2:1-Sieg im „schützenswerten Pedotop“

Sonntag, 1. November 2009, 18:00 Uhr
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Die BSG Chemie Leipzig siegt mit 2:1 auf dem Bienitz und zieht in der 2. Kreisklasse konkurrenzlos seine Kreise. Ein Spielbericht, der parallel im Fünfeck erschienen ist

Bienitz! Der geneigte Beobachter des Leutzscher Kreisklassefußballs gibt sich unirritiert und siegessicher. Klar, da haben wir gewonnen. Bienitz? War da noch was? Nun, zumindest begriffsetymologisch ist es eine ganz interessante Geschichte. Google klärt auf: „Der Bienitz“ – ein Naturlehrpfad. Eine bewaldete Erhebung zwischen Rückmarsdorf und Dölzig. Wer in Heimatkunde damals nicht richtig aufgepasst hat, weiß jetzt: Die BSG Chemie hat die SG Leipzig-Bienitz auf einem ganz besonderen Boden bezwungen. Einem Lößboden! Ein „schützenswertes Pedotop“, wie die Uni Marburg befindet. Da kann auch der Geographie-Student unter den Chemikern noch was dazu lernen.

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Ein Hauch von Vierundsechzig

Mittwoch, 13. Mai 2009, 18:02 Uhr
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Die BSG Chemie macht den Aufstieg an einem historischen Datum perfekt. Ein Spielbericht, der parallel im Fünfeck erschienen ist

„Am 10. Mai wir sind dabei – da legt Chemie das Meisterei!“ Ein Transparent, das sich wohl jedem Chemiker tief ins Gedächtnis eingebrannt hat. Es ist schon eine Weil her, dass der grün-weiße Anhang Anlass zu derartigen poetischen Höhenflügen hatte, um genau zu sein 45 Jahre. Damals, in Erfurt, strickte die BSG Chemie an der Leutzscher Legende, wurde nach einer ebenso fulminanten wie unerwarteten Saison mit dem „Rest von Leipzig“ DDR-Meister. Und das Beste daran: der Brückenschlag in die Gegenwart fällt nur bedingt schwer. „Am 10. Mai wir war’n dabei – da legt Chemie das Meisterei“, hieß es 45 Jahre später anno 2009.

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Tore, Bier und Sangeskunst

Donnerstag, 23. April 2009, 11:57 Uhr
Abgelegt unter: BSG Chemie Leipzig, Spielberichte

Hauptsache, es ist genügend Brauwasser im Spiel. Ein Spielbericht, der parallel im Fünfeck erschienen ist

Mittwoch, 18:30 Uhr. Eine undankbare Zeit, um Fußball zu spielen. Irgendwo zwischen Feierabend und gefühltem Weltuntergang. Wie ein Damoklesschwert drohten dunkelste Wolken mit einem frühsommerlichen Bruch ihrer selbst, und trotzdem hatten sich zwei vollzählige Mannschaften und etwa 250 unentwegte Supporter zum Fußball im Willi-Kühn-Sportpark verabredet. Die BSG Chemie Leipzig empfing den LSV Brauwasser 06.

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„Gott, lass’ schnell Hirn herab!“

Montag, 17. November 2008, 11:00 Uhr
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Guido Schäfer ledert über den FC Sachsen ab – endlich. Über Auflösungserscheinungen, schlechte Musik und systematisches Schönreden

Er hatte sich lange in vornehmer Zurückhaltung geübt, doch das, was Guido Schäfer (Leipziger Volkszeitung) gestern beim 0:3-Offenbarungseid gegen den FC Oberneuland auf die Augen bekam, war offensichtlich einfach zu viel des Schlechten. Richtig gut weg kommt kein Akteur des FC Sachsen. An dieser Stelle werden die besten Guido-Schäfer-Zitate des Tages dokumentiert. Viel Spaß!

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Marko, Willi, Winfried, Eberhard und ein Fünfeck

Montag, 1. September 2008, 11:41 Uhr
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Chemie gewinnt, der FC Sachsen verliert. Und was ist sonst noch passiert? Die Splitter vom Sonntag

+++ Erster Sieg: Babick brilliert gegen Kulkwitz II +++

Zweites Spiel, erster Sieg. Das 7:2 (4:0) gegen SSV Kulkwitz II war doppelt wichtig – zuvor war bekannt geworden, dass die BSG Chemie ihren Punkt vom 1:1 bei Lipsia Eutritzsch II verliert, da für zwei minderjährige Spieler keine expliziten Genehmigungen eingeholt wurden. Lehrgeld, das gezahlt werden muss. Auffälligster Spieler gegen Kulkwitz: Marko Babick war zweifacher Torschütze und oft nur durch Fouls zu stoppen. Ärgerlich die Unkonzentriertheiten bei den Gegentoren und die zu lockere Einstellung nach dem Wechsel, da ist noch Potential nach oben.

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„Zurück zum Fußball“

Montag, 25. August 2008, 18:06 Uhr
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Die BSG Chemie Leipzig hat ihr erstes Pflichtspiel absolviert. Das 1:1 bei Lipsia Eutritzsch II sahen 500 Zuschauer. Eindrücke vom Neustart in der Kreisklasse

„Hurra, Chemie ist wieder da …“ - ob’s was wird, mit der alljährlichen Leutzscher Legende, muss sich zeigen. Neuanfang in der letzten Liga, der Weg ist steinig. Zumindest steiniger, als die guten Vorbereitungsspiele hatten erahnen lassen. Bei der „Zweiten“ von Lipsia Eutritzsch gab es jedenfalls zum Auftakt ein 1:1. Leistungsgerecht, dem Spielverlauf entsprechend. Und der sah so aus: Marco Blanc brachte die Leutzscher per Kopf in Führung - obwohl die um sechs Spieler aus dem Bezirksklasse-Team verstärkten Eutritzscher die erste Halbzeit größtenteils bestimmten. Unglücklich: der Ausgleich fiel quasi mit dem Pausenpfiff. Unsäglich: der Eutritzscher Torschütze entblödete sich vorm Leutzscher Anhang, provozierte mit überflüssigen Jubelgesten in Richtung der Gäste.

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Kampf der Kulturen

Sonntag, 20. April 2008, 12:40 Uhr
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Spieltag eins des Diablos-Boykotts: Der Sektor B ist nicht mehr wiederzuerkennen. Gedanken und Eindrücke

„Ihr seid doch vom Boykott, oder!?“ Heimspiel gegen den VfB 09 Pößneck, irgendwo zwischen Festwiese und Zentralstadion. Zwei „Normalos“, mittleren Alters und Typs Ur-Chemiker, kommen auf uns zu. Boykott? Nein, eigentlich nicht, denke ich. Und greife trotzdem zu. Die beiden sind vom Fanclub „Pfeffi 07“ und verteilen Zettelchen. Darauf steht in Großbuchtstaben: „Boykotteure sind Verräter. Pfeffi 07 – immer Chemie“. Ein Diablo und ein Pfeffi fangen sofort an zu diskutieren.

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Wie gewonnen, so zeronnen

Freitag, 11. April 2008, 12:42 Uhr
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NOFV-Sportgericht: Drei-Punkte-Abzug wegen rassistischer Ausschreitungen für Wiederholungstäter Hallescher FC

Zuerst gejubelt und dann doch abgewatscht: Der HFC gewinnt glücklich beim FC Sachsen, um vier Tage später vorm NOFV-Sportgericht zu verlieren. Drei Punkte Abzug wegen wiederholt rassistischer Anfeindungen im Fanblock, adé Tabellenführung. Völlig zurecht, im Übrigen. Mit welcher Penetranz sich Fans (die Nicht-Täter) und Verantwortliche des HFC vor der Wirklichkeit verschlossen hatten, war schlichtweg peinlich.

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0:0-Derbysieg und Gewaltexzesse

Montag, 17. März 2008, 16:49 Uhr
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Das Leipziger Sachsenliga-Derby zwischen 1. FC Lokomotive und FC Sachsen II hielt, was es versprach: Vor allem neben dem Platz ging es zur Sache. Mit dem 0:0 kann man in Leutzsch ganz gut leben

Gewonnen, ohne ein Tor zu schießen. Und Lok im Aufstiegsrennen zurückgeworfen. Das sind die guten Nachrichten vom Landesliga-Derby zwischen Lok Leipzig und Chemie II. Die Probstheidaer sind nur noch Dritter, zwei Punkte hinter der Doppelspitze FV Dresden 06 Laubegast und FC Erzgebirge Aue II. Auch Chemie II nimmt dieser Wochen Einfluss auf das Aufstiegsrennen. Vor einer Woche ließ sich die Zweite von Aue mit 1:5 abschlachten. Gegen Lok sah das dann quasi über Nacht besser aus.

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Wiederholt vom Schiedsrichter betrogen

Montag, 10. März 2008, 10:04 Uhr
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Chemie kommt beim FSV Budissa Bautzen nicht über ein 1:1 hinaus. Schuld daran ist weniger eigenes Unvermögen, als vielmehr ein fehlgeleiteter Schiedsrichter – einmal zu oft in dieser Saison

Es heißt immer, sie würden sich im Laufe der Saison ausgleichen: Fehlentscheidungen des Schiedsrichters. In Leutzsch kann man nicht mehr so richtig daran glauben. Jüngstes Beispiel: das magere 1:1 bei Budissa Bautzen, ein Rückschlag, ein doppelter Punktverlust. Vor allem angesichts des Spielverlaufs. Die Partie war so gut wie entschieden, Chemie führte 1:0, noch dazu in Überzahl, und hatte das Spiel im Griff. Bis zum Galaauftritt von Schiri Marcel Böhmer, „der sich in der letzten halben Stunde gewissermaßen beim FSV Budissa Bautzen einwechselte“ (Guido Schäfer in der Leipziger Volkszeitung).

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