Carsten Hänsel hier, Peter Pacult da
Dienstag, 3. Mai 2011, 20:40 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18. Mai 2011, 10:00 Uhr
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Neutrainer-Tage in Fußball-Leipzig: Mit Carsten Hänsel und Peter Pacult treffen ab der nächsten Saison zwei verschiedene Welten auf Leipzigs Trainerbänken aufeinander.

Im Gegensatz zu Achim Steffens oder Dirk Heyne muss man seinen Namen erst einmal googeln: Mit Carsten Hänsel (28) soll Heyne beim FC Sachsen Leipzig ein Vertreter jenes Typs Trainer nachfolgen, der stark im Trend liegt. Jung, dynamisch, kommunikativ, umfassende Erfahrungen in der Arbeit im Nachwuchsbereich – Hänsels Bewerbungsunterlagen decken sich mit jenen eines Jürgen Klopp, Thomas Tuchel oder Michael Oenning. Der moderne Trainer scheint sich nicht mehr über eine meritorische Spielerkarriere und eine entsprechend gefüllte Pokalvitrine legitimieren zu müssen. Für eine erfolgreiche Trainertätigkeit sind Respekt und Autorität zwar nach wie vor notwendige, längst aber keine hinreichenden Bausteine mehr. Es bedarf zunehmend der Ergänzung durch soziale Kompetenz, Offenheit und psychologische Expertise.

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Fans und Bild entlassen Heyne
Freitag, 22. April 2011, 12:54 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 22. April 2011, 12:58 Uhr
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Der Vorstand des FC Sachsen hat Trainer Dirk Heyne beurlaubt. Dabei erhörte er die Wünsche der Fans – und der Bild.

„Heyne raus!“ – Kaum mehr als 800 Fans verlieren sich noch zu den Heimspielen des FC Sachsen. In den Alfred-Kunze-Sportpark kommen lediglich diejenigen, so scheint es, die ihren Fußball-Fachverstand irgendwo zwischen der letzten Mitgliederversammlung und dem ersten Bier des Tages verloren haben. (Es ist beachtlich, dass die BSG Chemie fünf Spielklassen tiefer ebenso viele Fans mobilisieren kann. So kamen zum Spitzenspiel der 1. Kreisklasse gegen Kickers 94 Markkleeberg II 850 Zuschauer in den Camillo-Ugi-Sportpark.) Sportliche Expertise darf den Anhängern des FC Sachsen nicht unterstellt werden. Gegen Germania Halberstadt forderten sie erstmals lautstark den Trainerwechsel. Jetzt, vier Wochen später, wurden sie erhört.

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Das verhinderte Derby
Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19:40 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19:50 Uhr
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Das für kommenden Sonntag geplante Derby zwischen dem 1. FC Lok und dem FC Sachsen Leipzig wurde zum dritten Mal abgesagt. Schuld daran hat das Wetter – und die Politik. Die viel zu lange Geschichte des 86.* Derbys

Hochwasser, DFB-Länderpokal, Schnee- und Eischaos – die Gründe, warum der Oberliga-Terminplan die Partie des 1. FC Lok gegen den FC Sachsen seit mittlerweile vier Monaten vor sich her schiebt, sind ebenso vielfältig wie kurios. Am kommenden Sonntag sollte das Leipziger Ortsderby Probstheida gegen Leutzsch nach zwei Absagen endlich über die Bühne gehen. Doch Eisregen, Schneemassen und drohendes Tauwetter machen die Austragung der Partie an diesem Wochenende unmöglich. … weiterlesen





Testspiele und andere Zukunftsprognosen
Montag, 2. August 2010, 12:26 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 4. August 2010, 0:41 Uhr
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Der FC Sachsen Leipzig hat sich punktuell verstärkt und muss nun lernen, Tore zu schießen. Die Saisonvorschau

Testspiele in der Saisonvorbereitung haben einen überschaubaren sportlichen Wert. Während Trainer A seine Schützlinge gerade noch auf dem Mount Everest ins Sauerstoffzelt gebeten hat, übte sich Trainer B zuvor im Hütchenaufstellen und dem Verschieben von Namen auf Taktiktafeln. Raus kommt dann ein alle überraschendes Spielergebnis, bei dem der Trainer der höherklassigen Gästemannschaft den Gastgeber devot lobt, der unermüdlich gekämpft und eine schwere Probe dargestellt, am Ende aber nicht die unabdingbare Abgezocktheit aufgewiesen hätte. Am Ende sind alle so schlau wie zuvor und freuen sich auf die Saison.

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Tweet-Protokoll: FC Sachsen vs. RB Leipzig 2:1 (1:1)
Samstag, 29. Mai 2010, 17:10 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Sonntag, 30. Mai 2010, 18:04 Uhr
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Der FC Sachsen Leipzig schlägt RasenBallsport Leipzig zum Abschluss der Oberligasaison 2009/10 dank eines Last-Minute-Tores überraschend mit 2:1. Dabei hatte Red Bull groß aufgefahren: das Spiel war in die zukünftige Red-Bull-Arena verlegt worden, überdies wurden tausende Freikarten verteilt. Geholfen hat es nichts. Das Tweet-Protokoll mit allen Emotionen, unbestechlich und nicht frei von Fehlern

15h49 Aus, aus, keine Nachspielzeit. Sieg geht in Ordnung dank starker zweiter Hälfte. Großartige Arbeit von Dirk Heyne. Krönt starke Saison.

15h45 ZWEI EINS FCS, 89.

15h43 Die SMS eines Kumpels: „40.000 Euro für Rost? Könnte man glatt ein neues Kinderheim von aufmachen“.

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Vom Insolvenzklub zum Überraschungsteam
Montag, 2. November 2009, 16:27 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 5. November 2009, 14:09 Uhr
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Während Red Bull souverän, aber nicht berauschend die NOFV-Oberliga Süd dominiert, überrascht der insolvente FC Sachsen Leipzig mit kontinuierlicher Aufbauarbeit. Eine Analyse nach elf Spieltagen

Authentizität, Solidität und sportlicher Erfolg – der FC Sachsen Leipzig ist im Herbst 2009 das Überraschungsteam unter den Leipziger Oberligisten. Es scheint zu laufen bei den Leutzschern. Mit dem unerwarteten 4:2 (2:1) bei Spitzenteam Germania Halbstadt stieg die Zahl ungeschlagener Spiele in Folge auf zehn an, auswärts ist der FCS diese Saison noch ungeschlagen. Noch vor einem halben Jahr war diese Entwicklung undenkbar.

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„Herr, lass’ Hirn herab“
Freitag, 15. Mai 2009, 1:03 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 15. Mai 2009, 8:16 Uhr
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Vor der heutigen Mitgliederversammlung sieht der FC Sachsen Leipzig seinen vielleicht letzten Wochen entgegen. Guido Schäfer seziert ihn schon einmal. Eine Bestandsaufnahme

Aufmerksame Lesende wissen: das gab es doch schon mal. Richtig. Vor ziemlich genau einem halben Jahr hieß es an gleicher Stelle „Gott, lass’ schnell Hirn herab!“ Beide Verweise auf eine zu erhoffende transzendente Erlösung sind Zitate von Guido Schäfer. Der für die Leipziger Volkszeitung tätige Journalist ist der gefühlt größte Fan des FC Sachsen in der Leipziger Medienlandschaft – und gleichsam sein schärfster Kritiker. Damals ging es um den FC Sachsen im November 2008: Auflösungserscheinungen, eine phantasielose Auswahl der Stadionmusik und Durchhalteparolen. Aus heutiger Perspektive wissen wir: das war Jammern auf hohem Niveau! Im Mai 2009 übertrifft der FC Sachsen locker die belustigenden Probstheidaer Schlagzeilen rund um schlecht getimte Trainerentlassungen und Torschusspaniken in entscheidenden Sechs-Punkte-Spielen.

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„Gott, lass’ schnell Hirn herab!“
Montag, 17. November 2008, 11:00 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Montag, 17. November 2008, 14:29 Uhr
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Guido Schäfer ledert über den FC Sachsen ab – endlich. Über Auflösungserscheinungen, schlechte Musik und systematisches Schönreden

Er hatte sich lange in vornehmer Zurückhaltung geübt, doch das, was Guido Schäfer (Leipziger Volkszeitung) gestern beim 0:3-Offenbarungseid gegen den FC Oberneuland auf die Augen bekam, war offensichtlich einfach zu viel des Schlechten. Richtig gut weg kommt kein Akteur des FC Sachsen. An dieser Stelle werden die besten Guido-Schäfer-Zitate des Tages dokumentiert. Viel Spaß!

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