien. …weiterlesen



Zitat des Tages (3): Warten auf „GTA Sachsen“

Dienstag, 3. November 2009, 14:02 Uhr
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[…] in Argentinien [ist] nun eine Sonderedition von „Grand Theft Auto“ erschienen. Schwer bewaffnet entsteigt darin ein Boca-Juniors-Fan dem Linienbus zur Bombonera und sammelt Punkte, indem er im Stadtteil „La Boca“ die Graffitis anderer Klubs übersprüht. …weiterlesen



Neonazis im Fußball: Alte Probleme, neue Strategien

Dienstag, 27. Oktober 2009, 17:10 Uhr
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Rechtsextreme Gewalt und Instrumentalisierung im (Leipziger) Fußball: Der mediale Aufschrei ist groß, die Gewaltbereitschaft nimmt zu, die Grünen fordern ein Umdenken im Bereich der Fansozialarbeit

Auch drei Tage nach den brutalen und militanten Übergriffen von 50 Neonazis auf Fans und Spieler des Roten Stern Leipzig reißt die bundesweite Medienberichterstattung nicht ab. Stündlich tauchen neue Beweisbilder und -videos – vor allem im Internet (unbedingt mal bei indymedia und YouTube vorbeischauen) – auf. Der Ereignisse vom Wochenende in Brandis schockieren die Öffentlichkeit – und das ist auch gut so. Politik und Gesellschaft werden mit vielschichtigen Problemen konfrontiert, die schlichtweg nicht mehr wegzudiskutieren sind: Rechtsextremismus in Deutschland im Allgemeinen und in Sachsen im Besonderen, die neonazistische Instrumentalisierung des (vor allem unterklassigen) Fußballs für Propagandazwecke und Mitgliederrekrutierung, die größtenteils überforderte und wegsehende Polizei, verfehlte Jugendsozialarbeit und die Frage nach Finanzierung, Ausstattung und inhaltlicher Ausrichtung von Fanprojekten.

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Zitat des Tages (2): Merbitz’ Polizei in der Kritik

Dienstag, 27. Oktober 2009, 15:44 Uhr
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Hui, da müssen wir drüber sprechen. Was machen die Beamten da? …weiterlesen



Polizei kapituliert vor rechtsextremer Fußballgewalt

Sonntag, 25. Oktober 2009, 22:59 Uhr
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„Das Problem heißt Neonazismus“, bringt Linkenpolitikerin Juliane Nagel die militanten Angriffe auf linke Fußballfans des Roten Stern Leipzigs beim FSV Brandis auf den Punkt. Stimmen, Gedanken und Analysen zum jüngsten Neonaziangriff

Der Wahnsinn geht weiter. Alternative Fankulturen sind in Leipzig nicht nur unerwünscht, sondern werden existenziell bedroht. Und die Polizei schaut zu. Oder ist nicht einmal vor Ort. Das sind die zentralen Botschaften des Wochenendes. Die Neonazihochburg Muldentalkreis hat zugeschlagen, der Gastauftritt des Roten Stern Leipzig beim FSV Brandis dauerte eingedenk eines brutalen Angriffs von 50 mit Zaunslatten und Eisenstangen bewaffneten Neonazis keine zwei Minuten und brachte am Ende einen Punktsieg für die 150 linken Fans. Nur freuen kann sich darüber niemand, der Rote Stern berichtet von mehreren Schwerverletzten in den eigenen Reihen.

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Red Bull in Leipzig: The fan base’s hopes and fears

Red Bull has taken over the small football club SSV Markranstädt on the outskirts of Leipzig. The new club RasenBallsport is expected to lead Leipzig to the German Bundesliga. Although the city is yearning for prime class football, the resistance among the local fan side is raising

Leipzig on a Saturday night. Red Bull wants to capture the trendy and alternative southern district Connewitz. A completely branded car is supposed to campaign for Red Bull in front of a popular disco but it doesn’t help. A group of Members of the “Diablos”, the Ultras of BSG Chemie Leipzig, attacks the car. Its driver is forced to escape. This scene gives a foretaste of how hard the first season of the new founded Club, ruled by Red Bull, RasenBallsport Leipzig is going to be.

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Rasenball Leipzig: Red Bull, jetzt aber wirklich

Der milliardenschwere Red-Bull-Konzern um Dietrich Mateschitz soll beim SSV Markranstädt einsteigen, die Namensrechte an Michael Kölmels Sportforum erwerben und den Fußballstandort Leipzig retten. Die Folgen für den Leipziger Fußball und seine Fanszenen sind noch nicht absehbar. Heute: Mehr Fragen als Antworten

Leipzig ist ein Klein-Wolfsburg. Zumindest möchte es das sein. Und wenn es nur für ein Klein-Hoffenheim reichte, würde auch keiner traurig sein. Es wurde und wird viel gesprochen und geschrieben von großartigen Voraussetzungen, einer leeren WM-Schüssel, einem schlafenden Riesen und festgefahrenen (politisierten) Fanfeindschaften. Und vom milliardenschweren Red-Bull-Konzern und seinem Interesse am Leipziger Fußball, was an dieser Stelle wiederholt thematisiert wurde. Entsprechend abgestumpft ist der geneigte Beobachter des Leipziger Fußballs, das Thema steht seit beinahe drei Jahren mehr oder weniger auf der medialen Tagesordnung. Doch das, was in den letzten zwei Tagen von Guido Schäfer via Leipziger Volkszeitung kolportiert wurde, liest sich irgendwie anders als sonst:

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Es folgt ein satirischer Beitrag zur bevorstehenden Kommunalwahl

Freitag, 15. Mai 2009, 20:11 Uhr
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Der FC Sachsen Leipzig hat mich gebeten, eine Gegendarstellung zu der Stellungnahme der Fan-Gruppierung „Spass hamm“ zu veröffentlichen. Da lasse ich mich natürlich nicht lange bitten. Eine Glosse

Liebe Fans, sehr geehrte Gläubiger und Medienschaffende,

Der FC Sachsen Leipzig 1990 e. V. weist die Vorwürfe der militanten Ultrà-Gruppierung „Spass hamm“ entschieden zurück, wonach es in der Regionalliga-Partie am 29. April 2009 gegen den VFC Plauen im Zentralstadion zu rassistischen und diskriminierenden Vorfällen gekommen sein soll. Der Verein möchte sich ausdrücklich von derartiger kommunistischer, rotfaschistischer und linksextremer Agitation distanzieren. Der FC Sachsen Leipzig 1990 e. V. ist ein gänzlich unpolitischer Verein. Aus diesem Grund können wir der Kritik an Rassismus und Diskriminierung im Stadion keine Bühne geben.

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Redebeitrag der ag.doc zum 1. Mai 2009

Anlässlich der Demonstration „It works! …wie lange noch? Rassismus und Diskriminierung“ zum 1. Mai 2009 hat die ag.doc einen im Folgenden dokumentierten Redebeitrag geleistet, der die Zusammenhänge und personelle Schnittmengen zwischen der Leipziger Neonazi- und Fußballfanszene aufzeigt:

Leipzig, Jahnallee, 3. Januar 2009. Etwa 50 Vermummte attackieren eine Gruppe von Fans der BSG Chemie Leipzig. Die Angreifer gehen äußerst brutal vor, es gibt keine Zufälle. Einzelne Personen werden gezielt gejagt. Ein Chemie-Fan muss mit Verdacht auf Schädelbasisbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Täter tragen Totenkopfsturmhauben und schreien „Töten, töten“ und „Ihr Drecksjuden“. Es geht längst nicht mehr um Fußball. Der Angriff ist unübersehbar politisch motiviert.

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Den Nazis nicht das Stadion überlassen

Donnerstag, 30. April 2009, 17:24 Uhr
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Morgen ist der 1. Mai. Vor dem Hintergrund der rechtsextremen Instrumentalisierung des Leipziger Fußballs organisieren der Red Star Supporters Club und die neugegründete ag.doc eine Demonstration gegen Rassismus und Diskriminierung. Ein Aufruf

Fußball in Leipzig bedeutet Liebe, Leidenschaft – und Rivalität. Die historischen Gräben zwischen Leutzsch und Probstheida haben sich in den Nachwendejahren weiter vertieft. Längst wird die ursprünglich sportliche Rivalität von politischen Auseinandersetzungen überlagert. Seit etwa einem Jahrzehnt setzen sich engagierte Anhänger beim FC Sachsen und später bei der BSG Chemie gegen Rassismus und Diskriminierung ein – ein Betätigungsfeld, durch das die Fans von Teilen der Medien und Öffentlichkeit allzu häufig fälschlicherweise in die linksextreme Ecke gestellt werden. Verschärft wird diese Wahrnehmung durch die wiederholten Übergriffe auf Leutzscher Fans aus dem zum Teil rechtsextremen Umfeld des 1. FC Lok. Eine Auswahl:

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