BSG Chemie beschließt antirassistische Vereinssatzung

Die Mitglieder BSG Chemie Leipzig haben auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag Antidiskriminierungsparagraphen in der Vereinssatzung durchgesetzt. Eine Dokumentation

Angedacht war es eigentlich schon auf der Mitgliederversammlung im Sommer 2008, scheiterte damals aber an der kurzfristigen Organisation: Endlich kann die sich als antirassistisch definierende BSG Chemie Leipzig auf eine Vereinssatzung verweisen, die sich dezidiert gegen Ideologien der menschlichen Ungleichwertigkeit richtet und im Falle entsprechender Vorkommnisse auch Sanktionsmaßnahmen vorsieht. Im Einzelnen akzeptierten die Mitglieder diesbezüglich die folgenden zwei Änderungsanträge.

…weiterlesen



Zitat des Tages (7): Fußball und Kapital, Fans und 50+1

Montag, 22. Februar 2010, 23:34 Uhr
Abgelegt unter: Fanszene, Fußball & Politik, Kommerz- & Medienfußball, Presseschau, Vereinspolitik, Zitat des Tages

Wir hatten leider nie eine Situation wie in Deutschland. [...] In England findet gerade ein Umdenkprozess statt. Früher hat sich keiner darum geschert, die letzten sechs Monate haben das geändert.

…weiterlesen



Stühlerücken bei Red Bull: Beiersdorfer lässt keinen Stein auf dem anderen

Mittwoch, 10. Februar 2010, 20:43 Uhr
Abgelegt unter: Kommerz- & Medienfußball, Presseschau, Vereinspolitik

Präsi Andreas Sadlo weg, Physio Nils Haacke weg – das Personalkarussell dreht sich immer schneller, und am Ende bleibt Dietmar Beiersdorfer als Einziger sitzen. Eine Bestandsaufnahme

Es ist Winterpause – und im beschaulichen Markranstädt kommt RasenBallsport Leipzig nicht zur Ruhe. Nachdem zunächst vor drei Wochen mit Andreas Sadlo der Vater des Projektes im Zuge eines Machtkampfes geräuschvoll entsorgt worden war, musste nun Chef-Physiotherapeut Nils Haacke dran glauben. Dessen Weggang hatte der Red-Bull-Klub am Montag über die Vereinshomepage kolportiert. …weiterlesen



Red Bull: Kontert jetzt Dynamo?

Montag, 1. Februar 2010, 0:07 Uhr
Abgelegt unter: Kommerz- & Medienfußball, Vereinspolitik

Was Konzerne können, kann der Fußball schon lange. Wann entdecken Klubs ihr eigenes Potential als Produktmarke?

Bei konzeptspeicher hat sich Sebastian kreative Gedanken darüber gemacht und Argumente angeführt, wie Traditionsfußball mit Marketing für regionale Produkte verbunden und damit ganz nebenbei auch noch die monopolistischen Sponsoringstrukturen des Fußball-Weltverbandes durchbrochen werden können. Das klingt zunächst einmal unbescheiden und vielleicht auch illusorisch, zumindest fand ich beim ersten Lesen die Idee eines Energy-Drinks namens „Dynamo“ schlichtweg albern. Aber nicht, wenn man es richtig angeht.

…weiterlesen



Didis Direktiven

Sonntag, 17. Januar 2010, 23:53 Uhr
Abgelegt unter: Vereinspolitik

Während RasenBallsport Leipzig die Oberliga sportlich dominiert, lassen die Personalentscheidungen des neuen Red-Bull-Fußballchefs Dietmar Beiersdorf Langeweile gar nicht erst aufkommen

Markranstädt. Dort, wo die Welt noch in Ordnung ist. Idylle. Fußballsportliche Unschuldigkeit. Genau der richtige Ort, um die Fußballweltherrschaft auf dem Reißbrett zu planen. Doch, wie wir seit Freitag wissen, in der beschaulichen Leipziger Salzburg-Außenstelle kann man auch anders. Oder besser: In der Mozartstadt will man anders, als es in der Bachstadt ist. Provinzialismus war gestern, ab heute laufen alle Fäden der Red-Bull-Fußballclubs bei Dietmar Beiersdorfer im Mateschitz-Hauptquartier zusammen.

…weiterlesen



Zitat des Tages (6): Vereine müssen sich vor ihre Fans stellen

Würden sich Klubvertreter mit der Lebenswelt der Fans auseinandersetzen, würde sie erkennen, welch enormer Druck von der Polizei auf die Szene wirkt und was das auslöst. …weiterlesen



FC-Sachsen-Fans diskutieren über Neonazis in der Kurve

Freitag, 27. November 2009, 12:54 Uhr
Abgelegt unter: Abseits des Platzes, FC Sachsen Leipzig, Fanszene, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus, Vereinspolitik

Von 400 nach Zwickau gefahrenen Fans des FC Sachsen hat sich eine Gruppe von 50 Personen mit neonazistischer Provokation und Agitation hervorgetan. Im Internetforum des FC Sachsen Lepzig wird kontrovers diskutiert. Innenansichten eines Fußballvereins

In der Fanszene des FC Sachsen gibt es mal wieder – nunja – Irritationen. Es geht um das bekannte Motiv „Politik im Stadion“, im FCS-Forum Gegenstand einer intensiven Debatte. Zu meiner Verwunderung ist die Zahl derer, die den Vorfällen vom vergangenen Wochenende mit Verharmlosungen und Relativierungen begegnen, entschieden gering. Die Fans haben begriffen: Der FC Sachsen steht nach wie vor am Abgrund, und der entscheidende Schupser kann von allen Seiten kommen.

…weiterlesen



Zitat des Tages (4): Arm & ehrenamtlich, sexy & dynamisch

Sonntag, 22. November 2009, 17:05 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Presseschau, Vereinspolitik, Zitat des Tages

Arm, aber sexy…

Wir bieten Praktikum …weiterlesen



Vom Insolvenzklub zum Überraschungsteam

Montag, 2. November 2009, 16:27 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig, Kommerz- & Medienfußball, Vereinspolitik

Während Red Bull souverän, aber nicht berauschend die NOFV-Oberliga Süd dominiert, überrascht der insolvente FC Sachsen Leipzig mit kontinuierlicher Aufbauarbeit. Eine Analyse nach elf Spieltagen

Authentizität, Solidität und sportlicher Erfolg – der FC Sachsen Leipzig ist im Herbst 2009 das Überraschungsteam unter den Leipziger Oberligisten. Es scheint zu laufen bei den Leutzschern. Mit dem unerwarteten 4:2 (2:1) bei Spitzenteam Germania Halbstadt stieg die Zahl ungeschlagener Spiele in Folge auf zehn an, auswärts ist der FCS diese Saison noch ungeschlagen. Noch vor einem halben Jahr war diese Entwicklung undenkbar.

…weiterlesen



Neonazis im Fußball: Alte Probleme, neue Strategien

Dienstag, 27. Oktober 2009, 17:10 Uhr
Abgelegt unter: BSG Chemie Leipzig, Fanszene, Fußball & Politik, Gewalt & Rassismus, Presseschau, Vereinspolitik

Rechtsextreme Gewalt und Instrumentalisierung im (Leipziger) Fußball: Der mediale Aufschrei ist groß, die Gewaltbereitschaft nimmt zu, die Grünen fordern ein Umdenken im Bereich der Fansozialarbeit

Auch drei Tage nach den brutalen und militanten Übergriffen von 50 Neonazis auf Fans und Spieler des Roten Stern Leipzig reißt die bundesweite Medienberichterstattung nicht ab. Stündlich tauchen neue Beweisbilder und -videos – vor allem im Internet (unbedingt mal bei indymedia und YouTube vorbeischauen) – auf. Der Ereignisse vom Wochenende in Brandis schockieren die Öffentlichkeit – und das ist auch gut so. Politik und Gesellschaft werden mit vielschichtigen Problemen konfrontiert, die schlichtweg nicht mehr wegzudiskutieren sind: Rechtsextremismus in Deutschland im Allgemeinen und in Sachsen im Besonderen, die neonazistische Instrumentalisierung des (vor allem unterklassigen) Fußballs für Propagandazwecke und Mitgliederrekrutierung, die größtenteils überforderte und wegsehende Polizei, verfehlte Jugendsozialarbeit und die Frage nach Finanzierung, Ausstattung und inhaltlicher Ausrichtung von Fanprojekten.

…weiterlesen