Keine Antworten auf nicht gestellte Fragen
Mittwoch, 7. Dezember 2011, 13:03 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 7. Dezember 2011, 13:10 Uhr
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Am 5. Dezember startete der private Fernsehsender RTL 2 die Reportagereihe „Investigativ“ mit einer Folge über Hooligans – und erhielt dafür viel Lob. Eine Gegenbetrachtung

Zu Hooligans kann man ähnlicher Meinung sein wie zu Karneval. Es handelt sich um ein soziales Phänomen, das man einerseits interessant finden kann, bei dem man vielleicht sogar mitmachen will. Andererseits aber, und so wird die große Mehrheit denken, kann man Hooligans dumm und verachtenswert finden. Wolfram Kuhnigk gehört zu jenen, die zu Hooliganismus die denkbar größte Distanz aufweisen. Das ist nicht zwangsläufig die schlechteste Voraussetzung, um unter dem Label „Investigativ“ im Auftrag für den Privatsender RTL 2 eine Fernsehreportage über Hooligans zu drehen. Drängen sich doch Fragen auf, die jemand, ginge er das Thema mit heißem Kopf an, wohl kaum befriedigend beantworten könnte: Was macht aus einem Menschen einen Hooligan? Worin liegt der Reiz? Und was sagt uns Hooliganismus über unsere Gesellschaft?

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Das verhinderte Derby
Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19:40 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 9. Dezember 2010, 19:50 Uhr
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Das für kommenden Sonntag geplante Derby zwischen dem 1. FC Lok und dem FC Sachsen Leipzig wurde zum dritten Mal abgesagt. Schuld daran hat das Wetter – und die Politik. Die viel zu lange Geschichte des 86.* Derbys

Hochwasser, DFB-Länderpokal, Schnee- und Eischaos – die Gründe, warum der Oberliga-Terminplan die Partie des 1. FC Lok gegen den FC Sachsen seit mittlerweile vier Monaten vor sich her schiebt, sind ebenso vielfältig wie kurios. Am kommenden Sonntag sollte das Leipziger Ortsderby Probstheida gegen Leutzsch nach zwei Absagen endlich über die Bühne gehen. Doch Eisregen, Schneemassen und drohendes Tauwetter machen die Austragung der Partie an diesem Wochenende unmöglich. … weiterlesen





Tweet-Protokoll: FC Sachsen vs. RB Leipzig 2:1 (1:1)
Samstag, 29. Mai 2010, 17:10 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Sonntag, 30. Mai 2010, 18:04 Uhr
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Der FC Sachsen Leipzig schlägt RasenBallsport Leipzig zum Abschluss der Oberligasaison 2009/10 dank eines Last-Minute-Tores überraschend mit 2:1. Dabei hatte Red Bull groß aufgefahren: das Spiel war in die zukünftige Red-Bull-Arena verlegt worden, überdies wurden tausende Freikarten verteilt. Geholfen hat es nichts. Das Tweet-Protokoll mit allen Emotionen, unbestechlich und nicht frei von Fehlern

15h49 Aus, aus, keine Nachspielzeit. Sieg geht in Ordnung dank starker zweiter Hälfte. Großartige Arbeit von Dirk Heyne. Krönt starke Saison.

15h45 ZWEI EINS FCS, 89.

15h43 Die SMS eines Kumpels: „40.000 Euro für Rost? Könnte man glatt ein neues Kinderheim von aufmachen“.

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Zitat des Tages (10): Wir nehmen mit, was geht
Freitag, 28. Mai 2010, 10:21 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Freitag, 28. Mai 2010, 10:26 Uhr
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Falls morgen die 20 000-Zuschauer-Marke geknackt wird, übernimmt der FC Sachsen am letzten Oberliga-Spieltag die Führung in der Besucher-Tabelle – vom heiß geliebten Nachbarn aus Probstheida. … weiterlesen





Leipzig – eine Stadt, sein Fußball und soziale Verwerfungen

Die linke Wochenzeitung Jungle World wartet mit einer Artikelserie auf, in der es um Leipzig, seine Ambitionen, seine Gesellschaft und nicht zuletzt auch seinen Fußball geht. Ein paar Leseempfehlungen

Zur Einstimmung provoziert, ja kokettiert Gero Hirschelmann mit Lokalprovinzialismus und sagt, dass Halle kleiner und proletarischer, kurzum liebenswerter ist als die „Pleiße-“, „Bach-“ oder wahlweise auch „Sportstadt“ Leipzig. Ganz ohne Größenwahn:

Es mag sein, dass Leipzig von seinen Bewohnern geliebt wird. Halle aber liebt umgekehrt auch seine Bewohner. Leipzig ist also eine gute Stadt, Halle, nun ja, ist eine Weltanschauung.

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Vom Insolvenzklub zum Überraschungsteam
Montag, 2. November 2009, 16:27 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 5. November 2009, 14:09 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Kommerz- & Medienfußball, Vereinspolitik

Während Red Bull souverän, aber nicht berauschend die NOFV-Oberliga Süd dominiert, überrascht der insolvente FC Sachsen Leipzig mit kontinuierlicher Aufbauarbeit. Eine Analyse nach elf Spieltagen

Authentizität, Solidität und sportlicher Erfolg – der FC Sachsen Leipzig ist im Herbst 2009 das Überraschungsteam unter den Leipziger Oberligisten. Es scheint zu laufen bei den Leutzschern. Mit dem unerwarteten 4:2 (2:1) bei Spitzenteam Germania Halbstadt stieg die Zahl ungeschlagener Spiele in Folge auf zehn an, auswärts ist der FCS diese Saison noch ungeschlagen. Noch vor einem halben Jahr war diese Entwicklung undenkbar.

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Das Derby ist nicht mehr das Derby
Montag, 24. August 2009, 11:37 Uhr
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Im Sommer 2008 stiegen die Diablos beim FC Sachsen aus. Beim Stadtderby gegen Lok fehlen nun diejenigen, die sich der Neonazi-Präsenz im Leipziger Fußball entgegenstellen. Eindrücke vom und Gedanken zum Derby

Wenn man Ende der 90er Jahre im Leipziger Fußball sozialisiert wurde, hat man einiges durch. Furiose Aufstiege, peinliche Abstiege, politisierte Fanszenen – und Derbys, die bürgerkriegsähnliche Szenen mit sich brachten. Die über Jahrzehnte gewachsene Rivalität zwischen Leutzsch und Probstheida, oder den heutigen FC Sachsen und 1. FC Lok, zählt zweifellos zu den Höhepunkten, was deutsche Fankultur zu bieten hat – trotz und gerade wegen all ihrer Schattenseiten.

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0:0-Derbysieg und Gewaltexzesse
Montag, 17. März 2008, 16:49 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 15:04 Uhr
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Das Leipziger Sachsenliga-Derby zwischen 1. FC Lokomotive und FC Sachsen II hielt, was es versprach: Vor allem neben dem Platz ging es zur Sache. Mit dem 0:0 kann man in Leutzsch ganz gut leben

Gewonnen, ohne ein Tor zu schießen. Und Lok im Aufstiegsrennen zurückgeworfen. Das sind die guten Nachrichten vom Landesliga-Derby zwischen Lok Leipzig und Chemie II. Die Probstheidaer sind nur noch Dritter, zwei Punkte hinter der Doppelspitze FV Dresden 06 Laubegast und FC Erzgebirge Aue II. Auch Chemie II nimmt dieser Wochen Einfluss auf das Aufstiegsrennen. Vor einer Woche ließ sich die Zweite von Aue mit 1:5 abschlachten. Gegen Lok sah das dann quasi über Nacht besser aus.

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Culthoch64 geht in die fünfte Auflage
Sonntag, 16. März 2008, 10:30 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20. März 2008, 14:22 Uhr
Abgelegt unter: Fanszene, FC Sachsen Leipzig

Pünktlich zum Derby unserer Zweiten gegen Lok Leipzig ist es soweit: die Redaktion von Culthoch64 hat die lange Kreativpause genutzt, um ihr Fanzine in die fünfte Runde zu schicken. Natürlich steht diesmal alles im Zeichen des Derbys. Was erwartet den lesewütigen Fan?

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Von Freizeit-Jamaikanern und Holocaust-Leugnern
Montag, 15. Oktober 2007, 21:40 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 14. Oktober 2008, 22:11 Uhr
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Sie hatten sich bewaffnet, die beste Lauerposition gesucht und gewartet. Und gewartet: Die Medien. Die bundesweite Skandal-Journaille hatte Zettel, Stift, Micro und Kamera gezückt, um exclusiv über den Untergang von Fußball-Leipzig zu berichten. Allein, das Derby hielt in dieser Hinsicht nicht, was es versprach. Für ein Duell Leutzsch gegen Probstheida blieb es nicht nur im Hochsicherheitstrakt Zentralstadion, sondern auch außerhalb der Schüssel erstaunlich ruhig. Fußball gespielt wurde auch: Chemie II unterlag den Lokisten mit 1:3 (0:0).

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