Im Nachrichten-Sperrgebiet
Montag, 30. Juli 2012, 22:15 Uhr
Abgelegt unter: Abseits des Platzes, FC Sachsen Leipzig, Vereinspolitik

Wenn ein Mensch, der etwas Großes vollbracht hat, vielleicht auch nur etwas vermeintlich Großes, und das bevorzugt zu Zeiten, die so grau erscheinen wie die Leipziger Straßenzüge Ende der 80er Jahre, also wenn ein Mensch, dessen Person und Wirken dem kollektiven Gedächtnis eigentlich längst entglitten ist, dessen Name verschüttetes Wissen aktiviert, das bestenfalls so vage ist wie die Champions-League-Perspektiven eines österreichischen Brause-Giganten, wenn nun dieser Mensch ein wirklich letztes Mal – vor dem Nachruf freilich – seinen Platz im öffentlichen Leben findet, dann geschieht das unter uninspirierten Überschriften wie „Was macht eigentlich …?“

Diesen Menschen trifft nicht selten Mitleid, im äußersten Fall auch jene Milde, die so mancher verspürt, wenn ein ehemaliger Massenmörder ergraut und geschwächt im Rollstuhl vor die Anklagebank geschoben wird, ein Verhalten offenbar, was das Menschsein schlechthin ausmacht; doch wo führt das bloß hin – diesem Menschen jedenfalls, den der Vor-Nachruf ereilt, gleicht einem Verein, der eigentlich noch ganz jung ist und bisher keine Meriten vorzuweisen hat, nämlich der SG Leipzig-Leutzsch.

Was spielt sich ab in dem Verein, der sich kaum transparenter geriert als die Fifa, dessen Joseph Jamal heißt, der seine Finanzen betreffend eine rätselhafte Frage nach der anderen aufwirft, dessen besonders prominent platzierte Sponsoren eine „24″ in der Internetadresse tragen und über deren Geschäftsmodell so viel bekannt ist wie über das Privatleben von Dietrich Mateschitz?

Die Antworten bleiben im Ungewissen. Die Leipziger Internet Zeitung müht sich mit zugespielten Dokumenten und beharrlichem Nachfragen bei der Stadt ab, liefert alle paar Monate interessante Informationen, die von Jamal Engel, Mister SG Leipzig-Leutzsch, stets aufs Neue umgehend dementiert werden. Aktuell geht es um die sogenannte Sand-Affäre, die zumindest vom Namen her nur begrenzt zum Schmuddelskandal taugt. Worum es geht, wissen wohl nur ein paar wenige, gut Informierte, die, so ist es in einem Beitrag der Tüpfelhausen-Redaktion zu lesen, ihr Wissen dosiert und wohl nicht uneigennützig teilen.

Bei der SG Leipzig-Leutzsch scheint es – zumindest vorerst – weiterzugehen. Ob das nun gut oder schlecht ist, das vermag man kaum einzuschätzen. Jedenfalls tun L-IZ und Co. gut daran, hartnäckig zu bleiben.










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4 Kommentare bisher
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  1. Gravatar of Hansi
    Kommentar von
    31.07.2012 um 14:52
    1

    In so viel Sand kann man eine Menge Köpfe hinein stecken. Oder einen großen aus Wasser.


  1. Gravatar of Bango
    Kommentar von
    Bango
    31.07.2012 um 18:44
    2

    Und man kann ganz vielen Leuten Sand in die Augen streuen…


  1. Gravatar of Grobi
    Kommentar von
    Grobi
    04.08.2012 um 1:33
    3

    und man könnte ganz Fussball-Leutzsch damit versanden lassen…


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