Testspiele und andere Zukunftsprognosen
Der FC Sachsen Leipzig hat sich punktuell verstärkt und muss nun lernen, Tore zu schießen. Die Saisonvorschau
Testspiele in der Saisonvorbereitung haben einen überschaubaren sportlichen Wert. Während Trainer A seine Schützlinge gerade noch auf dem Mount Everest ins Sauerstoffzelt gebeten hat, übte sich Trainer B zuvor im Hütchenaufstellen und dem Verschieben von Namen auf Taktiktafeln. Raus kommt dann ein alle überraschendes Spielergebnis, bei dem der Trainer der höherklassigen Gästemannschaft den Gastgeber devot lobt, der unermüdlich gekämpft und eine schwere Probe dargestellt, am Ende aber nicht die unabdingbare Abgezocktheit aufgewiesen hätte. Am Ende sind alle so schlau wie zuvor und freuen sich auf die Saison.
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Zitat des Tages (11): Felix Magath, Red Bull und die Medien
RB Leipzig [...] hat bis jetzt für die kommende Saison keine großen Spielernamen geholt und Tomas Oral, der ewig als kommender Trainer im Gespräch ist, wird wohl kaum Kohorten von Journalisten in die neue „Red-Bull-Arena“ lenken. …weiterlesen
Liebe Medien, feiert diesen bunten Verein!
Fans des FC Sachsen rufen die Medien dazu auf, den Verein kritiklos zu unterstützen. Bei MDR info zeigt das bereits Wirkung
Guido Schäfer polarisiert. Er ist ein ebenso scharfzüngiger wie auch wohlwollender Kritiker des Leipziger Fußballs – eine Funktion, in welcher der Mann von der Leipziger Volkszeitung wegen seiner ironischen und polemischen Schreibe im Übrigen häufig missverstanden wird. Einerseits steigt er den Verantwortlichen des FC Sachsen seit Jahren aufs Dach, war eingedenk seiner Kölmel-kritischen Stories zwischenzeitlich kein gern gesehener Gast am Spielfeldrand und auf Pressekonferenzen. Andererseits träumt Guido Schäfer genauso wie Kölmel, Lonzen und die bis vor kurzem noch einstimmige Fanszene von der Champions League. So schrieb er zuletzt in seiner LVZ-Online-Kolumne im Rahmen der EURO 2008:
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BSG Chemie lädt zum Probetraining
Auf Spielersuche: Während sich beim FC Sachsen höherklassige Vereine bedienen, stellt die BSG Chemie ihren Kader zusammen
Der FC Sachsen steht mit anderthalb Beinen in der Regionalliga, kann aber eigentlich gleich wieder einpacken: Tino Semmer wechselt nach Erfurt, die Bild munkelt, dass Jens Möckel es ihm gleich tut. Zwei Aufstiegshelden gehen – entsprechende Folgewirkungen auf andere Talente nicht ausgeschlossen.
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Jetzt geht auch Fenger – Perspektiven einer Rückrunde
Reimann weg, Fenger weg: Kickt der FC Sachsen Leipzig ab Sommer 2008 fünftklassig oder droht doch gleich die Insolvenz? Eine Rückrunde der Entscheidung steht bevor
Da ist er wieder, der ganz normale grün-weiße Wahnsinn: Fenger sagt Nein!, titelt heute die Leipziger Volkszeitung. Soll heißen: Für den Beton-Multi und einstigen finanziellen Heilsbringer Torsten Fenger ist der FC Sachsen ein zu heikles Pflaster, ein Fass mit offenem Boden. Fenger geht, bevor er überhaupt angefangen hat, und nimmt seinen Marketing-Strategen Rüdiger Bartsch, der seit Dezember 2007 im Vorstand saß, gleich mit.
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Das fängt Jahr gut an
Prost Neujahr: Reimann kündigt und Oswald will weg. Über personellen Aderlass und nicht enden wollende Gewalt
Nichts zu feiern über die Feiertage: Pünktlich zum Fest verkündeten Leipziger Volkszeitung und Bild unisono, dass FCS-Lebensversicherung Christian Reimann die Kündigung eingereicht hat. Keine Lust mehr auf spärlich dosierte Lohnausschüttungen und bescheidene sportliche Perspektiven. Und keine Hoffnungen auf eine Ablöse – Reimanns Wechsel zum FC Sachsen wurde dem VFC Plauen immerhin mit 70 000 Euro entschädigt – für den Verein: Wie wenige Tage nach der Kündigung durchsickerte, habe der Verein keine der drei (!) Mahnungen des Stürmers wegen ausstehender Gehaltszahlungen „zufriedenstellend beantwortet“, so Reimann-Berater Torsten Noack in der Bild.
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„Ossi“ geht fremd
Sie sind gefragt, die Führungskräfte des FC Sachsen. Christian Reimann wird laut BILD vom halben Osten gejagt, Catalin Racanel von Rot-Weiß Erfurt ins Visier genommen. Und jetzt wird um Defensivchef Karsten Oswald gebuhlt. Wie die Augsburger Allgmeine bereits gestern berichtete, wurde „Ossi“ beim finanziell potenten Süd-Regionalligist FC Ingolstadt 04 mit einem Probetraining vorstellig.
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Abschied
Noch ein Spiel, dann ist Winterpause. Doch der FC Sachsen wird nicht zur Ruhe kommen. Das Geld ist knapp. Wen wundert es da, wenn das Personal mit anderen schönen Städten flirtet: Woanders gibt es entweder sportlichen Erfolg oder aber zumindest regelmäßig frisches Geld aufs Konto – und im äußersten Glücksfall sogar beides. Womit wir beim FC Rot-Weiß Erfurt wären. Die Blumenstädter spielen in der Regionalliga um den Zweitligaaufstieg mit, und weil das noch nicht reicht, schaut man sich bei darbenden Oberligisten um, die überqualifiziertes Personal beschäftigen.
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Ungeklärte Stadionfrage verhindert Planungssicherheit
Montag, Tag der Entscheidung. Der Aufsichtsrat des FC Sachsen Leipzig tagt, zieht Konsequenten aus der abgelaufenen Saison und legt innovative Konzepte für die Zukunft des Vereins vor. Hoffnungsvolle Erwartungen, die an die Mitglieder des Aufsichtsrats gestellt, aber von ihnen nicht erfüllt wurden. Es war tatsächlich ein „Schwarzer Montag für den FC Sachsen?“, wenn auch in ganz anderer Hinsicht, als Guido Schäfer am Samstag in der LVZ fragend prophezeihte: Entsprechend der Meldung auf der offiziellen Website des Vereins hat sich der Aufsichtsrat in Bezug auf die Stadionfrage festgelegt, sich nicht endgültig festzulegen - man hofft weiter auf Michael Kölmel.
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In Leutzsch davongejagt – in Halle willkommen / Oder: Die verfehlte Transferpolitik à la Chemie Leipzig
In der Vergangenheit wurden in Leutzsch viele Fehler gemacht. Vor allem auf der Ebene der Transferpolitik. David Bergner ist ein Beispiel. Von 1999 bis 2000 und von 2002 bis 2004 hielt der 1,96-m-Hühne die Leutzscher Abwehr zusammen. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, wird Bergner demnächst ausgerechnet für den Rivalen Hallescher FC die Töppen schnüren.
Unrühmliche Trennung von Bergner
David Bergners Abgang 2004 war ein unrühmlicher. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga wurde der Blondschopf für untauglich befunden und davongejagt. Die Verdienste der Aufstiegssaison 2002/03 wurden vergessen – Union Berlin nahm Bergner gerne. Mit den „Eisernen“ stieg er sofort in die Regionalliga auf und behielt auch dort seinen Stammplatz. Untauglich für die Oberliga? Nein! Das weiß man zumindest in Halle.
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