Die Mensa-Mafia

Donnerstag, 29. Juli 2010, 23:10 Uhr
Abgelegt unter: Abseits des Platzes,Presseschau

Spieler von RasenBallsport Leipzig speisen in der Mensa der Universität Leipzig zu vergünstigten Konditionen. Das ist nicht nur moralisch fragwürdig, sondern Subventionsbetrug. Ein Blick in die Medien und aufs studentische Innenleben

Die Leipziger Mensa am Park ist ein schöner Ort. Hell, freundlich, modern – die vor 13 Monaten eröffnete Mensa ist die vorauseilende architektonische Botschafterin einer Universität, für die die Abkehr vom baulichen Einheitsbrei der 70er Jahre nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der inhaltlichen Programmatik ist. Ein schöner Platz zum Sein, und um ganz nebenbei natürlich auch noch einem studentischen Anliegen nachzugehen: der Nahrungsaufnahme. Um eben selbige weitet sich pünktlich zum Saisonstart ein Skandal aus. Die Brot-Agonisten: Spieler von RasenBallsport Leipzig.

…weiterlesen



Zitat des Tages (11): Felix Magath, Red Bull und die Medien

Sonntag, 13. Juni 2010, 0:01 Uhr
Abgelegt unter: Abseits des Platzes,Kommerz- & Medienfußball,Presseschau,Transfers,Zitat des Tages

RB Leipzig [...] hat bis jetzt für die kommende Saison keine großen Spielernamen geholt und Tomas Oral, der ewig als kommender Trainer im Gespräch ist, wird wohl kaum Kohorten von Journalisten in die neue „Red-Bull-Arena“ lenken. …weiterlesen



Zitat des Tages (10): Wir nehmen mit, was geht

Freitag, 28. Mai 2010, 10:21 Uhr
Abgelegt unter: FC Sachsen Leipzig,Fanszene,Kommerz- & Medienfußball,Presseschau,Zitat des Tages

Falls morgen die 20 000-Zuschauer-Marke geknackt wird, übernimmt der FC Sachsen am letzten Oberliga-Spieltag die Führung in der Besucher-Tabelle – vom heiß geliebten Nachbarn aus Probstheida. …weiterlesen



Brandis. Die Nachwehen

Der brutale Neonazi-Überfall auf den Verein Roter Stern Leipzig und seine Spieler und Fans im Oktober 2009 in Brandis war kein Zufall. Im Muldental gehört Neonazismus zur politischen Kultur. Vereine wie Roter Stern Leipzig wissen sich zu wehren. Eine Bestandsaufnahme

Dieser Name hat sich tief eingebrannt in das gesellschaftliche Bewusstsein: Brandis. Der 10 000-Einwohner-Ort, 20 Kilometer östlich von Leipzig gelegen, steht sinnbildlich für Hass und Gewalt, für Rassismus und Neonazistrukturen. Brandis ist die Wiederholung von Mügeln ist die Wiederholung von Rostock-Lichtenhagen. Die Reflexe sind immer die gleichen: Das waren wir nicht, das waren die Anderen. Nazis? Nicht bei uns. Die Linken provozieren das ja geradezu. …weiterlesen



Leipzig – eine Stadt, sein Fußball und soziale Verwerfungen

Die linke Wochenzeitung Jungle World wartet mit einer Artikelserie auf, in der es um Leipzig, seine Ambitionen, seine Gesellschaft und nicht zuletzt auch seinen Fußball geht. Ein paar Leseempfehlungen

Zur Einstimmung provoziert, ja kokettiert Gero Hirschelmann mit Lokalprovinzialismus und sagt, dass Halle kleiner und proletarischer, kurzum liebenswerter ist als die „Pleiße-“, „Bach-“ oder wahlweise auch „Sportstadt“ Leipzig. Ganz ohne Größenwahn:

Es mag sein, dass Leipzig von seinen Bewohnern geliebt wird. Halle aber liebt umgekehrt auch seine Bewohner. Leipzig ist also eine gute Stadt, Halle, nun ja, ist eine Weltanschauung.

…weiterlesen



Zitat des Tages (8): Geänderte Beweislage

Ich berichte schon fünf Jahre über Randale in europäischen Fußball-Stadien. …weiterlesen



Zitat des Tages (7): Fußball und Kapital, Fans und 50+1

Wir hatten leider nie eine Situation wie in Deutschland. [...] In England findet gerade ein Umdenkprozess statt. Früher hat sich keiner darum geschert, die letzten sechs Monate haben das geändert.

…weiterlesen



Stühlerücken bei Red Bull: Beiersdorfer lässt keinen Stein auf dem anderen

Mittwoch, 10. Februar 2010, 20:43 Uhr
Abgelegt unter: Kommerz- & Medienfußball,Presseschau,Vereinspolitik

Präsi Andreas Sadlo weg, Physio Nils Haacke weg – das Personalkarussell dreht sich immer schneller, und am Ende bleibt Dietmar Beiersdorfer als Einziger sitzen. Eine Bestandsaufnahme

Es ist Winterpause – und im beschaulichen Markranstädt kommt RasenBallsport Leipzig nicht zur Ruhe. Nachdem zunächst vor drei Wochen mit Andreas Sadlo der Vater des Projektes im Zuge eines Machtkampfes geräuschvoll entsorgt worden war, musste nun Chef-Physiotherapeut Nils Haacke dran glauben. Dessen Weggang hatte der Red-Bull-Klub am Montag über die Vereinshomepage kolportiert. …weiterlesen



Zitat des Tages (6): Vereine müssen sich vor ihre Fans stellen

Würden sich Klubvertreter mit der Lebenswelt der Fans auseinandersetzen, würde sie erkennen, welch enormer Druck von der Polizei auf die Szene wirkt und was das auslöst. …weiterlesen



„Sport im Osten“: Expertenrat gegen Wettbetrug

Montag, 23. November 2009, 18:01 Uhr
Abgelegt unter: Gewalt & Rassismus,Presseschau

Moderator Tom Scheunemann diskriminiert in der MDR-Sendung „Sport im Osten“ Chinesen und alle, die für solche gehalten werden. Eine Medienkritik

Man sieht ihm an, dass er seinen Fehler bemerkt. Noch während des Redens will er seine unangebrachte Formulierung korrigieren. Doch es ist zu spät. Tom Scheunemann moderierte am Sonntag die MDR-Sendung „Sport im Osten“ und leistete sich – um die richtigen Worte ringend – einen unverzeihlichen verbalen Fehltritt:

…weiterlesen