Froschkönige im Moorreich
Freitag, 7. September 2012, 20:35 Uhr
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Immer wieder springen RB Leipzig in letzter Sekunde Testspielgegner ab. Die Fans wollen das ändern

Das ist aber auch an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Was will sich dieses Internet noch alles erlauben? Wenn das so weiter geht, können wir den Laden bald dicht machen. Das Problem: Diese sogenannten sozialen Netzwerke geben den Menschen hinter den Bildschirmen eine Stimme. Auf einmal können sie mitreden, obwohl sie eigentlich gar keiner hören will. Leidtragend: RasenBallsport Leipzig, dieses sympathische Projekt, das Fußball-Leipzig endlich Bundesliga-Leben einhauchen soll. Zumindest irgendwann mal. Ganz ohne Gewalt (Wenn’s sein muss, gibt es da schließlich subtilere Methoden).

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Mit Alexander Zorniger unterwegs auf Sachsens Straßen
Montag, 3. September 2012, 22:07 Uhr
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Der neue, hoffnungsbeladene Trainer von RB Leipzig zählt Hausnummern

Naivität ist ein charmebefreiter Vorwurf, und von Selbstüberhöhung möchte und darf nur gerne über sich selbst lesen, wer bei Helmut Schmidt eine Zigarette schlaucht und dabei einen Schatten auf Franz Beckenbauer wirft. Nach Informationen dieses Blogs ist Alexander Zorniger, der neue Star auf der Trainerbank von RB Leipzig, vielfach gefeiert als Jahrgangsprimus des vergangenen DFB-Trainerlehrgangs, noch ein paar Heldentaten entfernt von einer Bronzestatue am Werner-Seelenbinder-Glockenturm.

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Im Angebot
Donnerstag, 30. August 2012, 0:19 Uhr
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Liebhaber, die es gut meinen und ein paar Euro übrig haben, können sich das letzte Stückchen FC Sachsen Leipzig kaufen

Die Geschichte des FC Sachsen Leipzig ist eine unendliche; zumindest legt das die Tatsache nahe, dass selbst länger als ein Jahr nach dem Dahinscheiden der einstigen Hoffnung Mitteldeutschlands immer noch entsprechende Medienberichte von Relevanz und Interesse erscheinen. Matthias Puppe (LVZ-Online) hat dem Insolvenzverwalter Heiko Kratz ein paar kluge Fragen gestellt: Wie steht es um den Ausverkauf beim und des FC Sachsen? Wann können Sie die Akte beruhigt im Keller einlagern und vergessen?

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Im Nachrichten-Sperrgebiet
Montag, 30. Juli 2012, 22:15 Uhr
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Wenn ein Mensch, der etwas Großes vollbracht hat, vielleicht auch nur etwas vermeintlich Großes, und das bevorzugt zu Zeiten, die so grau erscheinen wie die Leipziger Straßenzüge Ende der 80er Jahre, also wenn ein Mensch, dessen Person und Wirken dem kollektiven Gedächtnis eigentlich längst entglitten ist, dessen Name verschüttetes Wissen aktiviert, das bestenfalls so vage ist wie die Champions-League-Perspektiven eines österreichischen Brause-Giganten, wenn nun dieser Mensch ein wirklich letztes Mal – vor dem Nachruf freilich – seinen Platz im öffentlichen Leben findet, dann geschieht das unter uninspirierten Überschriften wie „Was macht eigentlich …?“

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Als Oliver Kahn noch einmal vom FC Sachsen Leipzig hörte
Sonntag, 17. Juni 2012, 1:41 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 7. März 2013, 20:47 Uhr
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Wie mich ein denkwürdiges Spiel mit dem Leutzscher Fußball infizierte

Die Flut kam von ganz oben. Das war kein gewöhnlicher Regenguss mehr. Die Ukraine spielte kaum fünf Minuten bei der heimischen Europameisterschaft in Donezk gegen Frankreich, als das Spiel unterbrochen werden musste. Ein Wassermarsch. An so ein Regenspiel könne er sich in seiner Karriere als Torwart nicht erinnern, hatte ZDF-Experte Oliver Kahn im Anschluss gesagt. Doch sein Arbeitgeber wusste es besser.

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Die Leutzscher Einheit ist kein Selbstzweck
Montag, 11. Juni 2012, 21:33 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 20. Juni 2012, 23:21 Uhr
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Das Lob sei vergiftet, sagt ein Freund am Telefon. Es ist der Tag zwei nach dem beschwingenden Sieg im ‚Derby‘ gegen die SG Leipzig-Leutzsch. Zeit für eine Bestandsaufnahme. „Da sind richtig kreative Jungs im Block, die für gute Stimmung sorgen“, hatte Jamal Engel gegenüber LVZ Online gesäuselt. Es ist das erste öffentliche Lob des SGLL-Vorstandssprechers für die Chemie-Fans, und es ist alles andere als ironiefrei. Vor dem Spiel im Alfred-Kunze-Sportpark hatten Anhänger der BSG Chemie ein Kassenhäuschen gestürmt und einen Ordner der Sicherheitsfirma „Leipziger Löwen“ brutal zusammengeschlagen. Der Verein hat schnell reagiert und die Ereignisse verurteilt. Dieses Vorgehen ist alternativlos. Fans und Verein müssen sich der Kritik stellen, ihre Lehre daraus ziehen. Sich am Leitbild messen lassen, das nicht nur Folklore sein soll.

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Müssen wir jetzt ganz neu über Sportjournalismus nachdenken?
Mittwoch, 16. Mai 2012, 0:28 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 16. Mai 2012, 20:28 Uhr
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Von einem kuriosen Platzsturm, der von nichts als Emotionen zeugt, und der ARD, die damit nicht umzugehen weiß

Nur noch ein paar Sekunden, dann ist Schluss. Fortuna Düsseldorf steht vor der Rückkehr in die Bundesliga, zum ersten Mal seit Jahren. Fortuna-Stürmer Ranislav Jovanovic vergibt die Großchance zum alles entscheidenden Tor. Doch das 2:2 im Relegationsrückspiel gegen Hertha BSC reicht nach dem Sieg im Berliner Olympiastadion ohnehin. Für die Fans der Fortuna, zumindest für viele von ihnen, gibt es kein Halten mehr. Sie stürmen auf den Platz, obwohl der Schiedsrichter noch gar nicht abgepfiffen hat. Euphorie pur. Eines besseren Beweis bedarf es kaum, dass Fußball mit Emotionen ebenso untrennbar verbunden ist wie das Christentum mit der Bibel.

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Ja, wo wollen sie denn hin?
Mittwoch, 9. Mai 2012, 0:46 Uhr
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Der SSV Markranstädt ist der stille Profiteur des Einstiegs von Red Bull in den Leipziger Fußball. Die Ausgangslage des Wieder-Oberligisten ist besser als vor drei Jahren

Der Schatten ist groß. Der Schatten ist mächtig. Der Schatten bietet Schutz. Geräuscharm hat sich der beflügelte SSV Markranstädt wieder dorthin zurückgekämpft, wo er seine Unschuld verlor: in die Oberliga. Vor drei Jahren verkaufte sich der damalige Fünftligist an das Dosenimperium von Dietrich Mateschitz. Der Deal: Hunderttausende Euro, ausgeschüttet über mehrere Jahre, gegen das Oberliga-Startrecht für den neuen Marketingklub RasenBallsport Leipzig.

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Das Erfolgsgeheimnis
Dienstag, 24. April 2012, 0:39 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Dienstag, 24. April 2012, 13:28 Uhr
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RasenBallsport Leipzig droht das zweite Mal in Folge am Drittliga-Aufstieg zu scheitern. Beim Halleschen FC hingegen kann gejubelt werden – nicht zu Unrecht

Fußball ist ein Mannschaftssport. Diese ausgelatschte Plattitüde ist kaum origineller als Franz Beckenbauers jüngstes Bonmot, mit einem Sieg nach Madrid zu fahren, sei eine ganz andere Situation (als mit einem Unentschieden). Allein, der ‚Kaiser‘ hat Recht, und genauso scheint es sich auch mit der eingangs aufgeworfenen These zu verhalten. Das abermalige Scheitern von RB Leipzig (Timo Röttger: Das war’s leider; Daniel Frahn: Das ist sehr, sehr bitter. Wir müssen uns gedanklich mit einem weiteren Jahr vierte Liga befassen) steht wohl fest. Und das scheint an Mängeln im Gesamtpaket zu liegen, zumindest attestiert dies Guido Schäfer in der Leipziger Volkszeitung:

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BSG Chemie will Leutzsch für sich zurückerobern
Donnerstag, 8. März 2012, 0:17 Uhr;
zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 8. März 2012, 0:24 Uhr
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BSG Chemie Leipzig und TuS Leutzsch kooperieren künftig im Nachwuchsbereich – davon können beide Vereine nur profitieren

Das Projekt „Kiezklub“ nimmt Konturen an. „Leutzscher Nachwuchs“ heißt das hoffnungsvolle neue Gemeinschaftsprojekt von BSG Chemie Leipzig und TuS Leutzsch. Künftig wollen beide Vereine im Nachwuchsbereich zusammenarbeiten. Laut gemeinsamer Pressemitteilung sei eine „Kooperation auf gleicher Augenhöhe“ geplant. Weiter heißt es:

Im Mittelpunkt stehen die Bildung von Spielgemeinschaften in allen Altersklassen und die Bündelung personeller, infrastruktureller und logistischer Kräfte für eine kontinuierliche Nachwuchsarbeit. Die gemeinsame Zielsetzung ist im gemeinsamen Kooperationsvertrag festgehalten.

Grundlage unserer Zusammenarbeit ist das Bestreben, den fußballbegeisterten Kindern und Jugendlichen Leipzigs – insbesondere denen im Leipziger Westen – eine breite Anlaufstelle im Volkssport Nr. 1 zu bieten. Hierbei wollen wir ein gesundes Mittelmaß zwischen Breitensport und leistungsorientiertem Fußball finden, bei dem die altersgerechte und fortdauernde Ausbildung der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund stehen und in dem sich die beiden Vereine getreu ihrer Philosophien wiederfinden.

Von dem Projekt können beide Vereine nur profitieren. Für den TuS Leutzsch ist vor allem der große Name des Partners und sein riesiges Fanpotenzial attraktiv. Womöglich kann der Stadtligist mittelfristig neue Unterstützer und Mitglieder akquirieren. Die BSG Chemie hingegen braucht den vermeintlich kleinen Partner nicht nur wegen der großen Herausforderung, die die Nachwuchsarbeit darstellt. Außerdem muss der Landesligist seinem Anspruch der stärkeren Verwurzelung im Stadtteil Leutzsch und im Leipziger Westen auch in der Praxis gerecht werden. Der TuS von der Rietschelstraße kann glaubwürdig auf seine Kiezkompetenz verweisen: Seit Jahren leistet der Klub seriöse Vereinsarbeit – vor Ort in Leutzsch. Zudem herrschten gute Kontakte zum verblichenen FC Sachsen. Gewiss spielen auch sportliche Erwägungen eine Rolle, die Kooperation erleichtert es, Nachwuchsspieler zwischen den Vereinen zu tauschen.

Viel Potenzial im einstigen Malocherstadtteil

Chemie will ein Verein für alle Leipziger und insbesondere auch die Leutzscher sein – mit der geplanten umfassenden Zusammenarbeit mit dem TuS Leutzsch stehen die Chancen deutlich besser, nicht nur den einstigen Malocherstadtteil, sondern auch die Herzen seiner heutigen, durchaus vielfältigen Bevölkerung wiederzugewinnen. Kürzlich lernte ich bei einer Mitfahrgelegenheit zwei Neu-Leutzscherinnen kennen. Sie kamen ursprünglich aus Hamburg und Bremen, haben aber des Studiums und Geldes wegen in der Georg-Schwarz-Straße in Leutzsch ihre neue Heimat gefunden. Und sind sehr glücklich dort. Der Stadtteil hat Potenzial, die „Schwarz“ könnte zur neuen Karl-Heine-Straße werden. Die BSG Chemie war den beiden Studentinnen jedenfalls ein positiv besetzter Begriff: Schließlich sei der Verein sehr präsent im Stadtbild.

Künftig wird sich der Verein in seiner Selbstvermarktung noch intensiver – jedoch keinesfalls ausschließlich – auf Leutzscher und den Leipziger Westen konzentrieren, soviel scheint sicher. Erst kürzlich lief die sublokale Werbemaschinerie an: Nun schmücken Plakate mit Spielankündigungen Geschäfte in der Georg-Schwarz-Straße.




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