Lebenszeichen
Samstag, 3. März 2012, 21:37 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 5. März 2012, 23:39 Uhr
Abgelegt unter: BSG Chemie Leipzig, Vereinspolitik

Verein und Mannschaft leben, das haben die vergangenen Wochen bewiesen. Die BSG Chemie Leipzig startet mit einem 7:0 bei Merkur Oelsnitz in die Rückrunde

Bumm, bumm, Norman Lee Gandaa. Bumm, bumm, Thomas Hönemann. Bumm, Martin Gröbel. Bumm, Matthias von der Weth. Bumm, Marcus Wolf. Sieben Mal schlug es ein im Tor von Merkur Oelsnitz. Chemie hat die Vogtländer mit 7:0 deklassiert – ein Rückrundenauftakt nach Maß. Das unmissverständliche Signal an die Konkurrenz in der sächsischen Landesliga: Chemie ist obenauf und nie wirklich weg gewesen, mit der Mannschaft ist zu rechnen, an guten Tagen ist alles drin. Das Team von Trainer René Behring bestätigt den Aufwärtstrend zum Abschluss der Rückrunde nach einer guten, aber nicht belohnten Leistung beim 0:0 im „Derby“ gegen die SG Leipzig-Leutzsch und dem überzeugenden Auftritt in Markranstädt mit einem 2:0-Sieg bei den „Roten Jungbullen“ Ende 2011.

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SG Leipzig-Leutzsch als große Unbekannte
Freitag, 27. Mai 2011, 11:34 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 27. Mai 2011, 13:27 Uhr
Abgelegt unter: Abseits des Platzes, BSG Chemie Leipzig, Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Medienschau, Vereinspolitik

Nach Prüfung der Konzepte bevorzugt Insolvenzverwalter Heiko Kratz die neugegründete SG Leipzig-Leutzsch als Nachfolgerin des FC Sachsen Leipzig. Was steckt hinter dem Verein, der die BSG Chemie Leipzig auszustechen scheint?

„Die BSG Chemie geht leer aus“, lautet die Schlagzeile von Eberhard Schmiedel in der Leipziger Volkszeitung. Insolvenzverwalter Heiko Kratz wolle die Nachwuchsabteilung des FC Sachsen Leipzig auf die neugegründete SG Leipzig-Leutzsch übertragen. Weitere Informationen? Fehlanzeige. Die Bild wird konkreter: „Ich bevorzuge das Modell der SG“, zitiert das Boulevardblatt Kratz. „Insolvenzrechtlich ist die SG die entspanntere, kostengünstigere Variante.“ Für spruchreife Entscheidungen würden Landessportbund und Stadtverband sorgen – ein nicht ungewichtiges Wort wird auch die Stadt als Verpächterin des Alfred-Kunze-Sportpark sprechen, worauf Uwe Köster irgendwo zwischen Erstaunen und zynischer Distanz in der gestrigen Ausgabe der LVZ hingewiesen hatte.

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FC Sachsen Leipzig schreibt zum letzten Mal Geschichte
Mittwoch, 18. Mai 2011, 23:15 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 19. Mai 2011, 23:38 Uhr
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Schluss, aus und vorbei: Das Kapitel FC Sachsen Leipzig ist beendet. Der Leutzscher Traditionsverein soll abgewickelt und aus dem Vereinsregister gestrichen werden. Eine Bestandsaufnahme

Der 18. Mai 2011 ist ein historischer Tag. Er steht für das endgültige Aus des FC Sachsen. Insolvenzverwalter Heiko Kratz verkündete heute auf einer Pressekonferenz, dass der Spielbetrieb zum 30. Juni eingestellt wird. „Der Verein wird im Rahmen des Insolvenzverfahrens abgewickelt“, so Kratz. Aus Kostengründen könne der Spielbetrieb in der nächsten Saison nicht sichergestellt werden. Nach der Abwicklung soll der FC Sachsen aus dem Vereinsregister gelöscht werden. Damit würde der Rechtsnachfolger der Betriebssportgemeinschaft Chemie Leipzig, die zu DDR-Zeiten zwei Mal Meister wurde und einmal den Pokal holte, endgültig von der Bildfläche verschwinden.

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Fans und Bild entlassen Heyne
Freitag, 22. April 2011, 12:54 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 22. April 2011, 12:58 Uhr
Abgelegt unter: Abseits des Platzes, Fanszene, FC Sachsen Leipzig, Medienschau, Vereinspolitik

Der Vorstand des FC Sachsen hat Trainer Dirk Heyne beurlaubt. Dabei erhörte er die Wünsche der Fans – und der Bild.

„Heyne raus!“ – Kaum mehr als 800 Fans verlieren sich noch zu den Heimspielen des FC Sachsen. In den Alfred-Kunze-Sportpark kommen lediglich diejenigen, so scheint es, die ihren Fußball-Fachverstand irgendwo zwischen der letzten Mitgliederversammlung und dem ersten Bier des Tages verloren haben. (Es ist beachtlich, dass die BSG Chemie fünf Spielklassen tiefer ebenso viele Fans mobilisieren kann. So kamen zum Spitzenspiel der 1. Kreisklasse gegen Kickers 94 Markkleeberg II 850 Zuschauer in den Camillo-Ugi-Sportpark.) Sportliche Expertise darf den Anhängern des FC Sachsen nicht unterstellt werden. Gegen Germania Halberstadt forderten sie erstmals lautstark den Trainerwechsel. Jetzt, vier Wochen später, wurden sie erhört.

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Korrumpiert und kritisch, braun und bunt: Die Vielfalt des Leipziger Fußballs
Dienstag, 6. April 2010, 18:05 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Samstag, 4. Dezember 2010, 16:35 Uhr
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In Leipzig konkurrieren mit RasenBallsport, 1. FC Lokomotive, FC Sachsen, BSG Chemie und Roter Stern fünf grundverschiedene Fußballklubs um die Gunst des Publikums. Die Fans haben die Wahl – für jeden erdenklichen Geschmack ist etwas dabei. Eine Vereinssoziologie

RasenBallsport Leipzig: Das austauschbare Franchise

Egal ob am Mitternachtsshop in der Tankstelle oder im Zentralstadion in der Red-Bull-Arena: Bei Red Bull geht es um Konsum, Events und Lifestyle. Wer sich mittwochabends 20:45 Uhr bei Sat.1 vorm Fernseher wiederfindet und von Johannes B. Kerner erklären lässt, dass Barcelona in blauen Hosen und Manchester in roten Shirts spielt, passt in die Zielgruppe. Hochklassiger, erfolgreicher Fußball ist garantiert, die Fernbedienung dirigiert die Perspektive auf Spielfeld und Kurve. Fußball, der nicht weh tut. Und am nächsten Morgen kann man im Büro trotzdem – oder gerade deswegen – mitreden.

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Fragwürdige Entlassung
Donnerstag, 8. Mai 2008, 17:35 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 25. August 2008, 22:56 Uhr
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Er galt als Integrationsfigur, jetzt muss er gehen. Hansi Leitzke wurde von seinem Traineramt beurlaubt – und keiner weiß warum

Der Verein steht am Scheideweg, die Fanszene ist gespalten. Dieser Tage formulieren einige FCS-Mitglieder an ihrer Austrittserklärung, auf der Gegenseite erfreut sich die BSG Chemie Leipzig zahlreicher Neumitgliedschaften. Dort ist man für alle Eventualitäten gerüstet, jüngst wurde eine Satzungsänderung durchgewunken, die formell ermöglicht, dass die BSG Chemie im nächsten Jahr eine Kreisklasse-Mannschaft anmelden kann. Droht jetzt die endgültige Spaltung? Für die Diablos zumindest gibt es wohl keinen Weg mehr zurück ins Zentralstadion.

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„Es gibt keinen Fußball-Gott mehr“
Montag, 10. September 2007, 11:50 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 6. November 2009, 11:51 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Spielberichte

Siegergesten, Jubelposen, völlige Ekstase. Die Bilder sind bekannt. Nach 90 Minuten Fußball im Zentralstadion jubeln – die Gäste. Das machte schon Trainerfuchs Wolfgang Frank zu schaffen, natürlich auch dem unverwüstlichen Ede Geyer. Jetzt ist Hansi Leitzke der Leidtragende. Neben tausenden Fans. „Es gibt keinen Fußball-Gott mehr“, verzweifelte die Torjägerlegende gegenüber der LVZ angsichts sovieler unseliger Qualen. Pech, Unvermögen oder einfach ein schlechtes Karma? Wofür werden Verantwortliche und Fans des FC Sachsen systematisch und erbarmungslos bestraft?

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