zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:22 Uhr
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Das wird eine ganz harte Saison. Nichts für Fans mit Bluthochdruck, nichts für Zartbesaitete. Heimspiele im Zentralstadion haben in diesen Monaten einen zutiefst zynischen Beigeschmack. Die Leistung stimmt oft, vor allem Kampf, Einsatzbereitschaft, allein der Lohn in Form von Heimsiegen bleibt aus. Späte Gegentore gab es bereits gegen Germania Halberstadt (1:1), den SSV Markranstädt (1:1) und nun auch gegen Ligaprimus Chemnitzer FC (2:2). Allein in diesen Spielen verschenkten die Leutzscher sechs Punkte – durch Unvermögen, Pech und gegen den CFC vor allem wegen des Schiedsrichters.
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 15:02 Uhr
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Wer kann sich noch an Almir Filipovic erinnern? Der exzentrische Bosnier kickte von 1997 bis 2000 im Leutzscher Holz, schoss in vier Jahren 33 Regionalligatore und stand Ende der 90er eigentlich schon mit anderthalb Beinen im Kader des VfB Leipzig (1 Mio. DM waren damals als Ablösesumme im Gespräch!). Was hat der Stürmer, den die grün-weißen Fans entweder liebten (wenn er traf) oder verdammten (wenn er mal wieder daneben schoss) mit dem FC Sachsen Leipzig anno 2007 zu tun?
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:24 Uhr
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Eine Augenblick, der ins Bild passt: Acht Minuten vor Schluss, eine Strafraumszene, eine unbeholfene Grätsche, Elfmeter, am Ende Tränen. Enrico Köckeritz hatte Christian Mittenzwei von den Beinen geholt, Lars Weißenberger zum – wieder einmal – späten Ausgleich verwandelt. Ein Spieler am Boden, eine komplette Mannschaft am Boden, der ganze Verein am Boden. Alles andere wäre wohl eine Überraschung gewesen. Kein Geld. Unsicherheit. Führungskrise. Sportliche Misserfolge.
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:24 Uhr
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Drei Tage nach Halle, ein Tag vor der richtungsweisenden Mitgliederversammlung: Der FC Sachsen steht – mal wieder – am Abgrund, und das in jeder Hinsicht. Die Oberliga-Saison ist sechs Spieltage alt. Vor knapp drei Monaten gelang es die Insolvenz abzuwenden. Zeit um eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:25 Uhr
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Zweites Auswärtsspiel, zweite Niederlage. Das 1:2 (0:0) beim FV Dresden-Nord ist ein Ergebnis, das nach dem 1:5-Debakel in Auerbach nicht überraschen darf. Guido Schäfer, Chemie-Experte der LVZ, schreibt die Leutzscher Kicker gewohnt emotional auf den Boden der Tatsachen zurück – reißerisch, ein bisschen zynisch, aber keinesfalls wirklichkeitsfremd:
Im idyllischen Jägerpark zu Dresden wurde vor 748 Zeugen eine schmerzhafte, eine unglaubliche, eine nicht negierbare Wahrheit offenbar: Das Nachtschattengewächs der Landeshauptstadt, der FV Dresden-Nord, ist besser besetzt als Leipzigs beste Fußball-Mannschaft. „Schreibt das ruhig mal so!“, forderte Sachsen-Coach Hans Leitzke nach der verdienten 1:2 (0:0)-Niederlage. „Das ist die Realität, das ist kein Gejammere von mir.“
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:15 Uhr
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Montag, Tag der Entscheidung. Der Aufsichtsrat des FC Sachsen Leipzig tagt, zieht Konsequenten aus der abgelaufenen Saison und legt innovative Konzepte für die Zukunft des Vereins vor. Hoffnungsvolle Erwartungen, die an die Mitglieder des Aufsichtsrats gestellt, aber von ihnen nicht erfüllt wurden. Es war tatsächlich ein „Schwarzer Montag für den FC Sachsen?“, wenn auch in ganz anderer Hinsicht, als Guido Schäfer am Samstag in der LVZ fragend prophezeihte: Entsprechend der Meldung auf der offiziellen Website des Vereins hat sich der Aufsichtsrat in Bezug auf die Stadionfrage festgelegt, sich nicht endgültig festzulegen - man hofft weiter auf Michael Kölmel.
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:29 Uhr
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Als ob es der Leutzscher Fan dieser Tage nicht schon schwer genug hätte: Die Fangemeinde ist gespalten. Pro oder contra Zentralstadion? Für ein langfristiges Konzept mit dem streitbaren Eduard Geyer oder dagegen? Und: sind die rassistischen Pöbeleien der letzten Spiele vorübergehender Ausdruck tiefster Fanenttäuschung oder ein tief wurzelndes Problem? Glaubt man der österreichischen Gerüchteküche, gesellt sich eine neue – obwohl, eigentlich eher alt bekannte – Streitfrage hinzu: Für oder gegen einen Einstieg von Red Bull?!
Red Bull, das war doch schon lange vom Tisch! Die Bullendosen sollten demnächst in der Düsseldorfer LTU-Arena ihren Absatz finden. Oder doch nicht? Gestern wartete der ORF mit einem überraschenden Bericht auf. Demnach habe Red Bull entgegen letzterer Behauptungen das Interesse am FC Sachsen Leipzig keinesfalls verloren:
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 27. August 2009, 8:47 Uhr
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Zugegeben, die Überschrift ist provokativ und wird man vor allem in Probstheida gerne lesen – aber sie ist nicht unberechtigt. Es sind die Momente, die richtig weh tun. Endlich gelingt mal wieder ein Sieg gegen VFC Plauen, der auch noch überzeugt. Ausgerechnet der von den Vogtländer Fans angefeindete Christian Reimann trifft zweimal (86./Foulelfmeter, 90.). Genug Stoff für ein Fußballfest. Aber nur 1952 Unentwegte trauten sich offiziell – inoffiziell vielleicht sogar nur knapp über 1000! - zur Partie der „Verfolger“ FC Sachsen Leipzig gegen VFC Plauen. Guido Schäfer (LVZ) weiß, wie die Zahl einzuordnen ist, wenn er sarkastisch anmerkt, dass vermutlich jene an den Radios mitgezählt wurden…
Zugegeben, für zu Hause Gebliebene kann man angesichts der Katastrophen-Saison der Leutzscher sogar noch verständnis aufbringen! Nicht aber für einige Vollidioten, die sich am Sonntag im Zentralstadion daneben benahmen und mit rassistischen Sprechchören negativ auffielen. Eins vorweg: Es kam sowohl im Plauener als auch im Leutzscher Fanblock zu verbalen Grenzübertritten. So wurde im Sektor B durch einige Chemie-„Fans“ unter anderem das U-Bahn-Lied angestimmt. Kreisen der Diablos ist es zu verdanken, dass diese unsäglichen Stimmen schnell wieder verstummten. Aus dem Plauener Block hingegen hallten „Juden-Leipzig“-Rufe – auch hier griffen couragierte, mitgereiste Fans ein.
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 16:30 Uhr
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Wenn es gut läuft, kann man sich alles leisten: Ede „gnadenlos“ Geyer fuhr vor einigen Jahren sensationelle Erfolge mit Energie Cottbus ein – bis hin zum Aufstieg und Klassenerhalt in der Bundesliga. Ein Blatt hatte er nie vor den Mund genommen. Stellvertretend steht die Affäre um die Äußerung Geyers, einer seiner Cottbusser Spieler habe eine Berufsauffassung wie eine Nutte auf St. Pauli. Auf Pauli wurde Geyer daraufhin angefeindet, in Cottbus hingegen noch mehr vergöttert. Doch kann sich Geyer heute, nahezu sechs Jahre später, noch derartige Eklats leisten?
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 15:26 Uhr
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Eigentlich mutet es angesichts des Saisonverlaufs fast schon zynisch an, dass die Leutzscher zurück im Titelrennen sind. Der Sieg im heraufbeschworenen Sechs-Punkte-Spiel in Eilenburg lässt die grün-weißen Anhänger wieder hoffen: auf vier Punkte beläuft sich der Rückstand auf die Cottbusser Zweite - nur noch vier Punkte. Und das, obwohl seit Monaten scharfe Kritik auf die Geyers, Ferls & Co. einregnet. Von falschem Training war die Rede. Von fehlender Einstellung. Von einem Teamgeist, den man mit der Lupe suchen musste…
Und nun, sechs Spieltage vor Saisonende, sieht es auf einmal alles anders aus. Geradzu rosig: Mit einem Sieg im direkten Duell gegen Cottbus II wäre endgültig alles wieder möglich. Die Liga würde wieder zittern. Genauso, wie sie es vor Saisonbeginn tat, als die Presse die hochgehandelten und -bezahlten Sachsen-Stars zum „FC Bayern München der Oberliga“ stilisierte.
