Rasenball Leipzig: Red Bull, jetzt aber wirklich

Der milliardenschwere Red-Bull-Konzern um Dietrich Mateschitz soll beim SSV Markranstädt einsteigen, die Namensrechte an Michael Kölmels Sportforum erwerben und den Fußballstandort Leipzig retten. Die Folgen für den Leipziger Fußball und seine Fanszenen sind noch nicht absehbar. Heute: Mehr Fragen als Antworten

Leipzig ist ein Klein-Wolfsburg. Zumindest möchte es das sein. Und wenn es nur für ein Klein-Hoffenheim reichte, würde auch keiner traurig sein. Es wurde und wird viel gesprochen und geschrieben von großartigen Voraussetzungen, einer leeren WM-Schüssel, einem schlafenden Riesen und festgefahrenen (politisierten) Fanfeindschaften. Und vom milliardenschweren Red-Bull-Konzern und seinem Interesse am Leipziger Fußball, was an dieser Stelle wiederholt thematisiert wurde. Entsprechend abgestumpft ist der geneigte Beobachter des Leipziger Fußballs, das Thema steht seit beinahe drei Jahren mehr oder weniger auf der medialen Tagesordnung. Doch das, was in den letzten zwei Tagen von Guido Schäfer via Leipziger Volkszeitung kolportiert wurde, liest sich irgendwie anders als sonst:

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Insolvenz des FC Sachsen als Chance für Leutzscher Neuanfang

Dienstag, 10. März 2009, 19:44 Uhr
Abgelegt unter: BSG Chemie Leipzig, FC Sachsen Leipzig, Presseschau, Vereinspolitik

Die Pleite eines Fußballvereins hat auch ihre guten Seiten. Die Leutzscher Frage könnte vor ihre Lösung stehen – so es die Verantwortlichen wollen

Die letzten Tage waren turbulent für den FC Sachsen. Wir haben gelernt: es kann verdammt schnell gehen. Jahrelang hatte der Verein einen Millionenschuldenberg vor sich hergeschoben. Zwar schwebte das Drohwort der Insolvenz wie ein Damoklesschwert über dem Lonzen-Klub, Ernst schien es trotzdem nie zu werden. Wie labil der FC Sachsen vor sich hin lavierte, wurde erst offenbar, als es dem Fiskus zu bunt wurde – und andere öffentliche Gläubiger in einer Kettenreaktion nachzogen. Die vergleichsweise läppischen Außenstände von 100 000 Euro gegenüber dem Finanzamt könnten nun zum Totengräber des FC Sachsen werden.

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Bild kritisiert Fanarbeit des FC Sachsen

Donnerstag, 27. November 2008, 16:03 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Fanszene, Presseschau, Vereinspolitik

Der überraschende Pokalerfolg gegen Aue kann die prekäre Lage in der Liga nicht vertuschen. Der FC Sachsen Leipzig steht vor dem Abstieg. Die öffentliche Kritik an der Vereinsführung wird lauter

Nachdem zuletzt Guido Schäfer in der Leipziger Volkszeitung umfassend mit dem FC Sachsen Leipzig anno 2008 abgerechnet hat, zieht nun die Bild nach. Johannes Proft konstatiert eine „mangelhafte Vereinspolitik“, die ihren Ausdruck in „Abstiegsplatz, Zuschauerschwund und rund zwei Millionen Schulden“ findet.

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Liebe Medien, feiert diesen bunten Verein!

Fans des FC Sachsen rufen die Medien dazu auf, den Verein kritiklos zu unterstützen. Bei MDR info zeigt das bereits Wirkung

Guido Schäfer polarisiert. Er ist ein ebenso scharfzüngiger wie auch wohlwollender Kritiker des Leipziger Fußballs – eine Funktion, in welcher der Mann von der Leipziger Volkszeitung wegen seiner ironischen und polemischen Schreibe im Übrigen häufig missverstanden wird. Einerseits steigt er den Verantwortlichen des FC Sachsen seit Jahren aufs Dach, war eingedenk seiner Kölmel-kritischen Stories zwischenzeitlich kein gern gesehener Gast am Spielfeldrand und auf Pressekonferenzen. Andererseits träumt Guido Schäfer genauso wie Kölmel, Lonzen und die bis vor kurzem noch einstimmige Fanszene von der Champions League. So schrieb er zuletzt in seiner LVZ-Online-Kolumne im Rahmen der EURO 2008:

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BSG Chemie lädt zum Probetraining

Mittwoch, 18. Juni 2008, 14:10 Uhr
Abgelegt unter: BSG Chemie Leipzig, FC Sachsen Leipzig, Transfers

Auf Spielersuche: Während sich beim FC Sachsen höherklassige Vereine bedienen, stellt die BSG Chemie ihren Kader zusammen

Der FC Sachsen steht mit anderthalb Beinen in der Regionalliga, kann aber eigentlich gleich wieder einpacken: Tino Semmer wechselt nach Erfurt, die Bild munkelt, dass Jens Möckel es ihm gleich tut. Zwei Aufstiegshelden gehen – entsprechende Folgewirkungen auf andere Talente nicht ausgeschlossen.

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Lonzen: Leutzscher als Spielball politischer Ränkespiele

Samstag, 15. März 2008, 14:26 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus, Presseschau

Zuerst wird die Partie FC Sachsen Leipzig gegen SC Borea Dresden wegen einer Nazi-Demo abgesagt, dann fällt die Demo selbst flach. Die Leutzscher sind Leidtragende der Rivalität zwischen Dresden und Leipzig

Willkommen im sächsischen Provinzialismus! Die Hauptakteure: Leipzig und Dresden, die zwei um die Vormachtrolle in Sachsen rivalisierenden Städte, bei denen es selten ein Miteinander, öfter ein Nebeneinander, nein, eigentlich fast ausschließlich ein Gegeneinander gibt. Mittendrin: der Fußball, allen voran der FC Sachsen Leipzig, der seine ambivalente Stellung quasi schon in seinem Namen in sich trägt.

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Wiederholt vom Schiedsrichter betrogen

Montag, 10. März 2008, 10:04 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Presseschau, Spielberichte

Chemie kommt beim FSV Budissa Bautzen nicht über ein 1:1 hinaus. Schuld daran ist weniger eigenes Unvermögen, als vielmehr ein fehlgeleiteter Schiedsrichter – einmal zu oft in dieser Saison

Es heißt immer, sie würden sich im Laufe der Saison ausgleichen: Fehlentscheidungen des Schiedsrichters. In Leutzsch kann man nicht mehr so richtig daran glauben. Jüngstes Beispiel: das magere 1:1 bei Budissa Bautzen, ein Rückschlag, ein doppelter Punktverlust. Vor allem angesichts des Spielverlaufs. Die Partie war so gut wie entschieden, Chemie führte 1:0, noch dazu in Überzahl, und hatte das Spiel im Griff. Bis zum Galaauftritt von Schiri Marcel Böhmer, „der sich in der letzten halben Stunde gewissermaßen beim FSV Budissa Bautzen einwechselte“ (Guido Schäfer in der Leipziger Volkszeitung).

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Misslungenes AKS-Comeback

Mittwoch, 5. März 2008, 18:08 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Presseschau, Spielberichte

Anschluss verpasst. Trotz Rückkehr in den Alfred-Kunze-Sportpark gab es für die Leutzscher gegen den VfB Auerbach 1906 nichts zu holen 

Zugegeben, die Hoffnung – allen voran des Autors dieser Zeilen – war groß. Die Rückkehr in den altehrwürdigen Kunze-Sportpark versprach Wunder. Nicht drei, nein, gefühlte vier Punkte kann man hier pro Heimspiel holen. Die Aufholjagd, der Aufstieg – in Leutzsch eingedenk der bravorösen Leistung von Meuselwitz ein Selbstläufer. Doch Auerbach ist nicht Meuselwitz. Das ist seit Sonntag den Leutzschern unter den stattlichen 4386 Unentwegten, die Sturmtief „Emma“ trotzten, klar.

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Jetzt geht auch Fenger – Perspektiven einer Rückrunde

Donnerstag, 24. Januar 2008, 15:48 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Presseschau, Transfers, Vereinspolitik

Reimann weg, Fenger weg: Kickt der FC Sachsen Leipzig ab Sommer 2008 fünftklassig oder droht doch gleich die Insolvenz? Eine Rückrunde der Entscheidung steht bevor

Da ist er wieder, der ganz normale grün-weiße Wahnsinn: Fenger sagt Nein!, titelt heute die Leipziger Volkszeitung. Soll heißen: Für den Beton-Multi und einstigen finanziellen Heilsbringer Torsten Fenger ist der FC Sachsen ein zu heikles Pflaster, ein Fass mit offenem Boden. Fenger geht, bevor er überhaupt angefangen hat, und nimmt seinen Marketing-Strategen Rüdiger Bartsch, der seit Dezember 2007 im Vorstand saß, gleich mit.

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Das fängt Jahr gut an

Freitag, 4. Januar 2008, 12:14 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Fußball & Politik, Presseschau, Transfers, Vereinspolitik

Prost Neujahr: Reimann kündigt und Oswald will weg. Über personellen Aderlass und nicht enden wollende Gewalt

Nichts zu feiern über die Feiertage: Pünktlich zum Fest verkündeten Leipziger Volkszeitung und Bild unisono, dass FCS-Lebensversicherung Christian Reimann die Kündigung eingereicht hat. Keine Lust mehr auf spärlich dosierte Lohnausschüttungen und bescheidene sportliche Perspektiven. Und keine Hoffnungen auf eine Ablöse – Reimanns Wechsel zum FC Sachsen wurde dem VFC Plauen immerhin mit 70 000 Euro entschädigt – für den Verein: Wie wenige Tage nach der Kündigung durchsickerte, habe der Verein keine der drei (!) Mahnungen des Stürmers wegen ausstehender Gehaltszahlungen „zufriedenstellend beantwortet“, so Reimann-Berater Torsten Noack in der Bild.

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